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Was darf ich mit Grundwasser machen?
Verfasser:
Markus
Zeit: 24.11.2003 16:12:51
0
37128
Hallo, ich hab auch die anderen Foren schon unsicher gemacht, jetzt ist das dran.

Wie planen ein Einfamilienhaus in München, der Grudnwasserspielgel liegt bei etwa 70 cm unter Grund. Wir wollen einen Brunnen-Wärmepumpe einbauen, holen uns also schon Grundwasser ins Haus.

Da liegt es doch nahen, mit dem Grundwasser die Toilettenspülung, das Gartengies-wasser und eine Kaltwasser-Waschbecken in der Werkstatt (Alles natürlich über separate Zuleitungen) zu versorgen, weil wir das Grundwasser ja eh schon im haus haben.

Technisch dürfte das kein Problem sein, aber ist es denn erlaubt? ich hab bei zig Behörden in München angerufen, keine wusste was, außerdem bin ich anscheinend der erste, der das in München machen will (Wunder....). ich hab mir schon gedacht, wenn eh keiner bescheid weiß, dann mach ich es halt einfach...

Was sagt ihr dazu? Merkt das überhaupt jemand?

Viele Grüße, Markus


Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 24.11.2003 16:38:04
0
37129
grundsätzlich ohne Genehmigung nix :-)

Zuständig ist die untere Wasserbehörde, meistens zu finden im Landratsamt oder dort mal nachfragen.

Eigene Brunnen etc sind genehmigungspflichtig und die ständigen Wasserprobenanalysen kosten richtig nett Kohle (erst die Auflagen sichten, dann rechnen und danach machen...könnte helfen).

...und von wegen ...da mach ich dann halt einfach mal...*räusper...kommt drauf an wie lange...der Gong den es dann gibt...der hängt garantiert schon irgendwo...;-))

Alles was mit Grundwasser(nutzung) zu tun hat, ist genehmigungspflichtig.

Deswegen erst Genehmigung, dann machen...sonst mindestens ein blaues Auge (auch wenns blos montär sein wird)...

Wenn nix Genehmigung, dann nix machen :-))

Achim Kaiser

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 24.11.2003 16:41:25
0
37130
nebenbei::

das, was so in 1 - 10 m Tiefe ist, ist meistens kein Grundwasser, sondern Oberflächen / Sickerwasser.

Bei uns liegt das Grundwasser auf Minus 80 m

Trotzdem findet man in 4 M Wasser!!!

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 24.11.2003 16:43:23
0
37131
Ach ja

merken tut das sehr wahrscheinlich niemand.
Solange es sich um das besagte Oberflächenwasser handelt, kannst du ja mal vorsichtig bei der unteren Wasserbehörde anfragen.

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 24.11.2003 17:03:12
0
37132
Hallo.

Zum Thema Genehmigung für Brunnen liegen mir andere Informationen vor (habe gerade 2 Anlagen installiert).
Brunnenanlagen für Wärmepumpen sind grundsätzlich ANZEIGEpflichtig.
Dazu ist ein Gutachter nötig (beim entsprechenden Amt beim LRA informieren, wurde ja schon genannt), der die Anlage vor Inbetriebnahme begutachtet und als korrekt abnimmt (der schickt sein Gutachten an das entsprechende Amt).

Anderweitige Nutzungen von Brunnen für Wärmepumpen sind nicht zulässig. Solche Anlagen nimmt kein Gutachter ab.

Grundwasser und Oberflächenwasser sind nicht das gleiche.
Ich würde einfach mal eine Bohrfirma bestellen. Die kann sagen, wie tief man Bohren muß und kann auch einen Gutachter nennen.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de


Verfasser:
friedel
Zeit: 24.11.2003 17:03:55
0
37133
Nun, München ist ja ein trockengelegter Sumpf...*grins*

Ich würde an deiner Stelle mal beim Wasserwirtschaftsamt nachfragen, die sollten eigentlich dafür zuständig sein oder zumindest den Ansprechpartner wissen.

Gruß,
friedel

Verfasser:
Markus
Zeit: 24.11.2003 17:35:04
0
37134
Hallo nochmal, danke für die Antworten, (Das Sie Herr Brenner auch in dem Forum mitmischen hätt ich jetzt nicht gedacht...)

Nur nochmal zum Verständnis, der Brunnen für die Wärmepumpe kommt eh, der wird auch genehmigt mit allem drum und dran, das ist nicht das Problem. Es geht darum, was ich mit dem Brunnenwasser machen darf.

Gruß,Markus

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 24.11.2003 19:13:10
0
37135
Hallo

Mit dem Wasser aus dem Brunnen für die Wärmepumpe dürfen Sie nur heizen, sonst nichts.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
Aleko
Zeit: 24.11.2003 21:34:14
0
37136
Hallo Markus,

grundsätzlich ist das entnehmen von Grundwasser Ländersache und somit verschieden geregelt.

In einigen Ländern ist es Genehmigungspflichtig, in anderen nur anzeigepflichtig. Z.B. in Brandenburg ist die Errichtung von Brunnen zur Eigenwasserversorgung bei geringfügiger (hier ist der Haken) anzeigepflichtig, aber genehmigungsfrei. In der Praxis wird das so geregelt: keine gewerbliche Nutzung, im Einfamilienhausbereich ist Gartensprengung ok, WC Spülung kann man machen (würde ich aber nicht benennen)

Entscheidend ist aber noch, was der eine Kollege sagte, nämlich das es sich hier bestimmt um Schichtenwasser handelt. Am besten einen unabhängigen Geologen fragen, wo das Grundwasser ansteht und vor allem wo ein Aquifer (Grundwasserleitende Schicht aus zB, Grobkies bis Mittelsande) ist, denn nur da fliest beim Abpumpen genug Wasser nach.

Teilweise können die Geologen anhand von Kartenmaterial schon gewisse Voraussagen treffen. Die Brunnenbauer leben nämlich vom Bohren, zur not auch mal etwas tiefer.....somit kann u.U. der unabhängige Rat sehr nützlich sein!

Die wasserqualität ist auch noch wichtig, hier in der Region Berlin-Brandenburg haben wir hohe Eisen- und Mangananteile, die das Wasser braun färben und sich an den Sanitärgegenständen absetzen. das sieht dann lecker aus, wenn das Toilettenbecken braune Spuren hat....
Trotzdem ist dieses Wasser als Trinkwasser in Ordnung, aber auch hier kann der gute Geologe oder Versorgungstechniker die Wasseranalyse veranlassen und vor allem verständlich bewerten. Ggf. Wasseraufbereitung vorsehen (aber wenn möglich eine Physikalische und nicht die Injektion von Chemikalien obwohl die Industrie die lieber verkauft....)

Zur Genehmigung der Wärmepumpenanlage ist ähnliches zu sagen. In Berlin ist gerade das Genehmigungsverfahren stark vereinfacht worden mit dem Hintergedanken dies somit zu fördern. Die Dimensionierung sollte ebenfalls von einem unabhängigen Ing.-Büro vorgenommen werden (bei der Baukammer zu erfragen) um nicht über zu dimensionieren und vor allem um die Leistungszahlen auch zu erreichen. Denn warm wird´s immer, fragt sich nur mit welchem Energieeinsatz (hier wahrscheinlich Straom aus der Steckdose ;-).....)!


Gruß Aleko


Verfasser:
WBoegelein
Zeit: 25.11.2003 10:03:24
0
37137
Hallo Markus,

In München ist die Nutzung von Grundwasser zum Gartenbewässern erlaubt, muss im wasserwirtschaftlichen Gutachten nur mit aufgeführt sein.
Zur Versorgung von Toiletten etc. gibt es keine Genehmigung.

WBoegelein

Verfasser:
WBoegelein
Zeit: 25.11.2003 10:06:02
0
37138
@ aleko,

wenn Markus z.b. im Münchner Norden wohnt, kann er den Brunnen mit dem Spielzeugbagger seiner Kinder graben. In Eching liegt der Grundwasserspiegel, nicht Schichtenwasser, bei max 1 Meter.

WBoegelein

Verfasser:
Ewald Edler
Zeit: 15.04.2004 17:51:28
0
37139
Wie (vorausgesetzt das bürokratische Umwesen ist geregelt, was bei mir der Fall ist) stelle ich es an, vorhandenes Oberflächenwasser und Regenwasser zu _Trinkwasser zu machen und einzuspeisen. Sol der Ersaytz sein für das Wasser, welches vom Wasserversorger zu beziehen ist. Macht das Sinn? Welche Kosten entstehen? welche gesundheitlichen Bedenken bestehen? Wer kennt Referenzen?

Verfasser:
PeterBergstein
Zeit: 15.04.2004 19:10:02
0
37140
@Ewald

Trinkwasser ist ein Lebensmittel und muss auch so überwacht werden wie Lebensmittel. Daher wird das schon eine ziemlich kostspielige Wasseraufbereitung werden mit der dazugehörigen Analysetechnik.
Versuch es doch mal bei den einschlägigen Wasseraufbereitungsfirmen.
Ich kann mir nicht vorstellen das sich das so einfach durchsetzen läßt.

Verfasser:
Otto Lüthy
Zeit: 15.04.2004 20:35:58
0
37141
Hallo Ewald Edler

Sinn macht dies keinen.

Im weiteren musst Du eine Vorrichtung erstellen, die verhindert, das
von dem Regenwasser nicts in das öffentliche Trinkwassersystem fliesen kann. Dies ist in der Regel ein Rohrnetztrennsystem. Diese muss auch
regelmässig gewartet und kontrolliert werden. Im weiteren musst Du dafür
Sorge tragen, dass das Regenwasser Trinkwasserqualität hat. Solltest Du
in Deinem Haus eine Wohnung vermieten, dann verkaufst Du auch das Wasser
an Deinen Mieter und bis ihm gegenüber haftpflichtig. Das ganze kostet
sehr viel Geld.

Mit freundlichen Grüssen
Otto

Verfasser:
J. Bock
Zeit: 27.09.2010 15:16:41
0
1416040
Wichtig zu erwänen ist auch das für das Toilettenabwasser vorher eine Wasseruhr eingebaut werden muß. Dadurch wird das Abwasser gezählt,was in den Abwasserkanalfließt,67zsq welches extra berechnet wird. Wassergeldberechnung wird aufgeteilt in Frisch und Abwasser. Abwasser ist immer teurer als Frischwasser.

Verfasser:
Axel R
Zeit: 30.09.2010 13:37:23
0
1417600
Ich würde eine Regenwassersammelanlage bauen.
Selbst bei langer Trockenheit hätte ich unter den beschriebenen Bedingungen immer Wasser im Tank.
Ob das vorher durch den Boden gesickert ist, oder vom Dach kommt, wer will das prüfen. Es ist so oder so Wasser was von oben kam.

Gruss Axel R

Verfasser:
andy-nm
Zeit: 30.09.2010 15:07:44
0
1417628
Warum grabt ihr immer wieder solche Leichen aus?
Schaut mal aufs Datum!!!

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