Hallo,
Vorab: Mein langer Erfahrungsbericht mit dem C1 von Tempratec soll keineswegs von diesem Produkt abschrecken. Als früherer Heizöl-Heizer musste ich aber sehr viel Erfahrungen im Betrieb mit diesem Brenner und vor allem im Verbrennen von Pflanzenöl sammeln, und habe bestimmt noch nicht "ausgelernt".
Bei uns ist der Tempratec C1 nun in der dritten
Heizperiode im Einsatz.
Grundlage für die Entscheidung war der Aufstellort meines Öltanks. Da wir im Hochwassergebiet liegen, fand sich klein Tank, der für die benötigte Überflutungshöhe geeignet war. Beim "besten" Tank in dieser Disziplin fehlten etwa 30 cm zur vorgegebenen Überflutungshöhe.
Die Alternativen waren entweder ein vor Ort geschweißter Tank mit Einzelzulassung (entschuldigt bitte wenn ich die Fachausdrücke evtl. nicht richtig, sondern "nur" sinngemäß wiedergebe) oder eben die Lagerung von Rapsöl in dem oben beschriebenen Tank. Denn technisch besteht der Tank diese doch sehr theoetische Überflutungshöhe bestimmt, nicht jedoch auf dem Papier. So fiel also die Lagerung von Heizöl aus.
Von Beginn an gab es Probleme, weil der Brenner immer wieder, vor allem beim ersten Anlaufversuch nach der
Nachtabsenkungs-Pause, auf Störung ging. Mein Heizungsbauer, den ich zum Einbau dieses Brenners regelrecht überredete, da auch er keinerlei Erfahrung damit hat, war schließlich ebenso ratlos wie ich.
Schließlich war der Werkskundendienst im Haus, und hat im Prinzip den gesamten Düsenstock samt Drossel, Filter und Düse erneuert. Die Ölwege im Düsenstock waren nur zu ca. 1/3 des Querschnitts frei. Danach funktionierte der Brenner die gesamte Heizsaison problemlos.
Im letzten Jahr traten dann auch alsbald wieder Probleme auf, und die Düse, die laut Herstelleraussage ja ein ganzes Brennerleben halten soll, musste erneuert werden. Danach ging es dann wieder bis zum Frühjahr.
In dieser Heizsaison erfolgte dann eine gründliche Zerlegung und Reinigung des Düsenstocks und des Filters in der Ölpumpe und am Entlüfter. Auffällig dabei war, dass der Turbolator, der die eingeblasene Druckluft zerstäuben soll, regelrecht festgebacken zwischen Düsenstock und
Lufthülse saß.
Eben gerade komme ich aus dem Heizungsraum, weil ich nach einer Brennerstörung zum Jahreswechsel den Düsenstock samt aller Filter erneut gereinigt habe. Der Turbolator sitzt aber dieses Mal so fest in der Lufthülse, dass ich mich nicht weiter getraut habe ihn während des verlängerten Wochenendes gewaltsam herauszuziehen. Es hat sich regelrecht ein Teerklumpen gebildet der den Turbolator festhält. Ich habe die Rückstände soweit es ging entfernt, und hoffe über die nächsten Tage zu kommen. (Eigentlich bin ich ja jetzt hier, um Tipps zur
Wartung dieses Brenners zu suchen...)
Diese ganzen Erfahrungen lassen mich zu der Erkenntnis kommen, dass die Ursachen all dieser Probleme weniger vom Brenner selbst, sondern vielmehr vom Pflanzenöl herrühren. Ständige Wartung und Reinigung ist also absolute Voraussetzung für einen zuverlässigen Betrieb dieses Brenners.