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Datenschutzhinweise

Bauwerksabdichtung richtig oder falsch
Verfasser:
KHU/SLF
Zeit: 20.05.2004 16:35:54
0
65359
habe hier ein Thema aus meiner Begutachtung:

Im KG (gegen Erdreich) eines EFH war an den Wänden, bis zu 50 cm, Feuchtigkeit im Gipsputz aufgestiegen.

Es stellte sich heraus:

Eine Heizungsfachfirma hatte eine Fußbodenheizung verlegt und auch die Bauwerksabdichtung, warum auch immer, eingebracht. Da Rohre auf der Rodecke verlegt waren, (Elektro + Sanitär) hatte man zunächst eine Ausgleichsschicht aus Polystyrolhartschaum verlegt und darauf dann eine PVC Folie, Quellverschweißt verlegt. An den aufgehenden Wänden hatte man die Folie bis über den Estrich hochgezogen. Später dann die Folie Estrichbündig abgeschnitten. Der Gibsputz reichte, teils, teils bis auf die Rohdecke.

Soweit so gut. Aber was war falsch?

1. Der HZB hätte keine Bauwerksabdichtung verlegen dürfen.
2. Erst recht nicht, wenn Rohre gleich welcher Art auf der Rohdecke verlegt wurden, bzw. liegen.
3. Die Bauwerksabdichtung muss unbedingt vor den Rohren verlegt sein und dicht mit der 1. Mauerwerksabdichtung verschweißt werden.
4. Er hatte keine Bedenken angemeldet, zu der Tatsache, dass der Gipsputz bis auf die Rohdecke reichte. Der Gibsputz darf nur bis OKFFB reichen. Dies ist in der Regel die 2. Mauerwerksabdichtung unter den aufgehenden Wänden. Dies hätte er wissen müssen, wenn er diese Arbeiten ausführt.

Bei dieser mangelhaften Ausführung der Bauwerksabdichtung konnte so die Feuchtigkeit unterhalb der Folie bis an die aufgehenden Wände gelangen und dann im Gipsputz aufsteigen. Der Schaden war enorm und wurde zu 100% der Heizungsfachfirma zugeschlagen. Außerdem war die PVC - Folie nicht normgerecht. Der HZB hatte eine Folie 0,5 mm verwendet und hatte sich dann auch noch auf die Preisliste eines "Systemanbieters" statt auf die DIN, berufen.

Ich denke dieser Beitrag ist geeignet, dass der Leser in Zukunft, sollte er eine Bauerksabdichtung ausführen, diese Fehler nicht macht.


Verfasser:
HeiZie
Zeit: 20.05.2004 16:51:19
0
65360
Hallo KHU/SLF,

Ihre Beiträge sind hochinteressant und sehr lehrreich. Vielen Dank. Weiter so!

Gruß HeiZie

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 20.05.2004 18:35:12
0
65361
@KHU

der Unternehmer hatte wohl keine Ahnung...

ABER

wo bleibt da die Planung/Bauleitung/Bauüberwachung ?

Bauwerksabdichtungen sind konstruktiv je nach Lastfall vorzusehen.
Welche Lastannahmen wurden den an diesem Bauwerk angetroffen ?
Was die Konstruktion/Folie überhaupt geeignet für diesen Lastfall ?
Wenn eine Bauwerksabdichtung einzubringen ist, wieso wurde dann die Verlegung der Sanitär und Elektroleitungen auf dem Rohfußboden des Bauwerks überhaupt freigegeben ???

Klarer Fehler der Bauleitung (die es wahrscheinlich an dem Bauvorhaben mal wieder nicht gegeben hat...)

Zudem sind Rohrleitungen auf Fußböden konstruktiv vorzusehen, d.h. es muß vor Ausführung die Frage der Rohrleitungsbefestigung, Aufbauhöhen etc. abgeklärt werden. Eine Abdichtung, die nach der Einbringung durch Befestigungen durchlochert wird, kann der ihr gestellten Aufgabe mit Sicherheit *nicht* gerecht werden. Die Ausführung der Wandanschlüsse ist ebenfalls durch den Planer festzulegen.....Befestigung der Abdichtung, Klemmschiene und Putzabschluß...kostet ganz nett Geld und gibts nicht *umsonst*...der Preis für die Kleinigkeiten übersteigt die Kosten der Abdichtungsfolie und den Schluck Quellschweißmittel bei weitem...

Neben dem Murks den der HZB hier veranstaltet hat, muß ganz klar gefragt werden, was war wie überhaupt geplant ?

Leider....sieht es mit der Planung bei solchen Details grundsätzlich mies aus. Es wird von jedem irgendwie irgendwas zurechtgefummelt (klären wir alles immer irgendwie vor Ort...keiner weiss Bescheid) in der Hoffnung, dass der Lastfall nie Eintritt.

Leider...werden auch diese *Planungseier* oder schlichtes Versagen der Planung grundsätzlich den Handwerkern aufs Auge gedrückt, die aus Dummheit, Unwissenheit oder wegen dem Dollarzeichen im Auge sich zu solchen Sacklösungen überreden lassen....gehts schief, weiss natürlich im Schadensfall keiner mehr was. Motto...stell dich nicht so an, wird schon gut gehen, brauchen wir ja eigentlich sowieso nicht....blablablabla

Grundsätzlich sollte sich jeder darüber im klaren sein, dass er von Arbeiten, von denen er absolut keine Ahnung hat die Finger lassen sollte, denn wie im gezeigten Fall schützt Unwissenheit nicht vor Strafe...

Bei solchen Fällen frage ich mich immer ...und wo bleibt der Architekt und wie ist die Bauwerksabdichtung überhaupt geplant gewesen...

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
Erik
Zeit: 20.05.2004 20:39:22
0
65362
Zudem stellt sich ja noch die Frage, WARUM überhaupt Feuchtigkeit eingedrungen ist, denn, m.W. muß die äußere Gebäudehülle schon dicht sein.
Will sagen, die Folie ist nur eine DAMPFsperre, sie kann keine Abdichtung gegen freies Wasser sein.
Selbst wenn die Folie dicht ist und Feuchtigkeit in teilbereichen der Umfassungswänden hochzieht, ist dies ein klares Anzeichen für eintretendes Wasser von außen, wovor die Folie nicht schützen kann und auch dafür gar nicht gedacht ist.
D.h., dass hier wahrscheinlich schon ein Baufehler vom Rohbauer vorliegt und der Heizungsbauer zahlen darf.
Genauer betrachtet ist das ja Murks auf der ganzen Linie.
Armer Heizungsbauer, wenn er sich den Schuh angezogen hat, auch wenn er sich *zu weit aus dem Fenster gelehnt hat*.

Gruß Erik

Verfasser:
KHU/SLF
Zeit: 21.05.2004 10:26:31
0
65363
@Achim Kaiser,
so kann es nicht gehen. Immer nur auf Andere schimpfen. Jeder hat seinen Marschallstab selber im Tornister. Man kann sich nicht berufen, dass auch andere Fehler machen, das ist der falsche Weg zu mehr Qualitätsarbeit. Hier war eindeutig der HZL - Handwerker gefragt und hat auch zu 100,00% den Schaden zu tragen.

Die Rohre für Sanitär und Heizung hat er selber auf die Rohdecke verlegt. Er musste dies nicht, denn es war Vorwandinst.. geplant und auch ausgeführt. Er ist für jedes Objekt aus der V-Wand heraus über die Rohdecke und wieder in die Vorwand rein. Die Heizungsleitung war bzw. ist für den Handtuchheizkörper mit gleicher Temperatur der FB-Heizung auch über die Rohdecke gelegt worden, er hätte den Handtuchheizkörper auch direkt an die FB-Heizung vom Verteiler aus anschließen können. Auch die Verlegung der Elektro-Rohre (Eine Unsitte der Elektriker, gegen diese Lobby gibt es zur Zeit kein Mittel, trotz VOB/DIN/VDE/EN und bla, bla, bla [übermittel Dir gerne die Fotos, brauch ich aber nicht Du wirst dies kennen]) hätte er in der Hand gehabt, denn er war ständig auf der Baustelle und hätte dies sehen und verhindern müssen.

Also lieber Achim, nicht meckern, ...... besser machen und das richtig machen was man kann.

Abdichtungen gehören in kompetente Hände.

@Erik,
die Gebäudehülle war und ist dicht, von Außen ist und konnte keine Feuchtigkeit eindringen. Die Bodenplatte und die A-Wände sind von Unten und Außen dicht. Es war die Feuchte aus der Bodenplatte. Fachleute wissen, dass die Bodenplatte erst nach ca. 5 Jahren keine Feuchte mehr abgibt, (Wasser ist das preiswerteste am Bau).
Die Planung und Ausschreibung sagte eindeutig. Abdichtung der Bodenplatte gegen aufsteigende, nichtdrückende Feuchte. Die Abdichtung des Fußbodens ist an die waagerechte Abdichtung der Wände so heranzuführen oder mit ihr zu verkleben, dass keine Feuchtigkeitsbrücken insbesondere im Bereich von Putzflächen entstehen können.

Verfasser:
Carmen
Zeit: 10.10.2005 23:07:45
0
252228
Hallo zusammen,

hab die Beiträge zur Bauwerksabdichtung gelesen und hoffe, dass auch mir jemand mit einer Antwort helfen kann - bin selbst keine Fachfrau :-(
Hab jetzt schon sehr viel gelesen und folgendes Problem:
Ich wohne in einem 3-Familien-Haus.
Die Hälfte des Hauses ragt ins Erdreich hinein. Der Bauherr hatte es wohl nicht so sehr mit Qualität und war eher auf´s Sparen aus, was zur Folge hat, dass inzwischen an der Nordseite (Kellerräume im Erdreich) der Außenputz bröckelt (war ja abzusehn) und dringend was gemacht werden muss.
Jetzt hab ich zig Seiten gelesen, u.a. von irgendwelchen Chrom-Nickel-Platten, die im Mauerwerk fast schon eine Art STOP-Schild für Wasser sein sollen. Mir selbst sind nur diese Noppenbahnen bekannt. Weiß einer von Euch ob das (wohlgemerkt eine Baumaßnahme im Nachhinein) DIE Ideallösung wäre ?

PS: Grüße an dieser Stelle an Martin ausm Forum, der mir super schnell mit einer Antwort bzw. Heizkosten geholfen hat ;-)

Hoffentlich liest das jemand ?!

Ich grüß einfach mal alle !

Carmen

Verfasser:
stromchef
Zeit: 11.10.2005 20:19:18
0
252689
@carmen

Leider sind an dem Problem Bauwerksabdichtungen schon echte Profis gescheitert. Da du offensichtlich Mieterin bist, solltest du deinen Vermieter veranlassen etwas zu unternehmen.
Zum Thema Chromstahlplatten.
Diese werden horizontal in die Wand eingeschlagen und verhindern ein weiteres Aufsteigen der Feuchtigkeit die von unten kommt.
Wenn aber die Feuchte darüber auftritt, Pech gehabt.
Die braune Noppenfolie wird mit den Noppen zur Hausseite vertikal eingebracht und verhindert den Kontakt der Erde zum Mauerwerk. Wenn aber die Nässe von unten kommt, oder Wasser ist, welches dahinterlaufen kann, gilt wieder Pech gehabt. Bei dem Thema scheinst du so unbedarft zu sein, dass ich dir dringend rate die Finger von dem Thema zu lassen, da die Gefahr falsche Ratschläge zu geben sehr groß ist und der verursachte Schaden gewaltig sein kann.
LG stromchef
der gerade ein EFH baut und sich daher mit diesen Themen etwas beschäftigt.

Verfasser:
stromchef
Zeit: 11.10.2005 20:24:25
0
252696
@carmen

P.S. Die ideale Lösung ist von hier aus nicht zu ermitteln. Das Wichtigste ist, zu ergründen wo die Feuchtigkeit herkommt und dann die dazu passende Maßnahme zu ergreifen.
Die Eierlegendewollmilchsau-Lösung gibt es außer Haus abreissen und neumachen meines Wissens nach nicht.

Verfasser:
carmen
Zeit: 11.10.2005 22:59:42
0
252847
Hallo und danke für die Antworten !

Fakt: ich bin - in dem Fall leider - Eigentümerin einer Wohnung und in der Zwischenzeit auch so was ähnliches wie der Verwalter.
Deshalb MUSS ich mich mit dem Problem beschäftigen und tu das auch sehr ausgiebig - les alles mögliche, auch das mit den Platten, die ins Mauerwerk "gerammt" werden ;-)
Von der BG weiß ich, dass es sich um einen versteckten Mangel handelt, weil eben GAR NIX zur Abdichtung in der Erde ist. Das mit den Noppenbahnen weiß ich. Aber: was ist mit der Feuchtigkeit, die bereits im Mauerwerk ist ? Bringt mir nix, die Kellerinnenwand neu streichen zu lassen, wenn bereits jetzt der Putz langsam lose wird. Folgedessen habe ich die Befürchtung, dass diese Baumaußnahme alleine nicht genügt und da der Verkäufer natürlich so wenig wie möglich dafür ausgeben möchte, muss ich vorher ganz konkret wissen, auf was ich bestehen sollte / muss.
Vielleicht sind das mehr hilfreiche Infos für Antworten von Euch gewesen ?

PS: Die vom Verkäufer beauftragte Baufirma schlägt die Lösung mit den Noppenbahnen vor. Nur sagt auch er mir nicht, wie ich die Feuchtigkeit wieder aus dem Gemäuer bringen soll !

Danke im Voraus
Carmen

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