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Sanierung EFH mit Grabenkollektor?
Verfasser:
feanorx
Zeit: 03.02.2017 23:42:52
2
2472816
die t und T2 haben zusätzlich schon einen Trinkwasserspeicher integriert. Aber jeweils einen anderen Speicher. Vom COP her alle besser als die Bartl WP selbst wenn man bei Bartl HG bekommt.
Schade eigentlich, wäre schön wenn auch mal kleinere WP Hersteller vernünftige COP´s schaffen würden und auf effiziente Auslegungen Wert legen würden.

Würde dir noch ans Herz legen dich nicht zu einem FBH Pufferspeicher überreden zu lassen und die FBH auf möglichst unter 30°C VL auszulegen sowie kein ERR einzubauen und die RT´s der Räume schon durch richtige FBH/WH Dimensionierung zu gewährleisten.
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 03.02.2017 23:59:53
0
2472820
Ich denke, um die ERR werde ich nicht drum herum kommen, wenn ich die BAFA Förderung will, oder? Und das werden bei mir um die 10.000 € sein.
Verfasser:
feanorx
Zeit: 04.02.2017 09:45:11
1
2472883
Man kann sich angeblich via Antrag von ERR befreien aber evtl ist es auch einfacher ERR erstmal einbauen zu lassen. Auf diese hohe Förderung würde ich auch nicht verzichten wollen.
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 11.02.2017 23:19:42
0
2476234
Hallo,

mal wieder ein kurzes Update:

Nach Rücksprache mit meinem Heizungsbauer ist die Zusage an Bartl bereits erteilt. Somit wird es bei dem Hersteller bleiben. Allerdings habe ich vom Preis so ein gutes Angebot bekommen - da darf die Anlage jetzt auch erstmal ganz schön lange laufen, bis sich das von den 0,3-0,4 Arbeitszahlen wieder drin hätte. So insgesamt vielleicht nicht das Maxium der Betriebszahlen aber Wirtschaftlich in Ordnung.

Der 800l Puffer sei insgesamt günstiger, da er als Kombipaket angeboten wird direkt vom Hersteller. Dieser wird aber nur für die Frischwasserstation und bei einer Erdwärmepumpe nur für den hydraulischen Abgleich (habe ich das richtig verstanden?) und nicht für eine Puffer der FBH verwendet.

Gleichzeitig hatte ich auch gesagt, dass ich dann lieber die kleinere WP mit 5,1 kW hätte mit zusätzlichem 6kW Heizstab als die 8kW Anlage. Hier wurde mir aber deutlichst von Herstellerseite abgeraten, da die vom Energieberater ermittelte Heizlast von 5001 nur für Heizung wäre und nicht für Wasser. Da müsste ich noch rund 1 kW draufrechnen.

Deswegen wollte ich jetzt hier nochmals nachfragen. Ich habe jetzt mit dem Grabentool auch nochmals meine Heizlast abgeschätzt und dort mit den Außentemperaturen etwas rumgespielt. (Raumtemp 21 Grad) Dabei kommen dann folgende Werte raus:

-8 4757 W
-10 5057 W
-12 5358 W
-14 5658 W (Normheizlast hier vor Ort)

Interpretiere ich das richtig, dass ich bis ca. ganztägig -10 Grad nach dem Tool noch mit reiner Leistung WP auskommen müsste, bei den genormten -14 Grad dann rund 600 Watt über den Heizstab zuschießen müsste?

Dann würde ich lieber auf einen leicht überdimensionierten Graben wie eine deutlich überdimensionierte WP setzten, denn die vielleicht 10 Tage im Jahr mit solchen Außentemperaturen steuer ich ja fast leichter per Heizstab bei, oder liege ich da falsch?
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 11.02.2017 23:45:10
0
2476242
Hallo,

jetzt muss ich nochmals ergänzen. Beim Stöbern im Forum bin ich auf das DIY Paket von Nicijcan gestoßen und finde auf seiner HP plötzlich ein Gerät von Bartl im Angebot mit folgenden Daten:

Bartl ECO 1.5 SUP
Sole/Wasser-Wärmepumpe
mit externem 300L Warmwasser-Speicher TWS300

Produkteigenschaften laut Herstellerangaben
Heizleistung B0/W35: 6.30kW / COP: 4.50
Nennaufnahme nach EN 14511 bei B0/W35: 1.40 kW
- Integrierte Hocheffizienzpumpen

Ich finde aber nirgendwo sonst etwas zu dieser Leistungsgröße - nur der Sprung von 5,1 auf 8 kW... Sonst muss ich mal meinem Berater damit auf den Füßen stehen.
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 17.02.2017 08:59:41
0
2479185
Also mit dem Heizungsbauer sind die Dinge jetzt soweit geklärt wie möglich.

Wir werden jetzt einen Graben selber bauen. Ich frage mich jetzt nur, ob ich 2 oder 3 Solekreise brauche.

Die Heizung hat jetzt eine Leistung von 8 kW. Da war ja jetzt immer in der Dimensionierung von 3 Kreisen a 300m die Rede.

Die WP hat einen Wasserdurchsatz am Verdampfer von 1,7 m³/h.

Jetzt habe ich über diese Seite das Strömungsverhalten im Rohr versucht zu ermitteln mit folgenden Kenngrößen.

Medium: Wasser-Frostschutz
Mediumtemperatur: 0
Frostschutzmittelanteil: 25%
Rohrinnendurchmesser: 29
Rohr Rauigkeit: 0.002
Rohrlänge 300m

Dann habe ich den Volumenstrom vermutlich Laienhaft durch Anzahl Kreise geteilt.
Also bei 2 auf 0.85
und bei 3 auf 0.567.

Bei drei Kreisen komme ich aber so nie auf eine turbulente Strömung. Nehme ich somit also 2 Kreise? Durchlaufzeit der Sole wäre ca 15 Minuten.

Reicht das aus?
Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.02.2017 10:44:00
1
2479232
Warum es denn nun eine 8 kW Maschine sein soll, wirst
Du wissen.
Teuerer, mehr Takten, mehr Kollektoraufwand....

3 Kreise geben keine turbulente Strömung, aber dennoch
etwas bessere Soletemperaturen, wegen der größeren
Tauscherfläche.

Grüsse

winni
Verfasser:
DP13
Zeit: 17.02.2017 11:17:11
2
2479242
Hey

Wieso wird die Solekonzentration auf 25% gestellt? Wieso nicht wie beim Ringgrabenkollektor vorgesehen auf ~20%? Korrisionsschutz ist ab 20% gegeben, turbelente Strömung auch. aber na gut.

Du sanierst einen Altbau wirklich super, hast tolle heizlast von rund 5kw, aber du befeuerst das ganze Haus mit einer fast um 100% überdimensionierten Wärmepumpe? Ich kann dir jetzt schon sagen, die wird in 85% der Zeit um mehr als 100% überdimensioniert sein; inklusive takten und grö´ßerem Verschleiß .

Du könntest mit der Wärmepumpe zwei Häuser der gleichen Bauart warm bekommen x)

"Interpretiere ich das richtig, dass ich bis ca. ganztägig -10 Grad nach dem Tool noch mit reiner Leistung WP auskommen müsste, bei den genormten -14 Grad dann rund 600 Watt über den Heizstab zuschießen müsste?

Dann würde ich lieber auf einen leicht überdimensionierten Graben wie eine deutlich überdimensionierte WP setzten, denn die vielleicht 10 Tage im Jahr mit solchen Außentemperaturen steuer ich ja fast leichter per Heizstab bei, oder liege ich da falsch? "

Hiermit liegst du eigentlich richtig, aber auch wieder nicht.

Die 600 Watt könnten theoretisch vom Heizstab aufgefangen werden. Interne, solare Gewinne sind in der Heizlast nicht mit berücksichtigt. Das heißt an den knacke kalten Tagen müsstest du
a) lüften wie im wunderbarsten Frühling
b) außer Haus sein
c) deine Bude komplett verschatten
um die theoretische Heizlast zu erreichen.

Heißt, deine tatsächliche Heizlast ist natürlich etwas geringer als die theoretische.

Deine Sole wird aber evtl auch nicht nur 0° haben, sondern evtl 0,5 oder sogar 1° bei üppiger QUelle. würde mehr Leistung für die WP bedeuten.

Dann hast du ja evtl keine 35° VL sondern nur 32°. Die WP wird stärker.

Die kleine WP hätte locker gereicht. aber wie Winni schreibt. Warum es die 8kw Maschine wurde musst du wissen...

Gruß, Dominik

Gruß, Dominik
Verfasser:
crink
Zeit: 17.02.2017 12:56:54
0
2479274
Hi,

Innendurchmesser des Rohrs sind 26 mm (zweimal die Rohrwand abziehen), nicht 29, dann sieht die Turbulenz schon anders aus.

Viele Grüße
crink
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 17.02.2017 16:50:54
0
2479342
Hallo,

also im Moment könnte ich noch ändern. Argument meines Energieberaters ist, dass er nur die reine Heizlast ohne Warmwasserbedarf für 3-4 Personen mit 5 kW ermittelt hat. Deswegen wären aus seiner Sicht die kleine Maschine mit 5,1 kW zu klein. Der Hersteller meint, die 8kW kostet nur 100€ mehr und wird reichen. Unterm Jahrestrich sei die effizienter, da zwar vom langen Takt die kleine besser sei, aber sobald der Heizstab einspringt, mehr kaputt gemacht wird.

Ihr wärt der Meinung, dass die Anlage mit 5,1 kW für die 5kW Heizlast plus Trinkwasser ausreicht?

Sorry, ich bin echt verunsichert, wenn mir der Energieberater, welcher die Berechnung gemacht hat, auch davon abrät.

Müsste bis Montag schriftlich bestätigen, dass mir die kleine reicht, dann bekomme ich auch die.
Verfasser:
feanorx
Zeit: 17.02.2017 18:03:44
0
2479364
wie hoch wird die VL Temp der FBH ausgelegt?

Bei einem Temperaturhub von 30k(FBH auf 30°C ausgelegt) bringt die 5KW Bartl genau 6KW Heizleistung und 13,6% mehr Effizienz als bei 35K(FBH auf 35°C ausgelegt).

Ich würde da definitv die 5KW nehmen und die FBH dementsprechend auslegen. Zu den 13,6% mehr Effizienz kommen da noch die Effizienzgewinne durch die korrekte Dimensionierung(bessere Soletemp und langsamer VL Anstieg)

Die große (8KW) WP wird ca. 20% mehr Heizkosten verursachen und man hätte evtl noch Taktprobleme die auf die Lebensdauer der WP gehen.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 17.02.2017 18:17:24
0
2479369
Entscheiden must Du.

Für mich wäre es definitv die 5,1er.
Argumente stehen schon u.A. auf der ersten Seite
Deines Themas.
:-)

Zur Sicherheit, aber eigentlich nicht deswegen nötig,
sondern vor allem für die Effizeinz gut, könntest Du
feanorx Hinweise zur Fußbodenheizung aufnehmen.

Grüsse

winni
Verfasser:
Ulmerle
Zeit: 18.02.2017 10:17:22
0
2479531
Ok, noch eine Frage zum BaFa Antrag, falls die wer beantworten kann.
Die Produktion der Wärmepumpe wurde ja bereits begonnen. Den Antrag für die 8kW Anlage hatte ich vor Beauftragung gestellt. Wäre dann der Wechsel Förderschädlich? Ich weiß, jetzt werden es sehr spezielle Fragen, aber vielleicht kennt sich ja jemand aus damit.



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