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Dämm-Gefahren
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 10.05.2018 18:25:56
1
2645754
Zitat von Der Farmer Beitrag anzeigen
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
[...]


Danke Martin! Genau so ist es. Den Putz darfst bis zu 10% je Himmelsrichtung ausbessern. Dabei zählen allerdings Ost- und Westseite zusammen. Es wird auch ein Unterschied zwischen Alt- und Neubau gemacht. Zumindest in den früheren Bestimmungen lagen die Anforderungen an eine sanierte[...]


Insofern der Putz nicht erneuert wird, gelten die Anforderungen der EnEV nicht.

Zitat:

"Wird jedoch ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) auf die Außenwand montiert, ohne dass dafür der Außenputz erneuert oder eine Fassadenbekleidung erneuert, besteht der gesetzliche Auslösetatbestand nicht (EnEV § 9 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Anlage 3 Nr. 1 bis 6). Nur in diesem Fall kann der Bauherr selbst entscheiden, welche Dämmstärke er verwenden möchte."

Diese Lücke im Gesetz ist so gut wie nicht bekannt.

Gruss
Frank F.

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 10.05.2018 19:19:30
9
2645769
Zitat von Der Farmer Beitrag anzeigen
Unsere Insektenwelt ist um 75% in den letzten 27 Jahren geschrumpt. Für jeden sichtbar, der sich an seine Windschutzscheibe im Sommer aus den 90ern erinnert.


Du willst doch hoffentlich nicht behaupten/andeuten, dass das irgend etwas mit Außenwanddämmungen zu tun hat?!

Bedanken kann man sich bei den Bauern die fleißig Chemieprodukte auf ihre Felder kippen und bei den Hobbygärtnern die Gleiches tun. Der Trend zu "pflegeleichten" Stein-Vorgärten besorgt den Rest.

Als Vorstandsmitglied eines Bienenzüchtervereins kenne ich die Auswirkungen auf diese extrem wichtige Insektenart. Neonicotinoide und das verbrecherische Roundup (Glyphosat) sorgen für die Ausrottung der Bienen.

Völlig skrupellose, maßlos geldgeile Firmen wie Monsantos ruinieren mit ihren Giften und insbesondere mit ihrem genmanipulierten Material die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten.

Da sind algizide/fungizide Zugaben bei Putzen ein "Fliegenschiss" dagegen. Im Übrigen werden diese Zusätze so gut wie nicht mehr eingesetzt.

Nicht nur der Industrie ist bekannt, dass diese Stoffe spätestens nach 2 Jahren ausgewaschen sind. Der Einsatz ist und wäre damit quasi nutzlos und würde zu unnötigen Streitfällen führen.

Ich lasse schon seit fast 20 Jahren ausschließlich mineralische Komponenten verarbeiten ohne Einsatz irgendwelcher ...zide.
Nicht nur bei dem an unserem Häuschen angebrachten WDVS funktioniert(e) das bestens.

Vom Einsatz von Systemen mit Silikonen ist abzuraten. Das wird aber gerne von Malern als Heilsbringer verkauft.

Gruss
Frank F.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 13.05.2018 18:49:57
1
2646323
Das Thema könnte man auch auf die vielgepriesenen Nanopartikel in Wandfarben, "Hautpflegemittel", Sprays, usw. erweitern >((

Verfasser:
wpibex
Zeit: 13.05.2018 20:13:30
0
2646345
ich leide jedes Frühjahr wegen der gelben Biofeinstaubwolken.
Wahrscheinlich weil die Bienen zu wenig davon einsammeln.
Hier in der Rheinebene werden immer mehr Bienenkästen aufgestellt
und in unserem Garten tummeln sich Bienen, hummeln und Wildbienen.

Verfasser:
Der Farmer
Zeit: 15.05.2018 12:24:48
1
2646823
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Zitat von Der Farmer Beitrag anzeigen
[...]


Du willst doch hoffentlich nicht behaupten/andeuten, dass das irgend etwas mit Außenwanddämmungen zu tun hat?!

Bedanken kann man sich bei den Bauern die fleißig Chemieprodukte auf ihre Felder kippen und bei den Hobbygärtnern die Gleiches tun. Der Trend zu "pflegeleichten"[...]


Na wenigstens sind wir uns zum Thema Monsanto einig.

Was ich aber nicht dulde, sind Leute, die jedes einzelne Bausteinchen in der Gesamtproblematik für sich betrachten, um deren Einfluss dann als "Fliegenschiss" zu bezeichnen. Der einzelne Kleinbauer mit seinem 5 Hektar Acker würde seine paar Tropfen RoundUp ebenfalls als Fliegenschiss bezeichnen.

Im Übrigen erwähnte ich bereits, dass dies auch nur ein Beispiel sein sollte. Ein Beispiel dafür, dass man erstmal die Dämmung als ökologischen Beitrag verkauft, aber bei Giftstoffen sehr freizügig alles wieder über Board wirft.

Ja den Herstellern ist bekannt, dass die Biozide ausgewaschen werden. Das führte auch dazu, dass man Putze und Farben mit "verkapselten" Wirkstoffen auf den Markt gebracht hat. Diese brauchen dann auch etwas länger mit dem Auswaschen. Wo ist am Ende der Unterschied? Ich schmier nicht ganz so oft neues Gift auf die Fassade, aber sie sind geblieben.

Sehr löblich, wenn du ausschließlich mineralische Putze aufbringen lässt. Finden lässt sich eine Aufstellung der Zusätze schwer. Wenn es so läuft, wie in allen anderen Industriezweigen, kannst du wohl auch nur verlangen, dass gewisse Grenzwerte (festgelegt von Interessenverbänden) nicht überschritten werden. Einem "Biozidfrei" würde ich auch gern im Wortsinn Glauben schenken. Das ist nur meine persönliche Meinung. Es ist nun mal bei allen Produkten so und ich wüsste nicht warum es hier anders sein soll.

Hauptursache für die Veralgung von Fassaden sind nun mal die Temperaturverläufe, die Ausrichtung, die Art der Verschattung und ein wenig auch die Feuchteregulierung des Putzes. Aber was soll sich da großartig regulieren bei ein paar Millimeter Spachtel mit Edelputz?

Bauen ohne Gift ist Augenwischerei, das weiß ich selbst. Aber die meisten meiner Pappenheimer lassen sich bereitwillig verarschen.

Viele Grüße
vom Farmer

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 15.05.2018 12:38:09
0
2646828
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Zitat von Der Farmer Beitrag anzeigen
[...]


Du willst doch hoffentlich nicht behaupten/andeuten, dass das irgend etwas mit Außenwanddämmungen zu tun hat?!

Bedanken kann man sich bei den Bauern die fleißig Chemieprodukte auf ihre Felder kippen und bei den Hobbygärtnern die Gleiches tun. Der Trend zu "pflegeleichten"[...]



Entschuldigt bitte das off-topic.

Frank kannst du mir was empfehlen, wir haben gerade unseren Garten (350m³ freie Fläche) umgestaltet und das Hauptaugenmerk soll dem Lebensraum von Tieren und Insekten gewidmet werden.

Daher haben wir bisher Rotfichte als Hecke gepflanzt und Weißdorn sowie eine Esche gesetzt.

Wir wollen nun eine Art Blumenwiese für Bienen und Hummeln etc.. sähen, aber da gibt es gefühlt 10 Mio. verschiedene Samen Mischungen.
Es sollen keine zu hohen Pflanzen werden, ~40cm

Danke dir!

zum Thema:

Dämmung ist voll geil !!!

Verfasser:
dyarne
Zeit: 16.05.2018 21:41:24
0
2647370
Zitat von Der Farmer Beitrag anzeigen
Und nein, ohne Algizide und Fungizide ist nichts gegen den Bewuchs auszurichten (egal was auf dem Eimer/Sack steht), weil es einfach weniger an der Beschaffenheit und dem Material der Putzschicht liegt, sondern vielmehr an den Temperaturverläufen. Und die entstehen nun mal durch die dahinterliegende Dämmschicht...
das ist nicht richtig...
demnach dürfte es nicht zahllose hoch gedämmte häuser ohne algen geben und keine ungedämmten mit algen...

unser haus ist seit bald 10 jahren thermisch saniert, 18-24cm wdvs wlg 031 und ohne algen.

das nachbarhaus ist aus den frühen 90-er massiv monolithisch ungedämmt und wild veralgt.

wenn das was mit speicherputz oder masse zu tun hätte dann würde das alle fassadenseiten betreffen. es geht aber vorrangig um nordfassaden und die werden nun mal nicht von der sonne aufgeladen ... ;-)

am titelbild der von winnie verlinkten erfurth-studie - von der in nicht viel halte - ist sehr gut zu sehen was die hauptursachen der veralgung sind.

generelle grundvoraussetzung ist daß es keinen sauren regen mehr gibt.

individuelle voraussetzungen sind dachüberstand und fassadennaher baumbestand. das bild sagt mehr als 1000 worte...


der dachüberstand dient als beschattung gegen den nächtlichen winterhimmel und verhindert die abstrahlung und taupunktunterschreitung in der nacht.

Verfasser:
dyarne
Zeit: 16.05.2018 21:56:01
0
2647376
Zitat:
Mit noch höheren Dämmdicken und Dreifachverglasung erreicht man einen Standard mit nur noch 20 bis 30 Heiztagen im Winter, während die Heizperiode ungedämmter Altbauten bis zu 240 Tage lang ist. Die hohe Behaglichkeit in solchen Häusern ist frappant. Die Räume kühlen nicht aus, obwohl nachts die Heizung abgestellt ist.

„Die Wärmedämmung hat dabei eine Schlüsselfunktion. Ohne einen Abschied von unseren heute noch überhöhten Heizenergieverbräuchen geht es nicht, unsere Häuser müssen sparsamer werden. Unser Glück: Dämmstoffe sind die billigsten Baustoffe. Seitdem der Energiepreis 50 Cent pro Liter Heizöl oder Kubikmeter Erdgas überschritten hat, sind fast alle Dämmmaßnahmen wirtschaftlich. Selbst bei Gebäuden der achtziger und neunziger Jahre lohnt bereits eine Dämmung“, so der Energieexperte...

Eicke Hennig

algen und pilze im siedlungsraum

Zitat:
Der Algen- und Pilzbewuchs auf Fassaden und Dächern nimmt zu. Lästig, unschön, aber ungefährlich für die Baustoffe. Die Ursache liegt in der reineren Luft, denn der Schwefelrauch aus den Feuerungen war in der Vergangenheit ein Algenkiller, dafür waren die Hausfassaden verschmutzt. Mittlerweile tragen auch Gehwege, Verkehrsschilder, Bäume und Sträucher eine Algen- und Flechtenschicht. Mit der zukünftigen Abschaltung der Kohlekraftwerke wird es einen neuen Wachstumsschub geben. Da die Veralgung auf Fassaden zuerst wahrgenommen wurde und die Dämmfassaden besonders schnell veralgten, bildete sich die Mähr, Dämmung führe zur Veralgung...


>>> klick <<<


>>> klick <<<

Verfasser:
dyarne
Zeit: 16.05.2018 22:03:35
2
2647378
und hier als video ...

der mann ist gut. von solchen würden wir mehrere brauchen angesichts so manchen hier aktiven retro-energieberaters ... ;-9


meine persönliche therapie bei KF-befall in diskussionen... ;-)

Verfasser:
Martin24
Zeit: 16.05.2018 22:08:34
0
2647379
Zitat von dyarne Beitrag anzeigen
individuelle voraussetzungen sind dachüberstand und fassadennaher baumbestand. das bild sagt mehr als 1000 worte...


Es mag Einzelfälle geben, bei denen auch ungedämmte Häuse veralgen. Die Regel ist das sicher nicht.
Bei WDVS-gedämmten Neubaten scheint es aber eher die Ausnahme zu sein, wenn die nach einigen Jahren nicht zumindest auf der Nordseite veralgen.

Und dafür ist kein fassadennaher Baumbestand nötig. Es gibt unzählige Beispiele wo das bei völlig freistehenden Häusern passiert.

Grüße
Martin

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 17.05.2018 07:13:37
2
2648418
Was soll eigentlich das Problem sein bei der Veralgung?

Optisch nicht so fein, OK, das sind Betondachsteine nach 3 Jahren auch - und???

Wen interessierts.....

DAS MFH meiner besten Freundin ist ein energetisch sanierter Altbau, der vor ~15 Jahren ein WDVS und neue Fenster bekommen hat, keine Lüftungsanlage.

Innen kein Schimmel, außen keine Algen.


Überall sehr hoher Dachüberstand, wollten die Eigentümer so haben.

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 17.05.2018 08:36:49
0
2648443
Zitat von Der Farmer Beitrag anzeigen
Aber was soll sich da großartig regulieren bei ein paar Millimeter Spachtel mit Edelputz?


Völlig richtig, die geringe Masse kann nichts puffern.

Die Lösung, die ein in unserer Region ansässiger Fertighaushersteller (Holzrahmenbau) seit Jahren anbietet, besteht aus einem zweilagigen Edelkratzputz (20 mm).
Das scheint gut zu funktionieren.

Ich und meine Bauherren gehen weg, von der zweischaligen Bauweise, hin zur monolithischen Ausführung.

Sehr gut bewährt hat sich ein ungefüllter T8-Stein. Da stimmt die Kosten-/Nutzenrelation. Der mit Miwo gefüllte T7 ist sehr teuer. Habe ich aber auch schon verbauen lassen.

Gruss
Frank F.

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 17.05.2018 08:47:18
0
2648448
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Das Thema könnte man auch auf die vielgepriesenen Nanopartikel in Wandfarben, "Hautpflegemittel", Sprays, usw. erweitern >((


Nanopartikel sind leider nicht nur in Wandfarben.
Die Folgen dieser die Blut-/Hirnschranke durchdringen könnenden Partikel sind nicht absehbar.
Dagegen war Asbest noch nicht mal ein Fliegensch..

Das Zeug gehört sofort verboten. Aber passieren wird erst etwas, wenn es mal wieder zu spät ist :-(
Die Entsorgung kann man allerdings vergessen.

Gruss
Frank F.

P.S.: Ist Dir bei Dir im Ort eine Familie Pauls bekannt? Beide Söhne sind Gebäude-Energieberater, allerdings nicht mehr im Ort wohnend.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 17.05.2018 08:54:40
0
2648454
Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
Was soll eigentlich das Problem sein bei der Veralgung?
Optisch nicht so fein, OK, das sind Betondachsteine nach 3 Jahren auch - und???
Wen interessierts.....


Du solltest Dein mangelndes ästhetisches Empfinden nicht verallgemeinern ...

Tapezierst/streichst Du im Innenraum auch nicht?

Grüße
Martin

Verfasser: JoRy
Beitrag entfernt. Grund: Politische Meinungsäußerung (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 17.05.2018 09:36:03
4
2648467
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
[...]


Du solltest Dein mangelndes ästhetisches Empfinden nicht verallgemeinern ...

Tapezierst/streichst Du im Innenraum auch nicht?

Grüße
Martin


Also ich mache schon einen Unterschied bei den Räumen, wo ich täglich drinnen wohne, oder einer Fassade, an der ich einfach nur vorbei laufe.

Zudem ist das Phänomen in der Regel nur ein einer Hausseite.

Ich kenne das Bild der veralgten Fassade ganz gut, aber ich habe noch keine gesehen, bei der das derart schlimm ist, dass man dafür eine gesamte Technik in Frage stellen muss oder gar für viele Tausend € eine Dämmung wieder runterreißen muss - das ist völliger Blödsinn.

Zudem sollte man die gefährlichen Stoffe dann doch besser an der Fassade lassen, dann gerät das Zeug auch nicht in die Unwelt.

Mit Sicherheit gibt es auch eine Nachbehandlungsmöglichkeit, um das Problem zu lösen, so man es denn zu einem problem macht.


Hier sind etliche Neubauten, die Anfang der 2000er Jahre mit Dämmung gebaut wurden in weiß.

Der gesamte Putz sieht scheiße aus, alles dunkel verdreckt, sieht aus, wie Kohlestaub aus dem Ruhrgebiet (wohnen an der Bahn).

Und?

Wer es will, der streicht, die Masse lässt das seit 10 Jahren einfach scheiße aussehen.....

Verfasser: Tom Berger
Beitrag entfernt. Grund: Verletzung der Netiquette (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.05.2018 11:48:10
0
2648515
Nun, ich kenne aus meiner Gegend diverse ungedämmte, aber auch unbeheizte Bauteile die veralgt sind. Auf den WDVS sehe ich hingegen keine Algen.
Fassaden aller Bauarten, die im Lafe der Jahre schmutzig werden gibts dafür genug.
Monolithische Bauweise bringt zwar mehr Masse unter den Putz, verbraucht aber dafür durch die schlechtere Ankoppelung der MAsse an den Innenraum im Jahresverlauf mehr Energie. bei sonst gleichen Rahmenbedingungen (Masse, Dammung) und ist bei gleicher Dämmwirkung oft ein wenig dicker.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 17.05.2018 12:04:23
0
2648519
Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
[...]

Also ich mache schon einen Unterschied bei den Räumen, wo ich täglich drinnen wohne, oder einer Fassade, an der ich einfach nur vorbei laufe.


Ja schon, aber Leuten zu sagen, "lebe damit, dass Dein Haus Scheiße aussieht, das ist mit WDVS nunmal so und mich stört es nicht" (wenn denn das WDVS schuld ist und ich sehe da zumindest in vielen Fällen einen Zusammenhang), finde ich schon etwas eigenartig.

Grüße
Martin

Verfasser:
Solarzelle
Zeit: 17.05.2018 13:37:52
0
2648546
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Zitat von Solarzelle Beitrag anzeigen
[...]


Ja schon, aber Leuten zu sagen, "lebe damit, dass Dein Haus Scheiße aussieht, das ist mit WDVS nunmal so und mich stört es nicht" (wenn denn das WDVS schuld ist und ich sehe da zumindest in vielen Fällen einen Zusammenhang), finde ich schon etwas eigenartig.

Grüße
[...]



Wenn du da einen Zusammenhang siehtst, dann kannst du ja deiner eigenen Argumentation folgend, so verfahren.

Nordseiten sind sehr oft gammelig, egal, ob es sich dabei um die Dach- oder Wandflächen handelt.

Hier stellt sich mir dann nur die Frage, ab wann die Wand sowieso scheiße aussieht und um wieviel % daran dann tatsächlich das WDVS seine Schuld hat bzw. die Wand vor ihrer Zeit scheiße aussieht....

Verfasser:
Martin24
Zeit: 17.05.2018 14:15:44
0
2648552
Ja, ich sehe da einen Zusammenhang.
Ich kenne einige Fassaden, die Jahrzehnelang algenfrei waren und nach Dämmung mit WDVS innerhalb einiger Jahre Algen bekommen haben. Teilweise zeichnen sich die Umrisse der WDVS-Platten und insbesondere die Befestigungsdübel deutlich ab. Da keinen Zusammenhang zu sehen ist m.E. Realitätsverweigerung.

Leider wird das gerne als Argument von Dämmkritikern verwendet, die damit begründen wollen, warum man gar nicht dämmen sollte.
Und ich sage natürlich auch nicht, eine nicht gedämmte Fassade würde niemals Algen bekommen. Ich sage auch nicht, eine gedämmte Fassade bekommt unweigerlich Algen.
Aber ein Zusammenhang von Dämmung und Wahrscheinlichkeit der Veralgung ist m.E. unübersehbar.

Das ist nun aber auch kein Argument gegen das Dämmen. Es ist ein Anlass, der Ursache auf den Grund zu gehen und Vermeidungsstrategien zu entwickeln. Ein Ansatz scheint ein dickerer Putz zu sein und die ausschließliche Verwendung rein mineralischer Beschichtungen.

Grüße
Martin

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.05.2018 14:37:16
0
2648555
Dass man minerlische Putze und farben einsetzen sollte wäre bei mir gesetzt, da die Versuche das mit hydrophoben materialien anzugehen als gescheitert angesehen werden können, nach allem was ich gelesen habe (eigene Testreihen habe ich dazu nicht gemacht)
Es kann auch sein dass die beobachteten Fassaden früher mineralisch und jetzt anders verputzt sind, und daher veralgen.
Ein ausreichend dicker Verputz wäre bei mir ebenfalls gesetzt, wobei dies wohl resonanzfrequenzen in störende Bereiche heruterverlagern kann (schlechtere Schalldämmung der Wand), was mit leichter Innenwand und lauter Umgebung (direkt an stark befahrener Strasse) noch ein Faktor sein kann.
Ansonsten wäre ein stärkerer Putz auch gesetzt.
Es verbleibt dann, dass eine besser gedämmte Wand einfach zu etwas mehr Algen neigt, weil sie eben nicht mehr trocken geheizt wird - das ist aber unabhängig vom Wandausbau im grunde ein gewünschter Effekt - von den Algen bzw deren Farbe abgesehen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.05.2018 15:06:14
0
2648565
Hi,

Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Ja, ich sehe da einen Zusammenhang.
Ich kenne einige Fassaden, die Jahrzehnelang algenfrei waren und nach Dämmung mit WDVS innerhalb einiger Jahre Algen bekommen haben. Teilweise zeichnen sich die Umrisse der WDVS-Platten und insbesondere die Befestigungsdübel deutlich ab. Da keinen Zusammenhang zu sehen ist m.E. Realitätsverweigerung.

Leider wird das gerne als Argument von Dämmkritikern verwendet, die damit begründen wollen, warum man gar nicht dämmen sollte.[...]

Ich würde eher das als ein Teil der Ursache sehen, denn ich kenne einige Häuser, die quasi direkt nebeneinander stehen, beide WDVS haben und die Fassade ähnlichen Bedingungen ausgesetzt ist. Das Algenproblem tritt aber nur bei einem Haus auf. Keine Ahnung wo die Unterschiede sind (vielleicht Putz, Verarbeitung, Materialien)

Jedenfalls wollte ich das Risiko mit der unansehnlichen Fassade nicht eingehen. Habe mich deshalb für gefüllte Ziegel statt WDVS entschieden. Bin gespannt, ob das Problem dadurch vermieden wird. Bei nachträglichen Dämmen kann man auch auf verfüllte Ziegel setzten..
https://www.poroton-wdf.de/de/
Ist wahrscheinlich aber teuerer als Styropor.

Außerdem wäre es interessant zu wissen, ob das Algenproblem auch bei Schaumglas als Dämmung auftritt. Bis jetzt habe ich das immer nur bei Styropor wahrgeneommen. Vielleicht liegt es ja an der Wärmeleitfähigkeit der obersten Schicht...

Grüße
Nika

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