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Unter-Wasser-Lautsprecher
Verfasser:
alfonso
Zeit: 11.06.2006 10:41:02
0
416185
Liebe Mitglieder des Forums,
ich bin in der "heißen Phase" meiner Schwimmbadplanung und habe gerade von Bekannten gehört, das UW-Lautsprecher den Genuß des Schwimmbades sehr erweitern können. Der Schwimmbadbauer bietet mir die Lautsprecher auch an, meint aber, einer würde reichen, da es unter Wassér kein Stereo gibt. Ein Eigenversuch führte für mich zur Erkenntnis, daß man unter Wasser DOCH eine Schallquelle orten kann. Damit wieder zum Schwimmbadbauer, der den Lautsprecherhersteller angerufen und folgendes Ergebnis: Manchmal (?!?!?)kann man unter Wasser Stereo hören. Die Lautsprecher dürfen aber nicht gegenüber liegen, sonst kommt es zu Verzerrungen, sondern nebeneinander!!! Dies widerspricht meinen Erfahrungen und physikalischen Einsichten: daher meine Frage an Euch: gibt es Stereo-Hören unter Wasser, braucht man 2 Lautsprecher und wie ordnet man Sie an? - Danke für Eure Meinungen und Erfahrungsberichte!!

Paul

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 11.06.2006 12:48:15
0
416280
Hallo alfonso,

vom Schnorcheltauchen weiß ich, daß man durchaus alle Richtungen schalltechnisch zuordnen kann, der Schall ist zwar schneller unterwegs aber deswegen sind die Laufzeitunterschiede (Richtungshören) genauso vorhanden.
Aber Stereo ist doch total out. Der Mindersstandard wäre doch 5+1 ;-)

Gruß Ratzeful

Verfasser:
JoRy
Zeit: 11.06.2006 13:08:08
0
416292
Jetzt ist aber Deutschland wieder wer, wenn man
beim Schwimmen unter Wasser ein suround sound system braucht.
Wollt ihr im pool mit Flipper kommunizieren ??

Probleme haben die Leut.

Zur Unterwasserakustik.
Es ist nicht nur der Schall schneller unter Wasser und man kann die Quelle natürlich auch orten wie es ein Sonar macht, aber die Stereo (Ferero) highfi Qualität wird eine erheblich andere.
Wenn ihr im Wohnzimmer ein surround system aufbaut dann
genügt ein Bass subwoofer aktiv, weil die Leistung von niedrigen Frequenzen viel höher ist.
Dafür braucht ihr von den Hochtönern mehrere Quellen weil Hochfrequenzen niederenergetisch sind.

Dem ist aber unter Wasser nicht so.
Deshalb haben die Walgesänge keine Basstöne.
Die fressen zuviel Leistung und sind sehr schlecht zu orten.

Gruß JoRy

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 11.06.2006 14:14:15
0
416327
Hallo JoRy,

OT:
"...Deshalb haben die Walgesänge keine Basstöne.
Die fressen zuviel Leistung und sind sehr schlecht zu orten..."

Na,na, die Bartenwale "singen" bei 15-20 Hz; das sollen keine Basstöne sein?
Nur mit tiefen Frequenzen kann ich die große Entfernungen unter Wasser überbrücken. Die hohen Töne der Zahnwale (Jäger, die den Sound auf kurze Distanzen als präzise Ortungsmethode verwenden) werden viel eher gedämpft. Ja, ja ich weiß, Buckelwale machen auch bis 20kHz...

Gruß Ratzeful

Verfasser:
PET
Zeit: 12.06.2006 11:14:13
0
416602
Hallo Alfonso,
wenn ich mich nicht täusche wird bei einem Unterwasserlautsprecher nur die Wasseroberfläche als Resonanzkörper hergenommen. Bin aber kein Experte.
Ich denke unter Wasser wirst Du kaum etwas hören.

MfG PET

Verfasser:
Marcus H
Zeit: 12.06.2006 15:11:22
0
416759
Hallo Alfonso,

selbstverständlich kann man auch unter Wasser stereo hören. Der Mensch hat nun mal im Normalfall zwei Ohren, auch wenn er ins Schwimmbad steigt. Also wird er auch beim Tauchen stereo hören.
Grundsätzlich ist ein räumliches Orten von Schallquellen auch im Wasser möglich, nur ist es aufgrund der höheren Schallgeschwindigkeit wesentlich schwieriger. Ausserdem hat Wasser natürlich ganz andere akustische Eigenschaften als Luft, dadurch ist auch das Klangbild ein ganz anderes als im Wohnzimmer. Dein Schwimmbadbauer hat also in sofern Recht: Der Einbau eines Stereosystems zur Herstellung eines ausgewogenen Klangbilds im üblichen HiFiCharakter macht keinen Sinn. Andererseits sind Audioverstärker üblicherweise in Stereo aufgebaut, warum also nicht beide Kanäle nutzen. Zwei Lautsrecher (ob in stereo oder mono angeschlossen) erzeugen in den meisten Fällen einen besseren Klang als ein Centralspeaker (ist natürlich auch abhängig von der Beckengrösse.)
Übrigens: gegenüberliegende Lautsprecher beeinflussen sich immer gegenseitig und führen zu Frequenzverfälschungen, nicht nur unter Wasser.

Gruss
Marcus H

Verfasser:
MeinSenf
Zeit: 13.05.2016 15:05:17
0
2375111
Hallo zusammen,

ich habe nach "stereo hören unter wasser" gegoogelt gerade weil mir letztens im Schwimmbad aufgefallen war, dass ich das Geräusch des dort angebrachten Wasserfalls unter Wasser nicht lokalisieren konnte.

Mein Ergebnis ist, dass es nicht wirklich was mit der erhöhten Schallgeschwindigkeit unter Wasser zu tun hat sondern mehr damit, dass unser Gehör auf die Dichte der Luft eingestellt sind. Sind kommen mit der erhöhten dichte von Wasser nicht klar, auch weil es selbst zu 90% aus Wasser besteht. Somit gehen die Schallwellen zum größten Teil einfach durch unser Gehör durch statt es zum Vibrieren anzuregen.

Dass wir überhaupt etwas hören kommt daher dass die Dichte unserer Knochen (in diesem Fall Schädel und Nacken) groß genug ist um vom Wasser angeregt zu werden. Und diese Vibrationen werden dann durch unseren Kopf zum Gehör weitergeleitet. Das nennt sich Knochenschall oder Knochenleitung.

Dadurch verliert aber unser Gehör jegliche Richtungsinformation und man hat das Gefühl der Schall kommt von überall gleichzeitig her oder als wäre die Quelle IN unserm Kopf, je nach dem wie man es in dem Augenblick interpretieren will.

Somit macht Stereo unter Wasser keinen Sinn.

P.S.: dass man sich beim Schnorcheln einbildet man könnte Geräusche lokalisieren ist ebendies, Einbildung. Erst wenn man weis woher das Geräusch kommt fügt man diese Information der Geräusch hinzu. Aber mit geschlossenen Augen hätte man es nie erraten können.

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