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Elektrische FBH
Verfasser:
Ändi
Zeit: 30.06.2003 20:01:06
0
19846
Habe die Absicht in einen Neubau, Erdgeschoss 120 qm, DG 95 qm, UG 105 qm eine elektrische FBH einzubauen. Von den Investkosten ganz interessant, nur zu den Heizkosten will keiner so klar was sagen.
Wer kann Berechnungsbeispiele oder praktische Erfahrungen zu den Heizkosten nennen.
Lese viel zu den Problemen und Sachaussagen, aber alles Warmwasser.
Warum heizt keiner elektrisch.

Verfasser:
baffm
Zeit: 30.06.2003 23:52:03
0
19847
Hallo Ändi,

du baust vermutlich im Osten, da dort wohl noch eher üblich zu sein scheint, irgendwelche Elektrospeicherheizungen einzubauen.

Also pauschal mit meinen (Bauherren-)Kenntnissen zur elektrischen FBH folgendes:

1. Heizleistung meistens >100 W/m2 - für ein Haus nach heutigem Baustand pauschal gesehen zuviel. Höchstens noch in Bad u. Gäste-WC.

Damit kriegst du prima warmen Fußboden - dies ist aber nix für dauerhaften Aufenthalt.

2. Ich habe nach quick-google kein System gesehen, das unter 60Eur/m2 kostet. Für 200m2 Wohnfläche also knappe 12000 Eur.

3. mit o.g. Heizleistung kriegst du auch Probleme, größere Flächen zusammenhängend ansteuern zu können. Ein 20m2-Raum braucht ja dann gleich 2000W el.Leistung. D.h. da fließen riesige Ströme durch den Leiter- daher sind solche Heizmatten vermutlich auf 8-10m2 beschränkt, da sonst dickere Querschnitte gewählt werden müssten.

Wie eine Mehrzonensteuerung mit el. FBH aufgebaut werden soll ist mir als Nicht-Elektriker dann schleierhaft.


4. Wenn du im Herbst dann deine ganze Wohnung startest, hast du bei 200*100 rund 20kW elektrische Leistung, die über einen längeren Zeitraum vom Netz abgesaugt werden - ich weiß nicht, ob deine EVU so glücklich darüber ist. Bei meinen Forschungen nach elektrischen Betriebsmitteln habe ich irgendwo gelesen, dass man der EVU "Großverbraucher" explizit melden muß und diese sich ein Vetorecht vorbehält - wenn es zuviele Verbraucher werden.

5. In konsequenter Folge auf 4. mußt du dein Warmwasser auch elektrisch erzeugen ---> sieh 4.


So mehr fällt mir um diese Zeit nicht mehr ein.

Baffm



Verfasser:
Dax
Zeit: 01.07.2003 00:36:12
0
19848
"Warum heizt keiner elektrisch"

Ganz einfach: weils viel zu teuer ist und einen Gesamtwirkungsgrad von nur rund 40% hat!

Gerade bei einer FBH kann doch die Brennwerttechnik ihre Vorteile ausspielen (niedrige Systemtemperaturen)

Ich würde nie eine elektrische Heizung einbauen, allein schon wegen den gigantischen elektrischen und magnetischen Wechselfeldern. Und du bisst absolut abhängig vom Strom. Bei einem normalen Heizkessel kann man mit relativ geringem Aufwand auf einen anderen Brennstoff wechseln. (z.b. zusätzlicher Einbau von Festbrennstoffkessel oder Wärmepumpe)

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 01.07.2003 16:38:45
0
19849
Hallo.

Deine Heizkosten lassen sich ganz einfach berechnen: Der Jahresheizwärmebedarf (Architekt fragen) x den Strompreis pro kWh

= extrem Teuer.

(bsp: 120m² x 70kWh/m² a x 0,19 = 1.596 EUR + WarmBrauchwasser)


Davon kann man nur abraten!

Auch die CO-2 -emission ist enorm und wird politisch nicht unbedingt gefördert.

Es gibt genug Alternativen


Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
Hinnerk
Zeit: 01.07.2003 17:03:48
0
19850
Ich habe früher in einem Haus mit Elektro-Fußboden-Speicherheizung gewohnt (9Jahre)
n i e w i e d e r !

das alte Ding ließ sich schlecht steuern, Du hast ständig heiße Füße und dicke Beine.
Eine Fußbodenheizung wirbelt IMMER Staub auf.
Für Allergiker die reine Pest.


Verfasser:
rolf
Zeit: 01.07.2003 19:21:35
0
19851
Hallo Andi

Wie teuer sollten denn Deine Investitionskosten sein?

Rolf

Verfasser:
Michael Drews
Zeit: 02.07.2003 09:24:11
0
19852
Hallo,
laß die Finger vom Stom und bau eine Brennwerttherme mit anständigem Modulationsbereich ein und verleg ne Fußbodenheizung.
Die Kilowattstunde Strom ist ca. 4 mal teurer als Gas. Heizöl wäre bei geschicktem Einkauf noch billiger. Laß Dir nix schönrechnen und rechne selber mal nach.
Gruß Michael

Verfasser:
Harry
Zeit: 02.07.2003 09:41:51
0
19853
Hallo Andi,
gut dass Du fragst. Heizen mit Strom ist ökonomisch und ökologisch unsinnig!!!
Am wirtschaftlichsten wärere ein Brennwerttherme mit Erdgas, gefolgt von Öl.

Grüße
Harry

Verfasser:
Horst
Zeit: 02.07.2003 15:10:32
0
19854
Sorry, aber mit Strom heizen, ist so ziemlich das dümmste, was man damit machen kann. (Oder hast du deine eigene Windkraftanlage ?!)

Heizen mit Wasser und Lüften mit Luft. Ältere Nachtspeicheröfen sind i.d.R auch extreme Asbestfaserschleudern, Entsorgung aufwendig und teuer. In einem Neubau käme ich gar nicht auf die Idee, mit Strom zu heizen. Würde den Kontakt zu den entsprechenden Firmen direkt abbrechen.

Gruss

Horst

Verfasser:
Ändi
Zeit: 05.07.2003 21:34:51
0
19855
Vielen Dank für die Antworten mal vorab.
Bin einiges schlauer geworden, man lernt ja nicht aus!
Mir ist aber nicht klar, wenn DAX schreibt: nur 40 % Wirkungsgrad.
Habe ich da in einer Vorlesung mal was verpennt?
Für eine kurze Erkärung bin ich dankbar.
Melde mich noch mal.
Ändi

Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit: 05.07.2003 22:03:01
0
19856
Hi Ändi,

beim derzeitigen Strommix der BRD benötigst du etwa den 3-fachen Aufwand an Primärenergie für 1kWh Strom. Mit anderen Worten: es ist besser, gleich mit der Primärenergie zu heizen als erst die Kohle in Strom umzuwandeln, dabei Verluste in Kauf zu nehmen, den Strom zu transportieren, schon wieder Verluste, und dann mit dem Strom zu heizen.

Und laß' dir nicht erzählen mit Atomstrom wäre das alles kein Problem...

Viele Grüße,
Stefan Lieser

Verfasser:
Dax
Zeit: 05.07.2003 23:24:58
0
19857
Hallo Ändi,

die 40% sind der Wert, was an Energie bei dir zuhause "an der Steckdose" ankommt, im Vergleich dazu, was z.b. an Kohle oder Gas im Kraftwerk aufgewendet wurde. Die 60% Verlust kommen vor allem durch die sehr verlustbehaftete Umwandung von Wärme in Strom. Deshalb lieber gleich "vor Ort" mit mittels Feuerung Wärme erzeugen, da hast du, einen Wirkungsgrad von 90% oder mehr (jeh nach kessel)
Alternativ bietet sich Fernwärme an (falls Verfügbar) da ist die Wärme im Prinzip Abfallprodukt der Stromerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung)

Verfasser:
Anita
Zeit: 08.08.2003 12:51:03
0
19858
Hallo zusammen,

wir haben eine elektrische Fussbodenheizung.
Diese ist oft verschlammt, so das die Temperatur im Haus nicht gehalten werden kann.
Wir spülen dann die Leitungen und haben dadurch einen ziemlich hohen Wasserverbrauch.
Unser Installateur hat uns vor 2 Jahren für 2 000 Euro einen Elysator eingebaut.
Die Leitungen sind trotzdem verschlammt.
Wer kennt das Poblem und kann mir einen Tipp geben.



Verfasser:
Fuggo
Zeit: 08.08.2003 15:44:01
0
19859
>wir haben eine elektrische Fussbodenheizung.
>Diese ist oft verschlammt.

häää (nurbahnhofversteh), wie setzten sich die Kabel zu ???,
meinst wohl eine Warmwasser- Fußbodenheizung die, über Strom beheizt wird, dann sollten da im Keller irgendwo ein paar große Puffer mit nem grooooooßen Ausdehnungsfefäß stehen, oder hast du noch die alten wo die Monatsproduktion eines Ziegelwerk in Blechkiste eingebaut ist.

>Wir spülen dann die Leitungen und haben dadurch einen ziemlich hohen Wasserverbrauch.

Spülgerät mit Wasser- Luft- Gemische nehmen, ist effektiver oder nur im Sommer spülen und gleichzeitig mit Garten giessen :-).
Das dauernde frische Wasser heizt die Verschlammung erst richtig an, ist nich gut.

>Unser Installateur hat uns vor 2 Jahren für 2 000 Euro einen Elysator >eingebaut.
>Die Leitungen sind trotzdem verschlammt.

Elysator prüfen ob überhaupt funzt
Dimensionierung und Funktion von Ausdehnungsgefäß prüfen
und am besten alles eisenhaltige raus und ne Sytemtrennung rein, das wäre halt mal vor Ort zu prüfen, was da evtl. sinnvoll ist oder nicht.

Dafür ist aber eigentlich dein "Installateur" da, vielleicht mal mit dem drüber unterhalten oder mal nen anderen fragen ob da einer was weis..

Für mehr wären noch ein paar Fakten über die Heizungs- Hardware notwendig.

So long

Fuggo


Verfasser:
Hartmut Rank
Zeit: 20.08.2003 17:16:01
0
19860
Guten Tag Anita,
wir vertreiben elektrische- u.Warmwasserfußbodenheizungen, sowie
den ELYSATOR.Bitte melden Sie sich,wir können ihnen bestimmt helfen !
Freundliche Grüsse
Hartmut Rank

www.rank-waermetechnik.de

Verfasser:
Manuel Rickenbach
Zeit: 20.08.2003 19:23:42
0
19861
Hallo Anita

Hier stimmt wirklich was nicht, wenn Ihre Heizung nach 2 Jahren bereits wieder verschlammt ist. Die ELYSATOR Geräte arbeiten zuverlässig. Aber auch ohne Korrosionsschutzgerät wäre eine Verschlammung innert 2 Jahren aussergewöhnlich. Sie würde sich möglicherweise dadurch begründen lassen, dass entweder das Ausdehnungsgefäss defekt ist, oder dass die Anlage gar nicht sauber gereinigt werden konnte.
Ich gehe davon aus, dass Sie Heizwasserspeicher haben. Darin kann sich eine ganze Menge Schlamm ansammeln und oft lassen sie sich schlecht reinigen, manchmal werden sie auch vergessen. Aber auch wenn Sie ein defektes Expansionsgefäss hätten, würde die Anlage aufgrund des grossen Wasserinhaltes der Speicher täglich einige Liter Luft "atmen", dagegen kommt auch ein ELYSATOR nicht mehr an. Man wir Ihnen bei einer unserer Vertretungen sicher weiterhelfen können, fragen Sie doch einmal bei Herrn Rank, welcher sich in der vorhergehenden Meldung anerboten hat.

Mit freundlichen Grüssen
Manuel Rickenbach

www.elysator.com

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