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Diskussion zum HTD-Artikel "Heizen mit PV-Strom via Wärmepumpe"
Beitrag entfernt. Grund: Tatsachenwidrig (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 04.03.2018 00:30:19
0
2623232
Hallo crink,

da ich Deine sachliche Diskussionsführung wirklich sehr schätze, hier ein noch ein Statement zu Primärenergiefaktoren.

Deine Position und die Meinung des Autors des verlinkten Artikels zu richtigen oder unrichtigen Anwendungen von Primärenergiefaktoren sind nicht kompatibel.

Bei konkreten Bewertungen von Gebäuden muss man da nicht streiten, da hier die EnEV festlegt, wie Berechnungsmethoden und PEF zu verwenden sind.
Bei allgemeinen Bewertungen von Technologien ist die Sache komplizierter.

Ich empfehle dazu:

Konsistenz und Aussagefähigkeit der Primärenergie-Faktoren für Endenergieträger im Rahmen der EnEV

und dort konkret die Ausführungen unter

Neuorientierung und Ausblick

Wie in der vorliegenden Studie gezeigt wird, ist insbesondere aus den folgenden
Gründen eine Neujustierung beim PEF im Rahmen der EnEV erforderlich:

1) Der Primärenergiefaktor ist in vielen Fällen kein geeignetes Maß zur Bestimmung der THG-Emissionen eines Heizungssystems oder eines Endenergieträgers und hat damit in Bezug auf den Klimaschutz nur eine bedingte Lenkungswirkung.

2) Primärenergiefaktoren (PEFne), die Null betragen (Beispiel Fernwärme), nahe Null
liegen (Beispiel Holz) oder perspektivisch gegen Null laufen (Beispiel Strom), verlieren ihre Steuerungswirkung hin zu energieeffizienten Gebäuden und vernachlässigen andere wichtige Aspekte wie z.B. die Ressourcenverfügbarkeit von Energieträgern.


Ob die deutsche Politik diesen Empfehlungen folgen wird oder nicht, ist gegenwärtig schwer zu beurteilen.

Sicher ist, dass im nicht verabschiedeten Entwurf des GEG eine Änderung bei Primärenergiefaktoren durch das BMWi vorgesehen war.

Aus diesem Grund bin ich bei unterschiedlichen Positionen zu Rechenmethoden und Zahlenwerten für und mit Primärenergiefaktoren sehr zurückhaltend.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 04.03.2018 15:40:14
0
2623515
Hallo crink,

anlässlich der heute bekannt gegebenen Ergebnisse der Mitgliederbefragung der SPD habe ich mir noch einmal einen anderen redaktionellen Beitrag im HTD angesehen

Was die Große Koalition der Haustechnik-Branche bringen könnte

Die CDU und die CSU wollen es (jedenfalls nach dem Delegierten-Ja bei ihren Parteitagen) und die SPD wohl auch, wenn die Mitgliederbefragung vorbei ist. Dann steht fünf Monate nach der Wahl einer neuen Regierung nichts mehr im Wege.

Besonders interessant für Deine hier geführte Diskussion sind die Ausführungen zu einem neuen GEG im Punkt Primärenergiefaktoren, siehe

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat einen drei Seiten kurzen Entwurf dazu veröffentlicht. Dieser fordert eine Abkehr vom Prinzip der Primärenergiefaktoren, wie er bisher durch die EnEV zementiert wird, und eine Hinwendung zu den tatsächlichen CO2-Emissionen eines Gebäudes


Folgt man dem Link zur Gesellschaft für nachhaltiges Bauen kann man nachlesen:

Die Inhalte eines zukünftigen GEG auf drei Seiten

In unserem Vorschlag für ein „Gebäude-Emissions-Gesetz 2050“ (GEG 2050)
sind die folgenden vier Kernforderungen formuliert:

1. Die Zielgröße muss die CO2-Emission und nicht der Primärenergiebedarf sein
2. Die Bewertung muss anhand absoluter CO2-Emissions- Grenzwerte erfolgen und nicht über theoretische Referenzgebäude
3. Bei Nichterfüllung der Zielvorgaben ist eine CO2-Abgabe zu leisten.
4. Die Grundlage aller Bewertungen, Vorgaben und Steuerungsmechanismen muss auf real gemessenen Verbrauchsdaten basieren.


Du kannst daraus erkennen, dass die Lenkungswirkungen der Primärenergiefaktoren für Technologiebewertungen aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert und die bisherigen Regelungen in Frage gestellt werden.

Als Zielgrößen sind nach meinem Kenntnisstand noch weitere Emissionen in der politischen Diskussion, aktuell z.B. die Stickoxidemissionen NOx.

Ob, und wie die Politik hier entscheiden wird, ist ergebnisoffen. Es wird aber immer deutlicher, dass die bisherigen Bewertungsmaßstäbe Primärenergiefaktoren nicht zukunftssicher sind.

Gruß

Dietmar Lange

Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag
Zeit: 04.03.2018 18:31:37
0
2623620
@Crink

Ich kann verstehen, daß ein Author eines Artikels nicht unbedingt Zeit und Lust hat seine private Zeit hier im Forum zu verbringen. Dazu ist er ja nicht verpflichtet. Theoretisch könnte der Beitrag auch in einem anderen Forum aufgegriffen werden, z.B. in einem PV-Forum. Sollte er sich dann dort und in jedem anderen Forum auch der Diskussion stellen?

Ob standfest oder nicht, so wäre keine Zeit oder keine Lust auch schon ein völlig ausreichender Grund

Verfasser:
crink
Zeit: 05.03.2018 10:56:24
1
2623904
Moin Dietmar,

in diesem Thread geht es mir weniger um die Diskussion, ob der Primärenergiefaktor oder besser eine CO2-Bewertung des Gebäudes sinnvoll ist (persönlich finde ich die CO2-Bewertung auch zielführender, noch besser wäre eine konsistente, technologieneutrale CO2-Bepreisung).

Dieser Thread soll zeigen, dass im angesprochenen Artikel zwei definitive Fehler (2/3 Atom/Kohlestrom, Primärenergiefaktor für Wärmepumpen) und mehrere sehr diskussionswürdige Punkte enthalten sind. Seltsamerweise lassen sowohl die definitiven Fehler des Artikels als auch die diskussionswürdigen Punkte die Wärmepumpe schlecht dastehen - meiner Meinung nach ist der Autor des Artikel nicht neutral. Es ist sehr schade, dass über die offiziellen Redaktionsseiten des Haustechnikdialogs Falschinformationen verbreitet werden und seitens der Redaktion kein substantieller Änderungswille vorhanden ist.

Du schriebst:
Zitat:
Deine Position und die Meinung des Autors des verlinkten Artikels zu richtigen oder unrichtigen Anwendungen von Primärenergiefaktoren sind nicht kompatibel.

Bei einem momentan für Strom gültigen Primärenergiefaktor von 1,8 und vom Autor des Artikels angegebenen Primärenergiefaktor von 0,77 für WP-Wärme würde das eine durchschnittliche WP-JAZ von 2,3 bedeuten - das ist weltfremd. Dabei geht es nicht um Meinungen, sondern um knallharte Fakten. Der Artikel ist an dieser Stelle definitiv falsch und stellt die Wärmepumpen unverdient schlecht dar.

Du schriebst auch:
Zitat:
Die Aussagen des Autors zum Strommix sind für mich nachvollziehbar.

Ich hatte Dich bereits vorher gebeten, das zu begründen - zeige bitte, wieviele % des Strommix Deiner Meinung nach momentan aus Kohle- und Atomkraftwerken kommen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
crink
Zeit: 05.03.2018 10:59:27
0
2623906
Moin Feuermacher,

da der Artikel im redaktionellen Bereich des HTD erschienen ist und kein weiterer Hinweis auf den Autor oder eine Distanzierung enthalten ist ist der HTD für den Artikel verantwortlich. Alle im Eröffnungsbeitrag genannten Punkte sind der HTD-Redaktion bekannt und gemeldet. Anscheinend hält es die Redaktion nicht für notwendig offensichtliche Fehler des Autors zu korrigieren.

Viele Grüße
crink

Zeit: 05.03.2018 12:40:31
0
2623951
Aus diesem Grunde habe ich den Artikel auch als "kommerziellen" Artikel eingestuft. Es ist bemerkenswert, daß "offizielle Artikel" ohne Kommentar derartige "Irrtümer" enthalten. Im Forum wäre das wahrheitswidrig, wobei man Irrtümer dann auch einfach kommentieren kann, was bei einem offiziellen Artikel nicht so direkt geht.

Wie auch immer die Schlagzeile ist völlig daneben. Da WP und PV getrennt betrachtet werden und nicht vereint, auch wenn der Titel anderes nahe legt, hat man ein doppeltheme, so daß auch eine doppelte chlagzeile angemessener wäre.

Heizen mit WP ohne Solarunterstürzung und
Stromkosten für PV+Akku

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 05.03.2018 14:30:06
0
2624022
Hallo crink

Zum Strommix:


Der Autor schrieb zum „aktuellen“ Strommix ohne Datumsangebe für die Prozentwerte:

Die Energiewende ist im Stromsektor am weitesten fortgeschritten. Also ist es durchaus eine Überlegung wert, wie man mit Strom heizen könnte. Legt man den aktuellen Strommix zugrunde, würde der Anteil an erneuerbaren Energien dann automatsch schon bei 37 Prozent liegen. In einzelnen Bundesländern wie Schleswig-Holstein kann man getrost von 100 Prozent ausgehen.

Doch auch das kann über ein Manko der Wärmepumpe nicht hinwegtäuschen. Der Strommix, so gut er sich auch anhört, bedeutet auch, dass knapp zwei Drittel des Stromes entweder aus Kohle- oder Atomkraftwerken kommen


Die letzten mir bekannten Zahlen von 2017 für 2016 siehe:

Der deutsche Strommix

Die 37 % passen da ganz gut.

„Knapp zwei Drittel“ ist keine sehr präzise Angabe ok, über 50 % wäre da eventuell eine bessere Formulierung gewesen.

Man kann jetzt noch bemängeln, dass ein Zeitbezug ( Jahr, Jahresmittel, Sommer, Winter etc.) fehlt.

Von mir jetzt salopp formuliert, die Größenordnungen stimmen, daher war meine Einschätzung zum Strommix

"nachvollziehbar"

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
crink
Zeit: 08.03.2018 13:51:51
8
2625649
Hallo Dietmar,

die 37% sind ja (mehr oder weniger) richtig, ich störe mich an den im Artikel genannten knapp 2/3 Kohle- und Atomstrom. Wie im Eröffnungbeitrag geschrieben und verlinkt hat der Autor des Artikels die AGEB-Zahlen benutzt. Und aus dort definitiv nachlesbaren weniger als 50% Kohle- und Atomstrom dann knappe zwei Drittel zu machen ist aus meiner Sicht grob falsch. "Nicht sehr präzise" oder "nachvollziehbar", wie Du sagst, ist immer noch eine arge Verzerrung.

Es bleibt dabei: Im Artikel sind zwei kapitale und einer neutralen Darstellung des Sachverhalts grob zuwider laufende Fehler enthalten, die nach wie vor trotz mehrfachem Hinweis nicht von der HTD-Redaktion korrigiert werden. In meinen Augen ein Armutszeugnis.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 08.03.2018 17:55:39
0
2625770
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hallo Dietmar,

die 37% sind ja (mehr oder weniger) richtig, ich störe mich an den im Artikel genannten knapp 2/3 Kohle- und Atomstrom. Wie im Eröffnungbeitrag geschrieben und verlinkt hat der Autor des Artikels die AGEB-Zahlen benutzt. Und aus dort definitiv nachlesbaren weniger als[...]


Hallo crink,

wenn ich die meinem Link angegebenen Zahlen für den deutschen Strommix 2017 addiere

• Kernenergie 13,2 %
Braunkohle 24,4 %
Steinkohle 15,2 %

erhalte ich als Summe 52,8 %. Als nächste Angabe steht dort in der Tabelle noch

Erdgas 8,4 %

Wenn ich diesen Wert noch addiere komme ich auf 61,4 %.

Dazu würde die Formulierung knapp „zwei Drittel“ passen.

In dem Satz des Autors

der Strommix, so gut er sich auch anhört, bedeutet auch, dass knapp zwei Drittel des Stromes entweder aus Kohle- oder Atomkraftwerken kommen

fehlt dann in der Aufzählung der Begriff „ Gaskraftwerke“.

Mit „konventionellen Kraftwerken“ wäre dann wieder alles nach den vorliegenden Zahlen nicht zu beanstanden.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 08.03.2018 18:36:07
0
2625793
Nur mal so :

Wie ist der Strommix 2018/2019/2020/2021/2022 usw. ???

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 08.03.2018 19:08:04
0
2625818
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Nur mal so :

Wie ist der Strommix 2018/2019/2020/2021/2022 usw. ???


Gegenfrage,

wie groß ist der konkrete Zubau von regenerativen Strom in diesen Jahren wenn das EEG durch eine am Markt orientierte Neuregelung ersetzt werden sollte ?

Politische Absichtserklären sind im Koalitionsvertrag der GroKo und im Klimaschutzplan 2050 nachlesebar

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 08.03.2018 19:45:40
0
2625840
Woher kommt dann der strom für EE-Gas?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 08.03.2018 21:15:19
2
2625885
So ganz ehrlich - ich werde, egal was die GroKo macht, meine PV so erweitern, dass ich auch mit WP eine hohe Eigenbedarfsdeckung erreiche.

Ob ich dann 3, 4 oder 5 statt 11 cent/kWh bekomme spielt weniger eine Rolle - dass ich dann nur vielleicht realistische 7 statt 30 cent/kWh selbst verbrauchten Strom bezahle, spielt da eine wesentlich wichtigere Rolle.

Zudem hoffe ich, dass die Bananenrepublik Deutschland in absehbarer Zeit bezüglich Stromtarifen mal mit Österreich gleichzieht. Dort kann man zu Niedrigsttarifen bei Stromüberschuß sowohl die WP laufen lassen, als auch den Batteriespeicher füllen.

Noch sind PV Betreiber mit Batterieanlagen in D weit davon entfernt, als Marktteilnehmer akzeptiert zu werden.

Es gibt die vielfach diskutierte Idee, Autobatterien als Pufferspeicher zu nutzen - mit dem favorisierten CSS erst garnicht vorgesehen - mit Chademo möglich, Nissan will noch dieses Jahr mit einem dafür geeigneten Anschluss auf den Markt kommen.

Solange man dadurch PV Lücken länger abdecken kann ist das zwar nett, ineressant wird es erst dadurch, wenn man billigen Strom aufnimmt und teuer wieder verkaufen kann.

Auweia, da müsste man mit einem Batteriespeicher dann mit den Kraftwerken gleichgestellt werden, die von all den Zulagen für pos. und neg. Regelenergie befreit sind.

Mal sehen, wie sich das entwickelt...

Man sollte mal versuchen, mit einem Östereichischen EVU einen Stromliefervertrag abzuschließen LOL

LG jogi

Zeit: 09.03.2018 01:03:08
1
2625956
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
wenn ich die meinem Link angegebenen Zahlen für den deutschen Strommix 2017 addiere

• Kernenergie 13,2 %
Braunkohle 24,4 %
Steinkohle 15,2 %

erhalte ich als Summe 52,8 %. Als nächste Angabe steht dort in der Tabelle noch

Erdgas 8,4 %


Gas ist weder Kohle- noch Kernkraft!

Vom Bundesamt für Statistik habe ich zudem andere Zahlen:
37% Kohlekraft
12% Kernkraft
13% Erdgas

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
[...]


Gegenfrage,

wie groß ist der konkrete Zubau von regenerativen Strom in diesen Jahren wenn das EEG durch eine am Markt orientierte Neuregelung ersetzt werden sollte ?

Politische Absichtserklären sind im Koalitionsvertrag der GroKo und im Klimaschutzplan 2050[...]


Man kann es anders herum beanworten, wie es auch besser zum Thema paßt:

Atomausstieg 2021. 2022 wird kaum ein Kraftwerk wegen der Restliefermenge erreichen. Da bleibt allenfalls ein Kandidat übrig. Ab dann sind es 0%.

Kohlekraft aktuell bei 37% und rückläufig. Aktuell stehen weitere Abschaltungen vor der Haustür. Man kann die verbliebenen kraftwerke dann natürlich stark auslasten. Aber mehr als 100% Auslastung geht nicht, wodurch sich also die Abschaltungen nicht ausgleichen lassen.

Wer das ignoriert, macht es aus Absicht oder hat zu wenig Kenntnis um solche Artikel zu schreiben.

Man kann sich natürlich auf den Unterschied Gegenwart und unmittelbare Zukunft berufen. Ein solcher Tunnelblick ist aber irreführend. Zudem bleibt da noch die "Kleinigkeit", daß von WP+PV die Rede war, aber nur WP solo gerechnet wurde. Die PV und das Akkusystem wurden nur kostenseitig angerechnet, nicht jedoch beim Strommix Netzstrom + eigener PV-Strom.

Verfasser:
maja5
Zeit: 09.03.2018 06:53:12
0
2625969
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Die PV und das Akkusystem wurden nur kostenseitig angerechnet, nicht jedoch beim Strommix Netzstrom + eigener PV-Strom.
speziell für die Batterie ist das auch der richtige Ansatz, sonst müsste man die Energie zur Herstellung ebenfalls einrechnen.
Auch bei der PV sollte man nicht vergessen, dass die notwendigen Infrastrukturmassnahmen und Reservekraftwerke beim Bau ebenfalls grosse Mengen Energie fressen.

Alleine nur die vermeintlich "positive" Seite zu betrachten kann man machen, muss man aber nicht.

Zeit: 09.03.2018 08:43:39
0
2625995
Cool, dann rechnen wir im anderen Fall auch Kosten und Materialaufwand der STA, lassen den Ertrag aber verchwinden.^^

Was ist denn das für ein Unsinn?

Zeit: 09.03.2018 09:18:07
0
2626011
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Man sollte mal versuchen, mit einem Östereichischen EVU einen Stromliefervertrag abzuschließen LOL[...]


So abwegig ist das gar nicht - sieh mal auf die aWATTar-Homepage - da kannst dich schon voranmelden ;-)

PS.: nein, das soll keine Schleichwerbung sein!

Zeit: 09.03.2018 09:47:12
0
2626025
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Alleine nur die vermeintlich "positive" Seite zu betrachten kann man machen, muss man aber nicht.


Wer macht das denn?
Dort wird aber nur die rein negative Seite betrachtet. Das sind stellvertretend die Kosten, die auch den Materialaufwand mehr oder weniger gut repräsentieren.

Verfasser:
JoRy
Zeit: 09.03.2018 10:13:55
2
2626047
Hallo crink,
erstmal vielen Dank für deine Arbeit diesen Artikel für das HTD zu untersuchen.

So wie auch die HTD Redaktion das ungeprüft übernommen hat
so geschieht das in Medien laufend.
Um ihr Programm zu füllen werden Publikationen ungeprüft übernommen.
Ganz besonders die Themen die wichtig und brisant wären werden seit vielen
Jahren Praktikanten und Volontairen aufgehalst, weil es Arbeit ist sich in
Tendenz-Publikationen einzuarbeiten.

Dazu gehört die ganze Energiepolitik und die Studien dazu.
Journalisten haben , wenn sie schon eine Fachausbildung haben, so in den
meisten Fällen keine naturwissenschaftlich-technische Ausbildung.
Deshalb sind sie weitgehend dubiosen Studien hilflos ausgeliefert.

Man muss sich in diesen Themen immer wieder vor Augen halten, welche
ungeheure Finanz- und Politikmacht der Energiemafia zur Verfügung steht.

Die können so lügen, wie die Automobilindustrie zu Verbrauch und Abgasen
seit mehr als 15 Jahren, ohne für diesen vorsätzlichen Betrug belangt zu werden.

Ich will dich nicht belehren mein Freund, aber verrenne dich nicht in Begriffen
wie "Primärenegiefaktor , Strommix -- u.s.w. ",denn die sind seit Jahren das
erlogene Fundament der Manipulationen durch diese Lobbyisten-Wirtschaft.

hier ein link
http://www.ardmediathek.de/tv/Plusminus/Einfach-abgedreht-wenn-der-Kohleaussti/Das-Erste/Video?bcastId=432744&documentId=50664998

Was glaubst du wer "Systemrelevanz" aus der Bankenrettung in die Energiewirtschaft übertragen hat um weiter zu Lügen ?

Gruß JoRy

Verfasser:
crink
Zeit: 09.03.2018 10:25:19
0
2626057
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[Mit „konventionellen Kraftwerken“ wäre dann wieder alles nach den vorliegenden Zahlen nicht zu beanstanden.

Richtig, deshalb wundert es mich, dass die HTD-Redaktion den Artikel nicht ändert. Sie wurde nun schon oft genug darauf hingewiesen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 09.03.2018 13:00:15
0
2626171
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Richtig, deshalb wundert es mich, dass die HTD-Redaktion den Artikel nicht ändert. Sie wurde nun schon oft genug darauf hingewiesen.

Viele Grüße
crink


Hallo crink,

Deine Bemerkung "richtig" interpretiere ich so, dass wir uns die Zahlenwerte betreffend, grundsätzlich einig sind.

Die Entscheidung über eine öffentliche Richtigstellung oder Präzisierung ist eine Ermessensfrage der Redaktion.

Die grundsätzliche Aussage , dass bei ökologischen Beurteilungen nach der geltenden Rechtslage (EnEV) Primärenergiefaktoren und Strommix zu beachten sind, bleibt aber richtig.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an meinen früheren Hinweis, dass über den Sinn des Primärenergiefaktors energiepolitisch kontrovers diskutiert wird.

Ich halte es für möglich und wahrscheinlich, dass bei der angekündigten Zusammenlegung von EnEV und EEWärmeG zu einem Gebäudeenergiegesetz GEG die Hinweise des Wuppertal - Instituts für Klima, Umwelt, Energie beachtet werden.

Der Strommix wird sehr wahrscheinlich weiter als Bewertungsmaßstab dienen.

Diese Notwendigkeit ergibt sich aus dem Sachverhalt, dass gegenwärtig im Zusammenhang mit Elektromoblität, Stickoxidbelastungen und Dieselfahrverboten auch über Erdgasantriebe und regenerative Kraftstoffe diskutiert wird.

Bei Technologievergleichen sehe ich da gegenwärtig und i naher Zukunft keinen Ersatz für den Strommix


Gruß

Dietmar Lange

Zeit: 09.03.2018 13:04:02
0
2626175
Zitat von maja5 Beitrag anzeigen
Auch bei der PV sollte man nicht vergessen, dass die notwendigen Infrastrukturmassnahmen und Reservekraftwerke beim Bau ebenfalls grosse Mengen Energie fressen.


Auch das greift wieder zu kurz und ist wieder eine einseitige Betrachtung. Die Kraftwerke braucht man so oder so, ohne EE sogar in noch größerem Umfang. Man kann sie nur oft nicht ganz herunterfahren und maximal sparen.

Man muß aber nicht nur EE-Engpässe ausgleichen, sondern auch Bedarfspitzen. Und da paßt insbesondere die PV sehr gut hinein. Das kann jeder hier nachvollziehen.
Stromproduktion

Unterm Strich ist es eine Verbesserung. Es ist also nicht nur die durchschnittliche Einsparung heranzuziehen, sondern auch noch ein "Glättungsbons" anzurechenen

Das war dann wohl ein Eigentor.^^
Das ist auch einer der Gründe, die hinter Smart-Grid stecken.

Für eine korrekte Betrachtung muß man also etwas mehr ins Detail gehen. Eine gewisse Oberflächlichkeit ist bei solchen Artikeln entschuldbar. Es ist schließlich keine Doktorarbeit. Soviel Tiefgang kann ein Artikel gar nicht bieten. Dann sollte man aber wenigstens einen Hinweis hinterlassen wie diese Zahlen zustande kamen. Hier sind nur Zahlen vom Himmel gefallen.

Zeit: 09.03.2018 13:29:38
0
2626193
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Deine Bemerkung "richtig" interpretiere ich so, dass wir uns die Zahlenwerte betreffend, grundsätzlich einig sind.


Die Zahlen selbst waren ja weniger das Problem.
Die Kritik bezieht sich daruf, daß aussage und Zahlen nicht zusammenpassen.

Mit konventionell oder fossil/nuklear wäre es korrigiert.

Die Beurteilung bezüglich der Primärnergiefaktoren ist dann ein anderes Thema, inhaltlich vom Zitat zu trennen. Anonsten kommt noch einer auf die Idee den Fehler durch dieses zweite Thema als "korrigiert" anzusehen.

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die grundsätzliche Aussage , dass bei ökologischen Beurteilungen nach der geltenden Rechtslage (EnEV) Primärenergiefaktoren und Strommix zu beachten sind, bleibt aber richtig.

Genau da ist doch der Punkt!

Durch den Rechtsbezug, insbesondere EnEV, sind die entsprechenden Zahlen zu nehmen. Die genannten Zahlen passen dazu aber nicht! Entweder ist da der falsche Primärenergiefaktor mit der Mindestanforderung (JAZ 3,5) verrechnet worden, was der wahrscheinlichste Fall ist, oder es wurde der korrekte Wert verwendet, aber eine JAZ gewählt die nicht den Vorgaben genügt.

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Bei Technologievergleichen sehe ich da gegenwärtig und i naher Zukunft keinen Ersatz für den Strommix


Das ist im prinzip richtig, aber es gibt nicht DEN Stommix. So wie es z.B. auch nicht DEN Mittelwert gibt, sondern verschieden Arten von Mittelwrte die für unterschiedliche Zwecke gebildet werden, gibt es beim Strommix auch unterschiedliche und je nach Fragestellung unterschiedlich angemessene/ unterschiedlich geeignete Strommixberechnungen.

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