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Smarthome Heizkurve
Verfasser:
maja5
Zeit: 17.02.2017 14:14:17
0
2479303
Ich wollte eigentlich meine "smarten" MAX! ERR und den Cube schon entsorgen, da habe ich doch noch eine sinnvolle Anwendung gefunden:

Heizkurveneinstellung ;)

Hintergrund:
ERR sind dazu da um Fremdwärme weg zu regeln. Also stellt man sie auf die Wunschtemperatur.
Um die Heizkurve zu optimieren macht man die ERR ganz auf und stellt die Heizkurve ein.

Da ich Nachts keine Fremdwärme habe (wir schlafen, Sonne schläft, kein Plätzchenbacken, ...) mache ich "smart" und automatisch die MAX! ERR nachts ganz auf und Morgens automatisch (Sonnenaufgang, Kaffeezeit, ... ) wieder auf die Wunsch/-Zieltemperatur.

Wenn morgens beim Aufstehen im Referenzraum immer noch meine gewünschte Raumtemperatur herrscht, passt die Heizkurve.
(Bemerkung: Ich mache keinerlei Nachtabsenkung)

Gruß
Manfred
Verfasser:
FranksBude
Zeit: 17.02.2017 14:42:22
2
2479310
Wenn man doch hydraulisch/thermisch abgeglichen hat, warum dann noch dran herumdrehen (lassen)?
Durch das Schließen bei Wunschtemperatur verhindert man doch ggf. negative Heizleistung, also die Verteilung der überschüssigen Wärme eines Raumes im Haus.

Gruß
Frank
Verfasser:
maja5
Zeit: 17.02.2017 15:18:07
0
2479318
Zitat von FranksBude Beitrag anzeigen
Wenn man doch hydraulisch/thermisch abgeglichen hat, warum dann noch dran herumdrehen (lassen)?
Durch das Schließen bei Wunschtemperatur verhindert man doch ggf. negative Heizleistung, also die Verteilung der überschüssigen Wärme eines Raumes im Haus.
Gruß
Frank

Der Abgleich bei Heizkörpern hilft mir wenig bei Fremdwärme. Bei uns hat alleine die Sonne an schönen Wintertagen bis zu 4kw geleistet. Zusammen mit dem Kachelofen und Plätzchenbacken und ... hatte ich schon mal bis zu 45kwh pro Tag Fremdwärme. Da die Heizkurve außentemperaturgesteuert ist kann das in diesem Falle der Brenner nicht erkennen und steuern.
(Detail siehst du wenn du dem folgenden "quote" folgst)
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Mein Vitocrossal 300: ...

Schau dir mal die Bandbreite der Brenner-Leistung bei derselben Außentemperatur an.

Also denke ich, dass das Abregeln von Fremdwärme durch ERR hier wirklich Sinn macht.
Verfasser:
FranksBude
Zeit: 17.02.2017 15:45:37
0
2479323
Ach Heizkörper - muss man ja erst wissen...
Die gibt es ja teilweise auch noch. ;)
Verfasser:
kathrin
Zeit: 17.02.2017 18:36:13
0
2479373
Zitat von FranksBude Beitrag anzeigen
Ach Heizkörper - muss man ja erst wissen...
Die gibt es ja teilweise auch noch. ;)
:-)

Sind etwa gleich verbreitet wie "Altbauten", und diese sind wieviele Prozent des Gesamtbestandes? ;-)

Schönen Abend und Gruss

Kathrin
Verfasser:
OldBo
Zeit: 17.02.2017 21:32:03
0
2479435
Moin Kathrin,

durch das Lesen hier im Forum entsteht bei vielen ein falsches Bild von den vorhandenen Heizsystemen ;>))

Gruß

Bruno
Verfasser:
jogi54
Zeit: 18.02.2017 11:24:35
0
2479557
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Zitat von FranksBude Beitrag anzeigen
[...]

Der Abgleich bei Heizkörpern hilft mir wenig bei Fremdwärme. Bei uns hat alleine die Sonne an schönen Wintertagen bis zu 4kw geleistet. Zusammen mit dem Kachelofen und Plätzchenbacken und ... hatte ich schon mal bis zu 45kwh pro Tag Fremdwärme. Da die Heizkurve außentemperaturgesteuert ist[...]
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
[...]

Schau dir mal die Bandbreite der Brenner-Leistung bei derselben Außentemperatur an.

Also denke ich, dass das Abregeln von Fremdwärme durch ERR hier wirklich Sinn macht.


Hallo Manfred,

das Abregeln bei Fremdwärme erreichst du auch mit den üblichen Heizkörperthermostatventilen - die keinen Stromverbrauch haben und auch sonst robuster und langlebiger sind.

Und noch ein Kommentar zu deiner Auswertung zur Brennerleistung:



Auch ohne FBH (Flächenheizung) gibt es den Speichereffekt des Hauses und auch einen gewissen Selbstregeleffekt bei Heizkörpern, je niedriger die VL ist, desto ausgeprägter. Bei einlagigen Heizkörpern mit großer Frontfläche ist der Strahlungswärmeanteil von Heizkörpern beachtlich.

Bei durch die Heizkurve vorgegebener VL steigt die RL bei Fremdwärme an und der Brenner regelt zurück, damit die VL nicht überschritten wird.

Außerdem ist die Heizkurve keine Gerade, auch wenn man das so einstellt. Die Heizkurve flacht Richtung Minusgrade etwas ab - siehst du auch an der Verteilung - leg mal eine Mittelwert-Kurve zwischen 15°C und 0°C und eine zwischen 0 und - 10°C rein.

Da du außerdem auch noch einen Kachelofen erwähnst, hat der natürlich auch Einfluss auf die Brennerleistung - siehe oben "Fremdwärme".

LG jogi
Verfasser:
maja5
Zeit: 18.02.2017 15:26:39
0
2479643
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
das Abregeln bei Fremdwärme erreichst du auch mit den üblichen Heizkörperthermostatventilen - die keinen Stromverbrauch haben und auch sonst robuster und langlebiger sind.

Wenn du ganz von oben gelesen hast, ist dir sicher bewusst, dass mitr das klar ist. Den einzigen Nutzwert, den ich für die "smarten" ERR gefunden habe, war, dass ich nicht nur einmal am Anfang die Heizkurve "ungefähr" einstelle, sondern quasi ein tägiches/nächtiches Feintuning über einen längeren Zeitraum durchführen kann.
Verfasser:
jogi54
Zeit: 18.02.2017 21:27:42
0
2479761
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]

Wenn du ganz von oben gelesen hast, ist dir sicher bewusst, dass mitr das klar ist. Den einzigen Nutzwert, den ich für die "smarten" ERR gefunden habe, war, dass ich nicht nur einmal am Anfang die Heizkurve "ungefähr" einstelle, sondern quasi ein tägiches/nächtiches Feintuning über einen längeren Zeitraum durchführen kann.
[...]


Meine Erkenntnis ist zwischenzeitlich, dass es eine optimale Heizkurve nicht geben kann.

Zumindest bei mir ist die Speicherkapazität des Baukörpers sehr groß relativ zum Wärmeenergiebedarf; ca. 28kWh/K zu 2kW bei 0°C AT.

Bei der UVR1611 sind die Möglichkeiten sowieso begrenzt, da kann man nur in ganzen 1K Schritten die Stützstellen -20°C und +10°C einstellen - was für mich eine zu grobe Stufung ist. Da bleibt allerhöchstens, mit der Korrektur der AT (da sind 0,1K möglich) zu schummeln.

Bei den meisten Heizungsreglern kann man auch noch eine Raumtemperatur korrigierend aufschalten - soweit dein Kachelofen öfters läuft, würde es eventuell Sinn machen, dann in dem Raum den RT Korrekturfühler aufzuhängen.(Hatte ich mal drin, hab ich wieder rausgenommen, weil eher kontraproduktiv und fast unwirksam).

Ich habe da über 3 Jahre hin und herprobiert, letztendlich gibt es eine Einstellung - die halt nicht optimal, aber die Beste ist.

LG jogi
Verfasser:
maja5
Zeit: 18.02.2017 23:02:25
0
2479794
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Meine Erkenntnis ist zwischenzeitlich, dass es eine optimale Heizkurve nicht geben kann.

Da hast du vermutlich recht. Da jedes Haus so seine thermischen Eigenheiten hat, wird es schwer sein alles über einen Kamm zu scheren. Ich beobachte mal, wie sich meine "Aufstehtemperaturen" mit offenen Ventilen so entwickeln.
Verfasser:
jogi54
Zeit: 18.02.2017 23:31:01
1
2479798
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]

Da hast du vermutlich recht. Da jedes Haus so seine thermischen Eigenheiten hat, wird es schwer sein alles über einen Kamm zu scheren. Ich beobachte mal, wie sich meine "Aufstehtemperaturen" mit offenen Ventilen so entwickeln.


Ich hab mein Haus "thermisch" abgeglichen, Thermostatventilköpfe alle abmontiert, gedrosselt über die Rücklaufabsperrventile (hab ja die alten Heizkörperverteilungsleitungen für die Außenwandheizung weitergenutzt).

Da kommen dann solch kusiose Sachen hoch, wie, dass die RT in der "Waschküche", in der auch die Batterie-WR hängen, jetzt, seit dem die WR ausgeschaltet sind - somit keine Verlustleistung mehr haben/produzieren - es statt ~20°C nur noch ~18°C hat.

Oder - wenn ich unter der Woche nicht zu Hause schlafe, hat es in meinem SchlaZi am Freitag 19,0°C - 19,5°C, wenn ich dauernd zu Hause schlafe, hat es 20,0°C - 20,2°C. Ist doch ok - so eine "Abwesenheitsabsenkung", oder ??

Wenn man, wie ich, wirklich heftig isoliert hat, ist das System so sehr sensibel - dass "optimieren" zu einem Kampf gegen Windmühlenflügel wird ;-)

LG jogi
Verfasser:
maja5
Zeit: 19.02.2017 08:47:50
0
2479830
Hallo Jogi,
Dass die Aussentemperaturführung alleine nicht ausreicht nehme ich bereits bei meiner teilgedämmten Hütte wahr.
Die Sonne "stört" mit bis zu 4kw, dann wird ja der Haushaltsstrom auch überwiegend in Wärme umgesetzt und das ist ziemlich schwankend.
Um diese "Fremdwärme" wegzubekommen halte ich ERR weiterhin für ein geeignetes Mittel.

(Dummerweise habe ich bei Wind über 10km/h etwas wie eine "negative Fremdwärme" weil die Dämmung noch nicht ideal ist und der Wind es schafft irgendwo durchzukommen)
Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.02.2017 10:20:54
3
2479854
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Hallo Jogi,
Dass die Aussentemperaturführung alleine nicht ausreicht nehme ich bereits bei meiner teilgedämmten Hütte wahr.
Die Sonne "stört" mit bis zu 4kw, dann wird ja der Haushaltsstrom auch überwiegend in Wärme umgesetzt und das ist ziemlich schwankend.
Um diese "Fremdwärme" wegzubekommen halte ich ERR weiterhin für ein geeignetes Mittel.[...]

..... aaaaaber eine ERR kann noch nicht "kühlen" ;>))
Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.02.2017 10:36:33
0
2479858
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Hallo Jogi,
Dass die Aussentemperaturführung alleine nicht ausreicht nehme ich bereits bei meiner teilgedämmten Hütte wahr.
Die Sonne "stört" mit bis zu 4kw, dann wird ja der Haushaltsstrom auch überwiegend in Wärme umgesetzt und das ist ziemlich schwankend.
Um diese "Fremdwärme"

(Dummerweise habe ich bei Wind über 10km/h etwas wie eine "negative Fremdwärme" weil die Dämmung noch nicht ideal ist und der Wind es schafft irgendwo durchzukommen)
[...]


Tja maja,

dann must du wohl spielen und selber rausfinden, dass das mit den ERR nicht mehr bringen wird, als ganz normale Thermostatventile.

Zielführender wäre allerdings, mal dein Haus abzudichten - zum Aufspüren reicht da schon ein billiges Infrarotthermometer für 30€.

LG jogi
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.02.2017 11:04:50
0
2479867
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Bei der UVR1611 sind die Möglichkeiten sowieso begrenzt, da kann man nur in ganzen 1K Schritten die Stützstellen -20°C und +10°C einstellen - was für mich eine zu grobe Stufung ist. Da bleibt allerhöchstens, mit der Korrektur der AT (da sind 0,1K möglich) zu schummeln.
Ich habe bei mir die Modulation des thermischen Energieeintrag in die wasserführende Wärmeverteilung im bivalenten System insgesamt zwar schon ganz gut justiert bekommen ... Heizgrenze der modulierenden Wärmepumpe (ca. 1,8 bis 5,8 kW thermisch) ist +16°C ... das mit analogem Regler gesteuerte Durchgangsventil vom Fernwärmenetz (0 bis ca. 12 kW thermisch) schaltet bei +6°C zu bzw. ganz ab!

Komischerweise funzt es aber immer dann nicht optimal, wenn die Behaglichkeit im Haus bei um Null Grad AT (+/-3) mal ohne die Wärmepumpe ausschließlich per Fernwärme WAF-tauglich gehalten werden soll!

Bin daher hin und her gerissen ob ich die rund 150€ investieren sollte ... denn eine interessante Möglichkeit könnte m. M. mit der Master DE.100 gegeben sein ... bei der die Heizkurve z.b. bei Null Grad Außentemperatur mit einen Knick nach oben versehen werden könnte ...

Verfasser:
maja5
Zeit: 19.02.2017 12:57:41
0
2479904
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
dann must du wohl spielen und selber rausfinden, dass das mit den ERR nicht mehr bringen wird, als ganz normale Thermostatventile.
Zielführender wäre allerdings, mal dein Haus abzudichten - zum Aufspüren reicht da schon ein billiges[...]
Ich dachte immer Thermostatventile sind auch ERR;)
Nächste Renovierung ist in Planung und wird die Zuglöcher unterm Dach auch noch beseitigen.
Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.02.2017 13:25:58
0
2479917
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]
Ich dachte immer Thermostatventile sind auch ERR;)

Sind sie auch. Nur haben die meisten heute nur noch das Elektronikgedöns im Kopf >((
Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.02.2017 17:29:52
0
2479977
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]
Ich habe bei mir die Modulation des thermischen Energieeintrag in die wasserführende Wärmeverteilung im bivalenten System insgesamt zwar schon ganz gut justiert bekommen ... Heizgrenze der modulierenden Wärmepumpe (ca. 1,8 bis 5,8 kW thermisch) ist +16°C ... das mit analogem Regler gesteuerte[...]


hi lowenergy,

hab mir mal deine Beschreibung Anlage lowEnergy angesehen. Da steht direkt drin, warum das so ist :
Zitat:

Bei Standbybetrieb (Schnüffelmode oder Heizen nur mit Fernwärmenetz) sind mit Stufe 2 (von 7) ausschließlich mit der in der Geisha verbauten HE-Umwälzpumpe pro Stunde etwa 550±50 Liter Heizkreiswasser in der Gesamthydraulik der Wärmeverteilung im Umlauf.

Im Heizbetrieb regelt die 5 kW-Geisha den Gesamtvolumenstrom mit HEP-Stufe 2 auf etwa 850±50 Liter pro Stunde und hebt diesen während des bedarfsgerechten Verdampfer-Abtaubetriebs auf bis zu 1400 Liter / Stunde.


Du must hinbekommen, dass im Heizen nur mit Fernwärmenetz die Pumpe auch mit 850±50 Liter pro Stunde. Dann sollte es eigentlich klappen - wobei, erstmal noch Frage:

Wonach regelt das Ventil B ? - wenn wirklich nach der Heizkurve, dann stimmt meine Aussage, denn mit 550l/h bekommst du bei der selben VL Temperatur nur 64% der Wärme transportiert - verglichen mit 850 l/h. (OK - eventuell auch 70%, aber halt nicht ausreichend).

Danach müßtest du noch überprüfen, ob der Differenzdruckregler (D) oder das RTL-Ventil der max RL Temperaturbegrenzung (C) eventuell verhindern, dass die VL SOLL auch erreicht wird.

Wenn du das so hinbekommst, sollte dann alles gut sein ;-)

LG jogi
Verfasser:
jogi54
Zeit: 19.02.2017 18:46:55
0
2479995
@lowenergy,

habe da noch zwei Sachen gefunden, die noch verbesserungsfähig wären:

Zitat:

Der manuelle 1" Mischer (DN25) im Hausheizkreis ist in Mittelstellung mechanisch fixiert, um den Volumenstrom im Vorlauf der Geisha auch für die Zuheizung per Fernwärmenetz in ausreichender Menge über den Plattenwärmetauscher zirkulieren zu lassen.


Dadurch verhinderst du einerseits, so lange es vom COP her sinnvoll ist, vorrangig die Geisha zu nutzen, und andererseits, wenn die Geisha außer Betrieb ist, die Fernwärme optimal zu nutzen.

Wenn du schon eine Mindestjahresabnahmemenge an Fernwärme hast die du nur mit Mühe erreichst, verstehe ich nicht, dass du einen DLE mit Strom für ca. 0,26€/kWh fürs WW nimmst, wenn du gleichermaßen komfortabel das auch mit Fernwärme für 0,14€/kWh machen könntest.

LG jogi
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 20.02.2017 20:16:22
0
2480437
@jogi54.
Sorry, ist vermutlich falsch herüber gekommen.

Ich nutze die Wärmepumpe ja nun grundsätzlich parallel zum Fernwärmenetz ... auch wenn's draußen arschkalt ist ... denn die thermische Energie von der Wärmepumpe (Max. +32°C Vorlauftemperatur) ist auch bei -18°C Außentemperatur günstiger als die Wärme aus'm Netz.

Es ging mir eher so um die Alternative zur aktuellen witterungsgeführten Regelung an sich ... derzeit habe ich noch diese einfache Elektronik aus dem AxA-Motormaten für's Steuern am 3-Punkt-Motor des Durchgangsventils im Fernwärmenetzrücklauf am Start:

(Bildquelle)

PS: Trinkwassererwärmung mit Fernwärme im Durchlauferhitzerprinzip kann ich hier komplett vergessen!
A) Begrenzte Anschlussleistung (21 kW) und zudem B) Abhängig von der realen Abnahmeleistung höhere Kosten (pro kW etwa 90 €)!
Verfasser:
jogi54
Zeit: 20.02.2017 22:12:51
0
2480496
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
@jogi54.
Sorry, ist vermutlich falsch herüber gekommen.

Ich nutze die Wärmepumpe ja nun grundsätzlich parallel zum Fernwärmenetz ... auch wenn's draußen arschkalt ist ... denn die thermische Energie von der Wärmepumpe (Max. +32°C Vorlauftemperatur) ist auch bei -18°C[...]



@lowenergy,

du hast ja bestimmt schon von der UVR1611 / UVR16x2 gehört.

OK - relativ zu dem, was du erstmal machen willst, reicht wahrscheinlich ein einfacher Heizungsregler.

Aber ich hab nen Tip: Bei der UVR16x2 kannst du das Programmiertool herunterladen und auch ein Simulationstool, das, soweit ich weiß, alles ganz ohne UVR auf deinem Rechner läuft (hab das Simulationsprogramm runtergeladen, installiert und nicht ausprobiert :-( ).

Da könntest du ohne finanzielles Risiko ausprobieren, was damit alles geht und erst dann entscheiden, ob es dir wert ist, das Geld dafür auszugeben. Keine Angst, die Programmierung ist grafisch und die meisten Funktionen sehr gut beschrieben. Meiner Meinung nach, wer ein smartphone bedienen kann (womit ich ab und an so meine Schwierigkeiten habe) kann allemal sehr schnell lernen, eine UVR mit Tapps zu programmieren.

Ich habe eine UVR1611 in Betrieb, schon damit kann man sehr viel machen - der Nachfolger UVR16x2 erfüllt jetzt fast all die Wünsche, die noch offen waren.
So habe ich für meine ST bezüglich Legionellenaufheizung einprogramiert, dass nur dann der Kessel fürs auf 60°C aufheizen startet, wenn das die letzten 7 Tage nicht durch die ST erreicht wurde (passiert ja nicht regelmäßig immer am Sonntag).

Für die AxA Motormaten gibts nen Reparaturservice -> bedeutet wohl, direkten Ersatz gibt es nicht mehr. Auf den ersten Blick, 12 ElKos deuten schon an, dass die Lebenszeit sehr endlich ist - aber man kanns reparieren ;-) - die Poties leben auch nicht ewig, wer es noch kann, kann damit zwar feinfühliger einstellen, als mit mancher digitalen Elektronik, aber wenn die Scheifbahnen hinüber sind, gehts halt nicht mehr.

Mit der UVR wäre dann auch möglich, die Abnahme aus dem Fernwärmenetz strickt auf die 21kW zu begrenzen, mit Vorrang Heizung, und der DLE macht dann ggf. den Rest.
oder:
Die Geisha macht, soweit max Leistung benötigt, immer die max Leistung, das 3 Wegeventil mischt genauso, dass dann der Rest aus der Fernwärme dazukommt. Der Fall, das die Geisha auf 2kW läuft, und die Fernwärme noch 1,5kW dazufährt, sollte nicht passieren.
Da geht dann auch, um die Jahresabnahmemenge zu erreichen aber nicht zu überschreiten, den Fernwärmeanteil ggf. noch zu beeinflussen (ok - da muss man sich ne Strategie ausdenken - ist aber mit der UVR16x2 umsetzbar - nicht mit der UVR1611).

Das festgesetzte 3-Wegeventil zielführend zu regeln ist auf jeden Fall der bessere Ansatz, denn die Heizkurve über Stützpunkte zu beeinflussen.

LG jogi
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.02.2017 07:32:24
0
2480550
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
... ich hab nen Tip: ... das Programmiertool herunterladen und auch ein Simulationstool, das, soweit ich weiß, alles ganz ohne UVR auf deinem Rechner läuft (hab das Simulationsprogramm runtergeladen, installiert und nicht ausprobiert :-( ).

Da könntest du ohne finanzielles Risiko ausprobieren, was damit alles geht und erst dann entscheiden, ob es dir wert ist, das Geld dafür auszugeben.
Danke ... das hört sich grundsätzlich interessant an.
Ich könnte dann ja wahrscheinlich auch mit so einer UVR die vorhandene aber aktuell nicht installierte zusätzliche Hocheffizienzumwälzpumpe steuern, wenn z.b. die in der Geisha integrierte HEP nicht ausreichend Volumenstrom machen würde.
Aber kann man denn wohl bei dieser 16x2 dann z.b. die Heizkurvenparameter auch wirklich für sämtliche Bedingungen ausreichend optimal justieren?
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Bei der UVR1611 sind die Möglichkeiten sowieso begrenzt, da kann man nur in ganzen 1K Schritten die Stützstellen -20°C und +10°C einstellen - was für mich eine zu grobe Stufung ist. Da bleibt allerhöchstens, mit der Korrektur der AT (da sind 0,1K möglich) zu schummeln.

Die ganzen Gedankenspiele mit der Trinkwassererwärmung kommen für mich wohl nicht in Frage ... das bleibt bei etwa 900 bis 1000 kWh Energiebedarf im Jahr besser so wie's ist.
Bei einer rechnerischen Kostendifferenz von ca. 11ct/kWh würden reale Einsparungen wohl kaum gegeben sein, denn allein der Grundpreis würde bei 21 kW Abnahmeleistung die Fernwärmekosten zusätzlich etwa um 1300 € pro Jahr verteuern!

Bin ja zudem auch bzgl. der Raumtemperierung nicht in Zugzwang ... die beiden Regelungen aus den AxA-Motormaten sind zwar schon rund 18 Jahre alt ... benötige ja glücklicherweise aber nur die Eine der beiden um das Motordurchgangsventil der Fernwärmeübergabestation und damit die hausinternen Heizwassertemperaturen zu modulieren ... die Zweite ist Reserve und kann ratzfatz bei Defekt der aktuell genutzten als Ersatz fungieren.

Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Das festgesetzte 3-Wegeventil zielführend zu regeln ist auf jeden Fall der bessere Ansatz, denn die Heizkurve über Stützpunkte zu beeinflussen.
Nach meinen Beobachtungen funzt das "statische Volumenstromumlenken" innnerhalb meiner Hausheizkreishydraulik aber definitiv so optimaler als vorher, als ich mit dem Mischer die Heizkreiswasserströme per witterungs-vorlauftemperatur-geführter Regelung variabel steuerte.
Denn beispielsweise beim Abtauen pumpt die Wärmepumpenpumpe immer einige Minuten recht kühles Vorlaufwasser ins System ... wobei dann der 3-Wege-Mixer die Umlaufmenge im Vorlauf zu sehr drosselte weil dieser dann den kompletten Heizwasserstrom über'n Plattenwärmetauscher des Fernwärmenetzes leitete.
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.02.2017 08:02:43
0
2480558
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Dass die Aussentemperaturführung alleine nicht ausreicht nehme ich bereits bei meiner teilgedämmten Hütte wahr.
Die Sonne "stört" mit bis zu 4kw, dann wird ja der Haushaltsstrom auch überwiegend in Wärme umgesetzt und das ist ziemlich schwankend.
Um diese "Fremdwärme" wegzubekommen halte ich ERR weiterhin für ein geeignetes Mittel.

(Dummerweise habe ich bei Wind über 10km/h etwas wie eine "negative Fremdwärme" weil die Dämmung noch nicht ideal ist und der Wind es schafft irgendwo durchzukommen)
Vermutlich ist bei uns der Fremdwärmeeintrag besser zu kompensieren, weil kaum gekocht und noch seltener gebacken wird.
Die Raumlufttemperatur steigt bei tiefstehender Wintersonne auch ausschließlich im EG-Wohnbereich nur für wenige Stunden um höchstens 3 Kelvin auf max. +24 Grad Celsius.

Eine zeitweise Abkühlung der zu warmen Raumluft mit kleinem solarstrombetriebenen WP-Boiler (Z.b. Ariston Nuos im Umluftbetrieb) ist wohl auch wesentlich wirkungsvoller als das Sperren der Heizwasserströme im Niedertemperaturwärmeverteilungsystem mit Klick-Klack-ERR (Raumthermostaten).

PS: Das Phänomen mit der "negativen Fremdwärme" ist bei uns übrigens ausschließlich bei kühlem Ostwind im Dachgeschoss in unserem Bad wahrzunehmen!



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maja5 schrieb: Hallo Jogi, Dass die Aussentemperaturführung alleine nicht ausreicht nehme ich bereits bei meiner teilgedämmten Hütte wahr. Die Sonne "stört" mit bis zu 4kw, dann wird ja der Haushaltsstrom auch überwiegend...
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