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Auslegung RGK Österreich Stmk.
Verfasser:
MSC1
Zeit: 23.04.2018 11:03:38
0
2641584
Hallo Leute,

wir möchten in unserem EFH gerne den Ringgrabenkollektor umsetzen und

Eckdaten:

- Haus mit 167m2 EG/DG (50er Ziegel) + 84m2 Keller (Beton), Fensterlüftung
- Keller ist beheizt d.h. insg. ~250m2
- Heizkamin im Wohn/Ess/Küchenbereich vorhanden (trotzdem monovalente Auslegung)
- Grundstück fällt nach Westen hin etwas ab (Keller steht ca. zur Hälfte raus)

Werte von der Heizlastberechnung:
- beh. Gebäudefläche: 253,4 m2
- beh. Gebäudevolumen: 650m3
- wärmeübertr. Umfassungsfläche: 547,07m2
- Spez. Heizlast: 34 W/m2 bzw. 13W/m3
- Ht: 0,25 W/m2k
- Heizlast: 8,6kW (ohne WW)
- WP: Hoval Thermalia 10,6kW (B0W35) - Kälteleistung: 8,6kW

Bei der Heizlast sind allerdings von den 8,6kW ganze 3,9kW für den Mindest-Luftwechsel angegeben.

Für die Heizlast sind also 3 Kreise DN32 zu je 300m notwendig.

Jetzt habe ich Grundstück inkl. Haus und was sonst noch dazugehört im Trenchplaner gezeichnet. Einzig die Drainagerohre fehlen - falls es hier Querungen gibt, muss ich halt entweder Abstand halten oder den Kollektor für das kurze Stück gerade verlegen.

Hier der Link:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=zRfFk6MJnfpwsRK08vwE

Ist nur mal eine erste "Planung" und mich würde interessieren ob ich etwas übersehen habe und welche speziellen Tipps ihr noch habt. Die Breite habe ich jetzt mit 2m gelassen und die Tiefe auf 1.6m eingestellt. Dabei komme ich auf ca. 10 kW für den Kollektor, was eigentlich ausreichen sollte, da die Heizlastberechnung ohnehin viel Sicherheit enthält. Natürlich könnte man sich bei der Annahme auch überlegen auf die kleinere WP umzusteigen - die hätte dann 7,6kW (B0W35) bei einer Kälteleistung von 5,9kW.

Mir gehts nur grob darum ob ich das so realisieren kann oder ob ich irgendwo am Holzpfad bin. Pipelife meinte, dass sich Erdwärme (egal ob Flächen oder RGK) nicht auf unserem Grundstück realisieren lässt. Das kann ich aber nicht glauben. Gst. selbst hat 1300m2.

Freue mich auf euer Feedback!


LG und Danke!

Verfasser:
Fuggarex
Zeit: 23.04.2018 11:33:53
1
2641593
Hallo
Eine Frage,
Bist du dir mit dem Lehm sicher?
in deiner Gegend bestehen die Hügel meistens aus trockenem Sand.
Hast du schon Probegrabungen gemacht.
Ausserdem würde ich heute nicht mehr ohne KWL bauen.
Liebe Grüße Hans

Verfasser:
winni 2
Zeit: 23.04.2018 11:48:58
0
2641596
Hi,

ist so mit der richtigen Bodenwahl machbar, aber total überdimensioniert.

Die Lüftungsheizlast ist gaga und ich habe mal die Heizlastabschätzung
im Tool ausgefüllt. Da kommst Du mit Fensterlüftung auf 6657 Watt
Heizlast, mit Warmwasser 4 Personen....

Du solltest also eine noch kleinere Wärmepumpe wählen, weil auch die
Heizlastabschätzung im Tool überzeichnet noch, weil keine internen und
solaren Wärmegewinne berücksichtigt werden.
Eine übliche ca. 6 kW Wärmepumpe würde sicher reichen.
Dazu auch interessant:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP

Z.B. so ein Entwurf wäre mit Lehm schon mehr als ausreichend:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=G6JZzmTyQHqBr4HLbApx
Grüsse

winni

Verfasser:
MSC1
Zeit: 23.04.2018 11:59:05
0
2641600
Hallo,

vielen Dank für eure schnellen Rückmeldungen!

Ja wir haben sicher Lehm - wir haben Probegrabungen gemacht. Von Sand weit und breit keine Spur. Aber du hast Recht, es gibt bei uns auch Gegenden mit Sand.

@Winni2: Danke für deine Einschätzung. Das stimmt mich positiv, vorallem weil die Machbarkeit von Erdwärme auf unserem Grund in Frage gestellt wurde. Nur sah ich überhaupt nicht das geringste Indiz dafür.

Stimme dir zu, dass es überdimensioniert ist, dachte nur besser eine überdimensionierte Quelle einplanen.

LG
MSC

Verfasser:
winni 2
Zeit: 23.04.2018 12:11:57
0
2641605
Die Überdimernsionierung bringt sehr wenig.
Dein Entwurf hätte 0,2 Grad bessere Soletemperaturen,
als mein schlankerer.
Das bringt mal gerade ca. 0,5 % bessere Effizienz des
Wärmepumpenbetriebs. Völlig uninteressant..

Lieber die Heizflächen (Fußbodenheizung, Wandheizung
in knappen Räumen) auf möglichst niedrige Temperaturen
auslegen.
Dadurch sind mehr als 10 % bessere Effizienz möglich.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 23.04.2018 15:44:40
1
2641659
Von was Pipelife Ahnung hat, weiss ich nicht, aber wenn das nicht
vielleicht Wasserschutzgebiet ist, sicher nicht von Kollektorauslegung...
Ich habe mal aus Spass einen richtig leistungsstarken Kollekor ge-
zeichnet.
17 kW Heizlast wären ohne größere Klimmzüge drin:-)
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=IAqZLRt2c9mXrHbrMoUe

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 23.04.2018 15:57:47
2
2641662
Hi winni,

im Energiesparhaus.at ist nachlesbar, dass Pipelife generell keinen Ringgrabenkollektor empfiehlt. In deren neuester Broschüre machen die allerdings selbst für den Ringgrabenkollektor Werbung - mit meiner Meinung nach seltsamer Auslegung. Irgendwie schizophren...

Viele Grüße
crink

Verfasser:
winni 2
Zeit: 23.04.2018 16:04:19
0
2641666
Hallo crink,

ja, schon merkwürdig, wie man bei einem 1300 m2 großen Grundstück
auf das schmale Brett kommen kann, da wäre kein Erdwärmekollektor
möglich? :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
MSC1
Zeit: 23.04.2018 19:57:47
0
2641727
Ja ich glaube die verstehen ihr Handwerk nicht ganz.

Mir scheint es auch so, dass sie zwar eine Planung anbieten aber dann doch vom RGK abraten und den Flächenkollektor empfehlen.

Ich habe folgendes Feedback bekommen:

1. Es ist mit einem Kreis nicht möglich meine Heizlast zu decken. Es müssten 2 Kreise verlegt werden.
2. Der hohe Druckverlust der langen Grabenkollektoren wirkt sich negativ auf die Solepumpe und deren Lebensdauer aus.

Deshalb empfehlen sie einen Flächenkollektor, vor allem weil er auch flexibler sei.

zu 1. Ist es nicht so, dass bei meiner Heizlast bzw. der gewählten Wärmepumpe ohnehin 3 Kreise notwendig sind? Und ist es nicht so, dass dieser Umstand eher was mit der Hydraulik als mit der Heizlast direkt zu tun hat?

zu 2. Schaltet man nicht deswegen die Kreise parallel? D.h. Volumenstrom der WP ist konstant, durch die Parallelschaltung verringert sich der Volumenstrom des einzelnen Rohrs und dadurch auch der Druckverlust?

LG und Danke für eure Unterstützung!!

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