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Markt-Zukunft der Solarthermie
Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 08.01.2013 17:32:09
0
1831752
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen


Leseschwäche oder warum sind da 1000 Bilder unter der Adresse?

E.S.

Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 08.01.2013 18:10:34
0
1831786
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
So, ich habe mein Elektroauto bestellt und kann Preise berichten.
Der i-Miev kostet neu jetzt 25.000 + 600 Überführung + 370 Metalliclack, brutto also 25.970 Euro. Immerhin 9.000 Euro weniger als vor einem Jahr.

Grüße
Frank


Nun zumindest bis du entscheidungsfreudiger als Martin206.

So etwas gefällt mir, nicht eine monatelange Abwägelei hier im Forum.

E.S.

Verfasser:
claus2
Zeit: 08.01.2013 18:15:43
0
1831792
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen
Zu den kalten Nahwärmenetzen:
Soviel Energie kann man da ja auch nicht rausholen. Wie weit runter geht es denn da mit der Temperatur?[...]

Bislang sind ganz unterschiedliche Anlagen gebaut worden. Mal 7° minimal, mal 10°. Temperaturschwankung im Netz ist ein großer Vorteil, weil kurzzeitige Entkopplung Strom/Wärme.
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen

Wenn nicht alle angeschlossen sind fällt aber doch auch Pumpenstrom zur Aufrechterhaltung des Kreislaufes an.
[...]

Pumpenstrom fällt an.
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen

Günstig wird es auch erst, wenn ich Erdwärme dafür verwende.
[...]

Richtig. Für den Sommer auch Großanlagen-ST. Das könnten z.B. primitive Absorber unter PV-Freiflächenanlagen sein. In Dänemark hat man auch erkannt, dass man wegen der Windkraft eine elektrische Komponente einbinden sollte. Grundwasser von 10° auf 15° geht mit Großwärmepumpen erheblich einfacher und effizienter als irgendwelche "Solarverstärker"-Wärmepumpen von 20° auf 45°. Die Möglichkeiten sind ja auch enorm vielfältig. Großtechnisch könnte man sicher auch eine Vielzahl von Ammoniak- oder CO2-Heatpipes in die Erde treiben und so für die erste Stufe den elektrischen Antrieb komplett einsparen. Das ist nur mal EIN Beispiel.
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen

Ist für mich irgendwie doppelt gemoppelt.
[...]

Richtig. Es ist eine Kaskade. Die gesamte AZ wird nur gut, wenn die Einzelanlagen was taugen.
Praktisch sehe ich aber für innerstädtische Bereiche gar keine Alternative. Wo soll man denn dort Bohren? Von den hier so gehypten Grabenkollektoren ganz zu schweigen. So viel Platz ist niemals vorhanden. Außerdem ist im Bestand eine richtig warme Quelle Voraussetzung für Wärmepumpeneinsatz.

Kalte Nahwärme ist nicht ohne Nachteil, allein ich sehe die Alternative nicht:
- Pelletbrenner/Holzvergaser? nutzt nicht die Windkraft u. braucht im Sommer noch eine solare Komponente (ST oder Abluft-WP...). Bei Holzvergaser fällt auch zusätzlich noch Handarbeit an
- Brennstoffzellenheizgeräte? teuer und zu wartungsintensiv; = Technik für Großkraftwerke "beyond GUD"
- Luftwärmepumpen - brauchen wir für den Fall Bestandsbauten mit eher hohen VL-Temperaturen in diesem Forum wohl kaum diskutieren
- Tiefengeothermie - je nach Lage eine Alternative, braucht aber auch ein Wärmenetz und hat enorme Verluste über die Leitungen

Claus

Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 08.01.2013 18:27:13
0
1831798
Naja Claus,

wo der kleine dicke BMU bei uns war haben sie ihm die Altstadsanierung mit WP gezeigt und er hat eine f.... H.... bekommen;-)

Die haben da alte Lehmbuden weggerissen und ein Wohnareal gebaut, so an die zwei geschosse mit Dachwohnung und geschlossener Innenhof.
Dazu haben sie paar Löcher in die Erde gebohrt und ne WP drangehängt.
Dem BMU habe sie es als Tiefengeothermie verkauft;-)

Man könnte auch in die Hauptsammler vom Abwasser ein Rohr reinschmeissen und Pumpen

Wasser aus Regenrückhaltebecken dürfte auch gut gehen.

Städtische Klärwerke, da brauchte wir nicht die ganze Erdkruste zum Schweizer Käse zu machen.

E.S.

..aber als Erstes den eigentlichen Prozess optimieren und das ist und bleibt Dämmung, egal wie und mit was

Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 08.01.2013 19:18:51
0
1831842
Claus,

eine wesentliche Frage zu klären ist,ob und wenn ja warum sich die Kombination von PV und WP besser eignet als ST und WP.

Was denkst du?(oder jeder andere)

ÖBA

Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 08.01.2013 19:22:47
0
1831845
Frank,

auch meine Gratulation zu deiner Entscheidung!

Gruß
Josef

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 08.01.2013 19:51:37
0
1831863
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen


Dann bitte aber auch lesen:

Grundsätzlich begrüßt der BN die Produktion von Biogas aus betrieblichen Reststoffen wie z. B. Hopfenrebenhäcksel.
Die Produktion von Elektrizität aus Biomasse ist CO2-neutral und ersetzt fossile Brennstoffe.
Man muss jedoch möglichen Fehlentwicklungen, die sich aus der neuen
Fördermöglichkeit im Rahmen des EEG für den Einsatz nachwachsender Rohstoffein Biogasanlagen ergeben, entgegensteuern.


Wenn der Bund vor „möglichen Fehlentwicklungen“ warnt, ist dass die Aufgabe von Umweltschützern bei Flächennutzungsplänen

Die "Wunderwaffe" setzt aber mehr auf die Verwertung der Hinterlassenschaften der Rinder

Die bayerischen Rindviecher werden aber konzentriert im Alpen-und Alpenrandgebiet gehalten und stehen vom Frühjahr bis Herbst täglich auf der Weide.

Dort gibt es aber praktisch keine Felderwirtschaft, sondern fast nur Weideflächen mit herumstehendebn Rindern.

Das sieht dann bei uns in der Region so aus.

Auf den Weiden stehen außerdem noch Solarstadl herum.

Bayern ist halt anders.

mia san mia


Deswegen kann diese "Wunderwaffe" in Bayern funktionieren

Womit wir wieder beim Thema wären. Biogas wird zumindest in Bayern ein Bestandteil des Energiemixes EE.
Dafür sorgen schon die naturverbundenen Landwirte, die auf ihren Rinderställen sehr häufig auch noch PV- Anlagen haben, weil sie gute Rechner sind



Dietmar Lange

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 08.01.2013 20:20:24
0
1831883
Zukunft Solarthermie- für alle Untergangspropheten

Bei Neubauten wächst der Anteil von Häusern, bei denen die regenerative Baupflicht mit ST- Anlagen erfüllt wird, systematisch.

Statistisches Bundesamt: Jeder fünfte Bauherr nutzt Solarthermie-Systeme

Absolute Zahlenwerte findet man im Erfahrungsbericht zum EEWärmeG des BMU vom Dezember 2012.

2009: 15.700 Anlagen
2011: 20.547 Anlagen

2012 ist wegen der gestiegenen Anzahl von Neubauten mit einer Fortsetzung des Trends zu rechnen.

Für 2013 kann mit einer weiteren Trendfortsetzung gerechnet werden, da die Zahl der Baugenehmigungen 2012 angestiegen ist

Interessant dabei:

Der Anstieg bei Neubauten erfolgte nach Wegfall der Förderung im MAP

Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 08.01.2013 21:27:07
0
1831931
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zukunft Solarthermie- für alle Untergangspropheten

Bei Neubauten wächst der Anteil von Häusern, bei denen die regenerative Baupflicht mit ST- Anlagen erfüllt wird,[...]


Ist ja auch kein Wunder, so ne ST mit guter Marge für das grüne Gewissen hingerotzt ist doch besser fürdie vielen GUs und Fliessbandplaner einfacher als wirklich wärmebrückenminimierte Häuser mit effizienter und innovativer Heiztechnik zu PLANEN. Kann man sich ja an drei Fingern abzählen, was die ST seit Anfang Nov für einen Beitrag zum regenerativen Energieversorgung geleistet hat. Bei uns in MittelD sind es nur wenige Stunden bzw Tage gewesen. Geradezu vernachlässigbar.

Verfasser:
siriuszwo Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 08.01.2013 22:27:52
0
1831957
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Ist ja auch kein Wunder, so ne ST mit guter Marge für das grüne Gewissen hingerotzt ist doch besser fürdie vielen GUs und Fliessbandplaner einfacher als wirklich wärmebrückenminimierte Häuser mit effizienter und innovativer Heiztechnik zu PLANEN. Kann man sich ja an drei Fingern[...]



Kannst DU Dir vorstellen, dass das D.L. völlig egal ist?

Ich persönlich kenne ST-Anlagen, die sich durchaus "rentieren", wobei anzumerken ist, dass die tatsächlichen Kosten über die angesetzten Zeiträume noch nicht vorliegen (können). Die Größenordnung ist natürlich ein Vielfaches eines EFH, es sind z.B. Krankenhäuser mit riesigem WW-Bedarf, wo so eine Anlage auch sommers keine Gelegenheit hat, in Stagantion zu kommen. Für mich ist das Thema schon seit Jahren abgehakt, weil es sich der Aufwand nicht mal für einen Neubau lohnt.

Ein Nachbar hier in der Straße hatte sich in der Bauphase (vor ca. 15 Jahren) Kollis ins Dach "pflanzen" lassen, die bis heute nur das Dach decken. Obwohl die Einbindung aufgrund der bauseitigen Vorbereitungen nur ein (relativer) "Klacks" wäre, hat er nachgerechnet und befunden, dass es sich in seinem Leben nie rechnet, das Ding in Betrieb zu nehmen, ...... er ist Mitte 40 ...

Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 08.01.2013 22:36:27
1
1831963
Wie oft soll ich noch erwähnen,daß sich meine 107qm-Anlage trotz ganzjähriger Stagnationsfreiheit und Spitzenerträgen von 600kWh/qm gerade so rechnet.

Die verführten ST-Schafe ignorieren solche Warnhinweise,es interessiert sie überhaupt nicht.Deutlicher könnte man nicht unter Beweis stellen,daß sie zugunsten geheuchelter Grün-Ideologie bereit sind,ihr sauer verdientes Geld zu verbrennen.

Es ist nicht mal Konsum,von dem man sich einen gewissen Lustgewinn und Lebensfreude erwarten könnte,sondern Verzicht,Zwang zur Schuldentilgung und Sklave einer ständig älter werdenden,völlig unwirtschaftlichen und immer reparaturanfälligeren ST-Anlage zu sein.

Es ist grauenhaft,daß sich Menschen statt diesem sinnlos investierten Geld ihr Leben nicht auf andere Weise verschönern.

ÖBA

Verfasser:
delta97
Zeit: 08.01.2013 23:20:44
1
1831987
.
Dann gissen wir doch noch etwas Öl ins Feuer:

Mein Warmluftkollektor macht aktuell > 250 kWh /m2, 350 kWh sind realistisch. Kleinvieh macht auch Mist und in dem Sinn sollte man ST einsetzen. Mit 6 m2 und 60°C Neigung geht ein Warmluftkollektor wenn man alles selber macht. ST ist ein Nischenmarkt, und die Nischen sind offensichtlich:

> kleine Flächen um 6m2 im EFH Bereich
> 10..20 m2 im MFH Bereich, > 20m2 im Altersheim etc

Dort wo ein hoher Anteil der ST genutzt wird, kann ST heute Sinn machen. Wenn ihr das nächste Mal das Grosi im Altersheim besucht schaut im Technikraum wie WW gemacht wird. Wenn fossil, dann rechnet die Variante ST durch. Potential haben ST & Öl/Gas/Holz. Kein Potential hat die Kombination ST & WP.

ST wurde zur Schnecke gemacht:
> das Hauptproblem: die Preise sind zu hoch
> ST Produkte und Installateure waren und sind teilweise mangelhaft
> Forschung und auch Förderung waren ineffizient

Wenn ich mich über etwas aufrege dann nicht über ST, sondern über Regelungen die im grossen und ganzen untauglich bezüglich Energieeffizienz sind.

Wer keine ST will soll etwas besseres machen & Gruss
delta97

Verfasser:
MaJen
Zeit: 08.01.2013 23:40:55
0
1831995
Zitat von siriuszwo Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]



Kannst DU Dir vorstellen, dass das D.L. völlig egal ist?

st[...]


Nun, den Bauherren nicht,wenn sie mal umfassend über alle Varianten aufgeklärt werden würden. Kann man ja auch sagen selbst Schuld. Gut. Andererseits wirft das schon ein sagen wir mal nicht so gutes Licht auf einige Berater. Ignoranz, Unwissenheit oder Gewinnstreben um jeden Preis? Soll ja schon einige Planer gegeben haben, die nicht nur am Bauherren verdienen.

Verfasser:
siriuszwo Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 09.01.2013 00:09:39
0
1832008
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Zitat von siriuszwo Beitrag anzeigen
[...]


Nun, den Bauherren nicht,wenn sie mal umfassend über alle Varianten aufgeklärt werden würden. Kann man ja auch sagen selbst Schuld. Gut. Andererseits wirft das schon ein sagen wir mal nicht so gutes Licht auf einige Berater. Ignoranz, Unwissenheit oder Gewinnstreben um jeden Preis?[...]



Ich werde hier von ganz bestimmter "Klientel" oft sehr heftig angegriffen, wahrscheinlich, weil mancher Beitrag geeignet ist, ihnen das Geschäft mit Unwissenden oder Unerfahrenen zu verderben. Dabei bin ich überhaupt nicht fortschritts- oder technikfeindlich, ganz im Gegenteil. Aber alles, was über den Rahmen "Hobby" bei einem Gebäude hinaus geht, sollte irgendwie wirtschaftlich sein.

So, wie die Energiepolitik in D derzeit gestrickt ist, halte ich sie langfristig für viel schlimmer als in der DDR. Man befindet sich, wie in der DDR, immer nur mal für ein paar Millisekunden im Optimum....

Die DDR war ökonomisch von absolutem Mangel geprägt ( ... ich will sie nie wieder!)....

Aber: Das, was heute in D als "Energiepolitik" bezeichnet wird, ist geprägt von von wissentlichen Falschaussagen, unhaltbaren "wissenschaftlichen" Behauptungen und Unwahrheiten / Halbwahrheiten zum Zwecke der Volks-Abzocke, die mit der "Erteilung ökologischer Absolutionen" für "Gutmenschen", die dieser "Ökoreligion" wie Lemminge nachrennen, getarnt wird ....

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.01.2013 00:33:16
0
1832019
Ich sehe schwarz für Thermie:

haustechnikdialog, 43 % Wirkungsgrad

Auch wenn das für unsere Breiten wohl noch nicht
das richtige ist, zeigt es wo die Reise hingeht,
denke ich.

Gruss

winni

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 09.01.2013 01:14:34
0
1832034
@Interessenten

Ich werde hier von ganz bestimmter "Klientel" oft sehr heftig angegriffen, wahrscheinlich, weil mancher Beitrag geeignet ist, ihnen das Geschäft mit Unwissenden oder Unerfahrenen zu verderben. Dabei bin ich überhaupt nicht fortschritts- oder technikfeindlich, ganz im Gegenteil. Aber alles, was über den Rahmen "Hobby" bei einem Gebäude hinaus geht, sollte irgendwie wirtschaftlich sein.

So, wie die Energiepolitik in D derzeit gestrickt ist, halte ich sie langfristig für viel schlimmer als in der DDR. Man befindet sich, wie in der DDR, immer nur mal für ein paar Millisekunden im Optimum....

Die DDR war ökonomisch von absolutem Mangel geprägt ( ... ich will sie nie wieder!)....

Aber: Das, was heute in D als "Energiepolitik" bezeichnet wird, ist geprägt von von wissentlichen Falschaussagen, unhaltbaren "wissenschaftlichen" Behauptungen und Unwahrheiten / Halbwahrheiten zum Zwecke der Volks-Abzocke, die mit der "Erteilung ökologischer Absolutionen" für "Gutmenschen", die dieser "Ökoreligion" wie Lemminge nachrennen, getarnt wird ....



Kleiner Hinweis

Die „Ökoreligion“ ist in Deutschland für Neubauten 2013 geltendes Baurecht.

Die EU hat sich in der Gebäuderichtlinie im Baurecht für die Zeiten nach 2020 klar positioniert.
Man kann das für richtig oder falsch halten, ok.

In Demokratien gelten aber Mehrheitsentscheidungen solange rechtsverbindlich, bis sie durch andere Mehrheitsentscheidungen aufgehoben werden.

Die Verschwörungstheorien von „ Volksabzocke“ und „wissenschaftlichen Falschaussagen“ basieren auf Quellen, die wissenschaftlich höflich formuliert, sehr umstritten sind.

Emotionsfrei und nüchtern analysiert gilt in Deutschland 2013 bei Neubauten.

Solare Strahlungsenergie steht in technologischen Wettbewerb mit

• diversen Ersatzmaßnahmen ( Dämmung, Wärmerückgewinnung, Fernwärme)
Geothermie
• Biomasse

Die Entscheidung für oder gegen eine konkrete Maßnahme fällt lange vor dem ersten Spatenstich im Dialog zwischen Bauherren und vorlageberechtigtem Bauplaner.

Vater Staat redet in diesem Prozess nicht mehr hinein.

Wer hierin diesem Punkt Parallelen zu den Verhältnissen vor der Wiedervereinigung sieht, hat wesentliche Mechanismen in Deutschland 2013 einfach noch nicht verstanden

Dietmar Lange

Verfasser:
kathrin
Zeit: 09.01.2013 01:32:33
2
1832036
Wieso gehts hier immer nur um entweder-oder resp. gegeneinander? M.E. brauchen wir für die nächsten Jahre sowohl PV als auch ST, und zwar je mehr und effizienter von beidem desto besser:

PV als Teilersatz des Atom- und Kohlestroms -> Stromsektor, neu in Zukunft auch Mobilität (E-Autos)
ST als Teilersatz von Öl und Gas -> Wärmesektor

Bei der Energiewende gehts nicht nur um die Abschaltung der AKWs, und auch nicht nur um den Ersatz für fossile Energieressourcen (Kohle, Öl, Gas, Benzin, Diesel...), sondern um beides, gleichzeitig.

Von daher bin ich immer noch sehr skeptisch bez. jeder neuen WP, da diese den Stromverbrauch erhöht im Wärmesektor, und besonders stark dann, wenn PV als EINE mögliche regenerative Quelle nur wenig leistet, nämlich im Winter, von den Netzkapazitäten ganz zu schweigen.

Wenn in ein paar Jahr(zehnt)en Strom vorwiegend regenerativ erzeugt wird UND in mehr als ausreichender Menge zur Verfügung steht und verteilt werden kann, dann erst kann man darüber diskutieren, ob PV+WP oder ST für Heizung und WW generell "besser" sei, unter welchem Gesichtspunkt auch immer. Bis dahin aber brauchen wir beide, und zudem eine Reduktion des Energieverbrauchs wo immer möglich, damit weniger regenerative Energie "produziert" werden muss, um die Energiewende ohne Lücken und ohne Komforteinbussen zu bewerkstelligen.

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.01.2013 01:43:07
0
1832038
Hallo Kathrin,

Deine Gedanken sind sympathisch und friedensstiftend.

Nun hat aber zumindest das durchschnittliche Einfamilien-
haus nur eine begrenzte Fläche, die für solare Nutzung
geeignet ist.

Da ist es durchaus interessant, womit diese Fläche optimal
genutzt wird, im Interesse des Einzelnen und der Gesellschaft.

Und da wird es mit steigenden Wirkungsgraden der PV für mich
zweifelhafter, ob thermische Nutzung auf die Dauer Sinn macht.

So sehr ich die Arbeit von Jenni oder Sonnenhäuser mag.


Gruss

winni

Verfasser:
jogi54
Zeit: 09.01.2013 01:45:02
0
1832040
Zitat von siriuszwo Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]



Ich werde hier von ganz bestimmter "Klientel" oft sehr heftig angegriffen, wahrscheinlich, weil mancher Beitrag geeignet ist, ihnen das Geschäft mit Unwissenden oder Unerfahrenen zu verderben. Dabei bin ich überhaupt nicht fortschritts- oder technikfeindlich, ganz im Gegenteil.[...]


Ich weiß ja nicht wirklich, wie ihr "Wirtschaftlichkeit" berechnet.

Ich hab 10m² FK 72°West, 30° Dachneigung auf nen 1000l Speicher. Stagnation kenn ich bisher wohl auf Grund der Ausrichtung nicht.

Die Solarpumpe steht auf Stufe 2 = 40W, mehr als 1000h Ertrag sind bei meiner Ausrichtung kaum zu erwarten. => 40kWh/a * 0,21€/kWh = 3,6€/a für ca. 3000kWh WW von Mitte April bis Mitte Oktober, entspricht einem COP von 3000/40 = 75 !!! da muss sich die WP aber noch anstrengen um auch nur annähernd dran zu kommen.

Invest vor 11 Jahren irgendwas um 2400 - 2700€, die gleiche Energiemenge mit meinem Gaskessel zu produzieren hätte grob geschätzt 2800€ gekostet.

Da stagnationsfrei betrieben und die Glycolsuppe noch jungfräulich honiggelb aussieht und der Ertrag stimmt, warum sollte ich die Glykolsuppe für teuer Geld tauschen ???

Wirtschaftlich ist die Anlage ab jetzt...

Die Rahmenbedingungen haben sich allerdings bei mir geändert
- die Heizgrenze ist jetzt zwischen 10 und 12°C
- CPC VRK aqua plasma würden wahrscheinlich die Lücke zwischen kein WW solar und Heizgrenze schließen können und zudem zeitweise Heizungsunterstützung liefern (meine banal FK bringen da absolut nix)
bin da noch am Nachdenken...

Heia ruft mächtig

LG jogi

Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 09.01.2013 07:23:20
1
1832054
Wp wird häufig abgelehnt,weil angeblich im Winter der Strom eh schon so knapp ist,auch die Netze überlastet werden.

Ja,frage ich,kann ich diese Situation durch ST signifikant entlasten.Klares nein,denn nur Heizlastreduktion schafft dies in nennenswertem Ausmaß.

Die Alternative zu WP ist fossiles Heizen vor Ort.Daher ist die eigentliche Frage nicht unbedingt zwischen ST und PV zu klären,sondern ob ich bereit bin,elektrisch zu heizen oder ÖL/GAS oder Holz einzusetzen.

Möchte ich dies nicht,ist die WPPV im Sommer und im Übergang eine deutlich effektivere Lösung als ST,die zudem noch Hausshaltsstrom abwirft.Zudem wird sie zunehmend billiger.

ÖBA

Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 09.01.2013 07:42:45
0
1832057
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Deswegen kann diese "Wunderwaffe" in Bayern funktionieren[...]


Dieses von Herrn Seehofer und Ihnen gepriesenes Werk braucht bei seinen 11,5MW Biogas ein Drittel Mais!!!!!

Ein Drittel Mais, denn nur mit Hopfen würde es nicht gehen.

Das Drittel Mais bei 11,5 MW sind rund 3,5 MW für Mais.

Dazu nenne ich Ihnen jetzt mal die Fläche die dafür gebraucht wird.

Grob gerechnet 500 Hektar!

Mindestens 500 ha LNF wird zusätzlich benötigt um ein Vorzeigeprojekt zu machen.

Bei den 30%-Angaben wird bestimmt auch die Masse rangezogen sein und damit wird der Maisanteil noch höher sein. Ich habe den gleichen Energiegehalt angesetzt. Aber Mais ist DIE Energiepfanze für Biogas.


Fazit:


Die gleiche Vergackeierung wie die 5000 Haushalte

E.S.

....beschäftigen sie sich mal intensiv mit Biogaserzeugung

Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 09.01.2013 07:43:47
0
1832058
Jogi,

es wird auch niemand ST und PV vergleichen,die vor 11 Jahren erbracht wurden.Die Preise für PV waren damals astronomisch.

In wenigen Jahren,teils schon jetzt,wird PV preislich die ST komplett an die Wand stellen.Der verschwindend kleine Teil an Röhren gegenüber Flachkollies (nur 10% verwenden Röhren) tut ein übriges.


Während PV im Sommer/Übergang und Spätwinter(Mitte Feb.Ende März) ganz erheblich Strom für WW+Heizung+HH produziert(saisonal verschieden gewichtet),beschränkt sich ST zumindest bei Flachkollies auf teure,im Kernwinter praktisch nicht existente Wärmebereitung.


ÖBA

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 09.01.2013 08:05:37
2
1832064
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
beschränkt sich ST zumindest bei Flachkollies auf teure,im Kernwinter praktisch nicht existente Wärmebereitung.


Nun ja, bei solaren Großanlagen mit Röhren zu ist ja ein gewisser Schokoladenhersteller Marktführer. Nur ist das mit der Marktführerschaft in dem Bereich genau wie mit dem Mehrertrag von Röhren im Kernwinter: Der mag gerne dopplet so hoch sein, wie der von FKs, aber das doppelte von nix ist immer noch nix. Das doppelte Nix gibts dann aber nur zum doppelten Preis.

Wers braucht...

Oliver

Verfasser:
MaJen
Zeit: 09.01.2013 08:49:08
0
1832082
Vielleicht muss man auch bei WP und PV unterscheiden, gerade wenn man mit ST "benchmarkt". Eine SoleWasser-WP. MitAZ 4,5 arbeitet um den Primärenergiefaktor von Strom bereinigt mit ca 40 % regenerativer Energie, und zwar im Kernwinter wenns drauf ankommt. Durch einen Abhängig von der Dimensionierung der Fotovoltaik nochmals erhöhten Anteil regenerativer Energien - auch bei bedecktem Himmel! – Sieht die Sache für WPV Nochmals deutlich besser aus. Die meisten LuftWPs tun das nicht, da sie Arbeitszahlen um den Primärenergiefaktor von 2,6 Im Winter erreichen. Die Anhebung der System-AZ durch PV kann das etwas kaschieren, aber nur wenn Die Fotovoltaik Groß genug Dimensioniert ist und man tagsüber viel Energie einlagern kann. Solarthermie schafft im Kernwinter in der überwiegenden Zahl aller AnlagenKonstellationen keine 40 % Deckung, von der Seite aus gesehen ist eine Wärmepumpe mit hoher AZ die bessere, regenerative Energiequelle, wenn es darauf ankommt! Und darauf,was das System in Zeiten der Knappheit regenerativer Ressourcen zu leisten vermag, sollte man es messen. Warum? Weil der mutmaßlich sehr teure Speicherbedarf an regenerativen Energiequellen dadurch sinkt. Darauf wird wird es in Zukunft ankommen, wer Das nicht glaubt wird es am Geldbeutel, das heißt den Strompreisen im KernWinter merken. Es kommt Nicht darauf an, was eines der Systeme in der Übergangszeit oder gar im Sommer zu leisten vermag. Das ist vernachlässigbar. Beide Systeme sehen dort nicht schlecht aus.

MaJen

Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 09.01.2013 09:24:14
0
1832101
Was leistet ST im Sommer?

Bei mir sehr viel,bei 99% aller Anwender nur WW.(WPV:HH-Strom,WW,Fremdeinspeisung)

Was leistet ST in der Übergangszeit und Spätwinter?

Außer WW möglicherweise HZ-Unterstützung.(WPV:HH-Strom,WW,HZ-Unterstützung)

ST Im Winter?Flachkollies

Fast nichts.(WPV:HH-Strom,geringgradige WW+HZ-Untstütz.)

ÖBA

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