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6 Monate alte Viessmann Anlage heute zum ersten Mal mit Brennerstörung
Verfasser:
Frank G.
Zeit: 05.05.2003 13:25:10
0
15409
Hallo an das Forum,

habe im Dezember eine Viesmmann Vitola100 Anlage mit Vitoflame Brenner und Mischer einbauen lassen. Bisher super gelaufen und auch sehr sparsam. Heute nach der Nachtabsenkung ist jedoch der Brenner erstmalig auf Störung gegangen. Beim ersten Enstören hat ist er angelaufen, mehrmaliges husten und stottern, dann wieder Störung. Nach 10 Min. nochmal entstört, dann lief er durch. Was könnte das gewesen sein ? Gibt es eigentlich eine Garantie auf Brennerstörungen dieser Art, die nur sporadisch auftauchen ? Sollte man die Düse nach 6 Monaten bereits tauschen ? Müsste doch eigentlich länger halten.

Gruss

Frank

Verfasser:
Michael Drews
Zeit: 05.05.2003 15:57:09
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15410
Hallo,
wenn der Brenner im "Sommer" auf Störung geht, so hat das meistens mit der Witterung zu tun(Zugverhältnisse im Kamin, Luftdruck, Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit).
Dies sollte vom Heizungsbauer Deiner Wahl aber in den Griff zu bekommen sein. Ist alles eine Einstellungssache des Brenners und Zugreglers falls vorhanden.
Gruß Michael

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 05.05.2003 16:29:35
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15411
Hallo Frank,

weitere Möglichkeit wäre Luft in der Ölversorgung. Witterungsbedingt sind die Brennerlaufzeiten deutlich kürzer, falls die Ölzuleitung Luft zieht, könnte auch das zum Ausfall der Anlage geführt haben.

Ein Blick auf den Ölfliter könnte helfen.

Wenn die Ölversorgung ok ist, dann wie Jürgen schrieb...Brenner überprüfen und ggf. nachregulieren.

Achim Kaiser

Verfasser:
Frank G.
Zeit: 05.05.2003 16:50:00
0
15412
Ölversorgung geht über Tiger-Loop Einstrang. Die sollen nach Auskunft Heizungsbauer etwas unempfindlicher gegen Luft ziehen sein. Nach dem der Brenner angesprungen war, ist das Flammbild sehr gut. "Die Werkseinstellung für den Vitoflame kann man kaum verbessern" wieder Zitat Heizungsbauer. Aber ich tippe auch auf den Witterungeinfluss, daneben ist der Keller feucht, und Brenner läuft nur noch sehr selten. Gestern ganzer Tag Abschaltung wg. Aussentemp > Innensoll, dann Nachtabsenkung auf Innensoll 3°. War bestimmt 20 Stunden ausser Betrieb, verträgt er scheinbar nicht so gut.

Verfasser:
Stephan
Zeit: 05.05.2003 17:06:39
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15413
Wenn die äußeren Witterungseinflüsse Störungsgrund sind, ist es durchaus empfehlenswert einen Zugbegrentzer einzubauen wenn dies nicht schon geschehen ist.

Stephan

Verfasser:
Jürgen Ullrich
Zeit: 06.05.2003 21:24:28
0
15414
Hallo Frank G.

ich kann enbenfalls der Vermutung von Achimn Kaiser beipflichten, sprich ich tippe auf die Ölversorgung. Alleine der Einbau eines Heizölentlüfters bzw. eines Tiger Loop genügt nicht aus. Die dazugehörige Ölleitung muss auch dementsprechend ausgeleget sein. Da durch die Verwendung eines Einsstrangsystems nur eine geringe Ölmenge druch die Ölleitung angesaugt wird, kann es bei einer größeren Ölleitung (10mm und größer) durch die geringe Fließgeschwindigkeit dazu kommen, dass die Luft in der Leitung nicht mehr mitgerissen wird und sich mit der Zeit ein Luftpolster bildet das bei geringerer Laufzeit (Sommer) dazu führen kann, dass der Brenner beim Start (aus der Nachtabsenkung) diese Luftpolster nicht überwinden kann und dann auf Störung geht. Die Ölleitung sollte dacher je nach Leistung max. 8 mm sein. Diese Erscheinung tritt eigenlich nur bein neueren Anlagen auf, da die Ölpumpen dieser modernen Brenner nur noch ca. die Hälfte an Leistungen und Fördermenge haben wie die älteren Brenner (z. B. WL10).

Kleine Bemerkung am Rande, ich kenn das Problem eigentlich nur von den "Blauen" BE- Brennern.

mfg Jürgen

Verfasser:
Frank G.
Zeit: 07.05.2003 09:14:56
0
15415
Sehr interessant Herr Ullrich, ich hätte noch eine Nachfrage zu Ihrem Beitrag. Die Ölleitung ist 10mm und fast 25 meter lang. Jedoch liegen die Tanks auf Erdgeschosshöhe, die Heizung jedoch im Keller. Die Pumpe muss so nur die 2,5 Höhe der Tanks überwinden. Bei einem bestehenden Luftpolster in der Leitung hätte der Brenner doch den Tigerloop einschliesslich des Vorfilterglas leersaugen müssen, bevor er auf Störung geht ? Das Vorfilterglas war jedoch zur Hälfte gefüllt, im oben liegenden Entlüfterglas war auch ausreichend Heizöl. Ich hab den Tigerloop bei laufendem Brenner mal zugedreht, die Behälter waren innerhalb kurzer Zeit leergesaugt. Zu dem WL10: den hatte ich vorher, liegt noch im Keller, sollte ich dann wohl besser nicht verkaufen. ;-)

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 07.05.2003 09:48:49
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15416
Hallo Frank G.

der Ölfilter mit Entlüfter hilft zwar viel, aber er kann auch keine Wunder vollbringen. Wenn sich zu viel Luft im Filterteil aufstaut, dann reisst irgendwann die Ölsäule innerhalb des Filters ab. Nachdem der Brenner nur eine relativ kurze Zeitspanne zum erneuten Zünden hat, geht der Brenner nach 10 Sek wenn er keine Flamme erkennt auf Störung.
Beim Entstören hat er eine relativ lange Vorbelüftungsphase, in der die Ölpumpe läuft und damit kann die Luft im Vorfilter weitestgehend abgebauen kann.

Ein Übel bei höher liegenden Tanks ist die Tatsache, dass sich die Luft bei undichtem System in der Tankentnahmeverrohrung bis zum Punkt an dem die Tankleitung nach unten geführt wird sammelt. D.H. es baut sich ein großes Luftpolster in den Stillstandszeiten im Sommerbetrieb auf.

Die Ölleitung unten ist mit Ölgefüllt, d.h. der Brenner startet, läuft einige Zeit, dann wurde so viel Öl entnommen, dass die Luftblase am Entlüfter ansteht. Wenn die Luftmenge zu groß ist, die da auf einmal ansteht, dann schafft es auch der Entlüfter nicht diese Menge in der kurzen Sicherheitszeit zu entlüften. Steht der Brenner drückt die Luft wieder nach oben, die Ölleitung füllt sich im unteren Bereich...das Spiel beginnt von neuem.

Deswegen ist die *Ursache* für den Lufteintritt festzustellen und zu beheben. Meistens sind es die Verschraubungen in den Tankverbindungsleitungen oder die Schläuche die im Tank nach unten gehen, die im Laufe der Zeit porös werden und bei entsprechendem Füllstand kann dann Luft eingesogen werden.

Übergangsweise hilft auch am Ölfiltereinsatz eine kleine Kerbe oben im Drehflansch einzuschneiden, dann staut sich die Luft nicht auf, sondern kann über die Kerbe sofort in den Entlüfter...das ist zwar vom Hersteller nicht empfohlen, hilft aber ungemein in der Praxis ;-))

Sie werden aber nicht umhinkommen, nach der undichten Stelle zu suchen, denn besser wird das im Laufe der Zeit nicht.

Achim Kaiser

Verfasser:
Frank G.
Zeit: 07.05.2003 11:13:11
0
15417
Alles klar. Vielen Dank für die hilfreichen Tips. Das Forum ist wirklich klasse !

Gruss
Frank

Verfasser:
Wolfgang
Zeit: 09.05.2003 09:47:55
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15418
Hallo Frank G.

Mich verwundert die Bemerkung " an der Werkseinstellung kann man kaum etwas verbessern". Wurde der Brenner nicht an die örtlichen Verhältnisse angepasst ?

Wolfgang

Verfasser:
Frank G.
Zeit: 09.05.2003 09:55:33
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15419
Nein. Aber die Verbrennung ist schon sehr gut. Nach meiner Einschätzung hatte der Monteur in dem Punkt recht. Da konnte man nur "verschlimmbessern".

Noch ein Satz zur Ölversorgung meiner Anlage: Der Tip mit der kleinen Kerbe am Vorfilter war Gold wert. Anlage seitdem störungsfrei. Habe noch mal alle Schraubverbindungen an der Ölleitung nach gezogen. Wie soll man da feststellen, wo er kleine Mengen Luft zieht. Fast unmöglich, daher bleibt die Kerbe erstmal drin. Vielen Dank an Achim Kaiser für diesen Tip !

Verfasser:
Leonie
Zeit: 11.05.2003 16:17:15
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15420
Habe mit meiner Buderus G115, BE Brenner seit dem sie auf Sommerbetrieb läuft auch ständig Luft im Filterglas und im TOC UNO Entlüfter. Auch hier kam es in den letzten Tagen zu Störungen.
Ist es sinnvoller, die Heizung auszuschalten, anstatt sie wie von meinem Heizungsbauer empfohlen auf Sommerbetrieb laufen zu lassen?
Wenn das Luftproblem u.a. mit den kürzeren Brennerlaufzeiten zu tun hat, wäre dies doch sinnvoll oder? Auf die kurzen Heizphasen bei den derzeitigen Außentemperaturen kann man doch eh verzichten.


Für Beantwortung wäre ich dankbar. Grüße Leonie

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 11.05.2003 17:48:59
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15421
Hallo Leonie,

am Besten ist es die Ölzufuhr in Ordnung zu bringen. Der Toc-Duo hilft zwar viel, aber er kann nicht alle Probleme der Ölzuführung beheben.

Es ändert grundsätzlich wenig ob der Kessel im *Sommerbetrieb* läuft oder ob er ausgeschaltet wird. Dadurch das die Ölversorgung *nicht luftdicht* ist, gelangt Luft dahin wo sie nichts zu suchen hat.

Je länger der Brenner *aus* ist, desto mehr Zeit hat die Luft sich breit zu machen. Hier hilft leider nichts anderes als die schadhafte Stelle - Verbindungsverschraubungen oder defekte Ölschläuche in den Öltanks etc - zu suchen und auszutauschen. Das Übel ist, dass die Suche sehr zeitaufwändig ist, bis man den Fahler eingegrenzt hat.

Wenn der Brenner anstelle Öl Luft kriegt, dann macht es es eben wie das Auto...er kotzt noch 2 bis 3 Mal und lässt sich dann wegen besch****eidener Arbeitsbedingungen im Mondschein besuchen ;-))
....dieses Verhalten ist übrigens nicht fabrikatsabhängig, das machen alle so, egal ob blau oder silber oder wie die Farbe des Brenners auch aussehen mag.

Also...bringt die Ölversorgung in Ordnung und ihr habt Ruhe, anders wird das wohl nichts werden.

Achim Kaiser

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