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Datenschutzhinweise

Dachbodendämmung
Verfasser:
SusiJ.
Zeit: 24.01.2005 18:47:27
0
138515
Möchte die Decke zum nicht ausgebauten Dachboden von oben dämmen.Der Deckenaufbau sieht momentan von unten nach oben folgendermaßen aus:
Tapete
verputzte (Stroh-)Matte
Balken,dazwischen vermutlich Schlacke oder ähnliches
Bretter auf dem Dachboden

Mein Vorschlag wäre nun, oben auf Dachboden mehrere Lagen Styropor zu verlegen und darauf OSB-Platten zum Gehen. Ist dies so in Ordnung?

Verfasser:
sukram
Zeit: 24.01.2005 19:00:36
0
138525
Sicher. Bei mir liegen 20 cm drauf ;-)

Bloß keine Dampfsperre drunter.

Verfasser:
SusiJ.
Zeit: 24.01.2005 19:53:51
0
138557
Warum sollt man unter das Styropor keine Dampfsperre anbringen? In den Räumen darunter, die bewohnt sind, ist das ja nicht mehr zu machen.

Verfasser:
sukram
Zeit: 24.01.2005 19:58:17
0
138560
Weil sonst Deine Balken vergammeln.

Verfasser:
SusiJ.
Zeit: 24.01.2005 20:04:35
0
138565
Die Balken vergammeln? soll das heißen, dass die feucht werden?
Aber die OSB-Lage auf dem Styropor ist doch eine Dampfsperre oder?

Verfasser:
sukram
Zeit: 24.01.2005 20:18:49
0
138575
Nö. Vieleicht eine sehr leichte DampfBREMSE ;-)

Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst- Taupunktberechnung mit den SD-Werten.

Tip(p)s: Suchen im http://www.bau.de/forum.asp


Verfasser:
tg
Zeit: 24.01.2005 21:54:14
0
138631
Eine Dampfsperre ist nur dann nützlich, wenn sie an der richtigen Stelle eingebaut ist. Sonst wird aus nützlich ganz schnell schädlich:

Eine Dampfsperre soll verhindern, dass warme Luft in das kalte Dach eindringt und dort der mitgeführte Wasserdampf kondensiert.

Daher muss raumseitig Luftdichtheit hergestellt werden, die Dämmung soll dagegen diffusionsoffen sein, damit sonstwoher eindringende oder bereits vorhandene Feuchte auch wieder verdunsten kann.

Einfaches Beispiel für diesen Aufbau ist die klassische Steildachdämmung (Dampfsperre, Dämmung, diffusionsoffene Unterpannbahn, Luft, Dachziegel).

Styropor mit OSB ist schon sehr diffusionsdicht. Du solltest überlegen, ob irgendwo die Möglichkeit besteht, Diffusionsoffenheit herzustellen.

Deine verputzten Strohmatten sind evtl. schon ziemlich luftdicht.

Alles nicht so einfach!

tg


Verfasser:
sukram
Zeit: 24.01.2005 22:00:14
0
138634
Vorschlag zur Güte:

Alte Bodenbretter raus- sind wahrscheinlich sowieso vergammelt- Balken mit Latten aufdoppeln- Schüttdämmung oder Minerwalwollematten dazwischen-OSB drauf.

Verfasser:
SusiJ.
Zeit: 24.01.2005 22:04:52
0
138637
@tg
Ist dann mein Aufbau wie im ersten Beitrag beschrieben falsch, da oben die OSB-platte als Dampfsperre wirkt?

Verfasser:
tg
Zeit: 24.01.2005 22:19:09
0
138647
Ja, das ist falsch, die Dampfsperre gehört an die RaumINNENseite, da wo die Warmluft anfällt. Auf der "kalten" Seite hat sie gar nichts verloren, da sollte die Dämmung diffusionsOFFEN sein.

Wie beschrieben, eine Dampfsperre ist nur dann nützlich, wenn sie an der richtigen Seite angeordnet ist.

Zur Erklärung: Warme Luft kann viel mehr Wasserdampf transportieren als Kaltluft. Wenn warme Luft in eine kalte Luftschicht eindringt, kondensiert der Wasserdampf aus: Geh' einfach mal vor die Tür und atme aus. Jetzt gibt's eine Dampfwolke, im Sommer nicht.

Das kondensierte Wasser befeuchtet dann die Dämmung. Wenn es von dort nicht mehr wegdiffundieren kann, gammelt es. Daher muss die kalte Seite diffusionsoffen sein, d.h. die Feuchtigkeit muss verdunsten können.

Ist das so verständlich?

tg

Verfasser:
SusiJ.
Zeit: 24.01.2005 22:28:05
0
138652
@Tg
Verstanden. Aber Dampfsperre ist von unten nicht mehr möglich anzubringen, da ausgebaut und bewohnt und teilweise Holzpaneelen angebracht sind.

Verfasser:
tg
Zeit: 24.01.2005 22:36:15
0
138656
Dann überleg' mal folgende Lösung:

8 cm Holzbalken (60 cm Abstand)
dazwischen 8 cm Mineralwolle
8 cm Holzbalken quer zur ersten Lage
dazwischen 8 cm Mineralwolle
(macht insgesamt 16cm Dämmung ohne nennenswerte Wärmebrücken)

Dann eine diffusionsoffene Unterspannbahn für's Dach (die hat so kleine Löcher drin). Dadurch fliegen keine Mineralfasern rum.

Darauf dann Holzdielen oder OSB-Platten mit Lüftungsschlitzen, das ist dann insgesamt diffusionsoffen.

Wie gesagt, die verputzten Strohmatten sind evtl. ziemlich luftdicht. Wenn Du bis jetzt keine Probleme mit Feuchtigkeit hast, bekommst Du mit dem oben beschriebenen Aufbau auch keine.

tg

Verfasser:
sukram
Zeit: 24.01.2005 22:42:03
0
138658
Aaalso-als alter Rechthaberer hab' ich malversucht da

Verfasser:
sukram
Zeit: 24.01.2005 22:47:02
0
138661
(Verfluchteer Mist)

...das ganze mit mf Bauphysik durchzurechnen:

innen(20°)-25 mm Gipsputz-10 cm Bimskies (?)- 20 cm EPS WLG 045-25mm OSB-Aúßen (-10°
:
U-Wert 0,159, sd gesamt 0,159, ... ...

"Tauwasserbilanz: nicht erforderlich, da kein Tauwasser ausfällt" ;-)

Verfasser:
kurzhub
Zeit: 25.01.2005 08:38:03
0
138752
Hallo an Alle,

was spricht eigentlich gegen Steildachelemente zur Dämmung ? ok, sie sind etwas teuerer aber : nicht so hoher Aufbau, Trittfest, diffusionsfähige Ausführung (z. B. puren dio, Bauder, etc.).
Zum Schluß die OSB- Platten unterlüftet verlegt und keinen Lack verwenden.
Sollte eigentlich keine Probleme geben, oder ? ich lerne gerne dazu und bin für alles offen.

Viele Grüße und bis später
Ralf

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