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16.02.2004 16:47:44 |
Hilfe, wir bauen ein Haus in Belgien und fachkundigen Rat konnte ich hier nicht finden. Im Gegenteil, auf meine Bitte, einen Boiler für eine Solaranlage vorzusehen, wurde dies zwar gemacht, die ganze vorgesehene Heizungsregelungsanlage war aber nicht mit Solar kompatibel und der Kessel ein uraltes Modell, dafür aber nicht wesentlich günstier als der neueste Brennwertkessel ... Soweit die Vorrede, um mein Problem zu erläutern. Wer kann mir ein paar Hilfestellungen geben, zur Planung einer Solaranlage? Hier ein paar Angaben: Ausrichtung des Dachs (40 Grad Neigungswinkel) 70 Grad von Süd abweichend Richtung Westen. Ort: Brüssel (PLZ 1560). Neubau EFH freistehend (keine Bäume etc.). Isolierung auf unser Insistieren hin besser als belgischer(!) Standard, aber bei weitem kein Niedrigenergie- oder Passivhaus. Vom Heizungs"fachmann" ermittelter Wärembedarf 24 kwh. Keine Fussbodenheizung, also alles höhere Temperaturen. Falls es relevant sein sollte: wir werden einen Kachelofen im WZ haben, der aber nicht an die Heizung angeschlossen ist. Kontrollierte Wohnraumlüftung mit WRG vorhanden. Personenzahl: derzeit 2, aber wir haben 5 Schlafzimmer :) Fördermöglichkeiten sind in Belgien sehr beschränkt, oder nicht zugänglich für mich. Selbsteinbau ist aufgrund 2 linker Hände nicht möglich. Vorgesehener Kessel: neuer Brennwertkessel Logamax GB 142 von Buderus. Fehlen irgendwelche Infos? Kann mir jemand bei folgenden Fragen helfen? Nur Warmwasser (war unsere Idee), auch Heizungsunterstützung (wohl recht teuer) oder gar Strohmerzeugung (wohl noch teuerer)? Ich weiss, dass es sich schwer komplett rechnen kann und bin bereit für die Umwelt zu investieren, aber vernünftig sollte es trotzdem sein. Wie gross muss unser Boiler sein (300L ist wohl Minimum, aber reicht das?). Flach- oder Röhrenkollektoren? An welche Frage habe ich als Ahnungsloser noch nicht gedacht? Für jede Hilfe bin ich dankbar!
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16.02.2004 17:15:52 |
>An welche Frage habe ich als Ahnungsloser noch nicht gedacht? Vieleicht: Wie man die SUCHE bemüht? Trotzdem: Bei 70° Südabweichung ist kaum mehr von einem Nutzeffekt die Rede, entweder Montage der Kollektoren auf dem First in einem Drehgestell mit automatischer Sonnennachführung oder zusätzliche gesplittete Kollektoren auf beiden Seiten des Dachs oder Änderung der Dachform von Sattel- zu Walmdach. >Nur Warmwasser (war unsere Idee), Siehe oben, aber unrentabel >auch Heizungsunterstützung (wohl recht teuer) & garantiert unrentabel oder gar Strohmerzeugung (wohl noch teuerer)? & grade mal in D mit der hiesigen Zwanggubventionierung durch Otto Normalstromverbraucher denkbar. >ich weiss, dass es sich schwer komplett rechnen kann und bin bereit für die Umwelt zu investieren, aber vernünftig sollte es trotzdem sein. Nunja- ein EU-Beamter verdient ja mehr als genug ;-) infolgedessen muss man hier das "vernünftig" sehr weit fassen.
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16.02.2004 17:18:02 |
... die Antwort hätte ich auch ohne Absender erkannt :-)
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16.02.2004 17:22:00 |
Na,aber hier stimmt's doch- das musst Du zugeben!
(geh mal zum Heizungshelfer, da hat jmd eine alte FBH ohne Trennung & neuen dadurch demolierten Kessel)
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16.02.2004 17:26:03 |
Warum sollen 70 Grad Abweichung unrentabel per se sein? Nach Planungsunterlagen Buderus muss dann die Kollektorfläche nur mal 1.2 genommen werden.
Also, über Arbeitgeber, Einkommensverhältnisse etc. muss man sich hier ja nicht auslassen
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16.02.2004 18:11:48 |
Amtsbote bei der EU wär'auch ein schöner Job ;-)
--- Du weisst aber schon wieviel 70° sind, ja? 90° = rechter winkel...
Leider geht mein Solar"ertrags"ermittlungsprogramm nur bis +/-45° ;-) |
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16.02.2004 18:34:21 |
Klar, 70 Grad sind viel, aber aufgrund der Info von Buderus dachte ich, geht wohl doch. Aber die Idee mit auf beiden Seiten ist nicht schlecht. Danke für den Hinweis. Hier einer für Dich. Unter http://www.europa.eu.int/ gibt es bestimmt Infos, wie man sich bei den europäischen Institutionen bewerben kann. Das scheint Dir ja echt wichtig. Aber, auch wenn man nicht da arbeitet :), ist Brüssel lebenswert.
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Verfasser: SolarServiceOsnabrück | Zeit:
16.02.2004 19:56:14 |
Hallo Michael, ich kenne jemand in Deutschland, der aber auch in Belgien aktiv ist und sich gut auskennt und dich auch bestimmt gut beraten wird: Remember Solartechnik in Aachen 0241-403249 Mit sonnigen Grüßen Michael
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17.02.2004 07:23:17 |
Heizenergie wird zu ca. 12% fürs Warmwasser und zu 88% für die Heizung erzeugt. Eine Solarthermie nur fürs Warmwasser hat ca. 60% Wirkungsgrad und das ergibt etwa 7,2% Ersparnis, wenn eine Solaranlage nur fürs Warmwasser installiert wird. Solarthermie mit Heizungsunterstüzung kann (!!!) 40 bis 60 % Ersparnis an Heizenergie bringen im Vergleich mit o.g.7,2%. Bei der Ausrichtung von 70° West ist eine Vergrößerung von 20...25% im Vergleich zur Südausrichtung üblich. Bei 25 kWh errechneter Heizleistung ist eine Solarthermie-Anlage mit ca. 14m² Solarfläche und einem Pufferspeicher von 1000 Liter eine brauchbare Anlage zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung. Die Gesamtkosten der Solaranlage (Material und Installation bis zur Inbetriebnahme) liegen bei etwa 12.000€. Diese Angaben sind nur als Erfahrungswerte zu betrachten. Eine genaue Planung am Objekt ist unbedingt erforderlich und kann andere Ergebnisse bringen. Die Solarthermie ist auf jeden Fall im Zusammenhang mit der übrigen Heizungsanlage zu planen. mit sonnigen Grüßen Udo Rostek
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17.02.2004 07:51:40 |
... ich würde sagen : "Alle Solaranlagen sind SCHROTT ... bringt doch sowieso kein Geld !!!!" was sollen wir den Aufstand proben wegen lächerlichen 7,5% Energieersparnis ... ich würde sagen wir machen so weiter wie bislang ... auch wenn jemand extra drauf hinweist, dass es ihm NICHT um die Rentabilität geht ... er kriegt KEINE Solaranlage ... wir stampfen sie ein !!! ... und diese lächerlichen 500 Solaranlagen die ich bislag gebaut habe reisse ich auch wieder vom Dach ... dann ist hier endlich 'mal Ruhe mit dem Thema !!!!
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17.02.2004 19:05:55 |
Sehr geehrter Herr Rostek, hallo Michael, besten Dank für diese beiden Beiträge. Mit der Firma in Aachen werden wir Kontakt aufnehmen und die Richtgrößen sind sehr hilfreich. Besten Dank! Wir werden sehen, was wir derzeit schon vorsehen können ( Boiler evtl.?, Regulung modular ergänzbar, sonst noch etwas, auf das wir achten müssen?), um später evtl. eine solche Anlage kostengünstig ergänzen zu können, da 7% nicht wirklich viel sind, 12.000 EUR aber durchaus. Wie hoch sind eigentlich ungefährt die Heizkosten p.a. einer 5-köpfigen Familie in einem EFH mit durchschnittlicher Dämmung? Gibt es da auch einen Daumenwert? Michael
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18.02.2004 00:34:09 |
@sukram
welche Solarertragsermittlungssoftware ? das hört sich nach was für umsonst an.... oder bist Du jetzt schon unter die Planer gegangen ;-)
gruß
holger
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20.02.2004 00:19:02 |
Beste Tipps findet man auf www.oeko-energie.de/solarwaerme.htm
halt etwas Wagner-lastig, aber wirklich eine der Besten zum Thema!
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20.02.2004 10:24:16 |
hallo michael aus b
zur betrachtung der energiebilanz schau doch mal hier
unter http://www.oekoluefter.de auf der häflte der hp (vgl. scroollbalken) findest du einen verweis (nicht expliziet als link ersichtlich aber blauer text )
>>> Simulationsprogramm NEU : Uni. Siegen "CASANOVA" <<<
und auch weiteres wissenswertes.
desweiteren stand die aussage von dir
>>(Vom Heizungs"fachmann" ermittelter Wärembedarf 24 kwh.)
wären von mir als 24kwh je qm und jahr interpretiert worden, was dem dt niedrigenergiehaus-standard entsprechen sollte. hier nochmal nachfragen! sicher hat belgien einen sanfteren temp verlauf über das jahr(?)insbesondere was die temperaturstürze betrifft.
mfg berndg
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08.03.2011 12:43:31 |
Hallo Experten, wir haben einen 200 Ltr WW-Bereiter im Keller, welcher z. Zt. mit Strom beheizt wird, aber Anschlüsse für einen Solarkreislauf hat. Die vorh. WW- Zirkulationspumpe wird über einen Regler gesteuert. Nun trage ich mich mit dem Gedanken den WW-Bereiter mittels Solaranlage zu versorgen. Ein Pufferspeicher ist nicht möglich zu installieren. Unser EF-Haus hat eine Dachneigung von ca. 45 grad, Ziegeldach, und die Dachflächen sind nach Osten und Westen ausgerichtet. Die längste Zeit ( ca. von 13:00 bis Sonnenuntergang )scheint die Sonne auf die Westseite. Um eine ganztägige Sonnenversorgung der Kollektoren zu erhalten, denke ich an 2 Kollektorflächen, auf Ost - und Westseite. Kann mir jemand bei der Planung der Anlage behilflich sein ? Welche Bestandteile ( Größe der Kollektoren etc. )muß ich erwerben um einen vernünftigen Wirkungsgrad zu erzielen ? Auf was muß man bei dieser Art der Installation achten ? Für evtl. Antworten bedanke ich mich im voraus. Gruß Frank
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08.03.2011 16:55:15 |
wir haben einen 200 Ltr WW-Bereiter im Keller, welcher z. Zt. mit Strom beheizt wird, aber Anschlüsse für einen Solarkreislauf hat. Die vorh. WW-Zirkulationspumpe wird über einen Regler gesteuert.200 l ist zu wenig. Wieviel Personen ? Nun trage ich mich mit dem Gedanken den WW-Bereiter mittels Solaranlage zu versorgen. Ein Pufferspeicher ist nicht möglich zu installieren.
Man kann auch Puffer im Keller schweißen... Unser EF-Haus hat eine Dachneigung von ca. 45 grad, Ziegeldach, und die Dachflächen sind nach Osten und Westen ausgerichtet. Die längste Zeit ( ca. von 13:00 bis Sonnenuntergang )scheint die Sonne auf die Westseite. Um eine ganztägige Sonnenversorgung der Kollektoren zu erhalten, denke ich an 2 Kollektorflächen, auf Ost - und Westseite.
Stellt sich die Frage, ob es nicht Sinn macht, beide Kollis auf die Westseite zu setzen ? K ann mir jemand bei der Planung der Anlage behilflich sein ?Wir sind gerade dabei :-))) Welche Bestandteile ( Größe der Kollektoren etc. )muß ich erwerben um einen vernünftigen Wirkungsgrad zu erzielen ? Auf was muß man bei dieser Art der Installation achten ?
Für evtl. Antworten bedanke ich mich im voraus.Uiiiiiiiiiiii, du willst es selber machen ? OK! Dann lies dich ein: Grundsaetzliches-ueber-Solarthermie-Fuer-Neulinge-ein-Muss-Gruß Heinz
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