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Alle
Foren
waermepumpe, heizkoerper und nachtabsenkung
Verfasser:
ESME
Zeit: 06.03.2012 19:24:21
0
1684725
Hallo!

Aus gegebenem anlass wollte ich mal fragen wie es sich mit der nachtabsenkung bei wp und heizkorpern verhaelt. Meine vermutung waere ja, dass ich ohne absenkung zwar eine etwas bessere az haette, absolut aber auch einen hoeheren stromverbrauch. momentan senke ich jede nacht 9 stunden ab. Hat da vielleicht schon mal jemand probiert oder gar gerechnet???

Gruss

Verfasser:
OskarInDerTonne
Zeit: 06.03.2012 19:55:16
0
1684742
Ich habe auch WP und Heizkörper. Senke je nach Aussentemperatur zwischen (ab 4°) 9Std und (-10°) 6Std ab. hat sich nach versuchen gegenüber dem "Durchheizen" bewährt und ist (bei mir) billiger weil weniger Stromverbrauch.

Verfasser:
Hebbet
Zeit: 06.03.2012 21:42:41
0
1684833
@ OskarInDerTonne

Das ist ja eine tolle Sache! Endlich mal jemand, der die Aussage mit Zahlen belegen kann! Her damit! Breite die mal hier aus. Wie sehen die Zahlen aus, welche den Nachweis darstellen, dass es mit Nachtabsenkung preiswerter war.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.03.2012 10:11:55
0
1685062
Zitat von Hebbet Beitrag anzeigen
@ OskarInDerTonne

Das ist ja eine tolle Sache! Endlich mal jemand, der die Aussage mit Zahlen belegen kann! Her damit! Breite die mal hier aus. Wie sehen die Zahlen aus, welche den Nachweis darstellen, dass es mit Nachtabsenkung preiswerter war.

Ja, die möchte ich auch sehen :>))

Verfasser:
JoRy
Zeit: 07.03.2012 12:55:15
0
1685188
Nachtabsenkung zwischen 6 und 9 h je nach AT führt zwangsläufig
zu krassem Aufholheizen.
Gerade bei WP als WE kann das keine Einsparung bringen !

Gruß JoRy

Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.03.2012 13:56:24
0
1685237
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
Nachtabsenkung zwischen 6 und 9 h je nach AT führt zwangsläufig
zu krassem Aufholheizen.
Gerade bei WP als WE kann das keine Einsparung bringen !

Gruß JoRy

Moin Josef,

vielleicht hast Du ja auch hierzu eine Meinung. Gerne auch per E-Mail oder per "Trommel" :>))

Gruß

Bruno

Verfasser:
siriuszwo Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 07.03.2012 16:24:37
0
1685352
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
Nachtabsenkung zwischen 6 und 9 h je nach AT führt zwangsläufig
zu krassem Aufholheizen.
Gerade bei WP als WE kann das keine Einsparung bringen !

Gruß JoRy



Ich will das nicht ganz als Quatsch abstempeln, weil sicher ein kleiner wahrer Kern dabei ist.

Ich habe leidige zwei Jahre LW-WP - Erfahrung, zum "Glück" im Frausnhofer-Feldtest mit der entsprechenden Messtechnik direkt vor Ort. Bei den Versuchen, die miese Arbeitszahl ein wenig anzuheben kam von AI auch mal der Vorschlag, ohne Nachtabsenkung zu fahren. Ich habe einige Tage täglich aufgezeichnet mit und ohne Nachtabsenkung. Das Ergebnis war, dass der absolute Verbrauch ohne Nachabsenkung 2 - 3 kWh /d höher war, was ja logisch ist, wenn man in Zeiten der tiefsten AT (nachts) drinnen das Niveau halten will. Mit Nachtabsenkung blieb die WP erst einige Stunden ganz aus, weil die RT nur sehr langsam sank. Für die AZ ist die nachts tiefere AT auch nicht gerade förderlich...

Sicherlich bleibt bei meinen Erhebungen die Unsicherheit durch nicht ganz ubereinstimmenden Wetterverlauf an den betreffenden Tagen, aber die Ergebnisse waren für mich so deutlich, dass ich schnell wieder zur Nachtabsenkung zurück bin.

Das "Aufholheizen" gibt es zwar, aber so dramatisch wie Du das hier darstellst, ist es wohl in der Praxis nicht.....

Fazit: Nachtabsenkung bringt prinzipiell immer was, bei Radiatorenheizungen insbesondere, egal welcher WE...

Verfasser:
beginner2000
Zeit: 11.03.2012 14:36:12
0
1687435
bringt denn effekt, dass ich das abgesenkte temperaturniveau am tage mit teurerem tagstrom wieder egalisieren muss.
wo ist da die ersparnis. lasse mich aber gerne belehren
nebenbei möchte ich sagen, dass die kombination luftwärmepumpe und heizkörper bezogen auf die herstellungskosten günstiger ist, dir aber bei einem winter wie diesem die schweißperlen in bezug auf zu erwartenden stromkosten (bei einem monovalenten betrieb)auf die stirn treibt.

Verfasser:
OskarInDerTonne
Zeit: 11.03.2012 18:41:17
0
1687602
Ok ich logge alle Temperaturen meiner Räume und auch der WP. Verbrauch und Temperaturen von jedem Tag werden mit Excel festgehalten.
Meine Steuerung ist eine LOGO! von Siemens mit 4 verschiedenen Heizkurven pro Jahreszeit (Herbst/Frühjahr und Winter). Ich habe 3 Jahre Versuche gefahren, um für "Mein" Haus die optimalen Heizzyklen zu erreichen. Mir ist es sowas von egal ob das hier jemand glaubt oder nicht. Ich behaupte: Es gibt kein vorgefertigte Heizschema für jedes Haus. Es ist immer individuell. Und bei mir hat sich herausgestellt, das die Nachtabsenkung ideal ist. Wir verlieren an kalten Tagen
(ab - 10°) max. 2 Grad Zimmertemperatur (21-23°). Mir ist auch klar, das ich das nur mit der Siemens LOGO! Steuerung hinbekomme, denn hier kann ich alles optimal anpassen.


@ ESME: Probier es mit der Nachtabsenkung einfach aus - und zwar über einen längeren Zeitraum.

Gruss

Verfasser:
Hebbet
Zeit: 16.03.2012 02:05:18
0
1690123
Es ist nicht möglich, für alle in der Praxis vorkommenden AT-Verläufe über 24 h beruhend auf (s)einer Anlage eine allgemeingültige Aussage zu machen.

Auch eigene Vergleichsversuche lassen das nicht zu, denn das gleiche oder weitgehend ähnliche Profil kommt kaum wieder.

Störfaktoren greifen in die Datenermittlung, spätestens in die Auswertung ein.

Wichtig ist: Wenn man mit einer knapp dimensionierten WP auskommen will, dann muss man durchheizen. Man spart viel Anschaffungskosten, ist gezwungen, viel Nachtstrom zu verbrauchen.

Wunderschön, wenn morgens beim Aufstehen die Bude warm ist.

Verfasser:
Thomas_G
Zeit: 16.03.2012 09:06:31
0
1690183
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
...hierzu eine Meinung...
Da hast Du ja alles sehr gut zusammengefasst.

Aus meiner Erfahrung mit 35 Jahren WP und vielen Versuchen, auch mit Nachtabsenkung(NAb), kann ich dass nur bestätigen. Gerade wenn die Heizung, wie heute üblich, knapp ausgelegt wird, geht NAb nur mit Abstrichen an der Gemütlichkeit wenn "ganztags gewohnt" wird.

Und für die Sparfanatiker: Mit totale Absenkung spart man, keine Frage, enorm.

Gruß Thomas_G


P.S. Wir fahren unsere WP übrigens mit Absenkung von 06:00 bis 03:00. Nur von 03.00 bis 06:00 ist die Absenkung deaktiv. Da ist es schön warm wenn man aus dem Bett kommt und der Nachttarif ist bis zuletzt genutzt.

Verfasser:
Hebbet
Zeit: 18.03.2012 00:33:34
0
1691056
Damit 1 + 1 = 2 bleibt:

Die Nachtabsenkung kann doch nur etwas bringen (= kWh-Einsparung), wenn aufgrund einer abgesunkenen RT weniger Wärme als bei der Soll-RT durch die Außenwände abfließt=verloren geht.

Schlecht isolierte Häuser kühlen schnell aus und innerhalb von 2 - 3 Stunden ist die RT u. U. um mehrere Grad abgesunken. Entsprechend geringer ist der Wärmeverlust.

Bei gut isolierten Häusern sinkt auch bei abgeschalteter Heizung die RT von 21 - 04 Uhr vielleicht um 2 °C. Um in 2 oder 3 Stunden diesen T-Abfall wieder aufzuholen, muss dann stärker geheizt werden, was den Wärmeverlust durch die Außenwand in dieser Zeit ggü der RT-Konstanthaltung vergrößert.

Da die AT-24h-Profile täglich stark schwanken, ist es dem Laien nicht möglich, Nachtabsenkungseffekte als kWh-Plus- oder -Minus-Verbräuche zu ermitteln.

Gegenteilige Aussagen eignen sich besonders für Märchenstunden!

Verfasser:
Türkeispezi
Zeit: 19.03.2012 13:59:04
0
1691839
Hallo,

Ich habe mal eine kleine Testreihe gemacht, die zumindest mal ein definiertes Ergebnis ohne Interpretationsspielraum läßt:

Meßzeitpunkte der AT: 22:15; 00:00; 07:00; 09:00
15.3. absenkter Betrieb: 7°; 4°; 0°; 7°
16.3. Normalbetrieb: 9°; 7°; 4°; 14°
Abgelesen an der WP, Temperaturfühler Südostseite
Schaltprogramm der WP über Mittelwert von 3h.
Gefühlte Temperaturen Morgens: Gleich moderat

Verbrauch am 15.3. 5,4kwh
Verbrauch am 16.3. 5,5kwh
Abgelesen am Stromzähler um 22:15 und um 09:00, ohne WW-Bereitung.

Bei unserem moderat gedämmten Haus ist es unwirtschaftlich, die Heizung voll durchlaufen zu lassen. Aufgrund dieser Erkenntnis werde ich nur noch Messreihen mit abgesenktem und teilausgeschalteten Zeiten durchführen. Vielleicht erwische ich ja mal identische Kurven, um mal eine fundierte Interpretation zu machen.


Viele Grüsse

Euer Türkeispezi

Verfasser:
Thomas_G
Zeit: 19.03.2012 15:38:08
0
1691882
Zitat von Türkeispezi Beitrag anzeigen
...Bei unserem moderat gedämmten Haus ist es unwirtschaftlich, die Heizung voll durchlaufen zu lassen.[...]
In Deinem Beispiel hast Du bei nicht identischen A-Temp. weniger als 2% an Strom(kWh) gespart*. Wenn Du dann aber mal die Kosten vergleichst, wir zumindest nutzen einen um fast 15% günstigeren Nachttarif, zahlst Du wohl eher drauf.

Gruß Thomas_G


*) 0,1 kWh kosten bei uns weniger als 2 Cent

Verfasser:
Stormy
Zeit: 19.03.2012 16:16:56
0
1691890
Zitat von Türkeispezi Beitrag anzeigen
Hallo,

Ich habe mal eine kleine Testreihe gemacht, die zumindest mal ein definiertes Ergebnis ohne Interpretationsspielraum läßt:

Meßzeitpunkte der AT: 22:15; 00:00; 07:00; 09:00
15.3. absenkter Betrieb: 7°; 4°; 0°; 7°
16.3. Normalbetrieb: 9°; 7°; 4°;
Gefühlte Temperaturen Morgens: Gleich moderat[...]


Da geht das Problem schon los. :-)

Verfasser:
Türkeispezi
Zeit: 19.03.2012 17:11:03
0
1691922
Zitat von Thomas_G Beitrag anzeigen
Zitat von Türkeispezi Beitrag anzeigen
[...]
In Deinem Beispiel hast Du bei nicht identischen A-Temp. weniger als 2% an Strom(kWh) gespart*. Wenn Du dann aber mal die Kosten vergleichst, wir zumindest nutzen einen um fast 15% günstigeren Nachttarif, zahlst Du wohl eher drauf.

Gruß Thomas_G


*) 0,1 kWh kosten[...]

Hallo Thomas,


Danke für deinen Beitrag. Ich weiß, daß das nicht die gleichen Bedingungen sind. Die gibts ja auch eher selten. Wenn ich ohne Abschaltung bei besseren AT den gleichen Verbrauch habe, wie bei abesenkter Temperatur und durchschnittlich 4° kälter, brauche ich nicht zu wissen, wieviel der Normalbetrieb da teurer wäre. Die Erkenntnis, daß es für unser Haus teurer sein wird, reicht mir da bei gleichem "gefühlten" Ergebnis völlig aus. Wobei für mich die Stunde Morgends nicht relevant für die Erstellung der Heizkurve ist. Dafür sind die Abendstunden maßgebend. Darum bedeutet gefühlt-moderat nicht kalt und frieren, aber auch nicht zu warm und schwitzen.
Mit Sicherheit gibt das bei 2 stelligen Minusgraden nachts ein anderes Bild. Da kann ich aber erst in der nächsten Wintersaison probieren, wie es bei uns am Besten paßt.
Für mich war es jetzt halt mal interessant zu sehen, ob eine gleichmäßigere Quellenbelastung den höheren morgendlichen Wärmebedarf ausgleicht. Bei diesen Temperaturen nicht.
Wir haben nur einen Tarif und daher interessiert mich der NT-Tarif gar nicht.
Interessant wird es halt mit Teilabschaltungen. Da bin ich nämlich auch gespannt.

Viele Grüsse

Euer Türkeispezi

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 19.03.2012 19:46:57
0
1692006
Mit einer Nachtabsenkung kannst du bei Wärmepumpe nichts sparen. Bestenfalls kommt ein neutraler Verbrauch zustande. Da man die Netze vorzugsweise dann belasten sollte, wenn Strom reichlich verfügbar ist, würde ich eine Nachtabsenkung schon aus diesem Grund ablehnen.

Gerne kann ich das auch mit Zahlen unterfüttern.
Mit einer Nachtabsenkung kann man Wärmeenergie einsparen. Nach diversen Untersuchungen in einem gut gedämmten Neubau nur etwa 1% - kann man also glatt vergessen.
In einem schlecht gedämmten Altbau kann die Einsparung dagegen bis zu 10% betragen. Um diese Einsparung zu erreichen müßte die durchschnittliche Raumtemperatur über 24 Stunden gemittelt etwa 0,8° kälter sein. Bei 6 Stunden Absenkung braucht man also in der Absenkzeit eine um 3,2° tiefere Temperatur, was eine Absenkung um schätzungsweise 5° in der Spitze bedeutet. Dies im Mittel der Heizperiode, nicht nur an den kältesten Tagen. Eine Absenkung, die bei 0° AT in 6 Stunden 2 oder 3° in der Spitze erreicht wird im Jahresmittel keine 10% Heizenergie einsparen, sondern deutlich weniger als das, etwa 5%.

Die eingesparte Menge an Heizenergie ist das theoretische Potenzial, das aber nur erreicht würde, wenn die Arbeitszahl der Wärmepumpe gleich bliebe. Das ist aber nicht der Fall, die Arbeitszahl sinkt. Ich glaube durchaus, daß man andere Werte im realen Betrieb messen kann. Das betrifft dann aber Anlagen mit nicht optimal eingestellter Heizkurve. Bei einer Anlage ohne Absenkung kann man die Heizkurve nämlich gegenüber einer Anlage mit Absenkung tiefer legen. Denn ohne Absenkung hat die Heizung 24 Stunden zur Verfügung, um die gleiche oder fast gleiche Wärmemenge abzugeben wie die Anlage mit Absenkung in nur 18 Stunden.
Man kann das auch berechnen. Nehmen wir ruhig mal einen sehr schlecht gedämmten Altbau ( den man eigentlich gar nicht mit WP beheizen sollte ) mit einer Einsparung von 10% durch eine Absenkung von 6 Stunden.
Nehmen wir weiter an, die Anlage hat Radiatorheizung mit einer Auslegung auf 50/40° bei Norm-Aussentemperatur. Die Heizung ohne Absenkung verbraucht mehr Wärme, nämlich im Beispiel 111% der Anlage mit Absenkung. Sie hat aber 6 Stunden mehr Zeit, um diese Wärmemenge abzugeben.
Bei 20° Raumtemperatur hat die Anlage mit 50/40° eine LMTD ( log. mittlere Temperaturdifferenz ) von 24,66°. Die Anlage ohne Absenkung braucht LMTD 24,66 : 0,9 x 3/4 = 20,55°. Trotz des höheren Wärmebedarfs kann die Heizkurve also um mehr als 4° abgesenkt werden. Dies führt natürlich zu einer wesentlich besseren Arbeitszahl.

Dazu kommen noch weitere Faktoren. Bei einer Sole-WP hat man mit der Anlage ohne Absenkung eine etwas höhere mittlere Soletemperatur. Mit Absenkung hat man nämlich wesentlich längere Takte, v.a. morgens früh nach dem Ende der Absenkung bekomme ich einen extrem langen Takt. Die Sole nimmt auch in den Taktpausen Wärme auf, am Anfang der Taktpause schnell, dann nähert sich das immer mehr einem Plateau an. Je mehr und kürzere Takte man hat desto mehr Wärme wird zusätzlich in den Taktpausen aufgenommen. Das Optimum wäre eine unendlich kurze Taktzeit - was einem modulierenden Betrieb entspräche. Wenn ich wenige, sehr lange Takte fahre bekomme ich kurze flache Berge bei der Soletemperatur, aber lange tiefe Täler. Kann das nicht so ohne weiteres quantifizieren, aber beim Vergleich mit/ohne Absenkung wird das typischerweise in einem Bereich von 0,5° mittlerem Unterschied liegen, was eben mal mehr als 1% bei der Effizienz ausmacht - zusätzlich zu der anderen Heizkurve.
Zugunsten der Absenkung spricht eine kürzere Laufzeit der Heizungspumpe. Mit einer Hocheffizienzpumpe und Optimierung der Hydraulik läßt sich deren Verbrauch aber auf ein Minimum reduzieren.

Sehr schlecht bei einem Absenkbetrieb ist, daß man den Verbrauch auf den Tag verlagert, und damit auf teurere Kraftwerke mit schlechterem Wirkungsgrad. Das sollte vermieden werden. Zukünftig kann das Optimum auch mal bei einem gezielten Tagbetrieb liegen, um Solarspitzen abzufahren, für einige Jahre in der Zukunft kann man aber noch davon ausgehen, daß der Verbrauch von Nachtstrom die Netze entlastet und deshalb auch umweltfreundlich ist.

Wenn jemand mit Absenkung niedrigere Verbräuche gemessen hat dann würde ich anregen, das noch einmal zu machen mit angepasster Heizkurve und erneut zu messen. Bei der Berechnung der neuen Heizkurve bin ich gerne behilflich.

Grüße
Frank

Verfasser:
KyleFL@home
Zeit: 20.03.2012 01:37:39
0
1692165
Frank hat absolut recht.

Durch die höhere Laufzeit der WP ohne Nachabsenkung ergibt sich eine durchschnittlich niedrigere mögliche! VL-Temp über den Tag verteilt.
Dadurch steigt die Effizienz des WP Systemes bei fast gleichem Komfort.

Warum fast?

Die Senkung der VL-Temp durch Anpassung der Heizkurve spart ohne Frage Ernergie, birgt aber auch einen kleinen Nachteil:
Die Aufheizung eines Raumes aus dem kalten Zustand dauert länger - was ja auch logisch ist, da das Delta-T von RT zu Heizkörpertemperatur geringer ist. Bei einer trägen Fußbodenheizung spielt das eher eine gringe Rolle, da dort niemand erwartet, das der Raum in 15Minuten aufgeheizt ist -- bei Radiatoren kann das aber zu unerwarteten AHA-Erlebnissen führen.


Beispiel:
Tochter meines Bruders lässt im Winter morgends nach dem Duschen das Badfenster offen stehen (vergessen) -- Ein paar Stunden später wurde das Malheur entdeckt und dann sollte natürlich der arme Heizkörper binnen 2 Stunden wieder 24Grad herstellen -- das funktioniert aber nur, wenn die Heizung genug Reserven hat. Bei vorher 60Grad VL war das eine Sache von 30Minuten -- bei den 40Grad VL zu dem Zeitpunkt war das Bad zum abendlichen Duschvergnügen dann doch noch ein wenig frisch :)
Sicher ein Extrembeispiel, aber es zeigt, dass man die Absenkung der VL nicht ganz umsonst bekommt.

Wenn man sich damit etwas arrangiert und dieses logische Verhalten erwartet/in kauf nimmt, erhält man natürlich eine gut funktionierende, sparsame Heizung, die alle Räume auf Wohlfühltemperatur bringt, dafür aber im Extremfall eine längere Aufheizzeit benötigt.


Gruß, KyleFL

Verfasser:
Howie
Zeit: 20.03.2012 07:34:16
0
1692180
fdl1409
Hallo,
m.E. ist die Lage bei Luft-WP aber anders.
Wenn die WP nachts durchläuft, arbeitet sie ca. 6-8 Std. bei den tiefsten Tagestemperaturen. Dann doch lieber morgens 1-2 Std. zum Aufheizen. Ich kann das nicht ingenieurtechnisch belegen, scheint mir aber logisch. Das "Aufholheizen" findet ja nicht bei horrend höheren VL-Temp. statt, sondern mit der Mehrleistung, die die HK bei der eingestellten VL-Temp. bringen. das ist bei gut eingestellten Anlagen nicht viel.

Übrigens: Wenn ich die Heizkurve so einstelle, wie es die "Netto"heizlast gebietet, muß! ich ich durchheizen.

Ferner: Der COP einer WP ist nicht alles; entscheidender ist doch der absolute Energieverbracuh. Und wenn der mit Absenkung niedriger ist trotz schlechterem COP, wähle ich doch diese Variante.

Wie immer: Es kommt auf die Anlage, das Haus und die Nutzergewohnheiten bzw. Nutzerwünsche an.

Viele Grüße

Howie

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 20.03.2012 08:08:13
0
1692196
Hallo Howie,

der Wärmebedarf ist wie gesagt etwas niedriger mit Absenkung, das ist richtig. Der Strombedarf wird aber eher gleich bis höher sein, da dem geringeren Wärmebedarf ein schlechterer Wirkungsgrad entgegensteht.

Bei Luft ist das auch nicht anders, denn die tiefsten Temperaturen hat man nicht mitten in der Nacht, sondern am Ende der Nacht und in den Morgenstunden. Wenn es morgens z.B. um 6:00 warm sein soll dann mußt du spätestens um 4:00 wieder anheizen. Die WP läuft dann nonstop gerade in den allerkältesten Stunden des Tages. Hier bei mir ist vor einer halben Stunde die Sonne aufgegangen. Da hatte ich eine Temperatur von -6,2°. Als ich gegen Mitternacht ins Bett gegangen bin waren es erst -2°.
Immerhin, mit dem Abtauen hätte sich die WP nicht lange aufhalten müssen, Luft ist sehr trocken.

Gerade in der Übergangszeit würde man mit der Luftpumpe einen sehr großen Teil der Heizarbeit in der Zeit zwischen 4 und 8:00 bei den tiefsten Lufttemperaturen bringen. Und: dann ist nicht nur die Quelle kalt, sondern die Heizkurve gibt auch einen sehr hohen Vorlauf vor.

Grüße
Frank

Verfasser:
Howie
Zeit: 20.03.2012 08:23:59
0
1692208
@fdl1409

Mit den Temperaturverläufen magst Du Recht haben.

Aber die "hohen" Vorlauftemp. "zum Aufheizen" kann ich nicht nachvollziehen. Die VL ist doch witterungsgeführt und richtet sich nicht nach dem Wärmebedarf des Raumes. In Deinem Beispiel fährt die Anlage die VL, die bei -6° anliegt. Wie schnell dann der Raum warm wird, richtet sich nach der HK-Dimensionierung und ggf. nach dem Abgleich.

Howie

Verfasser:
Renato
Zeit: 20.03.2012 08:54:40
0
1692228
Wenn ich mich hier mal einmischen darf...

Wenn man bei LWP so was wie Nachtabsenkung einsetzen will, dann nur, wenn die Stunden des Sonnenaufganges da mit drin sind. Also lieber erst 2:00 mit Absenkung beginnen und dafür je nach Jahreszeit deutlich nach Sonnenaufgang die Absenkung beenden.
Und die Aufheizphase wird dann nicht mit höheren VLT durchgeführt weil die AT dann schon etwas höher liegt. Allerdings ergibt sich nach der Absenkphase eine längere zusammenhängende Verdichterlaufzeit welche günstiger als mehrere kürzere Starts sein könnte.
Einziges Problem liegt darin das die benötigte gesamtheizenergie des Tages mit etwas höherer Heizkurve kompensiert werden muss.

Grüße

Renato

Verfasser:
OldBo
Zeit: 20.03.2012 09:50:42
0
1692262
Zitat von Howie Beitrag anzeigen
@fdl1409

Mit den Temperaturverläufen magst Du Recht haben.

Aber die "hohen" Vorlauftemp. "zum Aufheizen" kann ich nicht nachvollziehen. Die VL ist doch witterungsgeführt und richtet sich nicht nach dem Wärmebedarf des Raumes. In Deinem Beispiel fährt die Anlage die VL, die[...]

Mit einer Raumtemperaturaufschaltung ist das möglich.

Verfasser:
Kyle
Zeit: 20.03.2012 10:17:30
0
1692280
Zitat von Howie Beitrag anzeigen
@fdl1409

Mit den Temperaturverläufen magst Du Recht haben.

Aber die "hohen" Vorlauftemp. "zum Aufheizen" kann ich nicht nachvollziehen. Die VL ist doch witterungsgeführt und richtet sich nicht nach dem Wärmebedarf des Raumes. In Deinem Beispiel fährt die Anlage die VL, die[...]


Ja, ansich hast du schon recht, aber du willst ja deinen Raum auch warm haben, oder?

Deshalb brauchst du eine Heizkurve, die die Verluste der Nachtabsenkung kompensiert und die deshalb höher liegen muß, als ohne Absenkung.

*schnipp*
Die VL ist doch witterungsgeführt und richtet sich nicht nach dem Wärmebedarf des Raume.
*schnipp*

Zwar nicht nach dem Wärmebedarf der Räume, aber nach dem Wärmebedarf der Bauherrin :)



Gruß, KyleFL

Verfasser:
Türkeispezi
Zeit: 20.03.2012 10:19:20
0
1692282
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen

Wenn jemand mit Absenkung niedrigere Verbräuche gemessen hat dann würde ich anregen, das noch einmal zu machen mit angepasster Heizkurve und erneut zu messen. Bei der Berechnung der neuen Heizkurve bin ich gerne behilflich.[...]



Hallo Frank,


Danke für das Angebot. Wie du weißt, bin ich ja erst seit ein paar Tagen am Netz und muß noch ausprobieren, wie unsere Kombination am effizientesten läuft. Unter effizient verstehe ich eine gute JAZ aber nur sekundär. Primär verstehe ich da einen geringen Strombedarf, weil nur den muß ich zahlen.
Unser Umfeld ist wie folgt:
Haus BJ 1988/89. Holzständer mit 10cm Mineralwolle und hinterlüfteten Klinkern. Bei Sonneneinstrahlung ist die Sonnenwärme im Moment zwischen 09:00 und 18:00 im Wohn-Essbereich nutzbar.
6KW Solepumpe
EG FB-Heizung
OG Radiatoren, grenzwertige Auslegung, da aus Ölkessel Bestand.
So jetzt ein paar Daten aus der Anlage:
Temp-Differenz für Berechnung der Heizgrenze: 4°
WW-Soll 45°
Hysterese WW-Temperatur: 7°
Normtemperatur: 20°
Reduzierte Temperatur: 17°
Niveau Heizkennlinie: 0
Neigung Heizkennlinie: 0,7
AT: 10°; 0°; -10°; -20°
VL-Soll: 31°; 36°; 40°; 44°
Berechnung der Temperaturen: Mittelwert aus 3 Stunden. Genau das paßt nicht bei uns. Abends wird es erst spät warm und morgends schalte ich die WP schon früh ab.

Meine eingestellten vorläufigen Schaltzeiten:
WW: 17:30-19:30
04:00-06:00 reduziert;
06:00-08:00 normal;

15:30-17:00 reduziert;
17:00-22:00 normal
22:00-24:00 reduziert

Temperaturempfinden:
Momentan ist es morgends genau auf den Punkt getroffen.
Bis 18:00 zu warm
Bis 19:00 richtig
Bis 22:00 grenzwertig
Bis 24:00 angenehm (Gestern 19.3.2012, wolkenlos) Verbrauch für Heizung: 6,7kwh (incl. Pumpen) von 20:00-08:00 heute morgen (0° AT).

Ich denke mal, daß sich das Ganze mit Verkürzung der Mittelwertstemperatur auf 30-60 Min etwas optimieren läßt.

So jetzt bin ich mal auf Optimierungsvorschläge gespannt!

Viele Grüsse

Euer Türkeispezi

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