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Foren
Erfahrungen mit Boost- und Kühlfunktion der Luft/Luft Wärmepumpe Proxon
Verfasser:
raumhafen
Zeit: 28.01.2017 00:50:44
0
2470011
Hallo zusammen,

ich habe gelesen, dass hier einige im Forum Erfahrung mit den Luft/Luft-Wärempumpen (Proxon) der Firma Zimmermann haben. Vielleicht kann mir jemand bei meinen beiden Fragen weiterhelfen:

Mit der Wärmepumpe wird ja auch das Trinkwasser im angeschlossenen Warmwasserspeicher erhitzt. Für den 300 Liter Warmwasserspeicher gibt es optional eine Boost-Funktion. Dabei wird dann der Heizstab ausgetauscht von 1,5 kW auf 4,5 kW, um das Wasser bei Bedarf schneller erwärmen zu können. Der Heizstab wird zugeschaltet wenn die Leistung der Wärmepumpe nicht ausreicht das Wasser auf eine bestimmte Temperatur zu bringen (oder wenn man ihn manuell einschaltet).
Uns wurde diese Funktion empfohlen, da wir mit Einliegerwohnung bauen.
Wir sind eine 4-köpfige Familie und in der Einliegerwohnung werden voraussichtlich noch mal 2 Köpfe zusätzlich wohnen.
Nun ist meine Frage ob sich diese Boost-Funktion wirklich für uns lohnt.

Die zweite Frage betrifft die Kühlfunktion der Anlage. Auch hier stellt sich die Frage, ob man darauf nicht auch verzichten kann. Die wird wahrscheinlich lange laufen müssen, um überhaupt einen Effekt zu erzielen und wird dementsprechend Strom fressen.
Außerdem steht bei der Kühlfunktion in unserem Angebot in Klammern „Effizienzhaustandard beachten!“.
Das heiß,t wenn wir uns für die Funktion entscheiden müssen wir auch noch mehr PV-Module aufs Dach packen um den Verbrauch wieder auszugleichen, da wir sonst nicht mehr KfW40 Förderfähig sind.

Vielen Dank vorab
Han

Verfasser:
jogi54
Zeit: 28.01.2017 02:00:07
0
2470014
Zitat von raumhafen Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

ich habe gelesen, dass hier einige im Forum Erfahrung mit den Luft/Luft-Wärempumpen (Proxon) der Firma Zimmermann haben. Vielleicht kann mir jemand bei meinen beiden Fragen weiterhelfen:

Mit der Wärmepumpe wird ja auch das Trinkwasser im angeschlossenen[...]


@Han,

hängt davon ab, wie leidensfähig bzw öko-bewust du und besonders deine Mieter sein werden.

Erstmal fehlt die Angabe der Leistung der Luft/Luft Wärmepumpe, die angeblich auch Wasser kann (*grübel*) - und der Heizwärmebedarf des Hauses - der WW Bedarf lässt sich mit 6 Personen x 1,75kWh/Tag Person auf 0,5kW grob abschätzen.

Für die Frage mit der Kühlung kann ich dir einerseits sagen _ mein REH im Bestand BJ 1982, auf fast Passivhausstandard isoliert, 180m² beheizte Fläche, braucht bei Auslegung AT = -10°C ca 4,5kW max Heizleistung und für die Kühlung per Sole-WP - passiv ca. 600-750W Kühlleistung für Sommers wie Winters zwischen 22 und 23°C im Wohnzimmer.

Aus der gesundheitlichen Perspektive ist in unseren Breiten ein max dT von 5K angesagt - die zu Kühlen sind.

(Bei 44-48°C AT in der Wüste macht es Sinn, im Haus ~30°C zu haben - allerdings muss man sich dann schon so kleiden, das es zwischen außen und innen nicht zu einer massiven Unterkühlung kommt - da ist generell ein anliegendes Unterhemd und mindestens ein Kleidungsstück drüber zwingend angesagt - sonst droht ein sehr abrupter Tod durch Lungenentzündung)

Zurück - die notwendige Kühlleistung hängt von der Iso des Hauses, den inneren Gewinnen und den solaren (im Sommer unerwünschten) Gewinnen ab.

Praktisch summieren sich meine inneren und solaren Gewinne im heißen Sommer trotz automatischer Verschattung mit Rollladen im unbewohnten !!! Haus auf ca. 14kWh/Tag, also pauschal ca 600W/h

grobes!! Beispiel:
Auslegung AT -10°C, RT 20°C, Heizgrenze 10°C, max Heizleistung 4kW
-10°C bis +10°C => 20K, 4kW => 200W/K

es geht ja um die Kühlung

theoretisch 200kW/K - da aber real die mittlere Tagestemperatur relevant ist, die in unseren Regionen sehr selten über 20°C ist, reichen 24h Kühlung mit 300W für 25°C RT und 600W dürften für eigentlich nicht mehr gesunde 21°C ausreichen.

Nur blöd - dass du ne LWP hast, die passiv Kühlen so gar nicht kann.
Andererseits ist - so sinnvoll und piano eingesetzt, eine aktive Kühlfunktion nun auch nicht soooo stromfressend - Kühlung von 600W bei einem COP von 3 sind dann halt 200W "Betriebskosten" für ne kühle Bude - und das auch nur betrieben, wenn überschüssiger Strom von der PV kommt.

Was die Gangster für das dafür notwendige 4-Wegeventil und die Steuerung haben wollen, wirst du wissen - technisch und von den realen Kosten wären ganz klar <=500€ angesagt - soweit die Kühlung über eine FBH oder WH erfolgt.

LG jogi

Verfasser:
raumhafen
Zeit: 28.01.2017 21:31:20
0
2470336
Eieiei, das sind eine Menge Informationen und etwas zu technisch für mich :-)

Wegen der Trinkwasserwärmepumpe noch mal...
soweit ich das System verstanden habe gewinnt die integrierte Wärmepumpe die Energie aus der Abwärme der Frischluft bzw. aus der Fortluft der Heizungsanlage. Das Warmwasser wird dabei bis auf max. 55 Grad erwärmt. Bei Bedarf mit aktiviertem Heizstab (und/oder Boost-Funktion) auf 75 Grad.
Eine Schnittstelle zur PV-Anlage ist vorhanden, die Anlage kann somit auch mit Solarstrom betrieben werden.
Der erste Aufheizvorgang bei Betriebsaufnahme dauert wohl 4 Stunden (Wärmepumpe und Heizstab parallel). Mit Boostfunktion entsprechend kürzer.
Wir fragen uns jetzt, ob sich diese Boostfunktion für uns lohnt. Wie geschrieben der Tank fasst 300 Liter und bei 4 Stunden Aufheizen ist das doch aus meiner Sicht völlig ausreichend. Erhöhter Warmwasserbedarf hat man in den Morgen und Abendstunden und tagsüber kann sich das Teil dann gemütlich erwärmen.
Bei der Boostfunktion wird der 1,5 kW Heizstab ausgetauscht und es kommt ein 4,5 kW Heizstab zum Einsatz, aber dafür über 1.000 Euro Aufpreis zahlen?!

Wobei man bei der Boostfunktion zumindest ein paar technische Details bekommt.
Bei der Kühlfunktion heißt es nur sie kühlt die Luft und entfeuchtet sie. Und bei ausreichender Beschattung kann man so im Haus die Luft ein paar Grad abkühlen.
Mehr Informationen gibt es leider nicht dazu. Außer dass auch dieses Feature knapp über 1.000 Euro Aufpreis kostet.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 29.01.2017 00:17:31
2
2470391
Zitat von raumhafen Beitrag anzeigen

Eieiei, das sind eine Menge Informationen und etwas zu technisch für mich :-)
[...]


Hi @Han,

hab mich wg. deinem thread gestern noch ein wenig schlau gemacht bezüglich der Luft/Luft-Wärempumpen (Proxon) der Firma Zimmermann

Das scheint ja ne mittlere Katastrophe und ein endloses Groschengrab zu sein, wenn man mit technischem Verstand da mal durchs Netz forscht.

etwas zu technisch für mich

drei Fragen -
1) hast du einen Führerschein und fährst du ein Auto ???
2) kannst du dir ein Ei in der Pfanne braten ???
3) kannst du einen PC bedienen und nutzen ???

Zitat von raumhafen Beitrag anzeigen

Wegen der Trinkwasserwärmepumpe noch mal...
soweit ich das System verstanden habe gewinnt die integrierte Wärmepumpe die Energie aus der Abwärme der Frischluft bzw. aus der Fortluft der Heizungsanlage. Das Warmwasser wird dabei bis auf max. 55 Grad erwärmt. Bei Bedarf mit aktiviertem Heizstab (und/oder Boost-Funktion) auf 75 Grad.
[...]


Eine ordentlich ausgelegte WW Versorgung braucht mit einer FriWa nicht mehr als ca. 48°C, alles andere erscheint mir stümperhaft und eine dauerhafte Energieverschwendung.

Zitat von raumhafen Beitrag anzeigen

Der erste Aufheizvorgang bei Betriebsaufnahme dauert wohl 4 Stunden (Wärmepumpe und Heizstab parallel). Mit Boostfunktion entsprechend kürzer.
[...]


Bei einer richtig ausgelegten WP und WW Versorgung braucht es im Normalbetrieb keinen Heizstab - der sollte nur dann zu Einsatz kommen, wenn die WP defekt ist, oder es extrem kältere AT jenseits der Auslegungstemperatur hat. Bei allen WP kann man den Heizstab generell abschalten ( zur Not geht auch abklemmen...)

Zitat von raumhafen Beitrag anzeigen

Bei der Boostfunktion wird der 1,5 kW Heizstab ausgetauscht und es kommt ein 4,5 kW Heizstab zum Einsatz, aber dafür über 1.000 Euro Aufpreis zahlen?!
[...]


Ein 1,5kW Heizstab in der Bucht kostet ~gut 30€
Ein 4,5kW Heizstab, einphasig in der Bucht kostet ~ 40€
Ein 4,5kW Heizstab, dreiphasig in der Bucht kostet ~ca 110€

bei 3 phasig kommt dann wahrscheinlich noch ein Relais für 50€ und etwas Verdrahtung dazu.

ach ja - und die Aktivierung des Programms, dass es dann funktioniert (1 Häckchen machen...)

Ganz ehrlich, ich würde darauf bestehen, dass die Anlage im Auslegungsfall (Heizgrenze) gänzlich ohne Heizstab auskommt und für die vereinbarte Anzahl von Personen auch das WW gemäß Norm (1,75kWh/Person) bereitstellt.
Klare Falle ist, wenn du die gewünschte RT nicht im Vertrag festgelegt hast und die im Kleingedruckten von 18°C RT ausgehen - du aber 21°C haben möchtest. Dann dürfte die WP generel zu klein ausgelegt sein und andauernd direkt-elektrisch dazuheizen, mit verherenden Stromrechnungen.

Wenn du mehr willst/brauchst, als vertraglich vereinbart, musst du für den Luxus bezahlen, aber bei Einhaltung der normalen Bedingungen sollte das definierte ausreichend sein.

Wahrscheinlich gehörst du zu den vielen, die von Fertighausbauern mit einer Proxon L/LWP beglückt wurden, ohne genau hinzusehen und nachträglich ne katastrophale Anlage haben, die unendlich Strom kosten. (Da gibt es glaubhafte Berichte im Netz über soll <2000kWh/a Stromverbrauch und real >6000kWh/a Stromverbrauch, was mehr als einer Direktstrombeheizung bei dem angegebenem Heizwärmebedarf entspricht - du solltest dringend mal Google bemühen)

Zitat von raumhafen Beitrag anzeigen

Wobei man bei der Boostfunktion zumindest ein paar technische Details bekommt.
Bei der Kühlfunktion heißt es nur sie kühlt die Luft und entfeuchtet sie. Und bei ausreichender Beschattung kann man so im Haus die Luft ein paar Grad abkühlen.
Mehr Informationen gibt es leider nicht dazu. Außer dass auch dieses Feature knapp über 1.000 Euro Aufpreis kostet.
[...]


Aber hallo - wenn die was verkaufen wollen, sollen sie mal mit Fakten rüberkommen...

Ganz ehrlich - hört sich so an, als ob das alles noch nicht bestellt ist ???

Dann besser FBH + Sole-WP mit Forums - Slinky Kollektor und passiver Kühlung, die dann wirklich funktioniert. Bei FBH gibts viel Unterstützung hier im Forum und auch bei Slinky und WP Auswahl.

LG jogi

Verfasser:
A. Klein
Zeit: 08.07.2017 12:27:30
0
2524377
Hallo,zu der Proxon kann ich was sagen, denn die haben wir. Der Verbrauch dieser Anlagen ist grundsätzlich abhängig von der Gebäudehülle. Ich glaube sagen zu können, dass wir einen sehr guten und erfahrenen Fertighausanbieter gewählt haben, daher ist der Verbrauch bei uns absolut in Ordnung. In etwas mehr als einem Jahr (Januar 2016 bis April 2017) war der Verbrauch bei 3600 KW inklusive natürlich des Warmwassers. Zu der "Boost-Funktion" beim Warmwasser der Proxon: Das ist nichts anderes als ein Heizstab, der unter normalen Umständen überhaupt nie (!) anspringt. Die Proxon kommt mit einem 300l-Warmwassertank, wir sind 4 Leute im Haus, davon zwei Kinder im Kiga- und Grundschulalter, die nicht jeden morgen duschen (wir schon ;-) ). Der Heizstab geht nur dann an, wenn nur noch sehr wenig Wasser im Tank ist und sorgt dafür, dass schnell aufgeheizt wird. Im letzten Jahr war dieser Heizstab bei uns im regulären Betrieb kein einziges Mal an. Warum auch? Wir verbrauchen morgens zum Duschen ja keine 300 Liter Wasser...Die LLWP hat für uns noch einen Vorteil: Wenn es sein muss, werden Räume innerhalb kürzester Zeit warm, das dauert bei einer wassergeführten Wärmepumpe (wie man es häufiger findet) viel länger. Wir finden die Anlage gut, waren sehr skeptisch zu Beginn (heizen über die Luft?), aber ES STEHT UND FÄLLT MIT DEM RICHTIGEN HAUSANBIETER. Heißt: Auf die Hülle kommt es an!Grüße,a.klein

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.07.2017 13:16:29
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