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Ringgrabenkollektor für Passivhaus - passt das so?
Verfasser:
sonne25
Zeit: 09.03.2014 13:42:21
0
2054030
Hallo zusammen,

ich baue in Kürze ein Passivhaus in Massivbauweise und habe dank des Forums hier die Haustechnik bereits im Wesentlich konzipiert.

Was noch fehlt ist die genaue Auslegung des Ringgrabenkollektor. Zahlreiche Threads und die FAQ habe ich gelesen, mit dem Grabentool schon sehr viel gerechnet. Ein paar Fragen sind aber noch offen.

Aber erstmal die Fakten:

- 260 m² Energiebezugsfläche (einschl. KG)
- Massivbauweise mit 17,5er KS + WDVS
- 4 Personen
- Fußbodenheizung in allen wesentlichen Räumen
- kleiner Kaminofen im Wohnzimmer (nur als Zusatzheizung)
- KWL mit L-EWT
- Photovoltaik auf Süddachhälfte (35° Dachneigung)
- ca. 800 m² Grundstück in leichter Hanglage
- Wärmepumpe (Stiebel Eltron WPC 04-13 mit WW-Speicher)

Der Boden ist lt. Baugrundgutachten in der relevanten Tiefe "Mittel- bis Grobsand, schluffig bis stark schluffig" mit wasserführenden Schichten, wobei hier schon mein erstes Problem liegt, nämlich das der Zuordnung im Grabentool.


Hier erstmal die Eingangsdaten der Berechnung (Kaminofen als Zusatzheizung nicht berücksichtigt):



Als Grabenquerschnitt habe ich 2,00m Breite x 1,80 m Tiefe vorgewählt. In Abhängigkeit der Bodenart komme ich auf folgende Ergebnisse:



Und nun noch zum Lageplan:



Ich würde gern den kompletten Kollektor auf der Südseite des Grundstücks unterbringen. Hier bin ich durch die Medienleitungen, die Terrasse, die Zufahrt und die Grundstücksgrenze begrenzt. Mit 1 m Sicherheitsabstand außer zur Zufahrt würde ich 32 m Grabenlänge unterbringen. Je nach gewählte Bodenart im Grabentool müsste das gerade so reichen. Ein leicht ungutes Gefühl bleibt aber, weshalb ich hier gern nochmal um Antwort auf die folgenden Fragen bitten möchte:

1. Welche Bodenart des Grabentool kommt meinem Baugrundgutachten am nächsten?
2. Habt ihr Einwände gegen Größe und Verlauf des Kollektors oder bessere Vorschläge?
3. Ich würde gern mit 1x300 PE-Rohr auskommen und auf Verteiler + doppelte Hauseinführung verzichten. Von der Heizlast her müsste es ja passen. Warum empfiehlt das Grabentool je nach WP mal einen und mal zwei Kreise?

Das war's erstmal. Vorab vielen Dank für die Hilfe!

Grüße, sonne

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 09.03.2014 14:07:39
0
2054042
Hallo sonne25,

der Boden ist durch den Schluffanteil besser als Sandboden, also mindestens lehmiger Sand. Je höher der Schluffanteil desto besser, aber wieviel das hier genau ist kann ich natürlich nicht sagen. Wenn der Boden stark schluffig und zudem feucht ist hat er die Qualität von Lehm.

Die WPC 04 hat 4,77 kW. Da sind 1x300m hydraulisch zu knapp, 1 Kreis geht bis 4 kW. Du brauchst 2x300, alternativ einen Kreis mit 40er Rohr. Funktionieren würde die WP schon mit nur einem Kreis, allerdings mit recht hoher Spreizung. Und du verlierst zusätzlich Soletemperatur, schätzungsweise 1°. Bei einer knappen Auslegung nicht gut.

Grabenlänge ist schon etwas auf der knappen Seite. Du mußt ja noch Abminderungen machen für Gräben, die dicht beieinander liegen. Hier sind die Abstände sehr gering, schätze mal daß die Leistung um 20% gemindert ist. Du hast also nur das Äquivalent von 26m. Egal welchen Boden ich nehme ist das jeweils im unteren erlaubten Bereich. Eigentlich schade, es wäre bei dir sehr einfach, deutlich aufzubessern. Du machst ja sowieso Anbindungsgräben einerseits zur WP, andererseits zum Luft-EWT. In diesen könntest du das Solerohr gerade verlegen und dann auf der anderen Fläche noch mehr Graben anlegen. Du buddelst dort doch sowieso wegen EWT, da kommt es auf 2-3 Baggerstunden sicher nicht an. Man könnte den jetzt eingezeichneten Graben schmaler und weniger tief machen, sagen wir 1,50m x 1,50m. Bei 50-60m hast du eine sehr viel komfortablere Auslegung.

Grabentool empfiehlt mal einen, mal zwei Kreise? Muß ich mir anschauen, wäre ein Fehler. Die Anzahl der Kreise richtet sich nach der Leistung der WP, nicht nach der Heizlast.

Grüße
Frank

Verfasser:
sonne25
Zeit: 09.03.2014 21:17:01
0
2054218
Hallo Frank,

danke für die Antwort!

Erstmal zum Boden:

Kann es sein, dass im Tool "lehmiger Sand" und "sandiger Lehm" vertauscht sind?
In meiner Ergebnisliste müsste doch nach meinem Verständnis lehmiger Sand näher am Sand und sandiger Lehm näher am Lehm sein?

Wenn es hingegen so stimmt, bin ich ja mit lehmigen Sand fast auf dem Niveau von Lehm und bräuchte nur 30 m.

Zu den Kreisen:

Ein Fehler ist da nicht im Tool, mich hatte irritiert dass bei den stärkeren WP 2 Kreise empfohlen werden und bei den schwächeren eine.
Die dem Boden entzogene Wärmemenge ist ja die gleiche. Aber wenn es von der WP-Leistung abhängt dann sind wir natürlich zwingend bei 2 Kreisen.

Und zur Lage des Kollektors:

Mein Tiefbauer gräbt ohnehin das halbe Grundstück um, ich bin da auf keinen Verlauf festgelegt. Nur im Süden ist halt nicht mehr viel Luft. Unter der Zufahrt wäre Platz, die wird maximal gepflastert und bleibt damit wasserdurchlässig.
Wenn ich sowieso zwei Kreise benötige, kann ich natürlich auch den zweiten hinters Haus legen. Da ist natürlich mehr Schatten und der L-EWT.

So hier müsste dann doch passen?



Den Tiefbauer bezahle ich nach Aushub, preislich nimmt sich das also fast nichts. Das wären 60m, während das Tool nur 48 m ausspuckt.
Von der Tiefe her möchte ich lieber auf 1,60m gehen, um die Bepflanzung möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Verfasser:
kub0815
Zeit: 09.03.2014 21:43:10
0
2054231
Warum legst du den Kollektor nicht einfach in die Baugrube? Da kommen doch bei dir bestimmt 40m zusammen. Das Tool vom Frank ist für Passivhäuser überdimensioniert da viel weniger entzug vorhanden ist. Deine WP läuft im Winter so <1000h für die Heizung das Grabentool geht von über 1800h aus.

Darf ich mal fragen was bei dir 1m³ Erdbewegung kostet?

Viele Grüsse
Jürgen

Verfasser:
sonne25
Zeit: 09.03.2014 22:29:27
0
2054255
Hmm, ich muss zugeben die Idee klingt interessant. Der Gebäudeumfang ist 44m, Keller ist mit 30 cm XPS gedämmt. Könnte theoretisch funktionieren, auch wenn der Entzug hier nur auf einer Seite des "Grabens" erfolgen kann.

Aber hat das denn schonmal einer gemacht? Bin zwar durchaus aufgeschlossenen gegenüber einem Grabenkollektor, aber der erste mit einer noch unkonventionelleren Variante möchte ich dann doch nicht sein. :D

Die Erdarbeiten für den Kollektor hab ich zusammen mit dem Tiefbau ausgeschrieben und zahle 16 €/m³ für Aus- und Wiedereinbau. Das ist jetzt kein Superschnäppchen, aber im Gesamtpaket war der Tiefbauer trotzdem der beste. Ich denke das Kollektorrohr bekomme ich dort auch sehr günstig, hab's leider verpennt das mit auszuschreiben. Den Hekatherm EWT bekomme ich z. B. bei ihm jedenfalls günstiger als woanders KG-Rohr.

Verfasser:
crink
Zeit: 09.03.2014 22:29:47
0
2054256
Beide Kreise in einen Graben. Und bei Deinem prozentual hohen WW-Anteil lohnt es sich auf das ganze Jahr gerechnet, wenn der Graben nicht zu tief ist. Die von Frank vorgeschlagenen 1,50 m klingen gut.

Viele Grüße,
crink

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 09.03.2014 23:01:02
0
2054263
Baugrube nutzen kannst du machen, würde das aber zusätzlich noch ergänzen durch Graben in der Fläche.
So ganz experimentell ist das nicht, gibt Untersuchungen dazu: Link
Hab das auch letztlich ein paarmal vorgeschlagen. Nur die Baugrube als alleinige Wärmequelle würde ich in einem Passivhaus machen, wenn das KG nicht beheizt ist. Da dies hier aber der Fall ist sollte man erweitern, um frostfreien Betrieb zu erreichen.

Man legt immer beide Kreise über die ganze Grabenlänge aus Redundanzgründen - falls ein Kreis ausfallen sollte wird immer noch die ganze Grabenlänge ausgenutzt.

Im PH ist flachere Verlegung auch energetisch besser als tiefere Gräben, weil Warmwasser einen hohen Anteil am Wärmebedarf hat.

Wenn dir der Solekollektor in der Baugrube Sorgen macht leg doch alternativ den gesamten Luft-EWT in die Baugrube.

Um die Pflanzen mach dir keine Sorgen, denen passiert nichts, wenn der Graben gut ausgelegt ist.

Die Böden sind nicht vertauscht, es gibt aber unterschiedliche Mindestanforderungen bei der Soletemperatur. Sandboden ist absolut unempfindlich gegen Bodenhebungen, darf deshalb auf -3° ausgelegt werden. Ton am anderen Ende der Skala ist dagegen sehr gefährdet, darf deshalb nur bis -1° ausgelegt werden. Deshalb kann ein schlechterer Boden durchaus mit gleicher oder gar kürzerer Grabenlänge auskommen - um den Preis tieferer Soletemperaturen.

Grüße
Frank

Verfasser:
sonne25
Zeit: 10.03.2014 12:11:33
0
2054405
Hallo zusammen,

danke für die Antworten!

Habe noch etwas nachgedankt und bei der Gelegenheit die L-EWT durch einen S-EWT ersetzt. Klick

Diesen würde ich in der Baugrube 2x um's Haus wickeln und dafür den L-EWT sparen. Der Technikraum wandert in die linke obere Gebäudeecke.

Damit bliebe im nördlichen Grundstücksbereich Platz für einen längeren Graben. Das mit der niedrigeren Tiefe leuchtet mir ein.

Leider reicht es trotzdem gerade so wieder nicht, ich komme auf 40 m, und das Tool verlangt 42m... Bei geringer Breite und Tiefe noch mehr.

:-(

Also doch zwei getrennte Gräben?


Verfasser:
fdl1409
Zeit: 10.03.2014 12:30:30
0
2054419
Nein, das haut schon hin. Minimal reichen 32m, schön wenn es besser wird. Würde den Graben 2m lang und 1,40-1,50m tief machen. Von der Länge kannst du da oben aber noch mehr unterbringen. Jeweils etwas dichter an die Grenze, bis auf 1m und auch etwas dichter zum Haus. Ganz links, wo gerade verlegt ist, kannst du den Graben auch noch auf einigen Metern Länge breiter ausbauen. 50m sind möglich. Dann kratzt du nur noch leicht an der Frostgrenze.

Geht noch besser. Verlege doch 3 Kreise, zwei im Graben wie skizziert, einen in der Baugrube. Den machst du hydraulisch gleich, also auch 300m 32er Rohr. Nimm einen Kreis im Graben als Sole-EWT, den zweiten im Graben und den in der Baugrube für die WP. Man kann das nachträglich jederzeit ändern, wenn gewünscht. Geht auch umschaltbar mit ein paar Kugelhähnen. Man könnte dann im Sommer für die Kühlung den Sole-EWT auf den tieferen Baugrubenkreis legen.

So hättest du 80-90m Grabenlänge für die WP, und der Kreis in der Baugrube liegt tiefer. So bekommst du eine frostfreie Wärmequelle.

Grüße
Frank

Verfasser:
sonne25
Zeit: 10.03.2014 14:56:12
0
2054467
Hi Frank,

danke für die Hinweise.

Hab's nochmal überarbeitet und nun 44m untergebracht, während das Tool mit "lehmigem Sand" 35m fordert. Bin allerdings auf 1,60m gegangen, mit 1,40m will das Tool gleich 42m und wir hätten wieder keine Reserve.

Den Bereich links wollte ich freihalten, weil das evtl. mal noch eine Garage hinsoll. Hab's jetzt eingezeichnet.



So müsste es doch passen? Oder doch lieber einen 2. Graben auf der Südseite, ggf. flacher angeordnet?

Den Kollektor für den EWT 3x um das Haus wickeln oder auch in Slinkies?

Danke und viele Grüße, Sonne

Verfasser:
kub0815
Zeit: 10.03.2014 18:11:17
0
2054543
Hi,
brauchst du überhaupt eine Erdwärmetauscher? Ich habe die gleichen gerätschaften geplant Paul Novus 300 und WPC 04 cool.

Ich habe mir allerdings diesen recht teueren defroster gesparrt kostet ca. 2000 Euro da ich mir einen WT mit Fecuhterückgewinnung kaufe den kann man bis -7 Grad ohen defroster fahren.

Wenn das nicht reicht Scahu mal in diese Datenblatt von Paul hier wird der energiebedarf von einem Elektrodefroster für einen Normalen WT der bis 2 Grad geht mit 30 bis 50 Euro genannt.

http://paul-lueftung.de/fileadmin/files/PDF/Produktunterlagen/Systemkomponenten/Defrosterelemente/2_TD_iso-Defrosterheizung-2_120326.pdf

Ich habe ihn dann mal einfach weggelassen....denke dein kurzer EWT könnte je nach Norm AT reichen.

Viele Grüss
Jürgen

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 11.03.2014 06:48:29
0
2054731
Hallo Sonne,

kann man so oder so machen. Würde den dritten Kreis ebenfalls slinky an die Böschung der Baugrube legen. Auf der linken Seite unter gepflasterten Flächen legt man die Schleifen etwas weiter auseinander, um den Entzugs dort zu reduzieren. Wobei das wahrscheinlich nicht notwendig ist.

Würde 3 gleiche 300m Kreise verlegen, 2 in den Graben, einen in die Baugrube. Die kommen zusammen im Heizungskeller an. Bei zwei von den Kreisen würde ich kurz vor dem Sammler ein T-Stück einbauen und eine Leitung seitlich abgehen lassen. Die beiden treffen sich wieder in einem Zweifachsammler für den Soledefroster. So kann man jeweils in Sekundenschnelle umschalten und den Defroster entweder über Baugrube oder über Graben laufen lassen.

Optimale Soletemperatur für die WP kriegt man, wenn je ein Kreis über Graben und Grube läuft, man bleibt über dem Gefrierpunkt - super Arbeitszahlen.

Der dritte Kreis ist natürlich wirtschaftlich grenzwertig. Man könnte auch einfach etwas Sole abzweigen vor der WP, wenn nur 2 Kreise verlegt sind. Hier wird ja nur sehr wenig Leistung benötigt für die Luftvorwärmung, das können die beiden WP-Kreise nebenbei mit erledigen. Das würde 500 Euro sparen für den dritten Kreis. Hydraulisch passt das auch, weil die beiden WP-Kreise für eine WP von 6-8 kW ausreichen.

Grüße
Frank

Verfasser:
sonne25
Zeit: 11.03.2014 22:23:00
0
2055067
@Jürgen:

Was kostet denn der Defroster? Der Strom schockt mich jetzt nicht, aber so ganz billig wird der ja auch nicht sein?

Den Helios S-EWT bekomme ich für 1800 €, und da ist alles dabei einschl. 100m Rohr. Das gibt's praktisch gratis, daher überlege ich ob sich der 3. Kreis mit 300m noch lohnt, und ob die Pumpe des S-EWT 300m statt 100m schafft.
Verlegeaufwand ist ja praktisch 0. Der L-EWT hätte mich übrigens 1300 € gekostet. Die Kühlung im Sommer hätte ich halt auch gern, von daher mag ich nicht ganz drauf verzichten.

@Frank:

Danke nochmal für die Tipps. Hab trotzdem noch etwas rumgespielt und nun noch diese Variante entwickelt:



Gleichte Tiefe, etwas schmaler, dafür ein ganzer Graben mehr. Sicher sind das keine effektiven 60m, mein Gefühl sagt mir aber trotzdem, dass die zur Verfügung stehende Fläche damit noch besser genutzt würde und ausreichend Reserve gegenüber den vom Tool geforderten 44m bleiben. Erdaushub ist etwa gleich. Was sagst du?

Viele Grüße, Sonne

Verfasser:
kub0815
Zeit: 12.03.2014 10:23:40
0
2055197
Zitat von sonne25 Beitrag anzeigen
Was kostet denn der Defroster? Der Strom schockt mich jetzt nicht, aber so ganz billig wird der ja auch nicht sein?

Den Helios S-EWT bekomme ich für 1800 €, und da ist alles dabei einschl. 100m Rohr. Das gibt's praktisch gratis, daher überlege ich ob sich der 3. Kreis mit 300m noch lohnt, und ob die Pumpe des S-EWT 300m statt 100m schafft.
Verlegeaufwand ist ja praktisch 0. Der L-EWT hätte mich übrigens 1300 € gekostet. Die Kühlung im Sommer hätte ich halt auch gern, von daher mag ich nicht ganz drauf verzichten.


Hi,
der Defroster kostet je nach Ausfühung 300 bis 600 Euro ich lasse diesen erst mal weg. Und nehme gleich einen WT mit Feuchterückgewinnung (Norm AT -10)

Von der Kühlung solltest du dir nicht zuviel versprechen. Wenn dir daran gelegen ist nimm die WPC 04 cool und ein FEK Bedinmodul (Taupunktüberwachung) dann kannst du passiv kühlen.

Bei diesen Kosten würde ich den L-EWT nehmen weil der keinen Strom braucht....vielleicht kann man den noch Kostenmässig optimieren indem du ihn auch für -7 Grad für die Version mit Fechterückgewinnung optimierst.

Viele Grüsse
Jürgen

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 13.03.2014 07:11:33
0
2055540
Hallo Sonne,

bei dieser Grabenführung mußt du bei z.B. 2m Abstand von Grabenwand zu Grabenwand 20% abziehen von der Leistung. Gewinnst also nicht so viel Leistung wie Länge. Einfacher wäre es vermutlich, den Graben wie gehabt zu machen, aber mit größerer Breite von 2,50m bis 3m.

Ein Rohr zusätzlich in der Baugrube wäre energetisch perfekt. Kostet nur 500 Euro extra. Würde ich auf jeden Fall machen. Schätze daß man damit im Jahresmittel 2° Soletemperatur gewinnt, was den Primärenergiebedarf des Hauses noch mal um 5% senkt. Das tiefe Rohr ist auch günstig für die Kühlung im Sommer.

Grüße
Frank

Verfasser:
sonne25
Zeit: 18.03.2014 21:47:12
0
2057865
Hi Jürgen und Frank,

vom Luft-EWT bin ich weg, weil ich den Sole-EWT technisch für die elegantere Lösung halte. Keine Hygieneprobleme, kein Verlegeaufwand, kein Platzbedarf im Grundstück. Ist aber nur meine persönliche Ansicht unter diesen Randbedingungen ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Ich denke energetisch nehmen die sich nichts - der S-EWT kostet Strom für die Pumpe, die jedoch in Frühjahr und Herbst auch aus bleiben kann, der L-EWT kostet das ganze Jahr etwas mehr Strom durch den Druckverlust.
Das mit der Feuchterückgewinnung überlege ich mir noch, lässt sich bei Paul aber auch nachrüsten.

Was den Graben angeht, bin ich inzwischen auch selbst zu der Überzeugung gelangt, dass die letzte Variante mit dem schmalen Graben kaum umsetzbar ist - irgendwo muss der Bagger ja noch fahren.

Hab daher den breiten Graben wie von Jürgen vorgeschlagen noch ein Stück breiter (2,20m) gemacht und komme nun auf 46m Länge gegenüber geforderten 32m lt. Grabentool. Mehr als 2,20m Breite bringt zumindest nach dem im Grabentool hinterlegtem Rechenmodell fast nichts mehr, weil sich die erforderliche Länge dann kaum noch verkürzt.

Die jetzige Länge mit 2,2m Breite entspricht 40% Reserve, ich denke mal so kann es bleiben:



Soweit ich hier gelesen habe sollten ein kleines Gartenhaus und kleine Obstbäume/Sträucher ja kein Problem darstellen.


Frank, nochmal zu dem Solerohr in der Baugrube:

Mit Baugrube meinst du doch so wie eingezeichnet den Böschungsbereich neben den Kellerwänden, der wieder verfüllt wird, oder?

Rein kommt das PE-Rohr auf jeden Fall, die Frage ist lediglich ob ich die 100 m nehme, die diesem Set quasi gratis beiliegen, oder ob ich einen 300m-Kreis wie beim Erdkollektor verwende. Den bekomme ich sicher günstig über meinen Tiefbauer (Anfrage läuft).

Meinst du, das Hydraulikmodul schafft problemlos einen 300m-Kreis statt der originalen 100m?
Außerdem liegen noch Trinkwasserleitung und Abwasserkanäle neben den Kellerwänden, die sollten nicht vereisen... Hab da noch etwas Bedenken... Wenn ich die 3 Kreise zusammenschalte, wird ja 1/3 des Entzugs aus diesem Bereich geholt.

Vielleicht könntest du kurz dazu noch was schreiben.

Vorab vielen Dank und viele Grüße,
Sonne

Verfasser:
kub0815
Zeit: 18.03.2014 22:26:36
0
2057879
Hi,
Hast du den platz um den Aushub zwischen zu lagern oder ist schon alles rings um dich verbaut? 160m3 sind eine ganze Menge.

Du hast ein passivhaus du brauchst eigentlich keinen so ueppig dimensionierten Graben. Du koenntest bestimmt die graesse noch reduzieren ohne grosse einbusen. Am besten du fragst mal den Bagger Fahrer was geht.

VG
Jürgen

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 18.03.2014 23:26:07
0
2057905
Hallo Sonne,

kannst für den Sole-EWT auch einen 300m Kreis nehmen. Für die Pumpe ist das kein Problem. Die Spreizung wird etwas größer sein, dafür ist aber auch die Soletemperatur höher durch den größeren Tauscher.

Ja, man will kein Eis haben in der Baugrube. Deshalb legt man so aus, daß die beiden Kreise auf der Fläche allein ausreichen. Man kann also, falls die Temperatur in der Baugrube zu sehr fällt, jederzeit abschalten. Der dritte Kreis stellt aber eine erhebliche Leistungssteigerung dar, da wird nichts passieren. Gib mal im Grabentool 90m Länge ein, dann siehst du was passiert - minimale Soletemperatur im Plusbereich.
Der Baugrubenkreis ist wegen der größeren Tiefe auch sehr günstig für die Kühlung im Sommer, wobei indirekte Kühlung durch die Wärmepumpe unvergleichlich mehr bringt als die durch die KWL.

Würde das alles so schalten, daß man für den Sole-EWT alternativ einen Flächenkreis oder den in der Baugrube schalten kann. Die Beanspruchung durch den Sole-EWT ist viel geringer als durch die Wärmepumpe. Also 3 Kreise auf einen gemeinsamen Sammler vor der Wärmepumpe. Vor dem Eingang in den Sammler baut man in den Baugrubenkreis und einen der Flächenkreise ein T-Stück ein, von dem aus seitlich ein Abgang Richtung KWL abgeht. So hat man maximale Flexibilität.

Grüße
Frank

Verfasser:
sonne25
Zeit: 12.11.2014 11:08:18
0
2142921
Hallo zusammen,

ich muss den Thread nochmal hochholen.

Inzwischen steht der Rohbau. Der Grabenkollektor leider noch nicht, weil noch keine Baufreiheit herrscht, aber das ist ein anderes Thema.

Meine Frage ist, wie hoch bei einem Grabenkollektor in Eigenleistung der Aufwand für den Anschluss der WP an den vorhandenen Soleverteiler und FBH/WW einzuschätzen ist.

Ich stehe kurz vor dem Vertragsschluss mit dem Heizungsbauer. Der Gesamtpreis passt, der Preis für die WP Stiebel Eltron WPC 04-13 mit 9.000 € netto für Lieferung, Montage und Anschluss ist m. E. viel zu hoch, da das Teil im Netz locker für reichlich 6.000 € netto zu bekommen ist.

Wieviel Aufwand ist der Anschluss nun wirklich? Bekommt man das als interessierter Laie selber hin?
Natürlich bleibt die Frage, ob sich der Heizungsbauer darauf einlassen würde, aber zunächst würde ich gerne mal den Aufwand einschätzen. Eine Installationsanleitung zu dieser WP gibt's leider nicht im Netz.

Vorab vielen Dank und viele Grüße,
sonne

Verfasser:
kub0815
Zeit: 13.11.2014 01:32:11
0
2143289
Hi,
ich habe grnsu diese Kiste bei mir im Keller stehn der Preis war ähnlich wie bei dir. Ich habe dann aber irgentwann mal den Preis aktzeptiert Weil das Netz die Kiste nicht einbaut, und du doch jemanden haben willst den du am Schlawitchen packen kannst wenn das ding nicht tut.
Viele Grüsse
Jürgen

Verfasser:
kub0815
Zeit: 13.11.2014 01:35:47
0
2143291
Hi habe listigerweise fast wirklich das gleiche setup habe auch eine Paul Novus im Keller stehn allderings die Version mit Feuchterückgewinnung und ohne jegliche vorerwährmung. Ich probiere das jetzt erst mal diesen Winter aus ob ich ohne vorerwährmung zurecht komme.
Viele Grüsse
Jürgen

Verfasser:
sonne25
Zeit: 21.11.2014 15:19:08
0
2147966
Zitat von kub0815 Beitrag anzeigen
Hi,
ich habe grnsu diese Kiste bei mir im Keller stehn der Preis war ähnlich wie bei dir. Ich habe dann aber irgentwann mal den Preis aktzeptiert Weil das Netz die Kiste nicht einbaut, und du doch jemanden haben willst den du am Schlawitchen packen kannst wenn das ding nicht tut.
Viele[...]


Danke Jürgen, habe es nun auch so gemacht.

Kannst Du mir vielleicht sagen, ob die WP auch ohne angeschlossenen Kollektor rein elektrisch heizen würde?
Nur als Rückfallebene, falls es mit dem Kollektor wetterbedingt nichts mehr wird...

Grüße, sonne

Verfasser:
kub0815
Zeit: 21.11.2014 15:51:20
0
2147978
Das ist doch die notfallheizung wäre beschwört wenn die nicht tut wenn die WP nicht an sole angeschlossen wird. PS Schau dir mal nibe Heizungen an.Die sollen Regelung sächsisch top sein.

Verfasser:
sonne25
Zeit: 13.12.2016 22:23:28
0
2447942
Hallo zusammen,

brauche mal schnell Hilfe... Der Kollektor liegt, Details kann ich später liefern.


Erstmal steht die Inbetriebnahme an, und ich schaue gerade was dazu noch fehlt.

Die Wärmepumpe Stiebel Eltron WPC 04 steht im Keller und ist elektrisch angeschlossen. Kollektor bestehend aus zwei 300m Kreisen liegt und ist mit 2x Vorlauf und 2x Rücklauf im Keller.

Mein Heizungsbauer hat bisher folgendes mitgebracht:
- Reflex 18 l Ausdehnungsgefäß

- eine "Sole-Füllstation"

- 30 kg Stiebel Eltron Wärmeträgerflüssigkeit


Nach meinem Verständnis brauche ich nun noch folgendes:
1. Sole
Lt. Grabentool brauche ich 76 kg Sole. Ich nehme an die 76 kg sind verdünnt, d. h. die vorhandenen 30 l Konzentrat müssten reichen, oder?

2. Soleverteiler
Ist sowas hier richtig?
https://www.wolf-online-shop.de/Soleverteiler-MODUL-2-Fach-DN40-x-DN32::36717.html
Das Tool schreibt "jeder Kreis muss einzeln an beiden Verteilern absperrbar sein". Ich brauche also noch 4 Absperrhähne dazu?
Muss das gedämmt werden?
Und die "Solefüllstation" braucht man zusätzlich?

Die Montage und das Einfüllen würde ich meinem Heizungsbauer überlassen.
Da die WP vom Heizungsbauer kommt, und der Kollektor von mir will ich nicht riskieren, dass wegen irgendwelcher unklarer Schnittstellen die Inbetriebnahme scheitert.

Danke und viele Grüße,
sonne

P.S. Die Erde wird natürlich noch angefüllt bis zur Inbetriebnahme. ;-)

Verfasser:
feanorx
Zeit: 14.12.2016 05:51:28
0
2447995
nee du brauchst 76L Konzentrat um auf 22-23(je nach länge der Anbindung)% Konzentration zu kommen

ein Ausgleichgefäß brauch man für die Sole, 18L ist schon üppig

den Verteiler kann man nehmen oder auch hier schauen : http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/190951/Welcher-Soleverteiler-ist-empfehlenswert-

in der Regel sind die pro kreis absperrbar(kann die wolfshopwebseite gerade nicht aufrufen) und dann brauch man vor und nach dem Solesieb(mind. dn40) ein kugelhahn, ein Microblasenabscheider (wichtig um die restliche Luft rauszuholen) dn40 oder besser dn50 und die Verteiler sollten auch insgesamt via kugelhahn absperrbar sein

befüllstation brauch man nicht wenn man an den Verteilern befüllstutzen hat zum beispiel gardena adapter.
Vorher erstmal lange spülen jeden Kreis, am besten 30-45 min mit Gartenschlauch dran laufen lassen(eine seite des Rohrs zu nem abfluss oder in den Garten) und es sollte sehr sauber gearbeitet werden damit sich keine Späne und Schmutz im Solerohr befinden die dann permanent am Wärmetauscher der WP reiben. 100% lässt sich das nicht immer verhindern aber das Sieb wird den Rest schon rausfischen.

Alles was mit Sole zu tun hat wird relativ kalt und wenn du kein Kondenswasser haben willst muss alles isoliert werden

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