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26.05.2004 16:25:57 |
Hallo! Ich habe mir einen Fröling Scheitholzkessel einbauen lassen, einen fhg3000 mit 30kw leistung. bei der inbetriebnahme durch einen fröling-monteur sagte mir dieser, ich muss beim anheizen warten bis die abgastemperatur auf 120°C steht, erst dann kann ich die Anheizklappe schließen und weggehen. nun dauert es sehr lange (über 10min)bis die abgastemperatur auf 120°C klettert. Warum muss ich denn überhaupt auf die 120° warten bzw. was hat das für einen Sinn??? wenn das feuer brennt dann gehts doch so schnell nicht mehr aus. ausserdem fällt die temperatur nachdem ich den anheizdeckel zumache sowieso wieder auf unter 100° (kurzzeitig, steigt dann wieder an). würden hier keine 100° reichen??? mfg knebel99
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26.05.2004 18:11:03 |
Hallo Herr Knebel99,
ich bin auch an der Antwort interessiert. Was sagte denn der "Fachmann" von Fröling? Der sollte es ja wissen, wenns ein Produkt aus dem Hause Fröling ist...
trinker
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Verfasser: Franz Hiegemann | Zeit:
26.05.2004 18:29:17 |
Hallo knebel99, ich kenne den Kessel nicht aber klingt schon ein bischen komisch was Du da machen sollst. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass du diese Vorgehensweise erst einmal ein paarmal so machst wie Dir *befohlen*. Und dann sammelst Du ja automatisch *Erfahrungen* und versuchst mal das Ein oder Andere, wie z.B. die Klappe schon eher ganz zuzumachen oder nur zur Hälfte zu schließen und nach ca. 30 min. mal wieder gucken. Oder was passiert, wenn die Klappe am Anfang nicht voll aufgemacht wird, sondern geschlossen bleibt. Der autom. Verbrennungluftregler müsste doch im kalten Zustand ordentlich viel Luft reinlassen, so dass das Feuer nicht *erstickt*!? Versuch macht kluch Gruß F.H.
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26.05.2004 20:50:10 |
Servus!
Also der Mann von Fröling sagte immer warten bis Temp auf 120°, er sagte auch dass das ziemlich schnell ginge, nur beim ersten mal würde das länger dauern weil ja alles kalt ist. darum hab ich da net weiter nachgefragt. im winter wenn jeden tag geheizt wird wird das schon stimmen, nur im sommer wo ich momentan jeden 3.tag einheize (solaranlage ist im bau) dauerts mir ehrlich gesagt zu lang. während dieser anheizphase verbrennt ja auch viel holz bei sehr schlechtem wirkungsgrad.... meine theorie wäre dass das irgendetwas mit optimaler vergasung, wirkunsgrad oder abgaswerten zu tun hat??? (rauchrohr ist ca 1,80m lang)
mfg knebel99
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04.06.2004 19:23:45 |
Hallo erstmal... also wenn sich die Verdrahtung des Kessels nicht in den letzten 1-2 Jahren geändert hat, ist es dringend zu empfehlen, den Kessel bis 120°C mit offener Anheiztür zu betreiben. Das liegt ganz einfach am Rauchgasthermostat. Dieses schaltet bei Unterschreiten der Abgastemperatur nach ca. 10 min das Gebläse aus. Und da der Kessel nicht weiß ob Sie gerade Feuer gemacht haben oder sich der Kessel in der Ausbrandphase befindet, müssen sie diese Minimal-Abgastemperatur garantieren. Machen sie die Tür zu, fällt die Abgastemperatur immer etwas ab. Bei ungünstigen Scheitgrößen oder etwas feuchten bzw. verwurzeltem Holz schafft es die beginnende Verbrennung nicht, die Minimaltemperatur wieder innerhalb von 10 Minuten zu erreichen. Das Gebläse schaltet ab und das Feuer schwelt und geht aus. Ich persönlich lasse die Tür sogar bis 200°C auf, dann kann ich sicher sein, dass die Verbrennung 100%-ig läuft. Außerdem vermeide ich mit einer schnellen Startphase eine längere Zeit im Taubereich ( Korrosion!) Gruß Holger www.haustechnik-mueller.de
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04.06.2004 23:06:35 |
hallo holger!
danke für die erklärung. diese temperatur von 120° kann man ja irgendwo im menü einstellen, jedoch nur mit einem geheimcode?!? würde die temperatur gerne auf 100° herabsetzen, da ich wie gesagt nicht immer eine viertelstunde warten möchte...
mfg knebel99
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10.06.2004 17:14:21 |
Hallo Knebel99, Ob sich der Wert per Menü verändern lässt ist mir leider nicht bekannt. Es ist auch sicher nicht im Sinne des Herstellers, da bei eingestellten 100° und 90° Kesseltemperatur die Regelung die Ausbrandphase nicht mehr erkennen könnte. Es muss ganz einfach eine gewisse Differenz zwischen der max. Kesseltemperatur und der minimalen Abgastemperatur liegen. Ansonsten würde das Gebläse den Kessel nach Verbrennen des Holzes sozusagen "auskühlen" und Ihre Energie geht nicht in die Heizanlage sondern durch den Schornstein. Versuchen Sie einfach den Anheizvorgang mittels verschieden großen Holzspälten so zügig wie möglich zu gestalten. Ich lege als erstes ein paar Späne (ca. 2x2x30cm) quer zum Verbrennungsschlitz, dann weitere Späne längs gemischt mit Kartonresten und obendrauf dann die Spälten. Jetzt von vorne eine Zeitung rein und ab geht die Post. Wenn der Kessel am Vortag befeuert wurde und noch ca. 40°C hat dauert es höchstens 5 Minuten und die Abgastemperatur von 150 - 200°C ist erreicht. Türe zu und auf Wiedersehen! Es gibt zwar bessere Kessel, aber auch deutlich schlechtere Modelle. Insgesamt bin ich ganz zufrieden. Gruß Holger
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08.01.2006 18:42:40 |
Hallo Knebel99
ich hoffe du kannst mittlerweile in die service ebene, falls nicht sende mit eine mail an hlf-nea@web.de
gruß
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08.01.2006 19:15:44 |
Hallo Habe den gleichen Kessel und bin damit sehr zufrieden. Zum anheizen lege ich links und rechts des Schlitzes ein Stück Tannen-Fichtenholz,dazwischen vorne Zeitungspapier zerkneult darüber etwas Pappe,und dan auffüllen mit Holz.Das Papier angezündet geht es keine Minute bis 120C ereicht sind.probiere es auch Gruß Siggi
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08.01.2006 21:18:21 |
Servus!
Danke, ich habe den code, funktíoniert wunderbar! wahnsinn was man da alles einstellen kann...
mfg knebel99
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10.01.2006 20:23:35 |
Hallo brauny habe den gleichen Kessel und kann dainer Aussage nur zustimmen. Wenn ich den Kessel gereinigt habe und keine Asche mehr drin ist dauert es etwas länger. Ansonsten kann ich nur sagen Top Kessel. Gruß Andy2
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14.02.2011 13:03:15 |
Das Thema ist zwar erledigt, dennoch möchte ich dokumentarisch meinen Senf hierzu geben, weil es nicht uninteressant ist. Bei meinem Ofen konnte ich ich immer bei 70 Grad die Anzündklappe schliessen. Seit Weihnachten 2010 ist damit vorbei. Der Kaminfeger war da. Seit dem musste ich immer die Anzündklappe bis ~190 Grad auflassen. Ansonsten wäre das Feuer ausgegangen, bzw. beim zu schnellen Öffnen, gabs eine Stichflamme weil keine Luft mehr im Kessel war. Nach sehr langem suchen fand ich den/die Fehler Zu allererst vermutete ich Zug Probleme vom Kamin. Und tatsächlich, in etwa 11m Kaminhöhe, fand ich die Kaminluke fast unverschlossen vor ! Der Kaminfeger hatte die runde Abdeckung nur halb draufgestekct, so dass oben ein etwa 1cm breiter Schlitz zu sehen war ! Ganz liess sich das Problem aber damit nicht beheben. Die Teerverrussung nahm zu, den das Feuer breitete sich nach oben aus, anstatt in die Brennkammer. Nun hab ich endlich entdeckt was nun zu beheben ist. Die Dichtung ist Richtung Schwellgasabsaugung auf etwa 5cm undicht ! Werde heute abend mal die Türe nachspannen und dann evtl. eine neue Dichtung besorgen. Fotos reiche ich nach.
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