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allgemeine Fragen zum Ringgrabenkollektor - Entscheidungshilfe
Verfasser:
Kiri123
Zeit: 24.10.2016 16:25:28
1
2423283
Hallo zusammen,

über meinen anderen Thread bin ich auf den Ringgrabenkollektor gestoßen und wollte ein paar allgemeine Fragen loswerden bevor ich in die Detailplanung gehe (ich habe mir die Support-Threads sowie fast alle verlinkten Seiten durchgelesen. Sollte ich etwas übersehen haben, bitte ich um Entschuldigung).
Hauptsächlich geht es mir um eine Entscheidungsgrundlage bzw. Überzeugungsgrundlage. Dazu habe ich unten meine Hauptgedanken zusammengefasst und bitte um Bestätigung / Verbesserung bzw. Antworten.

Um den verlinkten Thread in zwei Punkten zusammenzufassen:
-Unsere Dämmung ist nicht optimal, HL-Abschätzung ~8kW --> lieber RGK als LWWP
-Wir haben ein großes Grundstück aber der Platz wird erst im Laufe des Rohbaus freigeräumt --> RGK vielleicht erst nachdem die FBH verlegt ist

Vorteile
Größter Vorteil ist sicherlich der finanzielle Vorteil. Ich habe das wie folgt verstanden:
-Wir haben laut Enev einen Jahresprimärenergiebedarf von etwa 15.000 kWh. Bei einer JAZ von 3 (LWWP) bzw. 5 (SWWP mit RGK) komme ich damit auf einen Jahres-Stromverbrauch von 5.000kWh bzw. 3.000 kWh, also einer Differenz von 2.000 kWh. Bei einem angenommenen Strompreis von 20 ct / kWh also auf 400€ Unterschied pro Jahr. Sind hier die angegebenen JAZ realistisch oder sollten beide JAZ-Werte näher zusammenliegen?
-Die Anschaffungskosten der Wärmepumpen (bei Vergleichbarer Qualität) sind in etwa gleich (stimmt das?). Für den RGK kommen etwa 2000€ Kosten (~900€ Rohre, ~ 1000€Bagger) für den Kollektor auf mich zu aber dafür auch 4500€ BaFa-Förderung --> auch zum Zeitpunkt 0 fahre ich also mit dem RGK besser (etwa 2500€).
-Finanziell ein riesiger Vorteil, oder bin ich hier zu optimistisch?

Weiterer Vorteil: Keine unschöne LWWP vor/ neben dem Haus

Nachteile / Einschränkungen
Eigenleistung inklusive Aushub / Erdmengen. Das stelle ich mir ganz schön aufwendig vor.
Findet man einen Heizi der das anschließt? Wie sieht es mit Garantie aus?

Wie flexibel ist man in Zukunft mit der Bebauung auf dem Graben:
-Wege
-Gartenhaus
-Überdachtes Holzlager
-Pferde-Stall
-Ackerbau
-Bäume / Hecken

Ich habe gelesen, dass man das Wasser an Ort und Stelle versickern lassen muss, also keine Betonplatten gießen darf. Was würde dann passieren, wenn man eine kleine Teilfläche (2m*2m) trotzdem zubetoniert? Würde das nur die Sole-Temperatur beeinträchtigen oder würde das andere Schäden nach sich ziehen?

Optik: Partielle Vereisungen im Winter?

Risiken
Unschöne Hebungen des Bodens? Passiert so was? Oder was passiert, wenn sich der Boden unter der Terrasse hebt, weil da ein Verbindungsrohr verläuft.
Lecks der Rohre?
Keine Langzeiterfahrung.
Was kann im Worst-Case passieren und was macht man dann? Ich habe gelesen, dass es nicht dramatisch wäre, wenn einer der 3 Kreise ausfallen würde, da man immernoch gleich viel Erdreich benutzen würde. Was wäre aber, wenn das ganze System irgendwie kollabiert (Zum Beispiel, weil aus irgendeinem Grund die Rohre alle komplett verstopft sind) --> Kann man die Wärmepumpe dann irgendwie zu einer split-LWWP umbauen oder muss man sonst nachträglich im Garten eine Sondenbohrung machen? (ich weiß, sehr theoretische Frage)

Vielen Dank. Kiri

Verfasser:
molly78
Zeit: 24.10.2016 18:03:53
2
2423311
Ganz schön viele Probleme siehst Du da ;-)

schon hier gelesen: https://www.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/index.php?button=grabenkollektor und mal durchgeplant.

Dein Jahresenergiebedarf kannst Du nicht aus dem ENEV Nachweis ablesen.

Durch die großzügige Auslegung sind Hebungen in der Regel nicht da. Überbauung - habe auch ein 4x4m Gartenhaus in einer Kollektorecke und habe keine Verschlechterung der Soletemperatur festgestellt, aber Du kannst ihn ja so flexibel führen das Überbauungen nicht die Regel werden.

Langzeiterfahrung: Flächenkollektoren mit viel schlechteren Auslegungen gibt es schon sehr lange. Die Grabenkollektoren hier laufen teilweise auch schon länger 5 Jahre ohne Problem.

Das PE Rohr ist sehr beständig, was soll im geschlossenen System verstopfen?

Heizi Übergabepunkt für den Heizi ist der Soleverteiler, da muss er nur zwei Anschlüsse anbringen.

In Ö sind die HB schon weiter http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/186030/Ringgrabenkollektor-Zukunft-der-Erdwaerme?page=4


Aushub ja sollte man nicht unterschätzen. Aber durch abschnittsweisen Aushub und Verlegung im Griff zu behalten.

Verfasser:
Kiri123
Zeit: 27.10.2016 09:41:04
0
2424415
Vielen Dank für deine Antwort.

Zitat von molly78 Beitrag anzeigen

Dein Jahresenergiebedarf kannst Du nicht aus dem ENEV Nachweis ablesen.



In meinen ENEV-Unterlagen steht ein Jahres-Heizwärmebedarf von 14.600 kWh. Da ich hier an anderer Stelle schon von etwa 10.000kWh pro Jahr gehört habe und da unser Haus groß ist und nicht perfekt gedämmt, fand ich 15.000kWh eine vernünftige Annahme. Bitte korrigiert mich, falls das nicht sinnvoll ist.

Kann jemand unter dieser Annahme (falls sinnvoll) noch etwaszu meiner finanziellen Betrachtung sagen? Sind die JAZ halbwegs sinnvoll und die Betrachtung der anfänglichen Investitionskosten? Dann wäre der RGK ja tatsächlich unschlagbar.

Für weitere Antworten zu meinen anderen Punkten wäre ich natürlich auch sehr dankbar.

Vielen Dank. Kiri

Verfasser:
Django 01
Zeit: 27.10.2016 12:57:07
0
2424486
Hallo Kiri,

Wie groß soll das Gartenhaus werden 3x3m oder 5x8m ?

Wenn dein Grundstück so groß ist, daß man da Pferdestall Gartenhaus Holzlager (Wofür bei einer WP?)
Bäume, Hecken und Ackerbau betreiben kann dann kannst Du dir das Slinkyverlegen doch sparen und du machst einfach einen 1.8-2m breiten Graben 300m lang und legst die Rohre hinein. dan dürfte deine Heizlast gedeckt sein und du kannst überbauen.


Django

Verfasser:
Kiri123
Zeit: 27.10.2016 13:46:19
0
2424513
Ne, so groß ist das Grundstück nicht. Am Ende wird es wohl ein Schuppen mit vielleicht 3*5 Meter...
Die Frage ist halt, was passiert, wenn wir den über den Kollektor bauen. Da wir das jetzt aber noch nicht im Detail planen, möchte ich das gerne im Vorhinein wissen um die Flexibilität zu behalten. Deswegen frage ich mich, was dann passiert :
- Heizung geht kaputt /funktioniert nicht mehr
- Heizung wird weniger effizient
- Bodenplatte Schuppen geht kaputt
- nichts

Kiri

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 27.10.2016 15:58:01
0
2424564
kiri.
Kein verantwortlicher Installatur wird zulassen, dass unter bebauten Flächen Kollektoren verlegt werden. Sie beziehen sich dann auf die techn. Votschriften der jeweiligen Hersteller (schau Dir mal die Systembeschreibungen der Firmen an)
Es ist doch logisch: der Haupteintrag der Energie erfolgt von OBEN!
Es gibt wegen laienhafter Kollektorplanung eine Menge an Objekten, bei denen in der Heizperiode der Garten 'hochgeht'
Und wenn Du Direktverdampferkollektoren nimmst hast Du weniger Platzbedarf, so daß ggf. die verfügbare Fläche ausreicht (mit den derzeitigen Angaben kann man aber dazu nix sagen)
Kurt

Verfasser:
Hopfensack
Zeit: 28.10.2016 19:29:25
0
2425106
Hey Kiri,

schau mal hier rein, der Kollege war sich auch unsicher, vielleicht hilft es.

Grabenbauprojekt

Zum Thema kosten steht da auch was.

Der RGK ist ja eine abgewandelte Form des bereits zu tausenden ausgeführten Flächenkollektor, mit all seinen Vor- und Nachteilen.

Die Kosten für den RGK kann man sich schon zum Anfang zusammen rechnen. Die einzige unbekannte Größe sind die Baggerarbeiten. Diese können je nach Boden und Baggerfahrer variieren.

Verfasser:
molly78
Zeit: 29.10.2016 15:43:08
0
2425312
Male doch mal dein Grundstück mit geplanter Bebauung hier trenchplaner und stell den Link hier ein. Dann habe Du und alle anderen eine bessere Vorstellung.

Verfasser:
Kiri123
Zeit: 31.10.2016 15:08:37
0
2426146
Ich habe hier mal ein bisschen mit dem Grabentool rumgespielt. Ich denke schon, dass es also klappen könnte.
Der HWR befindet sich dort, wo Graben C auf das Haus treffen würde, wenn man ihn durch die Terrase verlängern würde.

Links vom Haus ist noch ein 2 Meter breiter Weg geplant und vor dem Haus ein Stellplatz etc...
Wir bauen mit den Nachbarn gemeinsam. Eine lösung für beide Häuser gemeinsam wird also angestrebt...

Liebe Grüße. Kiri

Verfasser:
molly78
Zeit: 03.11.2016 08:33:34
0
2427298
Bist Du sicher das Du so tief willst?
Dann bitte die Sicherheitshinweise bezüglich Abböschung beachten.
Grenzabstände noch beachten (Normalerweise 1m).
Ansonsten siehts doch schonmal passend aus. Es wird eine Menge Aushub anfallen. Also am besten mal hier schauen:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2426578

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 03.11.2016 08:46:02
1
2427305
Zitat von DV-Gergen Beitrag anzeigen
kiri.
Kein verantwortlicher Installatur wird zulassen, dass unter bebauten Flächen Kollektoren verlegt werden. Sie beziehen sich dann auf die techn. Votschriften der jeweiligen Hersteller (schau Dir mal die Systembeschreibungen der Firmen an)
Es ist doch logisch: der Haupteintrag der[...]


Kein Installateur wird eine Murkshydraulik bauen... darauf passen die Hersteller schon auf.... Ha ha ha

Zitat:

Deswegen frage ich mich, was dann passiert :
- Heizung geht kaputt /funktioniert nicht mehr
- Heizung wird weniger effizient
- Bodenplatte Schuppen geht kaputt
- nichts


Auf welches Ende soll denn die Hütte ??

Wenn du das Regenwasser wieder seitlich versickern läßt und es nicht gerade das Anfangsstück mit den kältesten Temperaturen ist, sollte nichts passieren

Verfasser:
molly78
Zeit: 04.11.2016 09:30:42
0
2427680
Zeichne doch mal noch den Schuppen ein und plane den Kollektor drumherum.

BTW. habe auf meinem auch ein 4x4m Gartenhaus stehen. Allerdings nur Punktfundamente auf denen das Holz aufliegt. Regenwasser leite ich einfach darunter.

Verfasser:
crink
Zeit: 07.11.2016 10:31:35
0
2428905
Moin,

der Verlauf des Grabens könnte so aussehen: Vorschlag 2. Fast genau Vorschlag 1 entsprechend, allerdings mit genügend Abstand zur Grundstückgsgrenze und zur Terrasse und weniger tief.

Sicher mit den -10 Grad Norm-AT? Die angegebenen Koordinaten lassen eher auf -14 Grad schließen. Die angenommene Heizlast von 8 kW, wie wurde die abgeschätzt? Liegt als Boden wirklich Ton/Schluff vor?

In diesem Fall mit Realisierung des Grabens nach dem Hausbau könnte auch die senkrechte Variante sinnvoll sein, da dann weniger Aushubvolumen anfällt. Ist etwas fummliger und der Boden muss standhaft sein, dann wäre das auch möglich: Vorschlag 3.

Viele Grüße
crink

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