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Herausforderung - Grabenkollektor auf 435qm
Verfasser:
crink
Zeit: 24.08.2016 13:04:59
1
2403296
Hi,

nochmal in die andere Richtung mit Druck spülen bitte, vielleicht hängt da noch was. Grundsätzlich brauchst Du Dir aber keine Sorgen zu machen, auch wenn das eine Rohr nur ca. 3/4 vom Durchfluss des anderen hat - das beeinflusst die Soletemperatur dann vielleicht um 0,3 Grad nach unten. Hauptsache, beide Rohre sind nun dicht und es kommt überhaupt was durch.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
huddelli
Zeit: 13.10.2016 23:05:22
3
2419039
Hallöle,

auch wenn der Kollektor schon gebaut ist, noch meine Erfahrungen mit einem senkrechten Kollektor (wir hatten die Grabensohle bei 4m, mittlerweile ist noch aufgeschüttet, so dass etwa 4,3m Tiefe vorliegen dürften).
Die Gefahr für die Hydraulikleitung am Bagger ist mit schmalem Löffel gegeben, beim 30er ist bei uns eine Leitung durchgescheuert, mit 40er Löffel ging es dann.
Setzungen hatten wir ganz erhebliche, das waren z.T. 30-40cm, wir hatten nicht verdichtet, was aber auch nicht so einfach geht, wenn der Gräben schmal ist. Die Setzungen haben weit länger als ein Jahr gedauert.
Wir haben den Garten erst jetzt nach drei Jahren aufgeschüttet, ich rechne aber noch mit weiteren Setzungen.
Die Fläche, die wir für den Kollektor hatten ist ca 250m² groß, darauf sind etwa 45m Grabenlänge verteilt.
Auf dem Rest vom Grundstück (noch etwa 310m²) stand schon das Haus, die Garage mit Zufahrt und eine Zisterne sowie der Vorgarten.
Den Aushub unterzubringen war damals eine große Herausforderung, da kommt doch einiges zusammen.
Unsere Rohre habe auch unterschiedliche Durchflussmengen, da verschiedene Längen, ist aber unproblematisch.

Soweit meine Anmerkungen

VG

Verfasser:
dyarne
Zeit: 14.10.2016 11:37:44
0
2419233
servus hudelli,

kann dir nur zustimmen.
meine erfahrung mit senkrechtem kollektor zeit daß es vorteilhaft ist den graben leicht V-förmig auszuheben. dann ein 1 kreis li u einer re an die wand und die baggerschaufel kann dazwischen fast bis runter verdichten.

bsplw mit einem 30-er löffel oben auf 60 verbreitern oder mit einem 60-er löffel oben auf 100.

ansonsten kann man mit einem stampfer (frosch) drübergehen.

am besten ist natürlich die geduld und 1-2-mal im jahresabstand nachnivellieren...

bei einem neubaugrundstück gehört das ja sowieso dazu...

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 14.10.2016 23:29:56
0
2419523
Nein sorry, da hätte ich zu sehr Angst um meinen Kollektor. Erstens sind die Slinkies, wenn sie nicht mit unbegrenzt Platz vorbereitet werden können, nicht völlig gerade. Dann müsste man sie nach links und rechts an die Grabenwand pressen beim verfüllen. Links und rechts Slinkies und mitten drin der Baggerlöffel in 3m Tiefe, auf beiden Seiten 15cm Platz, das finde ich keine gute Lösung zumal bei tiefen V-Gräben der Aushub direkt auf das Rohr fällt aus mehreren Metern Höhe.
Vielmehr würde ich bei meinem Boden (Schluff) den Graben sauber einschlämmen. Ein Bekannter hat drei Erdkörbe bis in sieben Metern Tiefe im Garten vergraben. Diese wurden sauber eingeschlämmt (Schluff). Ergebnis nach sechs Jahren: Null Setzung! Habe daraufhin den 1,6m tiefen Graben der Dachentwässerung testweise eingeschlämmt. Ergebis: Sofortiges Setzen um 30cm. Ich war beeindruckt!
Leider für den Kollektorgraben zu spät. Das Verdichten mit dem Stampfer bringt übrigens recht wenig, es sei denn man macht das alle 30cm. Das Verfüllen dauert dann jedoch ewig, bei tiefen Gräben geht es ohnehin nicht.
Das mit den Hydraulikleitungen ist in der Tat ein Problem. Deshalb war mein Graben auch 80cm breit, weniger wollte der Erdbauer nicht machen.

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 26.01.2017 00:12:14
0
2469061
Heute kann ich Vollzug melden. Wärmepumpe wurde vom Servicetechniker in Betrieb genommen und Belegreifeprogramm gestartet. Soletemperaturen fielen von neun Grad runter und pendelten sich auf ca. 4,5Grad Soleeingang nach 1 1/2h Verdichterlaufzeit ein. Solepumpe läuft auf Stufe 6 von 10.. Spreizung dabei ca. 3,5Grad. Sehr schön :-)

Ich werde jetzt mal beobachten wie sich die Temperaturen verhalten. Pumpe wird die nächsten zwei Wochen nahezu durch laufen da das Haus auf fünf Grad ausgekühlt ist und es noch immer sehr kalt ist.
Mein Graben war beim buddeln sehr trocken, Niederschlag wird nich bis in 3m Tiefe vorgedrungen sein. Vielleicht flute ich den Kollektor über die Drainage mal ordentlich, falls die Temperaturen zu tief sinken. Bauwasser kann ich dafür gut nutzen da eh kein Zähler.
Ich werde die nächsten Tage noch ein paar Bilder hochladen. Habe mir nämlich meinen Soleverteiler aus Messingfittingen selbst gebastelt. Sieht irgendwie lustig aus, aber von der Stange gab es nichts günstiges mit zufriedenstellenden Querschnitt und es funktioniert prima.
Habe mich nun doch noch breitschlagen lassen: Aus Zeitgründen wurde jetzt doch ein Heizstab verbaut um die Estrichausheizung zügig durchlaufen lassen zu können. Im Kernwinter dauert das sonst zu lange mit der kleinen WP.

Verfasser:
crink
Zeit: 01.02.2017 14:06:23
0
2471894
Hi,

wie ist der Stand der Dinge? Soletemperaturen? Wärmemenge? Stromverbrauch? Läuft alles wie gedacht? Sind die Soleverteiler dicht? Ich würde mich über Fotos freuen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 01.02.2017 16:54:48
0
2471942
Hallo Crink,

bin gerade auf Geschäftsreise, deshalb noch kein Update.
Stand letzen Sonntag: Soletemp waren nach 100h Dauerbetrieb bei 0,9Grad Soleeingang uns -2,7 Soleausgang. Schien hier recht stabil festgenagelt zu sein seit 2Tagen. Dabei 656kWh geliefert, davon 540 aus dem Kollektor. Vorlauf Ausgang WP zu dies Zeitpunkt 32Grad. Kollektor habe ich nicht geflutet, bekomme den Schlauch nicht soweit hinein geschoben. Habe leider die Drainage direkt bis ans Haus gelegt (war so eigentlich nicht geplant), Gefälle zum Haus hin. Würde ich das einfach so rein laufen lassen, würde das meiste Wasser in die Drainageentwässerungs von Haus runter laufen und nicht in den Graben.

Verfasser:
crink
Zeit: 03.02.2017 12:09:09
0
2472563
Hi,

danke für die Rückmeldung, sieht doch gut aus, auch ohne Wasser.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 10.02.2017 23:50:41
1
2475897
Wie versprochen hier noch Bilder vom selbst gebastelten Soleverteiler. Kostenpunkt alles zusammen ca.150Euro. Dafür aber garantiert mit Druckverlust freundlichem Querschnitt! Das ganze dann sauber mit Hanf und Neo-Fermit abgedichtet. Geht wunderbar! Im zweiten Bild links ist der Soleeingang bereits provisorisch gedämmt erkennbar.





Bislang läuft immer noch der erste (Dauer-)Takt. Heizstab wird nach Bedarf hinzu geschaltet. Lüftungsfreudige Handwerker und eine zu große Hysterese sorgen immer mal wieder für Unterbrechungen der Haltezeit der Soll Rücklauftemperatur von 35Grad. Ich habe heute die Hysterese des Heizkreises mal von zwei auf 0,5 gestellt. Prompt sprang der Heizstab wieder an. Eigentlich sollte die Hysterese im Belegreifeprogramm ja laut Bedienungsanleitung ohnehin auf 0,5 eingestellt sein unabhängig von der Einstellung Heizbetrieb. Aber nun ja, Theorie und Praxis ;-) Ich hoffe jetzt läuft der Stundenzähler brav ohne Unterbrechung weiter.
Für Interessierte noch die Entwicklung der Soletemperaturen und anderer interessanter Daten die ich jedes mal erfasse wenn ich vor Ort bin. Fazit: Die Wärmepumpe verhält sich von den Verbrauchswerten exakt wie im Datenblatt beschrieben. Prima, der Bauherr freut sich!



Übrigens ist der Heizstab nicht in der WP integriert sondern als Rohrheizung nachgeschaltet wie hier hinter der WP erkennbar.


Verfasser:
moggmogg
Zeit: 18.02.2017 22:44:16
0
2479788
Hallo Zusammen,

unser Heizprogramm ist durchgelaufen. Wer an den Daten interessiert ist findet die dabei ermittelten Daten in der nachfolgenden Tabelle. Satte 5600kWh wurden benötigt um die rund 220qm Estrich belegreif zu heizen.


Verfasser:
moggmogg
Zeit: 08.11.2017 14:12:35
4
2566347
Hallo Zusammen,
da nun die Heizperiode wieder begonnen hat und sich die Temperaturen über die letzten 5 Tage auf ein Tagesmittel von rund vier bis fünf Grad bei trüben Wetter ohne solare Gewinne eingestellt hat, möchte ich hier noch ein paar Erfahrungen und Betriebsdaten der Anlage posten.

Der Kollektor liegt in einem recht kühlen Boden. Gesehene Höchsttemperatur im Sommer lag bei rund 15Grad, das ist wohl auch der Tiefe geschuldet. Der linke Nachbar entlang des Kollektors hat sein Grundstück leider um bis zu 1,8m abgetagen aber glücklicherweise eine großzügige Böschung stehen lassen. Auch die beiden Nachbarn hinter dem Haus liegen tiefer und haben Ihr Grundstück im Niveau angepasst. Liegen jetzt ca. 80cm tiefer ab Grenze. Mein Gartenbereich habe ich entgegen der Ursprungsplanung auch etwas abgegraben, so dass es der Kollektor in Teilstücken über etwa 12m nur ca. 90cm Erdüberdeckung haben dürfte. Alles nicht so wild wie ich meine. Ich habe diesen ja großzügig dimensioniert.
Der Druck im Kollektor machte mir anfangs noch Sorgen da er relativ schnell innerhalb weniger Monate von ca. 2,3Bar auf rund 1,4 Bar abgefallen ist und ich an die von mir geschweisste Stelle denken musste. Allerdings ist er die letzten 4Monate nicht weiter gefallen. Ich erkläre mir das damit, dass die Heizungsbauer das werksseitig mit 0,5Bar vorgeladene MAG nicht im Druck angepasst haben.
Aktuell bringt der Kollektor zu Taktzeit Beginn rund 11,5 Grad. Bei dieser Temperatur liefert die 6kW WP über 8kW Heizleistung. Die Früchte der Kämpfe und Mühen mit dem Bauunternehmer bezüglich einer einer optimalen Hydraulik der FBH können nun eingefahren werden. Fast alle 30 Heizkreise sind voll geöffnet. Das Abklemmen der Stellmotoren erspart 650kWh Strom, also 30*2,5W, im Jahr(Wahnsinn!).
Ein Takt bei 0,5Grad Hysterese, das ist der kleinste Wert, liegt stabil bei 1h 40min.
Spreizung Heizkreisseite aktuell 4,1Grad (23,8/27,9) bei 22-23Grad Raumtemperatur. Spreizung Soleseite ca. 5,5Grad. Ich hätte gerne eine kleiner Taktzeit da die Soletemperatur nach Taktzeitende bis auf 7,5Grad abfällt. Das ist aber wohl eher ein Luxusproblem.
Arbeitszahl incl. Warmwasser die letzten Tage ca. 6,5.
Arbeitszahl seit Einzug 01.04.17 beträgt 5,1 davon saisonbedingt ca. 60% Warmeasseranteil (Temp. 47Grad im 300L Speicher).
Die kappe Auslegung des Wärmeerzeugers macht sich aktuell schon in einer recht langen Laufzeit bemerkbar, das sind aktuell 8h/Tag. Habe nachgerechnet, passt aber so, liegt nahezu da wo es liegen soll. Bin gepannt was passiert wenn es knackig kalt wird.
Die Heizkurve mit 27Grad Endpunkt plus ein Grad Verschiebung nach oben liefert bis -2Grad konstante Innentemperaturen.

In Summe bin ich also sehr zufrieden mit meinem Projekt! Nochmal Danke an alle Experten, nicht Experten und Unterstützer!

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 22.02.2018 22:17:56
0
2618319
Meine Soletemperatur ist nun seit letzten So ins Minus gerutscht. Nach 4h Takt -0,4Grad Soleeingang bei 4,5 Grad Spreizung.

Da ja meine WP eine kaputte Dichtung hatte, musste ich letzten Freitag meine Solekreise entlüften. Ergebnis: Während der anfangs im Durchfluss schwächerer Solekreis noch ca. 80% Durchsatz hatte, hat sich dieser nun weiter verschlechtert. Er erreicht jetzt nur noch geschätzt 20% vom Durchfluss im Vergleich zu dem anderen Kreis - wenn überhaupt. Das würde meine bescheidenen Soletemperaturen erklären.

Habe dazu mal gerade eben Versuche gefahren. Die von Dimplex verbaute Wilo Pumpe mit 190W auf max. Stufe schafft hier Raum für Experimente. Normal läuft diese auf Stufe 4,5. Diese auf Stufe 10(max.) gestellt. WP läuft im normalen Heizbetrieb, Taktanfang vor 15min. Solekreise werden einzeln nacheinander abgesperrt mit folgendem Ergebnis:

Kreis1:
Sole ein 2,3Grad - Sole aus -7,2Grad

Kreis2:
Sole ein 0,3Grad - Sole aus -3Grad

Beide offen:
Sole ein: 0,5Grad - Sole aus -2,4Grad

Schlussfolgerung: Solekreis eins trägt nur noch ca 10-12% zur Leistung bei :-(

Na ja, dafür ist die Januar AZ von 5,3 incl. Warmwasser doch in Ordnung. Gut eine ordentliche Senke zu haben :-)

Jetzt bin ich am überlegen, der Garten ist noch nicht gerichtet. Vielleicht doch noch einen 300m Kreis Graswurzelkollektor einbauen für alle Fälle und zum Pimpen der Soletemperatur nach dem Kernwinter? Könnte sein dass ein noch setzender Graben den ersten Solekreis das Leben noch vollends aushaucht. Wer weiß. Habe aber auch keine Lust nochmal 3,5 m runter zu buddeln. Die Problemstelle sollte ja klar sein, ist weiter vorn bei den Bildern beim verfüllen des Grabens ja abgelichtet. Ich bin mir aus mehreren Gründen sehr sicher, dass es diese Stelle ist.
Jetzt beim schreiben fällt mir noch eine Lösung ein. Alternativ über vier Meter nur knapp 2 Meter tief buddeln und die drei Meter des betroffenen Kreises an den oberen Stellen des senkrechten Slinky auftrennen und überbrücken.

Oder gar nix machen. Wäre aber auch blöd, so einfach wie jetzt bevor der Garten angelegt ist wird es nie wieder.....die nächsten Jahrzehnte.

Fragen über Fragen.

Verfasser:
feanorx
Zeit: 23.02.2018 10:17:12
0
2618429
So schlecht sind die Soletemps ja nicht . Mal schauen wie gut der Kolli im Frühjahr regeneriert.
Mit einer Grabenfräse wäre ein GWK schnell gemacht. Die gibts in unterschiedlichen Größen.
Mit 90cm Tiefe Link wäre das schon kein GWK mehr sondern könnte den Problemkreis fast vollwertig ersetzen.

Etwas flacher geht natürlich schneller https://www.youtube.com/watch?v=0hg04CmggTM und auch im Bestand :)


PS: Gratuliere, die Januar AZ ist top !

Verfasser:
jzwi
Zeit: 11.03.2018 18:17:00
0
2627300
Zitat von moggmogg Beitrag anzeigen
Hallo Zusammen,

es ist vollbracht! :-)

Meine Erfahrungen zum Vertikalen Graben mit 3,2m Tiefe und 2m Kollektorhöhe; Puh...ganz schön anstrengend das ganze in Form zu bringen. Was auf flacher Wiese noch halbwegs gut funktioniert wird auf dem Aushub Berg neben dem Graben zur[...]


Hallo moggmogg,

ich bin auf dein Thema gestoßen und habe die vier Seiten voller Spannung gelesen: wirklich sehr beeindruckend, wie du das Ganze realisiert hast.

Darf ich fragen, wie deine Erfahrungen beim Verfüllen deines Grabens sind? Sieht auf den Bilder schon mächtig tief aus.
Hat der Bagger mit einer schmalen Schaufel in den Graben gelangt und das Material behutsam abgelegt? Oder wie kann ich mir das vorstellen?
Wie habt ihr den Boden im Graben verdichtet? Ich habe zwar den Tipp gelesen mit einem Stampfer (Frosch), der an einer Dachlatte befestigt sein soll. Das letzte Mal als ich hinter einem Stampfer stand hat der nur widerwillig das gemacht, was ich wollte. Mit einer 3-4m langen Dachlatte als Fernbedienung stelle ich mir das als ein Ding der Unmöglichkeit vor, außerdem braucht´s ja mindestens zwei Latten: eine als "Fernsteuerung", mit der anderen muss man Gas geben bzw. den Gashebel nach vorne schieben.
Auf einem Foto ist eine Leiter zu sehen, die in den Graben geht. Ist tatsächlich Jemand in den schmalen Graben runter gestiegen?

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 21.03.2018 22:41:20
0
2631844
Hallo jzwi,

so ein Graben ist quasi nicht verdichtbar. Wenn hier im Forum explizit einer danach fragt werden die Experten sehr stumm. Meiner wurde in den unteren 2,20m lose verfüllt. Einfach die feineren Anteile mit der Schaufel reingebaggert. Dann einmal mit dem Stampfer durch. Dann Rest verfüllt und mit dem Bagger drüber gefahren. Ich hatte Setzungen vor allem nach viel Niederschlag von über 50cm. Der Graben wurde nachträglich noch etwas eingeschlämmt, da ging er nochmal ordentlich runter. Er setzt sich jetzt nach zwei Jahren immer noch, aber nur noch wenige cm.
Ich behaupte, dass das Verdichten mit dem Stampfer bei einem schluffigen/ lehmigen Boden oberhalb der Rohrebene insgesamt das Setzen des Grabens sogar noch verzögert. Grund: Man verdichtet eine Schicht so fest, dass Wasser nur noch wenig bis gar nicht nach unten versickern kann. Das einzig sinnvolle bei Schluff ist gut einschlämmen.
Vergiss irgendwelches Stampfer an Dachlattengeschwätz, das ist Käse.

Die Leiter stand da weil ich Sie benutzt habe das Rohr in Form zu bringen. Wobei einmal war ich sogar für 5Sekunden unten, weil etwas reingefallen ist. Ständig wollten aber meine Helfer runter steigen obwohl keine Notwendigkeit da war. Ich musste es denen explizit mehrfach verbieten!

Verfasser:
SMiak
Zeit: 22.03.2018 01:08:31
1
2631865
Verdichten kann man bei bindigem Boden nur, wenn er trocken ist. Ich habe unseren senkrechten Kollektur mit dem Stampfer (Hopper) ab 1,5m Tiefe verdichtet. Also erst wenn die Grabensicherheit gewährleistet ist. Den ersten Frost hat der Graben bisher ohne sichtbare Setzungen überstanden, aber Setzungen wird es garantiert noch geben...

Vg Maik

Verfasser:
SMiak
Zeit: 22.03.2018 01:31:46
0
2631866


Das Bild ist von einem flachem Teilstück. Wir haben quasi die Böschung neben dem Keller "abgestochen", verdichtet und dann dort einen einen kleinen 1-1,5m tiefen schmalen "Stichgraben" ausgebaggert und den Kollektor senkrecht eingebracht. Unsere Böschung war leider zu nah am Keller, sonst hätte es ein Baugrubenkollektor auch getan... :-)

Viele Grüße
Maik

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 26.03.2018 22:44:54
4
2633798
Hallo Zusammen,

gestern hatten wir Jahrestag beim Einzug, hierzu ein paar Verbrauchswerte und interessante Kennzahlen der Anlage für Interessierte.

Bei 220qm (nur ein Kellerraum mit 16qm ist ohne) Heizfläche wurden insgesamt 15550kWh Wärme erzeugt.
Davon 3002kWh für Warmwasser. Wir baden zwei mal die Woche mit den Kindern in einer großzügigen Badewanne. Dazu kommt eine Rainshower Dusche. Warmwasser wird auf 45Grad erzeugt und ist nur zwischen 14Uhr und 20.30Uhr freigegeben.
Bis zum November 17 wurde während der Heizsaison das KG auf 23Grad mitgeheizt. Danach im UG reduziert auf rund 20Grad.

Der Wärmeerzeuger wurde von mir entgegen der Empfehlung des GÜ auf 6KW ausgewählt. Basis war das Tool aus dem Grabenmaltool zur Heizlastabrechnung. Nachdem ich verstanden habe wie sich dieser Wert berechnet fand ich das plausibel (Ht mal Hüllfläche).

Bei der letzten Kältephase im März hatten wir ein paar Tage strengen Frost Tag - 10 Grad, Nacht minus 17Grad. Max. WP Laufzeit dabei 18h pro Tag. Passt also perfekt! Seither schlafe ich ruhiger ;-)

Die FB Heizung wurde entgegen sämtlicher Empfehlungen überall mit VA10 verlegt. Im Gästebad/ WC im EG und im Hauptbad im DG wurden jeweils rund 3.5 qm Wandheizung verbaut. Ergebnis ist,mit allein Kreisen voll offen außer Gäste WC, sehr gut. RT überall rund 23 Grad. Es wurde dann nur das Schlafzimmer und Ankleide noch minimal gedrosselt. Sowie das gesamte UG ab November letzten Jahres da dieses momentan nur wenig genutzt wird und gefühlt viel Energie verschlingt.

VL Temperatur fast immer zwischen 28 und 29 Grad bei 3,5Grad Spreizung.
Jahresarbeitszahl incl WW 5,2!! Und das obwohl ein Solekreis nur ganz wenig Durchfluss hat. Niedrigste gesehene Soletemperatur -0,5 Grad Sole ein bei 4h Takt. Spreizung 4,6 Grad.


Nächste Schritte:
Schritt1:
Reperaturversuch des zweiten Solekreises da dieser sich im ersten Betriebsjahr im Durchfluss verschlechtert hat. Werde zwei Löcher im Abstand von 4m im verdächtigen Bereich 1,5m tief buddeln. Vermutung: Dort ist der Solekreis unten im Graben abgeknickt. Man sieht das weiter vorn in den Verlegebildern. Ziel ist den schlechten Solekreis an der Slinkyoberseite aufzutrennen und über die 4m zwei Slinkys zu überbrücken, also einen Bypass mit 4m Rohr um die „kranke“ Stelle herzustellen und zu verschweissen.

Schritt 2 falls der erste Schritt nicht erfolgreich ist:
Graswurzelkollektor verlegen. Meine liebe Frau macht aber erheblich Druck den Rasen herzustellen, von meiner Idee dort nochmal mit der Grabenfräse meine Runden zu drehen und in max. 30cm Tiefe Rohre zu verlegen wird sie nicht sonderlich begeistert sein. Das gilt aber auch schon für Schritt 1.
Deshalb meine Frage. Reichen auch weniger als 300m Rohr für den Graswurzelkollektor. Vielleicht wenn man 40er nimmt wegen der größeren Tauscherfläche? Würden dann auch 200m Rohr reichen? Das würde die Verlegung erheblich erleichtern. Vorschläge hierzu?

Schritt3: 14kWp PV Anlage kommt in Kürze auf das Dach. Dann die WP mit primitivsten Mitteln ( intelligente Sollwert Absenkung/Anhebung) auf Eigenverbrauch optimieren.

Verfasser:
SMiak
Zeit: 27.03.2018 00:15:39
0
2633832
Danke für deinen Erfahrungsbericht.

Funktioniert dein Soleverteiler noch wie gewünscht? Lies er sich eigentlich ordentlich abdichten?

Viele Grüße
Maik

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 27.03.2018 07:56:25
0
2633861
Gerne geschehen. Ich hoffe dass ich damit Bedenken ausräumen kann die mich selbst verunsichert haben.
Mein Soleverteiler macht genau was er soll. Abgedichtet wurde er mit Hanf und Neofermit. Bislang keine Schwierigkeiten.

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