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03.06.2005 22:43:29 |
Hallo Experten, wir haben unseren Dachboden ausgebaut. Die Ausbaufirma hat uns 20 cm Mineralwolle einschl. Dampfsperre eingebaut. In den ersten warmen Tagen dieses Frühsommers ist es trotz der Dämmung unerträglich heiß geworden. Nun stehen wir vor einem Rätsel! Müssen wir die Dämmung verstärken, um die Aufheizung des DG zu verringern? Wer hat diesbezügliche Erfahrungen? Sind für jeden Tip dankbar! |
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03.06.2005 22:47:45 |
Hallo Helga, unter 40 cm dämmung funktioniert der Wärmeschutz nicht und es kommt zur sommerlichjen Aufheizung. Da mußt Du wohl in Zukunft damit leben. Grüße aus Oderstädt
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03.06.2005 22:58:30 |
Im DG überwiegt der Wärmeeintrag durch die Fenster. Sperren Sie die direkte Sonneneinstrahlung, am besten durch Außenjalousien oder notfalls mit Sonnenschutzfolie oder weißen Vorhängen aus. Lüften Sie nachts möglichst durch. Mit dem Rest werden Sie leben müssen.
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04.06.2005 02:01:02 |
@Egon 40cm Dämmung? Okay, Hauptsache, sonst ist alles in Ordnung mit Dir. ;-)
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04.06.2005 07:23:01 |
Guten Morgen Helga Göring, ich habe vor 10 Jahren mein Dachgeschoss (Spitzboden, 4 grosse Veluxfenster) ebenfalls augebaut; alles super gedämmt. Nun, und das war mir von Anfang an klar, im Sommer wird's unerträglich heiss, trotz Rollos, Beschattung etc., teilweise 35 bis über 40 Grad. Da hilft nur eins: Im Sommer nach unten ziehen, in kühlere Gefilde; notfalls in den wohltemperierten Keller, wenn's sich machen lässt. Gruss ManfredK
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04.06.2005 08:19:38 |
@ Helga Göring Laden Sie mal die pdf-Datei im nachfolgenden link herunter: http://www.ea-nrw.de/_database/_data/datainfopool/Daemmstoffe.pdf Dort gibt es den Vergleich diverser Dämmstoffe. Stellen Sie in Ihrem Acrobat-Reader auf Doppelseitenasnicht und vergleichen Sie dann die Baustoffe untereinander. Unter der Spalte Baueigenschaften steht unter anderem der Hitzeschutz. Da siehts bei Mineralwolle leider schon immer schlecht aus. Ist leider so. Ich war damals kurz davor Hanfdämmung einzubauen ... leider war der Preis aus meiner Sicht nicht akzeptabel ... folglich muß ich auch schwitzen mfg Hans
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04.06.2005 09:31:10 |
@Nick 40 cm Dämmung sind im Passivhausbau durchaus üblich. Dort scheint´s ja zu funktionieren. Oder heizen sich diese Häuser im Sommer auch so schnell auf? Hat irgendjemand diesbezügliche Erfahrungen? Wir planen zur Zeit ein Haus und wollen ein Passivhaus in Leichtbauweise mit 40 cm Dämmung bauen. Hab aber keine Lust noch eine Klimaanlage einzubauen. Die Lüftungsanlage kostet uns schon genug. Gruß |
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04.06.2005 10:27:42 |
Bei einer längeren Hitzeperiode wird sich ein Dachgeschoss immer aufheizen , egal wie dick gedämmt wird . Der berechnete U Wert besagt übrigens ,wieviel Wärme durch die Dämmung geht (In diesem Fall von außen nach innen).Wenn es also draußen länger warm ist , wird es irgendwann ,auch wenn hoch gedämmt wird ,drinnen warm . Leider wird dann auch noch die Wärme durch die Dämmung im Raum gehalten (Barackenklima). Die einzige Möglichkeit ist , wie bereits erwähnt , über Nacht lüften . MFG HP
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04.06.2005 12:17:36 |
Hallo Helga, gegen Aufheizung im Dachgeschoss hilft: Aussperren siehe A.Fischer mit Außenrolladen, erhöhen der Massen Z.B. Gibskartonplatten in doppelter Dicke oder auch dreifach. (Bringt gleichzeitig auch Schallschutz). Wärmeeinleitung wird dadurch zeitverzögert, durch Lüften in den Nachtstunden wird die Aufheizung teilweise ausgeglichen. Oder Klimagerät. MfG Uwe |
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04.06.2005 12:37:55 |
Richtig, die beste Dach- oder Wanddämmung nützt nichts, wenn die riesigen Fensterflächen nicht in den Griff zu bekommen sind. Also Wärmeschutzglas, Außenjalousie, Dachüberstand, Markisen sind an erster Stelle und dann gehts weiter. Gruß me. Bruno Bosy, NF |
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04.06.2005 16:39:39 |
Allgemein gibts da offensichtlich (auch bei Fachleuten) Wissenslücken. Wärmeschutz und Hitzeschutz ist nicht das gleiche! Die leichten Isolierstoffe (zB PUR, PU, Mineralwolle usw) bieten zwar einen tollen u-Wert, aber der alleine bietet nur wenig Hitzschutz... Für sommerlichen Hitzeschutz sind schwere Dämmstoffe (idR auf natürlicher Basis) besser geeignet. Links: www.Pavatex.de www.gutex.de Harry
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04.06.2005 18:19:09 |
Ob die Masse im Dämmstoff, in der Gipskartonbeplankung oder z.B. in den Möbeln oder dem Fußbodenestrich steckt, ist der Physik egal. Im Idealfall sorgt die Masse für eine Verschiebung der Temperaturamplitude so daß die Raumhöchsttemperatur nachts erreicht wird und Sie mit kalter Nachtluft die Wärme rauslüften können. Die Tageshöchsttemperatur der Außenluft wird (in Deutschland) gegen 14 Uhr erreicht. Es dauer einige Zeit, bis die Wärme von draußen drinnen ankommt. Bei Sonneneinstrahlung durch Fenster fast sofort, sonst je nach Dämmstoff und Wandaufbau mehrere Stunden. Die "Nauturdämmstoffe" zeichnen sich durch hohe Wärmekapazitäten aus. D.h. pro Kubikmeter Dämmstoff kann mehr Wärme gespeichert werden, bevor sich der Dämmstoff um ein Grad Celsius erwärmt. Je stärker sich der Dämmstoff erwärmt, desto größer der Temperaturunterschied zur Raumluft und desto schneller steigt die Raumtemperatur an (vereinfacht betrachtet ohne den Einfluß von Strahlungsklima usw.).
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04.06.2005 18:52:15 |
Ergänzend... http://www.gutex.de/wissen/bauphysik/hitzeschutz/ http://www.pavatex.de/de/kat/uid_kategorien/0000140/id_matchcode/aufsparren_eigenschaft_hitzeschutz/bop/0/print/false/chksum/ec759e2bf53e821f034606b77992e793/beetools.html
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07.06.2005 15:12:02 |
Wenn man unter den Ziegeln genügend Raum hat, so daß die Luft unterhalb der Ziegeln gut von unten nach oben streichen und vor allem oben austreten kann hat man kühle Raume darunter. Umso heißer die Sonne auf das Dach brennt, umso größer ist die Kaminwirkung.
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08.06.2005 15:19:11 |
@Böhlig: Den Nutzen einer "Kaminwirkung unter den Dachziegeln" bezweifle ich. Gegen Strahlung hilft kein Wind. Wärme ist Infrarotstrahlung...
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08.06.2005 15:52:19 |
@ Helga Göring Bist Du die berühmte Filmschauspielerin? @ ManfredK > Da hilft nur eins: Im Sommer nach unten ziehen, in kühlere Gefilde; notfalls in den wohltemperierten Keller, wenn's sich machen lässt. Habe ich Dich richtig verstanden, wenn unten alles belegt ist, also noch ein Geschoss drauf setzen? @ Egon > Wir planen zur Zeit ein Haus und wollen ein Passivhaus in Leichtbauweise mit 40 cm Dämmung bauen. Hab aber keine Lust noch eine Klimaanlage einzubauen. Die Lüftungsanlage kostet uns schon genug. Schwacher Trost: Diejenigen, die sich trotzdem eine Klimaanlage einhauen lassen, machen es auch ohne Lust, nur zwangsweise; steh selber kurz davor. @ HP > Bei einer längeren Hitzeperiode ... Leider wird dann auch noch die Wärme durch die Dämmung im Raum gehalten (Barackenklima).Die einzige Möglichkeit ist , wie bereits erwähnt, über Nacht lüften . Wie ich die Hochsommerperioden der beiden vergangenen Jahre in Erinnerung habe, gab es da nichts zu lüften. @ Kreitmayr > Wärmeeinleitung wird dadurch zeitverzögert, durch Lüften in den Nachtstunden wird die Aufheizung teilweise ausgeglichen. Wie ich die Hochsommerperioden der beiden vergangenen Jahre mit geringster nächtlicher Abkühlung in Erinnerung habe, klappt die Zeitverzögerung auch nicht. Ausserdem, falls vorhanden, betrifft sie auch die nachts genutzten Räume. @ OldBo > die beste Dach- oder Wanddämmung nützt nichts, wenn die riesigen Fensterflächen nicht in den Griff zu bekommen sind. Also Wärmeschutzglas, Außenjalousie, Dachüberstand, Markisen sind an erster Stelle und dann gehts weiter. Aussenrolladen hab ich schon - aber wie geht's dann weiter, OldBo ? @ Böhlig Zeit: > Wenn man unter den Ziegeln genügend Raum hat, so daß die Luft unterhalb der Ziegeln gut von unten nach oben streichen und vor allem oben austreten kann hat man kühle Raume darunter. Umso heißer die Sonne auf das Dach brennt, umso größer ist die Kaminwirkung Bist Du derjenige, der in einem anderen Thread schreibt, dass der Dachboden die kühlste Stelle seines Hauses sei? |
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08.06.2005 15:55:18 |
> Den Nutzen einer "Kaminwirkung unter den Dachziegeln" bezweifle ich. Gegen Strahlung hilft kein Wind. Wärme ist Infrarotstrahlung... Die Zweifel teile ich. Was kann man auf der Strahlungsseite machen? Ist hierfür ACTIS-Folie geeignet, kann man die wetterfest´anbringen? Lässt sich Wärmestrahlung durch Interferenz auslöschen?
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08.06.2005 20:52:12 |
... Lässt sich Wärmestrahlung durch Interferenz auslöschen? Interessanter Gedankengang! Allerdings könnte die notwendige Apparatur mehr Energie verschlingen als eine gewöhnliche Klimaanlage... ;-)
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08.06.2005 21:11:28 |
@HarryT Eine Interferenzlösung für Wärmestrahlung sollte vom Energieaufwand her gesehen um ein Vielfaches effizienter sein, als die klassische Kühlung. Nur leider wird eine solche auf Jahrzehnte hinaus technisch nicht realisierbar sein. Kein einziges System in Sachen Schallinterferenz ist bis heute serienreif, obwohl die Idee schon über 40 Jahre alt ist.
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09.06.2005 10:30:41 |
> Kein einziges System in Sachen Schallinterferenz ist bis heute serienreif, obwohl die Idee schon über 40 Jahre alt ist. M. W. sogar über 65 Jahre (Paul Lueg). M. W. ist es serienreif; aber die völlige Auslöschung funktioniert streng nur an einem Ort im Raum. M. W. liegt die wirtschaftliche Bedeutung vor allem darin, Eigenschwingungen grosser Lüftungskanäle zu vermeiden, also bei sehr niedrigen Frequenzen. Ist mein Wissen falsch?
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09.06.2005 10:31:38 |
Problem dürfte die inkohärenz sein.
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09.06.2005 21:58:14 |
@ thema_DG
Zugegeben , es war auch nachts relativ warm. Allerdings kann ich mich an keine Nacht erinnern , in der es wärmer als am Tag war .
MFG HP
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10.06.2005 17:19:08 |
deckt sichg mit meiner Beobachtung und Angabe.
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