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Häuser mit Fußbodenheizung und Brennwerttechnik
Verfasser:
Swetlana Mittelstädt
Zeit: 25.07.2003 22:05:33
0
22309
Hallo zusammen,

wir haben eine DHH (Neubau, Niedrigenergiehaus, Brennwerttechnik, 2,5 Geschosse + Keller) gekauft.
Der Fertigstellungstermin ist am 22 August 2003.

Im EG (ca. 49 m²) haben wir uns für eine Fußbodenheizung entschieden (Aufpreis 4.941,69 EUR). Der hohe Preis wurde mit der Notwendigkeit der getrennten Heizungssystemen begründet. Leider haben wir das nicht schriftlich.

Jetzt, nach dem der Estrich schon fertig ist und die Heizkörper im OG und im DG installiert sind, haben wir festgestellt, daß in unserem Haus KEINE SYSTEMTRENNUNG zwischen der Fußbodenheizung und der Radiatorenheizung gemacht wurde. Die Heizkörper sind riesig.

Hier ist die Stellungnahme des Installateurs:

,,gemäß Ihrer Anfrage teilen wir Ihnen mit, dass die Fußbodenheizungen mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 55°C betrieben werden.

In Kombination mit statischen Heizflächen müssen die Heizkörper entsprechend der Vorlauftemperatur ausgelegt werden, entsprechend haben die Heizkörper eine größere Leistungsabgabe und sind von den Abmessungen größer ausgelegt.

Eine 2-te Pumpe für die Heizkörper in Kombination mit Brennwerttechnik ist unwirtschaftlich und nicht erforderlich.“

Wir sind mit der Argumentation nicht einverstanden und meinen, daß es nur für den Installateur wirtschaftlich ist.

Wir benötigen Argumentationshilfen bzw. Informationen für die Kombination:
Brennwerttechnik + Fußbodenheizung + Radiatorenheizung.

Ist es noch möglich für die Fußbodenheizung und die Heizkörper getrennte Kreisläufe zu erstellen?
Wie geht das?

Vielen Dank schon im voraus!

Viele Grüße

Swetlana Mittelstädt


Verfasser:
Eppes
Zeit: 26.07.2003 08:52:12
0
22310
Moin Swetlana,

Der hohe Aufpreis für die FB-Heizung relativiert sich, wenn man berücksichtigt, dass die Installation einer FBH i.d.R. die Dämmung und u.U. die Estricharbeiten mit enthält.

Diese Posten müssten irgendwoanders reduziert wieder auftauchen.

Die max Temperatur der FB-Heizung von 55° ist eine wirtschaftlich vernünftige Grenze. Die Tatsache, dass die HKs im OG bei 55° Vorlauf größer ausfallen als bei z.B. 70° liegt auf der Hand.

Grundsätzlich sind getrennte Heizkreise oder Systemtrennung nicht zwingend erforderlich, allerdings in den meisten Fällen sinnvoll.

Mit Brennwert und Wirtschaftlichkeit im Betrieb hat das allerding wenig bis gar nichts zu tun. Brennwertnutzung kann sich bei vernünftiger Anlagenplanung auch bei 70° Vorlauf einstellen. Gute und neutrale Information zu Grundlagen der Brennwerttechnik gibt es hier: www.brennwert.info.

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, die Anlage umzubauen. Im wesentlichen braucht Ihr dazu ein paar Meter Rohr, 'nen Mischer, 'ne Pumpe, jemanden, der Euch das plant und jemanden, der das einbaut.

Mehr lässt sich ohne genaue Kenntnis des Hauses und der Anlage nicht sagen.

M.E. hat der Installateur aus technischer Sicht nicht wirklich Recht, aber auch nicht wirklich Unrecht.
Den hohen Aufpreis kannst Du mit Sicherheit nochmal kritisch hinterfragen, bei wem auch immer, an dieser Stelle "stinkts" ein bisschen.

Eppes


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