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Grabenkollektor für EFH in Nähe Lüneburg
Verfasser:
teutates
Zeit: 13.02.2017 14:37:25
0
2476934
Hallo Forum,

langsam soll es bei uns losgehen. Meine Freundin und ich wollen ein Einfamilienhaus in der Nähe von Lüneburg bauen. Ich bin schon seit mehreren Monaten dabei, mich mit Informationen einzudecken, wozu natürlich auch die Heiztechnik gehört.

Wir sind vom Konzept Erdwärme überzeugt und dank des Forums bin ich auch auf das Thema Grabenkollektor gekommen. Gebaut wird in einem Wasserschutzgebiet, aber die untere Wasserbehörde hat mir telefonisch schon mitgeteilt, daß es mit Erdwärme keine Probleme geben soll.

Die wichtigste Frage ist jetzt erst mal: Ist der Boden überhaupt dafür geeignet? Ein Bodengutachten soll demnächst speziell für den Bereich des Hauses in Auftrag gegeben werden, es findet sich bei Google allerdings schon ein Gutachten für das Baugebiet - praktischerweise waren zwei Bohrstellen bereits auf unserem Grundstück.

Das Gutachten liefert für eine der beiden Bohrstellen folgendes Ergebnis:

0 - 0,35m
Mutterboden, schwarz
Sand, schluffig, humos

0,35 - 1,60
Schmelzwassersand, braun, gelb, weiß
Feinsand, mittelsandig

1,60 - 1,80
Schmelzwassersand, gelb
Sand, kiesig

1,80 - 2,60
Schmelzwassersand, weiß
Feinsand, mittelsandig, schwach schluffig

2,60 - 4,00
Schmelzwasserstand, hellgelb
Sand, schwach kiesig

Wenn ich die Zeichnung richtig interpretiere, dann wurde in 3,70m Grundwasser festgestellt.

Was sagen die Experten zu dem Boden? Sand hört sich für mich jetzt erst mal nicht ganz so toll, wie z.B. Lehm, an. Zum Bauen soll Sand wohl gut sein, aber wenn ich Erdwärme nutzen möchte, wäre ein Boden doch besser, der Wasser besser halten kann, oder?

Kann man den Grabenkollektor prinzipiell bei solchen Bodenverhältnissen nutzen?

Vielen Dank schon mal für Eure Rückmeldungen.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 13.02.2017 14:44:05
1
2476937
Du mußt halt mehr graben..

Hast du im Zeichentool dein Grundstück schonmal angelegt ??

Verfasser:
gummibrot
Zeit: 13.02.2017 20:40:27
0
2477098
Zitat von teutates Beitrag anzeigen
Kann man den Grabenkollektor prinzipiell bei solchen Bodenverhältnissen nutzen?
Klares Ja. Aber wie Peter schon schrieb, mit etwas mehr Aufwand weil Du mehr Fläche/Volumen erschließen musst. Außerdem muss man bei sandigen Böden wegen der geringeren Standfestigkeit beim Graben erstellen sorgfältiger sein.

Aber es ist jetzt erstmal kein Hindernis.
Zeichne doch mal Dein Grundstück und das geplante Haus. Dann schauen wir mal, was man aus dem Boden rausholen kann.

Grüße,
Jo

Verfasser:
teutates
Zeit: 24.03.2017 21:37:11
0
2492407
So langsam kommt Bewegung in die ganze Sache. Vor zwei Wochen waren wir bei der Bank und beim Notar. Gestern haben wir Post mit einem Grundbuchauszug bekommen -> Wir dürfen für das Grundstück bezahlen und sind somit demnächst rechtmäßige Eigentümer. :)

Parallel dazu habe ich mir von einem Landschaftsbauunternehmen aus der näheren Umgebung ein Angebot für die Erdarbeiten erstellen lassen, was mir seit heute vorliegt. Folgende Posten wurden dort aufgeführt.

Für die Breite und Tiefe des Grabens habe ich erst mal 1,5m angegeben. Wir im Eingangspost bereits erwähnt, wird der Boden sehr sandig sein.

- Transporter, ohne Bedienung (4h - 80€)
- Landschaftsgärtner und Maschinist (12h - 552€)
- Kettenbagger, 8-16t, Löffelinhalt: 0,4m³ (12h - 504€)
- Kleingeräte (Rüttler) (4h - 50€)
- LKW-Kipper mit Tieflader (4h - 300€)

Macht in Summe brutto 1768,34€

Nach Verlegung des Kollektors wieder der ausgehobene Boden wieder in den Graben eingefüllt und in Schichten von 50cm verdichtet.

Ich habe das Gefühl, daß das Angebot zwar gut, aber wahrscheinlich doch noch etwas zu teuer ist. Was ist denn Euer Eindruck davon? Eine kleine Einschätzung wäre super.

Verfasser:
teutates
Zeit: 28.03.2017 07:03:29
0
2493248
Ich muß meinen Beitrag leider mal kurz etwas pushen. Eine kurze Einschätzung bzgl. der Kosten wäre super.

Am Wochenende werde ich mich dann auch mal dran machen und einen ersten Plan mit dem Trenchplanner erstellen.

Verfasser:
oimime
Zeit: 28.03.2017 08:24:30
0
2493265
Moin, also aus meiner Sicht hast du vieeeeeeeeeeeel zu knapp kalkuliert. Habe mein Grabenkollektor-Projekt letzte Woche realisiert und wir waren knapp 3,5tg (12St. täglich) dran!

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 28.03.2017 09:22:59
0
2493289
Die Frage ist immer in welchem Schritt ....

ein 16T Bagger auf einem leeren Grundstück macht enorm Menge :-)

Die Frage ist wie du gebucht hast... denn das verlegen an sich braucht ja Zeit. Haben die Fahrer und Maschinen da Pause (zB Baggern auf einen Freitag... Zubaggern auf einen Montag... Verlegen Sa und Sonntag )

Verfasser:
DP13
Zeit: 28.03.2017 10:35:19
0
2493311
Hey. Wieso hast du dir nen LKW mit anbieten lassen? Machst du den Aushub erst nach dem Rohbau/Keller?

Wir haben ähnlihc viel (glauib sogar noch mehr bezahlt. Allerdings musste ich zweimal einen 4Achser mit dazu mieten, weil bei uns der Aushub aufs Nachbargrundstück transportiert werden musste.

Wenn der Aushub auf dem späteren Keller gelagert werden kann, dann brauchst z.B. schon mal keinen LKW.

Gruß, Dominik

Verfasser:
crink
Zeit: 28.03.2017 11:01:15
1
2493321
Moin,

ohne weitere Infos zum Vorhaben ist es schwierig irgendwas zu beurteilen. Bitte zeichne Dein Grundstück und den bisher geplanten Grabenverlauf, dann lässt sich mehr sagen. Denn wenn Du wegen Mini-Heizlast nur einen Minigraben brauchst, dann wäre das Angebot natürlich zu teuer. Wenn es sich aber um einen riesigen Palast handelt, dann sieht es schon anders aus.

Prinzipiell brauchst Du bei Erstellung des Grabens vor dem Hausbau und genügend Platz auf dem Grundstück nur einen sehr großen Bagger, sonst nichts:
- Der Bagger hebt den Graben aus (Grabenbreite = Schaufelbreite) und ist nach 4 Stunden damit fertig.
- Du verlegst zusammen mit 3 Helfern die Rohre - angefangen habt Ihr 2 Stunden nach Baggerbeginn mit dem ersten Teilstück, das der Bagger fertig bekommen hat.
- Der Baggerfahrer macht Mittagspause, Du arbeitest mit Deinen Helfern durch bis alle Rohre im Graben liegen
- Sobald der Baggerfahrer seine Mittagspause beendet hat kann er den Anfang wieder verfüllen: 50 cm Erde drauf, dann mit der Baggerschaufel fest drücken usw.
- Zwischendurch packst Du das Warnband auf die ersten 50 cm Erde - Die Rohrverleger kommen nun mit den leichteren Ringbunden auch zu dritt klar.
- Ihr Rohrverleger seid nach 4 Stunden fertig und könnt dem Baggerfahrer bei den Feinarbeiten helfen und nach und nach die Mittagspause nachholen.

So ist es möglich, den Graben ohne viele Maschinen mit 4 Personen + Baggerfahrer innerhalb eines Tages zu schaffen. Der Bagger muss nur groß genug sein und zum Vorhaben passen (Baggerschaufelbreite). Eine zusätzliche Person für die Fotos oder um kleinere Hilfsarbeiten und das Catering zu erledigen, ist empfehlenswert.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
feanorx
Zeit: 28.03.2017 12:40:25
0
2493369
finde das angebot ...so mittel
Kann nur jedem mit wenig Platz für den Aushub die gerade Verlegung empfehlen mit Schlitzgräben.
Geringster Aushub und einfachste sowie schnellste Verlegung

Verfasser:
teutates
Zeit: 29.06.2017 10:47:56
0
2521820
Hallo,

hier soll es demnächst weitergehen mit der Planung. Der Grundriss vom Architekt ist fertig, ebenso eine Berechnung nach EnEV.

Einen ersten Entwurf von Grundstück inkl. Grabenkollektor habe ich hier erstellt: http://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=GuDYrruymyJKATf2Ldve

Die EnEv-Berechnung ergab folgende Werte:

Jahres-Primärenergiebedarf qp: 43,81
Transmissionswärmeverlust H't: 0,327
Gebäudenutzfläche: 193m²
Volumen Ve: 603,1m³
Hüllfläche A: 462,26m²
Fensterfläche: 39,63m²

Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Architekt hier mit einer dez. Lüftung und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gerechnet. Wir wollten einen Vergleich zwischen EnEv und KfW55, weswegen uns der Architekt hierfür zwei Berechnungen durchgeführt hat. Entsprechend sollten die beiden ersten Werte bei einer zen. Lüftung und einer Sole-Wasser-Wärmepumpe besser werden.

KfW hat sich für uns nicht gerechnet. Die Finanzierung läuft komplett ohne KfW (wir mußten die Finanzierung fertig haben, bevor das Haus komplett geplant war. Da wir damals noch nicht wußten, ob wir dicht an KfW55 kommen und mit wieviel Mehrkosten wir zu rechnen hätten, haben wir bewußt auf den KfW-Kredit verzichtet)

Zur Zeit sind wir 2,5 Personen - mittelfristig werden es 2 + 2. Die Badewanne wird demnächst wohl mal für die Kinder verwendet oder nach sehr langer, sportlicher Aktivität, aber ansonsten wird primär kurz geduscht.

Ich liebäugle mit einer Nibe F1255-6 - gerne auch als Schwedenimport, wenn man denn einen Sanitär-Betrieb findet, der diese anschließt. Reichen die 180l Frischwasser? Bei einem Gespräch mit einem Bauunternehmen hieß es, daß bei einer Wärmepumpe und 4 Personen eher 250-300l genommen werden sollten.

Grüße,
teutates

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.06.2017 11:59:42
2
2521833
Hi,

Warum liegen A. und E. so dicht beieinander?
So graben sie sich gegenseitig die Wärme ab und A. kühlt B.
Würde ich, wenn möglich, mindestens 4 Meter auseinander rücken.

Nun wieder mein ungeliebter Standardspruch: "H,t ist lausig", also die
durchschnittliche Dämmung der Gebäudehülle.
So auf 0,25 oder besser, sollte man m.M. im Neubau schon kommen.
Mit KWL und Wärmepumpe bist Du schon auf einem guten Weg zu
einem guten Energiestandard, da solltest Du m.M. bei der Hülle
nicht so abfallen, sorry.

180 Liter ist gut für die Wasserhygiene, weil der Inhalt zügig umge-
schlagen wird, aber könnte evtl. knapp werden.
Kommt darauf an, wie sich der Verbrauch über den Tag verteilt und
wieviel Liter/Minute man bei der Dusche für sinnvoll hält.
Man kann hinter den Speicher einen solartauglichen Durchlauferhitzer
vorsehen, dann gibt es immer Warmwasser, falls der Speicher mal nicht
reichen sollte.

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 29.06.2017 12:06:11
1
2521835
Moin,

Du hast ja ein schön großes Grundstück, da bekommst Du den Kollektor auf jeden Fall untergebracht - und zwar so, dass die Aushubarbeiten möglichst einfach realisierbar sind. Trockener Sand ist natürlich blöd, aber in der Heide ist nichts anderes zu erwarten... Dein erster Vorschlag ist noch etwas dicht gedrängt, ich würde die Teilstücke zur Erschließung von mehr Erdreich noch ein wenig auseinander ziehen.

Und dann ist die Frage, welches Rohr Du verwenden willst - die Ringgrabenkollektorrohre von Herrn Muggenhumer aus Österreich mit 1,8 m Ringbund-Durchmesser oder klassische PE-RC Ringbunde mit ca. 1,2 m Durchmesser? Richtet sich auch nach der Baggerschaufelbreite. Für einen möglichst schnellen Arbeitsablauf sind 2 m Grabenbreite und die Muggenhumer-Rohre sinnvoll, die aber einen Tick mehr kosten. Steht nur eine Baggerschaufel mit weniger als 1,8 m Breite zur Verfügung, dann lieber die kleineren Ringbunde nehmen und die Grabenbreite entsprechend der Baggerschaufel.

Ein möglicher Vorschlag mit 2 m Grabenbreite: Vorschlag 2 mit leicht optimierter Slinky-Verteilung für einfaches Verlegen.

Zur EnEV-Berechnung: Der H'T ist sehr schlecht für einen Neubau, auch wenn das bei diesem Haus mit geringer Außenwandfläche eine nicht so große Rolle spielt. Überlege Dir, ob irgendwo die Dämmung kostengünstig noch etwas dicker ausgeführt werden kann. Oft ist es einfach, die Dachdämmung noch ein wenig zu verstärken oder noch mehr unter die Bodenplatte zu packen. Willst Du es genau wissen, dann pack einen Link auf die anonymisierte EnEV-Berechnung hier rein - dann lässt sich mehr dazu sagen. Durch den Einsatz einer zentralen KWL ändert sich nichts am H'T, der bleibt immer noch schlecht.

Größe des WW-Speichers: Wenn die Personen nicht alle direkt nacheinander Duschen/Baden wollen, dann reichen auch die 180 l. Bei der von Dir bevorzugten WP kann die WW-Beladung mit hoher Spreizung durchgeführt werden, so dass schon während des Zapfens gleich wieder auf die richtige Temperatur nachgeladen werden kann - das hilft auch ein wenig.

Schwedenimport: Evtl. auch die Preise der ähnlichen Modelle von Alpha Innotec oder Novelan prüfen, die werden teilweise günstiger angeboten als Nibe.

Und sag Bescheid wenn es losgehen soll mit der Verlegung, evtl. kann ich mitmachen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
teutates
Zeit: 16.07.2017 14:37:53
0
2526264
Moin,

endlich komme mal wieder dazu, mich dem Projekt hier im HTD zu widmen.

@winni: A und E lagen so dicht beieinander, weil ich gerne den oberen Abschnitt des Grundstücks für die Erdwärme nutzen wollte - und weil ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken darüber gemacht, daß sich kalte und warme Seite natürlich gegenseitig beeinflussen.

Ich habe die EnEv- und die KfW-55-Berechnung mal angepasst und unter den beiden Links hochgeladen. Zur besseren Übersicht habe ich auch gleich mal den Grundriss hochgeladen.

EnEV-2016

KfW-55

Grundriss


@crink: Entwurf sieht schon durchdachter aus. Danke. Ich habe schon mal online eine Bohranzeige aufgegeben und bereits eine Antwort vom Landkreis Harburg, Abt. Boden/Luft/Wasesr erhalten. Wider Erwarten soll ich einen Grenzabstand von 5m zu den Nachbargrundstücken einhalten. Bisher habe ich hier immer von 1-2m gelesen. Lohnt es sich, sich mit der Behörde darüber zu unterhalten und ggf. Einspruch einzulegen? 5m Abstand würde die Möglichkeiten ganz schön verkleinern.

Welches Rohr, weiß ich noch nicht. Ich habe hier bei Jork letztens bei einem Projekt mitgeholfen. Er hatte ein klassisches PE-RC-Rohr. Das verlegen empfand ich jetzt nicht als schwierig. Ich muß mir noch Angebote von Baggerunternehmen reinholen und dort abfragen, welche Schaufelbreite sie haben.


Derzeit werden erst mal nur 2 Personen morgens duschen. Die dritte Person ist noch sehr klein, die vierte ist noch gar nicht geplant. Bei einem ersten Gespräch mit einem Händler hat man mir zu 300l geraten - gerad ein Hinblick auf den Einsatz einer Wärmepumpe. Die Aussage halte ich als Laie für falsch. Ist der Eindruck richtig? Ich möchte aufgrund Platzbedarf auch nur ungerne einen extra Warmwasserspeicher im HWR haben.

Viele Grüße,
teutates

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.07.2017 15:00:24
2
2526270
Hi,

zur EnEV:

- Dach könnte leicht mit zusätzlicher Untersparrendämmung verbessert werden
Ich würde höchstens U-Wert 0,15 anstreben.

- Wände könnte man mindestens auf Dämmstoff 032 gehen = leichte Verbesserung.

- Bodenplatte würde ich viel besser dämmen. Hier werden immer die Verluste gegen
Raumtemperatur gerechnet. Tatsächlich liegt aber das höhere Temperaturniveau der
Fußbodenheizung an. Höchstens 0,2, denke ich. Besser weniger.
Ich bin ein Fan von Perimeterdämmung unter der Bodenplatte. Dann kann die ganze
Masse der Betonplatte Wärmespeicher werden.
Du könntest mal nach "Schwedenplatte googeln.

- Fenster U-Wert 1,3 ist überhaupt nicht Stand deer Technik.
Höchstens 0,9 sollten es sein, auch weil Deine Fensterflächen nicht klein sind.

Hmmm, ich sehe gerade die zweite Berechnung KfW55 geht in meine Richtung...
Was wird denn nun gebaut?
Mit dem H,t 0,241 läge Deine Heizlast bei erfreulichen 4334 Watt und der Kollektor
könnte kleiner ausfallen.

Zum Grundriss fällt mir auf, das die Dusche etwas "verloren" im Bad steht?

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.07.2017 15:13:24
0
2526274
Noch vergessen:

Die 5 Meter Grenzabstand sollten für Erdwärme-Bohrungen gelten,
damit sich Bohrungen auf verschiedenen Grundstücken nicht die
Wärme gegenseitig abgraben.
Vermutlich hat da jemand im Amt was nicht richtig verstanden?

Mit den 300 Litern beißt sich Warmwasserkomfort mit einem Wärme-
erzeuger kleiner Leistung, wofür das richtig wäre und die Wasser-
hygiene mit wärmepumpentypischen Warmwasserspeichertemperaturen.
Der Ausweg aus dem Konflikt wäre eine Frischwasserstation oder
Hygienespeicher.

Grüsse

winni

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 16.07.2017 15:16:56
1
2526275
Beim Grundriss fände ich es persönlich optimaler, wenn die Küche, HWR und WC/Dusche, wegen möglichst kurzer Warmwasserleitungen, unter dem Bad platziert werden würden.

Zudem würde es bei uns, wegen eigener Erfahrungen, in einem Neubau niemals wieder einen Schornstein zentral im Haus platziert geben!

Bzgl. der Trinkwassererwärmung würde m. M. diese Variante am besten passen:

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 16.07.2017 15:59:33
0
2526283
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Beim Grundriss fände ich es persönlich optimaler, wenn die Küche, HWR und WC/Dusche, wegen möglichst kurzer Warmwasserleitungen, unter dem Bad platziert werden würden ...
Vielleicht so in etwa:



PS: Dann natürlich auch die hausinterne Wärmeverteilung so optimal wie möglich für´s effiziente Wärmepumpen realisieren: >> Ideale Bedingungen <<

Verfasser:
teutates
Zeit: 02.08.2017 12:17:13
0
2533829
Hallo zusammen,

endlich komme ich mal wieder zu diesem Projekt und möchte gerne antworten.

Es wird ein EnEV-Haus gebaut, weil wir keinen KfW-Kredit beantragt haben und daher auch nicht die Voraussetzungen für KfW-XX erfüllen müssen. Dennoch möchte ich gerne das Haus schon ordentlich gedämmt haben - aber alles in einem preislichen Rahmen. Zusätzliche Dämmung, die sich nicht vernünftig amortisiert, wollen wir nicht verbauen.

Die EnEV-Berechnung hat der Architekt noch mit Modellwerten vorgenommen. Bei den Fenstern sind wir laut Aussage vom Baufstoffhändler bei Uw < 1,0. Den genauen Wert habe ich noch nicht. Wie genau der Wandaufbau wird, muß ich auch noch abklären. Wahrscheinlich wird es aber so, wie der Architekt es vorgeschlagen hat. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde uns Kalksand-Stein für die Außenwände empfohlen und die Innenwände werden aus Poroton. Wenn man bei den Wänden auf Dämmstoff 032 geht, was für prozentuale Vorteile hat man dadurch?
Bei der Bodenplatte wurde uns zuerst XPS vorgeschlagen, aber mit Mehrkosten von 1-3000 Euro (?). Die genauen Zahlen habe ich leider gerade nicht zur Hand. Ich weiß, daß man nachträglich unter dem Haus nicht mehr dämmen kann. Aber würden sich die zusätzlichen Kosten überhaupt rechnen?

Die Dusche hat der Architekt falsch angezeichnet. Wenn ich dazu komme, lade ich heute abend noch den aktuellsten Grundriss hoch. Die Küche können wir leider nicht verlegen, weil sie nach Süden zur Straße zeigen soll. HWR unter dem Badezimmer habe ich erfolgreich durchsetzen können. FriWa dürfte wohl zu teuer werden.

Was spricht gegen Schornstein zentral im Haus? Wir möchten im Wohnzimmer zwecks Gemütlichkeit gerne einen Ofen haben. Ein Edelstahlrohr an der Fassade finden wir optisch nicht schön.

Gibt's am Graben an sich noch irgendetwas zu verbessern?

Gruß,
Teutates

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.08.2017 19:18:17
1
2533948
mit Neopor 032 hättest Du einen ca. 10 % besseren Wanddämmwert
der u.U. praktisch keinen Aufpreis kostet.

Bei der Bodendämmung liegt der äquivalente U-Wert durch die geringeren
Aussentemperaturen einerseits besser, weil das Erdreich nicht so kalt
wird, aber mit Fußbodenheizung andererseits wieder höher, weil nicht
Raumtemperatur, sondern das Temperaturniveau der Fußbodenheizung
anliegt.
Daher wären mir U-Wert 0,28 viel zu schlecht.

Welche Berechnung gilt denn nun, weil davon ist die Grabenauslegung
wesentlich abhängig? Und was ist der aktuelle Grabenstand?

Grüsse

winni

Verfasser:
teutates
Zeit: 30.08.2017 01:04:55
0
2541745
Hallo Forum,

es hat sich wieder was getan. Unser Baustoffhändler, mit dem wir zusammenbauen, hat in seiner Planung bereits eine Styrodur-Dämmung berechnet. Einen aktualisierten Wärmeschutznachweis sollte es dann auch geben.

Stand jetzt wird es sehr in Richtung des Energieausweises für KfW5 gehen, also mit einem U-Wert von 0,16 bei Boden gegen Erdreich. Der H't-Wert sollte damit auch eher Richtung 0.241 gehen, anstatt bei 0.327 zu bleiben. Die genauen Werte werde ich mitteilen, so bald sie mir vorliegen.

Beim Haus hat sich auch noch etwas getan: Wir haben das Haus ein paar Meter Richtung Norden verschoben und der Carport ist größer geworden.

Hier ist der aktuelle Stand.

Kann ich die Rohre so dicht neben dem Carport legen oder wäre es sinnvoller, hier mehr Abstand zu halten? Wenn die Heizlast bei 5200W bleibt, könnte ich Abschnitt A auch komplett entfernen. Hier muß ich wohl noch die genaue Berechnung abwarten.

Für meinen Antrag bei der unteren Wasserbehörde brauche ich jetzt schon Wärmeträgermittel und -menge. Was nimmt man hier idealerweise in einem Wasserschutzgebiet Zone III?

Unabhängig vom Antrag wäre es ggf. schon sinnvoll, die Rohre zu besorgen? Aufgrund von bald anfallenden Bereitstellungszinsen wollen wir möglichst schnell viel schaffen. Der Bauantrag wird alles etwas verzögern, daher möchte ich gerne möglichst viel vorbereiten, damit es dann Schlag auf Schlag gehen kann. Die Rohre könnten in einem Schuppen / Halle gelagert werden.

Viele Grüße,
teutates

Verfasser:
crink
Zeit: 30.08.2017 12:47:26
0
2541834
Moin moin,

gut, dass sich Dein H't verbessert - das wird Deine Verbrauchskosten dauerhaft senken.

Der Abstand zwischen Kollektor und Carport und Haus sollte ohne Not gerne 2 m betragen, dann musst Du Dir keine Gedanken machen: Vorschlag 4.

Wärmeträgermittel: Ethylenglykol ist in D üblich - wenn WP und Heizi schon feststehen, lass Dir sagen welches Frostschutzmittel genau notwendig ist für die Garantie auf die WP. Manche WP-Hersteller sind da ein wenig pissig, auch wenn alle Frostschutzmittel den gleichen Normen entsprechen müssen. Menge: Auch das ist ein Politikum in Bezug auf die Garantie. Reichen würden 20% (ca. 75 kg) - manche WP-Hersteller oder Heizis wollen aber nicht unter 30%. Je höher die Solekonzentration, desto zähflüssiger (schlechter) wird die Pampe.

Rohre bestellst Du gerne schon jetzt - sobald klar ist, dass der Kollektor nachher auch wirklich gebaut werden darf. Aber Achtung: Bei Außentemperaturen kleiner als 10 Grad wird die Rohrverlegung echte Arbeit, das das Rohr mit sinkenden Temperaturen immer zäher wird. Dann im Zweifelsfall mehr Zeit dafür einplanen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 30.08.2017 13:11:28
0
2541837
und immer dran denken: bafa antrag vorher stellen..

Verfasser:
teutates
Zeit: 08.09.2017 13:42:20
0
2544456
Danke für deinen letzten Vorschlag, Crink. Hier sehen die Abstände im Vergleich zu meinem dritten Vorschlag in der Tat besser aus. Dann halte ich diese Version mal fest.

Wie viel Puffer zwischen Heizlast und Heizleistung vom Kollektor sollte ich haben? Den genauen H't habe ich leider noch nicht erhalten. Bei einem H't von 0.3 hätte ich eine Puffer von 160 Watt.

WP und Heizi stehen noch nicht fest. Aufgrund der Berichte im Forum - und weil mein Architekt wohl jemanden bei Nibe in Celle kennt, tendiere ich zu einer Nibe 1255-6. Im Installateur-Handbuch zu der Wärmepumpe steht lediglich, dass die Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel einen Frostschutz bis -15°C gewährleisten muß. Zum Frostschutzmittel steht nichts spezielles; lediglich, daß z.B. Ethanol oder Glykol gemischt mit Wasser sein kann.

Welches Frostschutzmittel kann / sollte man nehmen? Bisher habe ich von Tyfocor, Antifrogen und Coracon KS6 gehört. Alle drei sind auf Basis von Ethylenglykol und gehören der Wassergefährdungsklasse 1 an. Bei allen drei Mitteln brauche ich wohl eine Konzentration von 27%, damit ich die -15°C Frostschutz erhalte.

Interessant ist dann auch noch die Berechnung, der konkreten Menge - alles Werte, die ich jetzt schon in den Antrag an die untere Wasserbehörde eintragen muß.

Inhalt pro Meter eines DN-32 Rohres sollten 1,01 Liter sein. Bei 300 Meter Rohr habe ich entsprechend 303l Inhalt. Jetzt gehe ich von eine Frostschutzmittel-Konzentration von 27% aus. Also brauche ich pro Rohr 81l Frostschutzmittel. Kommt das hin oder habe ich einen Rechenfehler?

Verfasser:
crink
Zeit: 08.09.2017 14:15:41
0
2544464
Moin

Zitat von teutates Beitrag anzeigen
Wie viel Puffer zwischen Heizlast und Heizleistung vom Kollektor sollte ich haben?

0 reicht - die Auslegungsempfehlungen beziehen sich auf den absoluten Worst-Case und enthalten genügend Reserven.

Frostschutz bis -15 Grad: Das ist eine Pauschalempfehlung, die für einen Kollektor mit prognostizierter minimaler Soletemperatur von -3,7 Grad nicht eingehalten werden muss. Hier reicht Frostschutz bis -9 Grad bzw. 20% Monoethylenglykol. Vielleicht einen Tick mehr (maximal 24% bei modulierender WP), damit sich in den Rohren auf keinen Fall ein Biofilm bildet, wie hier im Forum schon sehr selten beobachtet.

Inhalt pro Meter sind bei 32er Rohr 0,531 l (Innendurchmesser 26 mm). Das macht pro Rohr dann knapp 160 l Inhalt. Davon 24% wären etwas mehr als 38 l. Ethylenglykol hat eine Dichte von 1,11 kg/l, somit brauchst Du 42,5 kg pro Solekreis
plus Volumen der Soleverteiler
plus Volumen der Anbindungsleitungen an die WP
plus Volumen des Wärmetauschers in der WP

Welches Ethylenglykol Du dann konkret nimmst ist egal, die funktionieren alle - so lange das Thema Garantie mit dem Heizi geklärt ist. Es gibt ein paar Normen, die eingehalten werden müssen, auswendig kann ich die nicht herbeten. Aber schau Dir einfach an, welche Normen von einem Marken-Solekonzentrat eingehalten werden und achte darauf, dass das Konzentrat Deiner Wahl die gleichen Normen einhält.

Viele Grüße
crink

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