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Jahresarbeitszahleb von Wärmepumpen mit Warmwasserbereitung
Verfasser:
BEN
Zeit: 20.08.2003 09:02:25
0
24691
Wärmepumpen weisen heute schon sehr gute Jahresarbeitszahlen beim Heizen (Raumwärme) auf. Das Wärmesystem in einem Haus umfasst aber Heizen und Warmwasser.
Für die Warmwasseraufbereitung gibt es im Falle des Einsatzes der WP fürs Heizen verschiedene Lösungen:
a) Aufbereitung mit E-Boiler
b) Aufbereitung auch über Wärmepumpen
c) eigenes System (zB.: Solaranlage).

Für die Betrachtung der WP ist meiner Ansicht nach auch die Art der Warmwasserbereitstellung zu berücksichtigen und eventuell in die Bilanz der Wärmepumpe für einen Vergleich des Primärenergiebedarfs direkt einzurechnen.
Gibt es hier für Fall a und b Untersuchungen ?
Mit welcher Arbeitszahl ist bei gleichzeitig Warmwasserbereitung auszugehen, wenn 10 bis 20 % des Energiebedarfs (oder auch mehr) für Warmwasser benötigt wird.
Wie schaut die Primärenergiebilanz (bzw. CO2) aus, wenn das Warmwasser mit einer Widerstandsheizug gemacht wird.

Danke für Hinweise

BEN

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 20.08.2003 13:51:32
0
24692
Hallo.

Es ist immer recht schwierig, bezüglich der Leistungszahl von Wärmepumpen pauschale Aussagen zu tätigen.
Das hängt doch immer von den einzelnen Gegebenheiten ab.

Welche Quelle steht zur Verfügung? (bei Brunnen ist die Leistungszahl etwa 1 Punkt besser, als bei Erdkollektor oder Sonden).

Wie hoch ist die Vorlauftemperatur?

Was die Brauchwasser-Bereitung betrifft, ist hier die Vorlauftemperatur höher, als fürs Heizwasser; dementsprechend sinkt die Leistungszahl. Hier muß man aber den Durchschnitt sehen, weil zu Beginn der Brauchwasserbereitung die Bedingungen für die Wärmepumpe sehr gut sind.

Den Primär-Energiebedarf betreffend liegt der eP-Faktor bei direkter Stromheizung in etwa um den Faktor 1,75 über dem von anderen Systemen.
Bei Gas, Öl oder WP nur fürs Brauchwasser kann ein eP-Faktor von etwa 1 bis 1,2 angenommen werden.

Wenn Heizwärme und Brauchwasser mit Wärmepumpe und geeigneter Solarkombination realisert werden, lassen sich eP-Zahlen von 0,85 erreichen.

Direktstrom für Brauchwasser macht wenig Sinn, wenn eine WP vorhanden ist (wird lediglich "ergänzend" eingesetzt, wenn hohe Temperaturen gewünscht sind, oder zum Legionellenschutz).

Bei der Ermittlung der eP-Zahl für ein Gebäude wird die Brauchwasserbereitung eigens berücksichtigt.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
BEN
Zeit: 21.08.2003 13:37:39
0
24693
Danke mal für die Rückmeldung.

Der Hintergrund ist anders. In Österreich geht die Förderung von Wärmepumpen in die Richtung, dass nur dann gefördert wird, wenn die Wärmepumpen bestimmte Arbeistzahlen erreicht, die bei rund 3 bis 3,5 liegen müssen. Nur in diesme Fall ist die WP eine CO2 Senke. Diese Arbeitszahl bezieht sich aber nur auf das Heizen und wird nur erreicht, wenn das Delat T geringer als 30 bis 40 °C ist.
Ich bin aber die Ansicht, dass die die Warmwasseraufbereitung Bestandteil der Wärmeversorgung eines Hauses ist und dadurch - auch wenn sie durch Widerstandsheizung erfolgt, bei so einer Bilanz mitberücksichtigt werden sollt.
Erreicht man also bei einer WP mit Wärmetauscehr Boden auch so hohe Jahresarbeitszahlen, wenn die Warmwasseraufbereitung mitberücksichtigt wird.

Verfasser:
C.Brenner
Zeit: 21.08.2003 21:03:44
0
24694
Hallo.

Die genannten Grenzen für die Leistungszahl überschreiten die meisten Luft-/Wasser-Wärmepumpen. Bei Wasser-/Wasser oder Sole-/Wasser-Wärmepumpen braucht man sich hier keine Sorgen machen. Die liegen etwa einen Punkt besser.

Was die Brauchwasserbereitung betrifft, ist die Erwärmung durch die Wärmepumpe ebenfalls unproblematisch, da die mittlere Brauchwassertemperatur während des Erwärmens in etwa der Vorlauftemperatur der Heizung entspricht und damit (natürlich nur annähernd) gleich betrachtet werden kann.

Wird das Brauchwasser nur mit einem el. Heizstab bereitet, ist die Energiebilanz für Brauchwasser natürlich wesentlich ungünstiger.
Da bleibt nun die Frage, ob die erwähnte Förderung das Brauchwasser mit einbezieht. Energetisch wäre das natürlich sinnvoll, da der Energieanteil für BWW mit sinkendem Heizwärmebedarf deutlich steigt.
Betachtet die Förderung aber nur Wärmepumpen für Heizung, ist die Brauchwasserbereitung wohl egal. Das muß ja aus dem Text hervorgehen.

Technisch sollte, wenn ne WP da ist, damit auch das Brauchwasser erwärmt werden.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de


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