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02.08.2002 07:44:59 |
Ich suche für eine Studienarbeit zum Thema "Rohrleitungen für Reinstwasser/Vollentsalztes Wasser" Informationen oder Kontaktadressen. Über solche wäre ich sehr erfreut.
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02.08.2002 08:31:40 |
Das Optimale Rohr ist Edelstahlrohr der Firma Mapress (ehemals Mannesmann Pressfitting) www.Mapress.de Dieses Rohr mit den zugehörigen Pressfittings hat die Freigabe für all diese Wässer.
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Verfasser: Dr. Rudolf Kohler | Zeit:
02.08.2002 15:53:46 |
Es wäre zunächst zu definieren, was "Reinstwasser" denn überhaupt sein soll und auf welchen Bereich es sich bezieht. Entsprechend gilt die Auswahl der Werkstoffe: Normalstahl (wenn das Deionat sauerstofffrei ist...) Edelstähle Kunststoffe (PVC, PE, PP, PVDF...) Vielleicht konkret zum "Mapress" System: Im Kraftwerksbereich und anderen "einfachen" Anwendungen für entsalztes Wasser ist das System sicherlich einsetzbar. Im Reinstwasserbereich (Pharma) ist es dagegen zu hinterfragen, ob das System denn einem "hygienic design" überhaupt entspricht. Vorsicht vor allem auch bei Materialkombinationen, hier ist der Edelstahl ein "Sensibelchen". Im Halbleiterbereich dagegen wird wegen der höchsten Reinheitsanforderungen nur mit PVDF gearbeitet. Aber ansonsten ist das eine interessante Frage für eine Studienarbeit... Viel Erfolg... |
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05.08.2002 08:36:09 |
Hallo Sven, als ausführende Installationsfirma sind wir seit Jahrzehnten bei verschiedenen Industriefirmen tätig. Bei diversen Kunden setzen wir seit Jahren ohne Probleme PVC-Rohr mit Klebverbindungen ein. Bezüglich der Resistenz gegen vollentsalztes Wasser bestehen keinerlei Bedenken. Informationen kann Ihnen sicherlich die Firma Georg Fischer Rohrsysteme liefern. Gruß Kai Schaupmann
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05.08.2002 08:52:44 |
Die kostengünstigste Alternative wäre wohl die Verwendung von handelsüblichen Kupferrohren und -fittings. Kupfer ist auch in VE-Wässern problemlos einsetzbar und gleichzeitig stehen Ihnen die vielfältigsten Möglichkeiten verschiedener Verbindungstechniken zur Verfügung, wie sie nur bei Kupfer geboten werden. Falls Ihrerseits spezifische Fragen zum Einsatz von Kupfer bestehen, sind wir gerne bereit, Sie kostenlos zu beraten. U. Tomaschek Deutsches Kupferinstitut Tel. 0211-47 96 300 Fax. 0211-47 96 310 Email utomaschek@kupferinstitut.de Web http://www.kupferinstitut.de
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Verfasser: Dr. Rudolf Kohler | Zeit:
05.08.2002 21:26:33 |
Vorsicht - ich halte den Einsatz von Kupfer für eher problematisch, es kommt hier wie schon vorhin gesagt darauf an, mit welcher Zielsetzung, welche Historie das Reinstwasser hat... Reinstwasser ist doch recht aggressiv. Ich habe vor ein paar Jahren die Kupferinstallation für VE- Wasser in einem Labor wieder entfernen lassen müssen, die Cu- Werte waren für die analytischen Zwecke einfach nicht tolerabel. Man kann aber sehen, die Fragestellung ist nicht uninteressant... |
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06.08.2002 08:54:32 |
Werter Herr Doktor Kohler, Vorsichtig sollte man eher mit pauschalen Aussagen wie " VE-Wasser ist sehr aggressiv" sein. Wie Sie schon selbst richtig bemerkt haben, kommt es sehr auf den Einsatz- und Einzelfall an. In den wenigsten Fällen wird VE- Wasser für den Laboreinsatz benötigt...wenn es sich, wie meist, um Kühl- oder Speisewässer für Anwendungen der Haustechnik handelt, hat Kupfer u. E. in vielen Fällen aufgrund seiner einfachen Handhabung und vor allem aufgrund seines günstigen Preises durchaus Vorteile. Vielfältige positive Praxisbeispiele belegen dies. Grüße U. Tomaschek
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06.08.2002 10:43:25 |
Grüß Dich Sven, sicherlich kommt es auf den Einsatzbereich des Reinstwassers an. Wenn es sich z. B. um Aqua purificata oder WFI in Pharma- od. Laborbereich handelt, gibt es zwei Werkstoffe zur Auswahl: 1. Orbital verschweißtes Edelstahlrohr min. 1.4404 besser 1.4435 , Rohrrauigkeit < 0,8 µm Hersteller: z. B. Fa. Dockweiler 2. PVDF Rohr mit WNF Schweißverfahren. Eine sehr interessante Alternative zum Edelstahlrohr Hersteller: Georg Fischer MfG Ottmar
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07.08.2002 19:30:41 |
Ich kann mich nur der Meinung von Herrn Kronmüller anschliessen, falls es sich um Reinstwasser handelt Ich habe diesbezüglich vor einigen Jahren für ein Fraunhofer-Institut in Erlangen die Planung gemacht. Dort wurde für Wasser der Reinheitsklasse 6 (=99,9999%) PVDF eingesetzt. Thomas Pehl TECHNIKPLAN Ingenieurgesellschaft mbH |
Verfasser: Dr. Rudolf Kohler | Zeit:
07.08.2002 22:36:53 |
@H. Tomaschek, erst mal langsam: Ich hatte nur geschrieben "recht aggressiv". Mir ging es ja nur darum, hier pauschal aufzuzeigen (und ich denke, das zeigt ja die Diskussion...), dass das Thema "Rohrleitung für Reinstwasser / vollentsalztes Wasser" einiges an Bandbreite hat, insofern sind pauschale Aussagen "nimm dieses, nimm jenes..." nicht angebracht. Es hängt eben wirklich stark vom Einzelfall ab. Und ich bleibe bei meiner Aussage, dass bei der Verwendung von Kupferrohren das VE- Wasser durch Kupferspuren verunreinigt wird. Das soll nicht heissen, dass die Rohre schnell korrodieren, dass es nicht viele Fälle gibt, wo die Kupferspuren nicht stören. Man sollte es eben nur bedenken. Genauso wie PVC- Rohre ihre Grenzen haben und Stoffe abgeben können, wie die angesprochenen PVDF- und Edelstahlrohre mit Kanonen nach Spatzen geschossen sein können. Es hängt ganz davon ab... Haben wir Sven jetzt eigentlich verschreckt? Dr. Rudolf Kohler |
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09.08.2002 09:14:59 |
Habt Ihr nicht. Ich finde es sehr interresant. Nachdem ich mich durch diverse Bücher gekämpft habe bin ich bis jetzt zu dem Schluß gekommen , das es kein ideales Rohrmaterial gibt. Aber die Disskusionen hier waren sehr hilfreich. Danke! |