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Lohnt sich die energetische Gebäudesanierung?
Verfasser:
Redaktion HTD
Zeit: 03.04.2013 00:00:00
1
1896097
Die Antwort auf diese Frage ist sicher nicht einfach, gibt es doch sich wiedersprechende Studien und Fachleute dazu. Die Diskussionen über Kosten und Nutzen energetischer Sanierungen nach Erscheinen eines Artikels in der Welt am 29.03.2013 mit dem Titel "Die große Lüge von der Wärmedämmung" schlagen hohe Wellen. Doch zu befürchten ist in erster Linie, dass sie viele Hausbesitzer und Vermieter von notwendigen energetischen Sanierungen ihres Gebäudebestands abhält.


Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 03.04.2013 12:35:45
11
1896193
Es braucht nicht viel Phantasie um zum Schluß zu kommen dass die Aussage, Zitat "Die große Lüge der Wärmedämmung" der Wahrheit entspricht, und jede Wahrheit braucht einen Mutigen der sie ausspricht.

Wenn der Autor Richard Heimann in seinem Artikel fesstellt dass sich "aus heutiger Sicht die Investitionen nicht allein aus den eingesparten Energiekosten refinanzieren lassen", dann ist das pure "Reality"! Und wenn jemand etwas anderes behauptet, dann ist es schlicht "schöngerechnet".

Wenn für eine energetische Ertüchtigung eines EFH (Dach, Außenwände, Fenster), ich sage mal aus der Hüfte, 80.000€ in die Hand genommen werden, um dann in der Folge 2.000€/a an Energiekosten zu sparen, dann dürften diese von mir erfunden Zahlen sicher nicht weit von tatsächlichen Zahlen entfernt sein. Und dividieren kann nun jeder selbst ....

Verfasser:
mythentor
Zeit: 03.04.2013 12:42:56
1
1896207
Sorry, sehe es genau so wie Hitzschlag!

Verfasser:
hofbauer51
Zeit: 03.04.2013 12:51:34
4
1896214
Ganz so negativ kann ich da nicht sehen.
Ich überlege anders:
Wenn neue Fenster fällig werden dann kommen eben "gute" rein.
Wenn die Fassade bröckelt und neu gemacht werden muss dann kommt eben Wärmedämmung dran.
Wenn das Dach ausgebaut werden soll dann kommt eben auch WD rein. Wenn nicht - ein paar qm Styropor über die letzte geheizte Etage sollte in jedem Fall drin sein.
Wenn man nicht überhastet sondern nur bei Bedarf Dämmung einbringt sollte sich das schon rentieren.
Günther

Verfasser:
Ranzoni
Zeit: 03.04.2013 13:09:58
2
1896225
Hm, noch ein Faden zum selben Thema...

Ich würde lieber über "Lohnt sich die Nahrungszufuhr beim Menschen ?" diskutieren.

MfG

Ranzoni

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 03.04.2013 13:14:12
7
1896227
"Die große Lüge von der Wärmedämmung" als Überschrift suggeriert, dass der Journalist "die Wahrheit kennt". Oder sie zeigt einfach, dass reisserische Artikel wichtiger sind als gewissenhafte Recherche - selbst in "renommierten Zeitungen", deren journalistischer Anspruch zumindest theoretisch höher ist, als derjenige der Bild und anderer "Meinungsmacher" mit deutlich geringerem Textanteil...

Eine gute Überschrift für einen ausführlichen Zeitungsartikel zu diesem Thema wäre für mich:

"Auch bei der Wärmedämmung gibt es keine einfachen Wahrheiten"

Verfasser:
Axel R
Zeit: 03.04.2013 13:19:24
0
1896235
Wenn ich das so lese, dann frage ich mich was das soll !

Da wird ein Gutachten in Auftrag gegeben und es wird etwas versteckt der Presse gezeigt und der Aufschrei geht los.
Wenn ich dieses Gutachten in Auftrag gegeben hätte, dann hätte ich versucht das nicht zu zeigen - in den Papierkorb damit. Das ist aber nicht passiert.
Andere Gutachten und Schriften wurden doch vorher geschönt ! Warum nicht dieses ?

Ist es vielleicht so, dass man aus diesem Wahnsinn wieder raus will und versucht es nun auf diesem Weg ?

Gruss Axel R

Verfasser:
loeti-new
Zeit: 03.04.2013 13:21:05
1
1896237
"Lohnt sich die energetische Gebäudesanierung?"

Diese Frage lässt sich nicht verallgemeinert beantworten sondern muß von Fall zu Fall und auch am Gebäude von Einzelmaßnahme zu Einzelmassnahme beantwortet/entschieden werden.

Nach meinen Berechnungen rechnet sich z.B. eine Dämmung des Spitzbodens (in Eigenleistung) praktisch immer, bei einer Dämmung der Kellerdecke von unten (auch in Eigenleistung) ist es ähnlich. Auch Kleinig-keiten wie die Dämmung der Heiznischen u.s.w. sind meist rentabel.
Ein kompletter Fenstertausch, wenn die Fensterrahmen noch gut sind, rechnet sich dagegen meist nicht, aber sehrwohl ein Austausch der Scheiben (wobei die Lebensdauer älterer Isolierglas-Scheiben sowieso begrennzt ist) gegen Wärmeschutzglas.
WDVS ist das Problemkind bei der energetischen Sanierung es rechnet sich, auch aufgrund der hohen Folgekosten (Fensterbretter, Dachrinne...), im allgemeinen als Nachrüstung nicht sondern, wenn über-haupt, nur bei einem Neubau. Soweit meine Erfahrungen/Kalkulationen.

Jedenfalls müsste der Förderkatalog der KfW dringend der Realität vor Ort angepasst werden.

Grüße Löti

Verfasser:
ElektroMichael
Zeit: 03.04.2013 13:25:10
5
1896242
Zitat von hofbauer51 Beitrag anzeigen
Ganz so negativ kann ich da nicht sehen.
Ich überlege anders:
Wenn neue Fenster fällig werden dann kommen eben "gute" rein.
Wenn die Fassade bröckelt und neu gemacht werden muss dann kommt eben Wärmedämmung dran.
Wenn das Dach ausgebaut werden soll dann kommt eben auch WD[...]

da muss ich Dir zustimmen, man kann nicht immer vom teuersten Fall ausgehen. Bei uns sind viele EFH im 1. OG nicht verputzt, sondern mit Holzverkleidung versehen. Nach 30 Jahren ist diese unansehlich und wird in Eigenleistung erneuert. Da kann man ohne grossen Aufwand 10 cm Styropor einbauen, m2 Preis ca 6 Euro. Ebenfalls 20 cm auf betonierte obere Geschoßdecke. Habe ich selbst schon gemacht, die Komfortsteigerung und der geringere Heizbedarf ist sehr deutlich spürbar, Mehrkosten an Material ca 2000 €.
Die andere Möglichkeit ist weiterhin 4000 € Energiekosten jährl. zu akzeptieren und immer nur rumzujammern.
Gruß Michael.

Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 03.04.2013 13:27:59
1
1896243
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
"Die große Lüge von der Wärmedämmung" als Überschrift suggeriert, dass der Journalist "die Wahrheit kennt". Oder sie zeigt einfach, dass reisserische Artikel wichtiger sind als gewissenhafte Recherche - selbst in "renommierten Zeitungen", deren journalistischer Anspruch zumindest theoretisch[...]


Ja Stefan,

davor haben sie uns in der Diktatur des Proletariats immer gewarnt.
Aber auch wir konnten nicht hören und sind dem Lockruf gefolgt.

Das war jetzt etwas ironische Satire.

Genau darum nehme ich auch Zahlen von bestimmten Leuten auseinander, egal ob es denen passt oder nicht. Wenn Diese dann sich in die Enge getrieben fühlen, reagieren sie genauso wie Menschen, die sie zuvor großmundig verurteilt haben.

Zu Studien: Meistens liegt in der Mitte die Wahrheit, da diese immer aus einer bestimmten Blickrichtung geschrieben werden. Ansonsten wären es ja auch komplette Märchen.

E.S.

..ich bin weder pessimistisch noch euphorisch, eher realistisch

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 03.04.2013 13:44:36
0
1896254
Die DENA weist in einem Statement vom 3. April auf eine methodische Schwachstelle der PROGNOS Studie hin.

Berichterstattung über Finanzierung von Energieeffizienz führt in die Irre

Der Pressebericht überhöht dann noch journalistisch die aus der kritisierten Bilanzierungsmethode entstehenden Konsequenzen

Dietmar Lange

Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 03.04.2013 15:31:24
6
1896311
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Der Pressebericht überhöht dann noch journalistisch die aus der kritisierten Bilanzierungsmethode entstehenden Konsequenzen
Die DENA bemängelt
Zitat:
Im Beitrag wird jedoch nicht unterschieden zwischen den Kosten, die ohnehin für Neubau oder Sanierung anfallen, und den Mehrkosten, die energiesparende Maßnahmen verursachen. In der Bilanz dürfen nur die für Energieeffizienz relevanten Mehrkosten den Energieeinsparungen gegenübergestellt werden.
Genau das halte ich für "große Lüge" im Bezug auf Praxis der energetische Sanierung:

Ich glaube, von allen bisher in D ausgeführten (und ggf. durch KfW geforderten) Sanierungsmaßnahmen wurden bisher nur wenigste wirklich erst bei Sanierungsfälligkeit (oder unbedingte Notwendigkeit eine Modernisierung) durchgeführt...

...ich schätze weit über 90% der Investoren haben sich durch fallende Kaufkraft, versprochene Energie-Kosteneinsparungen (neben "Prognosenrechnungen" um weitere Energiekostensteigerung) gepaart mit "billigem Geld" dazu entschlossen es VORZEITIG in Auftrag zu geben.
Das ist die Realität und so sollte auch bewertet werden.

Viele Vermieter (auch Gesellschaften) wurden durch "Klima mache" (Energiepässe und Verpflichtung es zu tun - wenn man schon daran "sowieso" was macht...) gezwungen zu handeln, nicht wenige haben sich erst bei Nachrechnen gewundert das man die "sowieso anfallenden Sanierungskosten" nicht bei Mietkosten umlegen darf - obwohl z.B. die Fassade hätte noch Jahre und Jahrzehnte nicht saniert werden müssen... selber schuld.

Unsere Fenster (u.a. Massnahmen) hätte ich 10-15 weitere Jahren mit Spucke und etwas Farbe erhalten können... also, habe ich den Austausch auch um Jahrzehnte VORGEZOGEN - nur um steigenden Energiekosten entgegen zu wirken, bzw. unsere Haus energetisch verbessern wollte um Kosten zu sparen. Ähnlich habe ich gehandelt bei Austausch von einigen haushaltsgeräte und vielen Massnahmen mehr - inkl. meine LKA und WP Installation... Nichts davon war "sowieso fällig", ...von erhöhten Energiekosten abgesehen.

Heute muss ich für mein "energiesaniertes" Haus im Jahr nur ca. 10MWh-Energie (Öl und Strom) kaufen - vor meine Sanierungsaktion waren es ca. 25MWh /a.... und dabei ist meine Fassade immer noch nicht in WDVS eingepackt und mein Dach kein bisschen besser als vor der Aktion - nur so kann ich heute sagen: JA, Energiesanierung lohnt und ich werde meine Geld noch zum Lebzeiten wieder "sehen"... mit WDVS wehre das unmöglich obwohl ich damit nocht etwas mehr Energie einsparen könnte.

Ich kenne kein einzige Beispiel in meine Nachbarschaft die eine WDVS erst bei Sanierungsfälligkeit der Fassade bestellt haben... alleine die Energiekosten haben gezählt ...und Chance auf "billige" KfW-Geld...

Volkswirtschaftliches Nutzen Deutschlands ist ganz andere Frage:
alleine die durch "Energiesanierungsnotwendigkeit" geschaffene Arbeitsplätze, Materialbedarf, enthaltene MwSt. und auch angeblich weniger Abhängikeit vom Energieimporte haben das "billige" KfW-Geld sicher mehrfach zurückfliessen lassen - ob die Investoren dafür ein WERTGLEICHES Nutzen erhalten, ist weniger interessant und endlich Zeit darüber zu reden.

mfg
Veco aus VS

Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 03.04.2013 15:34:27
1
1896314
Ich glaube, von allen bisher in D ausgeführten (und ggf. durch KfW geforderten) Sanierungsmaßnahmen wurden bisher nur wenigste wirklich erst bei Sanierungsfälligkeit (oder unbedingte Notwendigkeit eine Modernisierung) durchgeführt...
_____________

Exakt getroffen!

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 03.04.2013 15:55:15
1
1896322
Zitat von Veco aus VS Beitrag anzeigen
Genau das halte ich für "große Lüge" im Bezug auf Praxis der energetische Sanierung:

Ich glaube, von allen bisher in D ausgeführten (und ggf. durch KfW geforderten) Sanierungsmaßnahmen wurden bisher nur wenigste wirklich erst bei Sanierungsfälligkeit (oder unbedingte Notwendigkeit eine Modernisierung) durchgeführt...

...ich schätze weit über 90% der Investoren haben sich durch fallende Kaufkraft, versprochene Energie-Kosteneinsparungen (neben "Prognosenrechnungen" um weitere Energiekostensteigerung) gepaart mit "billigem Geld" dazu entschlossen es VORZEITIG in Auftrag zu geben.
Das ist die Realität und so sollte auch bewertet werden.

Hallo Veco,

würde die Sanierungsquote bei 5% liegen, würde ich Dir eventuell zustimmen. Sie liegt aber bei 1,1% (wenn ich mich richtig erinnere) und somit deutlich unter den "angestrebten" 2%.

Natürlich wird da bei vielen eine irgendwann notwendige Maßnahme zeitlich zum Teil erheblich vorgezogen. Aber zumindest macht das eher Sinn, als alle 3 Jahre neue Möbel (wahrscheinlich weiter verbreitet...), neues Auto (Leasing läuft aus) oder alle 1,2 Jahre neue Elektronikartikel - vorwiegend im Kommunikationsbereich - zu kaufen.

Die sanierenden Nachbarn denken vielleicht auch, dass die Energieeinsparung als Argument besser akzeptiert wird als ein "ich konnte die Fassade und die Fenster schon lange nicht mehr sehen, deswegen musste was neues her".

Grüße
Stefan

Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 03.04.2013 16:02:12
1
1896327
Aber zumindest macht das eher Sinn, als alle 3 Jahre neue Möbel (wahrscheinlich weiter verbreitet...), neues Auto (Leasing läuft aus) oder alle 1,2 Jahre neue Elektronikartikel - vorwiegend im Kommunikationsbereich - zu kaufen.
____________________

Das hat aber einem mündigen Bürger niemand vorzuschreiben. Wir leben in einem Land in dem jeder entscheiden kann und darf wie und für was er sein Geld einsetzt.

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 03.04.2013 16:10:38
5
1896330
Das hat aber einem mündigen Bürger niemand vorzuschreiben. Wir leben in einem Land in dem jeder entscheiden kann und darf wie und für was er sein Geld einsetzt.

Wie viele der durchgeführten Sanierungen, von denen hier die Rede ist, waren denn auf Grund von Zwangsmaßnahmen erfolgt?

Da ist der soziale Zwang, das neuste Smartphone besitzen zu müssen, wohl vielfach stärker ausgeprägt...

Verfasser:
Hitzschlag
Zeit: 03.04.2013 16:12:20
0
1896331
Da ist der soziale Zwang, das neuste Smartphone besitzen zu müssen, wohl vielfach stärker ausgeprägt...
______________

Korrekt, aber dies haben wir nicht zu entscheiden!

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 03.04.2013 16:27:39
0
1896336
Hallo Veco

Genau das halte ich für "große Lüge" im Bezug auf Praxis der energetische Sanierung:

Ich habe mir vor der Einführung des EEWärmeG mal von einem Baufachmann vorrechnen lassen.

• Neubau EFH, deutsche Durchschnittsgröße , Erfüllung der regenerativen Baupflicht durch Ersatzmaßnahme zusätzliche Dämmung, damals noch nach der alten EnEV +15%, Mehrkosten ?
• Altbau EFH, gleiche Größe, Sanierungskosten der Gebäudehülle auf Neubauniveau?

Mir ist aus der ausführlichen Ergebnisdiskussion noch sehr gut in Erinnerung, dass bei der Altbauversion der Zeitpunkt der Sanierung ganz wesentlich in die Kosten einging.

Wir haben damals im Unternehmen die möglichen Konsequenzen des erst geplanten EEWärmeG (1. Referentenentwurf) diskutiert.
Daher halte ich die Position der DENA nicht für eine Lüge.

Viele Vermieter (auch Gesellschaften) wurden durch "Klima mache" (Energiepässe und Verpflichtung es zu tun - wenn man schon daran "sowieso" was macht...) gezwungen zu handeln, nicht wenige haben sich erst bei Nachrechnen gewundert das man die "sowieso anfallenden Sanierungskosten" nicht bei Mietkosten umlegen darf - obwohl z.B. die Fassade hätte noch Jahre und Jahrzehnte nicht saniert werden müssen... selber schuld.

Bitte einmal recherchieren, wie die Situation im Mietwohnungsbau vor und nach der Novelle des Mietrechtsänderungsgesetzes war und demnächst sein wird.

(Homepage Bundesjustizministerium, MietRÄndG)

Dietmar Lange

Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 03.04.2013 17:37:09
1
1896367
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
...würde die Sanierungsquote bei 5% liegen, würde ich Dir eventuell zustimmen. Sie liegt aber bei 1,1% (wenn ich mich richtig erinnere) und somit deutlich unter den "angestrebten" 2%.
Die Frage ist Stefan, was unter offizielle "Sanierungsquote" gezählt wird und/oder soll...

Ich kann mir gut vorstellen, das zig-tausende "Selbstzahler" (genau so wie ich) seine Hütte, gerade wegen steigende Energiekosten, deutlich energetisch optimiert haben, ohne das diese Leistungen in irgend welchen Statistiken auftauchen...

Zählt es als Quotenfähige "ordentliche Sanierung nach EEV" nur wenn eine BfW-Kredit bewilligt wird oder eine überteuerte WDVS verbaut wird?

Vielleicht sollte man die niedrige 1,1%-Sanierungsquote auch so interpretieren, das sich nur wenige von Machenschaften und Gehirnwäsche bisher beeinflussen lassen und lieber "inoffiziell" innerhalb eigenen Möglichkeiten wirken?

Vielleicht sehen auch andere, das diese staatlich verordnete/geforderte Konsum auf Pump eigentlich "leben über eigene Verhältnisse" bedeutet (KfW-Kredite = frisch gedrucktes Geld, für diese noch niemand was geleistet hat und damit der Handwerker bezahlt wird ===> Inflation!) und damit eine "Blase" aufgebaut wird, das auch platzen kann wie in Spanien... doch es interessiert wohl nicht solange die Steuer-Quellen sprudeln (finanziert aus gleiche Blase!) und Staat keine offizielle Steuererhöhungen verordnen muss...

... sollte man Volkswirtschaftlich auch überprüfen!

mfg
Veco aus VS

Verfasser:
solar-fan
Zeit: 03.04.2013 17:43:33
0
1896370
Hallo,
dies nennt sich Demokratie. Wir wählen diejenigen, die etwas beschließen, was wir durchzuführen haben. Wenn wir uns das nicht leisten können, bekommen wir auch Kredite(z.B. KfW oder Aufbaubank). Wenn wir das nicht abbezahlen können, wird´s versteigert.
Die Umverteilung von unten nach oben geht weiter, auf allen Fronten.
Egal ob Sanierung, Nachrüstung zu biologischen Kleinkläranlagen, Wärmedämmung, Anschlußzwängen bei Wasser/Abwasser. Solange alle noch "Ja" sagen wird das fortgesetzt.

Enrico

Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 03.04.2013 18:03:39
1
1896380
Zitat von Hitzschlag Beitrag anzeigen
Es braucht nicht viel Phantasie um zum Schluß zu kommen dass die Aussage, Zitat "Die große Lüge der Wärmedämmung" der Wahrheit entspricht, und jede Wahrheit braucht einen Mutigen der sie ausspricht.

Wenn der Autor Richard Heimann in seinem Artikel fesstellt dass sich "aus heutiger[...]


die 80Tsd ergeben einen Kapitaldienst von 3200 €/a, bei 4 %(KfW 1% nominal) . Ein 4000 l Haus wird damit auf 2000 l gebracht(praxiserprobt). Einsparung 2000 l/a, mittlerer Ölpreis die nächsten 10 Jahre 2€/l, Einsparung mind. 4000 €/a. Über die folgenden 10 Jahre reden wir besser nicht. Das kombiniert mit dem Wohlfühlfaktor, den am besten Leute schätzen, die vorher in 24er Hohlblock gehaust haben, ist keine schlechte Investition, es gibt schlechtere. Die Leute, die trotz dieser Schönrechnerei investiert haben, grüßen mich heute noch, das halte ich für ein gutes Zeichen.

Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 03.04.2013 18:09:08
0
1896383
Zitat von mythentor Beitrag anzeigen
Sorry, sehe es genau so wie Hitzschlag!


+1

Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 03.04.2013 18:14:23
1
1896386
Zitat von loeti-new Beitrag anzeigen
"Lohnt sich die energetische Gebäudesanierung?"

Diese Frage lässt sich nicht verallgemeinert beantworten sondern muß von Fall zu Fall und auch am Gebäude von Einzelmaßnahme zu Einzelmassnahme beantwortet/entschieden werden.




Jede Massnahmen, die sich zu Marktpreisen nicht selber finanziert, ist redundant.

Das gilt auch für die hirnverbrannte Subeventioniererei bei Wind und vor allem Solar in D. Ist nicht marktkonform und rechnet sich zu Marktpreisen wohl nie.

Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 03.04.2013 18:19:03
0
1896391
Zitat von solarfreundchen Beitrag anzeigen
Zu Studien: Meistens liegt in der Mitte die Wahrheit, da diese immer aus einer bestimmten Blickrichtung geschrieben werden. Ansonsten wären es ja auch komplette Märchen.


Bei einer Wirtschaftlichkeitsrechnung gibt es keine Mitte! Entweder es rechnet sich oder es rechnet sich nicht.

Über alternative Szenarien kann man diskutieren, sind aber in aller Regel spekulativ.

Verfasser:
Veco aus VS
Zeit: 03.04.2013 18:30:31
0
1896395
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Ich habe mir vor der Einführung des EEWärmeG mal von einem Baufachmann vorrechnen lassen.

• Neubau EFH, deutsche Durchschnittsgröße , Erfüllung der regenerativen Baupflicht durch Ersatzmaßnahme zusätzliche Dämmung, damals noch nach der alten EnEV +15%, Mehrkosten ?
Sorry Dietmar... halte ich auch für Märchen!

Mein Schwiegersohn und sein Bruder haben vom Eltern jeweils Grundstücke bekommen (ehemalige Bauernland - jetzt Bauland) und haben dann aus Kostengründen 2007 gemeinsam auf nur einem der beide Grundstücke ein DH (jeweils zur Hälfte, tolle Doppel-Hütte inkl. FBH auf jeweils ca. 180qm und sehr gute Ausstattung) gebaut, sehr viel in Eigenleistung, für jeweils ca. 240T€ bis zum Einzug. Im letzten Jahr haben die wieder gemeinsam ein optisch 1:1 gleiche DH (zum Vermieten) auf Grundstück daneben gebaut, jetzt nach heutigem EEWärmeG-Baurecht und haben noch mehr Eigenleistung eingebracht - die Kosten sind aber auf jeweils 360T€ gestiegen... = + 50% !!!
Und glaub mir, die Jungs sind nicht blöd und der Bruder arbeitet als Bauplaner bei grössten Bauunternehmen vor Ort. Beide haben aber bereut die Entscheidung selbst zu bauen, den jetzt können die mit Ortsübliche Mitte nur um >1000€/Monat bekommen... die Amortisierung der Investition darfst lieber Dietmar selbst rechnen.

Trotzdem meine ich, das man im Neubaubereich diese EEWärmeG-Baurecht-Aufwand durchaus verlangen soll!

Bestandbausanierung der Gebäudehülle auf Neubauniveau lohnt sich kaum - und die "Lüge" habe ich bezogen auf Vorstellung das man nur "Mehraufwand" anrechnen darf, weil angeblich im Regel nur bei "sowieso" Sanierungsbedürftigkeit auch energetische Sanierung durchgeführt wird.

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Bitte einmal recherchieren, wie die Situation im Mietwohnungsbau vor und nach der Novelle des Mietrechtsänderungsgesetzes war und demnächst sein wird.
Ich habe kürzlich mehrere TV-Sendungen gesehen, bei diesen durch WoBa-Gesellschaften "erklärt wurde" warum Mietwohnunraum nach energetische Sanierung so teuer werden muss (zu Exklusivwohnraum wird), das sich Zentrallagen auch (ehemalige) Mittelschicht nicht mehr leisten kann - womit besonders ältere Leute auf "Umland" immer mehr verjagt werden... Bitte informiere Dich selbst!

mfg
Veco aus VS

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