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Reihenhaus-Sanierung mit Kühlhauspaneelen und "Fassadenheizung"
Verfasser:
RoBIM
Zeit: 11.11.2017 10:58:08
0
2567483
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Probier mal, mit einem Induktionherd 2 Eßlöffel Sherry in einer Suppenkelle zum brennen zu bekommen ...


Das ließe sich z.B. mit einem Crème-brûlée-Brenner erledigen.

Gruss
Frank F.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 11.11.2017 11:16:21
0
2567485
Zitat von RoBIM Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]


Das ließe sich z.B. mit einem Crème-brûlée-Brenner erledigen.

Gruss
Frank F.


Hallo Frank,

gute Idee - und sowas liegt sogar in einer meiner Küchen-Schubladen und funktioniert. Werde ich, wenn ich das nächste Mal fambieren werde, mal ausprobieren...

Alternativ ginge ja auch ein kleiner Campinggaskocher.

LG jogi

Verfasser:
DeepB
Zeit: 12.11.2017 08:59:58
0
2567717
Kennt jemand aktuell eine gute (günstige) Bezugsquelle für diese Paneele?

Ich suche welche mit 20 oder 22cm Stärke für einen Neubau.

vielen Dank
Daniel

Verfasser:
jogi54
Zeit: 12.11.2017 11:15:51
0
2567763
Zitat von DeepB Beitrag anzeigen
Kennt jemand aktuell eine gute (günstige) Bezugsquelle für diese Paneele?

Ich suche welche mit 20 oder 22cm Stärke für einen Neubau.

vielen Dank
Daniel


Hallo Daniel,

da gibt es einerseits O-Metall und die ThyssenKrupp Firma ems-bau.

Ob du wirklich beidseitig Blech brauchst, hängt von deiner Konstruktion ab.

Die Alternative wäre PurHolz => Decke, Kern, Formate auswählen. Purholz macht einem fast alles, was das Herz begehrt - da kann man für außen auch einen Putzträger bekommen und innen, was man benötigt. Kann unterm Strich ggf. preisgünstiger sein, als eine zusammengebaute Lösung.

Es gibt ein Beispiel im Netz, da hat ein Architekt einen Stahlgerüstbau erstellt, und außen nur diese Kühlhausisolierpaneelen draufgeschraubt - Bilder werden mit Magneten aufgehängt - mehr geht halt dann nicht an einer solchen Wand nicht.

Was hast du vor ??

LG jogi

Verfasser:
jogi54
Zeit: 13.06.2018 00:27:05
8
2654379
habe heute folgende e-mail bekommen:

Hallo Jürgen,

über Ihren Beitrag hier im Forum haben wir erfahren, dass Ihr Haus über eine Lüftungsheizung beheizt wird.
Wir sind ein junges Projektteam, das für die Bosch Thermotechnik GmbH die Vor- und Nachteile von lüftungsbasiertem Heizen unter die Lupe nimmt.
Sie haben in diesem Feld sicherlich bereits einige Erfahrungen sammeln können. Würden Sie diese bitte mit uns teilen?
Den Umfang und die Form des Informationsaustausches (mail, Telefon, face2face, …) entscheiden Sie. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

MfG
Matthias Senn

na ja - wenn schon hallo Jürgen (statt jogi) dann könnte ja man beim du bleiben LOL

habe dan wie folgt geantwortet, wobei es mir in diesem Fall um den Disclaimer am Ende geht. So, wie ich meine Außenwandheizung hier nicht einem geldgierigen Patentjäger überlassen wollte (zig Seiten früher), so auch in diesem Fall...

also hier meine Antwort:

Hallo Matthias,

das ist leider offensichtlich ein Missverständnis oder Irrtum.

Ich bin sogar aus mehreren Gründen gegen KWL-Anlagen.
- einerseits würde eine KWL bei mir, ordnungsgemäß betrieben (0,5 Luftwechsel), ~500kWh/a Wärme einsparen, jedoch gleichzeitig ~500kWh/a Strom verbrauchen (wohl ein energetisches NoGo).
- zweitens befürchte ich, dass eine KWL im privaten Bereich (mit den kleinen Querschnitten etc.) langfristig zu einer Bakterien- und Virenschleuder wird, da "man" im Alter mit der unbedingt notwendigen Reinigung zunehmend nachlässiger wird und sich diese ggf. auch nicht mehr leisten kann. Die Folge wird langfristig sein, dass Menschen wg. der berüchtigten Lungenentzündung im Alter wieder früher sterben werden. Muss ich mir nicht einbauen.

Zu eurem Thema:
Die Wärmekapazität von Luft ist äußerst gering - damit nennenswert Wärme zu transportieren ist Illusion - es sei denn, man beheizt die Luft direkt elektrisch (Heizlüfter) - ist wohl kaum zukunftsfähig.

Zudem - man empfindet die Strahlungswärme der umgebenden Wände/Decke/Fußboden. Die darüber abfließende Wärme allein mit Luft auszugleichen geht allerhöchstens bei einem Plus-Passivhaus mit einem H't < 10W/m²K. Um das mit Luft zu erreichen, benötigt man trotzdem relativ große Luftmengen, die dann zu Verdunstungskälte auf der Haut führen - das muss man dann über höhere Lufttemperaturen kompensieren -> damit dann wiederum höhere Verluste ...

Ich denke (!!!Meine Meinung!!!) luftbasiertes Heizen ist von vornherein ein tot geborenes Kind - Robert Bosch würde sich im Grabe rumdrehen. ( Ich bewundere Robert Bosch als Unternehmer, ins besondere seine Weitsicht mit der Konstruktion der Robert Bosch Stiftung. Mein Vater hat viele Jahre für Bosch gearbeitet und ich komme ursprünglich aus Stuttgart).

Viel mehr vermisse ich mögliche Fortschritte bei den Wärmepumpen und der FBH.

Will mal einige Punkte aufgreifen:

- z.B. konstruktiv mit IWT und Heisgasenthitzung, wie eisvogel aus dem Forum sich das selber zusammen gebaut hat
- z.B. TOPCOP aus dem Forum, der geniale LWP mit einer ausgeklügelten Abtauung anbietet

Da sind die Entwicklungspotentiale schon eigentlich schon vorgelebt.

- mir würde eine modulierende SWWP mit 4kW reichen, gibt es jedoch nicht am Markt (z.B. Bedarf: 2,2kW bei 0°C in Köln)
- mit jeweils üppigen Wärmetauschern wären die WP sofort effektiver (insofern kann ich mit einer SWP der Nibe-Klasse, 6kW modulierend – 3,2kW bei 50%, ganz gut leben)

Mein eigenes Projekt:
- Slinky-Kollektor senkrecht eingebaut unter einem Carport, bewässert mit dem Dachabwasser über umgekehrte Drainagerohre ( Rückspülbar) - wohl der erste Versuch, einen überbauten Slinky zu bauen…
- kombiniert mit einem Betonabsorber, der einerseits den Slinky entlastet und im Sommer zum Teil sogar direkt den Puffer für WW (mit FriWa) zu beheizen vermag.
- der Slinky ist im Sommer ausschließlich Quelle für die passive Kühlung meiner Außenwandbeheizung. Optional kann er Richtung Kälte per WP durch die WW Erzeugung „regeneriert“ werden (aus meinen bisherigen Erfahrungen und Berechnungen nicht nötig). Zum Ende der Kühlperiode wird er großflächig die Erde soweit aufgeheizt haben, dass es einen Superstart in die nächste Heizperiode geben wird.
- mit dieser Konstruktion dürfte ich eine JAZ von 6 erreichen (rechnerisch noch mehr, je nach Jahr, aber das wage ich derzeit nicht zu träumen)

Ein weiteres Thema sind die unsäglichen Einzelraumregler ERR (Auf/Zu) die die Heizungstechnik ins Mittelalter zurückkatapultiert hat. Für mich ein absolutes NoGo – nachdem wir seit vielen Jahrzehnten mechanische analog wirkende Thermostatventile haben.
Heute zeitgemäß wären analoge 10V regelnde Ventile, die zusammen mit einer modulierenden Wärmequelle das Optimum von VL, Spreizung und Durchflussmenge optimal regelt. Da sollte sich bei Bosch im Hydraulikbereich passende Regelventile zu finden sein.
(mein Haus ist thermisch abgeglichen – da brauche ich keinerlei Regelung)

Zusammen mit den frei und ohne Internet verfügbaren Wetterdaten ließe sich eine selbstoptimierende Regelung programmieren, die dem Anspruch 4.0 gerecht werden könnte.

Ganz ehrlich – sich mit Luftheizung zu beschäftigen ist aus meiner Sicht vergebene Liebesmühe – das wird unsere Energiewende nicht voranbringen.

Disclaimer: Alle hier in dieser email beschriebenen Ideen etc. erkläre ich hiermit zu open source und sind somit nicht patentierbar – es sei denn, sie sind schon patentiert – was mir nicht bekannt ist.

Es werden heute zu Tage in manchen Bereichen (z.B. Haustechnik) Verfahren patentiert, die in anderen Bereichen (z.B. Kraftwerken, Pneumatik, Hydraulik) seit Jahrzehnten banales Standardwissen sind – damit wird das Patentwesen ad Absurdum geführt.

LG jogi

Verfasser:
JoRy
Zeit: 14.06.2018 10:01:57
3
2654735
Hallo Jogi,
deinen Beitrag an junge Aktionisten habe ich mit grün gezeichnet.

Deine Bewunderung für den Gründer von Bosch kann ich aber nicht teilen.

In der Kaiserzeit des beginnenden 20ten Jahrhunderts gab es aus den Gruppen
um Otto , Diesel u.s.w. von Stuttgart bis München massenhaft Entwickler als
kleine Ing.Büros, die fantastisch innovativ waren.
R.Bosch war nur eines----immer ein besserer Geschäftsmann als Ingenieur, der
diesen, meist schnell finanziell klammen Firmen ihr knowhow billig abgeluchst hat
wenn sie insolvent wurden.

Die Hochgelobte "Erfindung" der durch den Kraftstoffdruck selbst öffnenden
Einspritzdüse , die erste Doppelkanaldüse u.s.w kam z.B. von Prosper L´Orange
und wurde nur als R.Bosch Erfindung ausgegeben.
Von diesem genialen Ingenieur kam auch schon in der Kaiserzeit das
Pumpe-Düse-System, das heut noch L´Orange-System heist und zusammen mit
dem "CommonRail" von VW und Merzedes als ihre Innovation vereinnahmt wurde.

Für die Diesel-Elektrisch Antriebe hat man damals eine erstaunliche Fantasie
bewiesen und das auch z.B. vor dem 1ten Weltkrieg für U-Boote genutzt.

Wie sehr Bosch immer im Vermarkten von kleinen Entwickler-Klitschen führend
war kann jeder nachlesen.
Und auch wie gut er bis in die Verknüpfung mit dem 3ten Reich , Wehrtechnik
und Zwangsarbeiter gut vernetzt war.

Die Arbeitersiedlungen waren eine Kopie der Siemens-Stadt Berlin, die viel
früher als in Stuttgart gebaut wurden um seine Arbeitskräfte im Schichtdienst
mehr als 60 h die Woche ausbeuten zu können und mit der Wohnabhängigkeit
völlig im Griff zu haben.
Weder Siemens noch Bosch und auch nicht der Kanonen-Krupp waren
mit ihren Siedlungen Sozialengel als die sie sich gerne dargestellt haben !

Gruß JoRy

Verfasser:
jogi54
Zeit: 14.06.2018 23:20:26
1
2654918
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
Hallo Jogi,
deinen Beitrag an junge Aktionisten habe ich mit grün gezeichnet.

Deine Bewunderung für den Gründer von Bosch kann ich aber nicht teilen.

[...]


Hallo JoRy,

du hast nicht genau gelesen, was ich da geschrieben habe:
Zitat:
Ich bewundere Robert Bosch als Unternehmer, ins besondere seine Weitsicht mit der Konstruktion der Robert Bosch Stiftung.


Vielleicht solltest du dich mal mit diesem sehr speziellen Firmenkonstrukt von Robert Bosch GmbH und Robert Bosch Stiftung beschäftigen.

Ich will das jetzt nicht alles darlegen, was du sowieso dort an der Quelle lesen kannst.

Da sind bei der Bosch GmbH (trotz ihrer Größe heute noch GmbH !!!) ganz andere Dimensionen von Verantwortung für das Unternehmen und die Mitarbeiter hinterlegt, verglichen z.B. mit der untergegangenen Firma Babcock AG.

Ist jedoch wirklich nur ein Nebenschauplatz... nicht der wesentliche inhalt meines Beitrags.

LG jogi

Verfasser:
nicijan
Zeit: 30.08.2019 10:21:47
0
2817927
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Reihenhaus-Sanierung mit Kühlhauspaneelen und Fassadenheizung


Hallo Jogi,

ich finde die Idee hervorragend.
Das mit der Fassadenheizung ist für mich auf den ersten Blick ein Konzept das wohl funktionieren wird.
Hast du dazu auch Informationen hinsichtlich Außentemperatur / Vorlauftemperatur und Wohnraumtemperatur?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 30.08.2019 13:56:36
0
2818005
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]


Hallo Jogi,

ich finde die Idee hervorragend.
Das mit der Fassadenheizung ist für mich auf den ersten Blick ein Konzept das wohl funktionieren wird.
Hast du dazu auch Informationen hinsichtlich Außentemperatur / Vorlauftemperatur und Wohnraumtemperatur?


zwar alles schon geschrieben, und funktioniert seit 2013, aber mal Zusammenfassung

- 180m² beheizt, incl. Keller, der auch isoliert ist (28cm Foamglas, U=0,12)
- Heizleistung bei 0°C AT, RT WoZi 22,5°C - alle anderen Räume auf 20 - 21°C eingestellt, 2,2kW, VL=29,5°C, RL=27,3°C, 860l/h. Rechnerisch sollten es nur 0,8kW sein, aber da gibt es heftige Verluste zum Reihenhausnachbarn - die auch gemessen, berechnet und erklärt werden können.
- Fensterlüftung, Jahresbedarf mit geeichtem Zähler gemessen 7700kWh, Heizgrenze ~10,5°C.
- Auslegung AT -10°C, VL ~34°C, RL ~30,2°C, 3,8kW, 860l/h (sehr selten in Köln)

LG jogi

P.S. du kannst gerne auch anrufen, falls du noch Fragen hast, siehe Profil

Verfasser:
jw
Zeit: 13.12.2019 10:34:16
0
2872292
Auf dem allerersten Bild ist zu sehen, dass an den Paneelen PE angeschlossen ist.

Ist das lediglich Potentialausgleich (4qmm?) oder ist das in einen Blitzschutz integriert?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 13.12.2019 16:07:48
0
2872441
Zitat von jw Beitrag anzeigen
Auf dem allerersten Bild ist zu sehen, dass an den Paneelen PE angeschlossen ist.

Ist das lediglich Potentialausgleich (4qmm?) oder ist das in einen Blitzschutz integriert?


Das ist definitiv zum Potentialausgleich gedacht, damit sich die Paneelen nicht statisch aufladen. Trotzdem hat sich der Handyempfang in der Mitte des Gebäudes etwas verschlechtert.

Blitzschutz macht bei meinem Haus auf Grund der umgebenden anderen, deutlich höheren Objekte keinen Sinn (habe ein Semester nur Blitzschutz gehört und war während meiner >35jährigen Berufszeit auch regelmäßig mit Blitzschutz befasst... deshalb die Aussage).

LG jogi

Verfasser:
ET76
Zeit: 13.12.2019 16:38:26
0
2872456
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen

Das ist definitiv zum Potentialausgleich gedacht, damit sich die Paneelen nicht statisch aufladen. Trotzdem hat sich der Handyempfang in der Mitte des Gebäudes etwas verschlechtert.
[...]

Du hast dir eine Art faradayschen Käfig gebaut, deswegen der schlechtere Empfang, hat also nix mit dem PE zu tun. 😉

Verfasser:
jogi54
Zeit: 13.12.2019 16:55:21
0
2872468
In meine thread zum Slinky habe ich eine Antwort geschrieben, die ich auch hier rein kopieren will, weil da einiges grundsätzliches drin steht.

Zitat:

Zitat von Goose81 Beitrag anzeigen

Servus Jogi,
ich hoffe deine Heizung ist wieder dicht, wobei ja generell nichts gegen den Wechsel zu WP spricht oder? Zeit hast du jetzt dann ja...


Hi Goose,

ich merke, ich bin keine 40J mehr alt, sondern 65J. Hab weder den Schwung noch die körperliche Kraft, die ich früher hatte - und so habe ich die Aufgabe, den Kessel abzudichten diesmal doch an meinen Heizi abgegeben - und der kommt nächsten Montag (16.12.19).
So heize ich jetzt seit 19.11. mit meinem Kaminofen - incl. WW. Dafür verbrauche ich durchschnittlich grob 55 Raumliter Holz/Tag - statt wohl 60kWh/Tag Gas.
Dabei ist das Dilemma, dass der Kaminofen auch technischen Gründen mit 65 - 68°C in den Speicher einspeist und auf Grund der Verteilung 5kW Luft / 4kW Wasser mich in meinem Wozi bei 25 - 28°C so 4 - 6h schwitzen lässt, um genug WW zu bekommen.
Auch im direkt darüber liegenden Schlafzimmer ist es dadurch ungewöhnlich warm ~22°C.
Diese Situation hat aber auch zu Erkenntnissen geführt. Wenn der Kamin mal auf Temperatur ist und in den Pufferspeicher einspeist, nehme ich auch die Wasserheizung in Betrieb. Dann ist die Spreizung erstmal so bei ~3,0kW und reduziert sich nach so 2h auf das, was gemäß AT sein muss. Je nach AT schalte ich die Heizung dann wieder auf reinen Umwälzbetrieb - also keine Entnahme von Wärmeenergie aus dem Speicher. Und siehe da - funzt alles wunderbar.
In einer Nacht hatte ich den Umwälzbetrieb durch einen Bedienungsfehler nicht hinbekommen - am Morgen waren 1000l auf 23°C abgekühlt - ohne merklichen Nutzen.
=> Bei meiner Außenwandheizung kann ich meinen Heizbedarf dadurch reduzieren, indem ich längere Zeiten nur Umwälzbetrieb bei VL = RL = 22-23°C fahre und nur zum Aufheizen aktiv, je nach AT (AT=0°C, VL ~30°C) mit der höheren Temperatur (eben VL= 30°C) und anfänglich größerer Spreizung nach unten wieder aufheize.
Damit reduzieren sich die Verlust => statt dauernd VL 30°C zu AT 0°C, sind es dann z.B. 18h nur VL = RL = 22-23°C zu AT 0°C.
Einsparung 18h/Tag x 16W/K * (30-23)K = 2,016kWh/Tag
Mehrbedarf beim Wiederaufheizen ca 0,5kW x 2h = 1kWh/Tag

na ja - nicht die Welt und - muss ich dann mal wirklich versuchsweise ausprobieren, wenn die WP da ist. Auf jeden Fall braucht dieses "Takten" keine höhere VL sondern nur eine größere Spreizung nach unten - was den COP der WP verbessert.

Zitat von Goose81 Beitrag anzeigen

Meine neue PV ist zwar Südausrichtung aber auch nicht optimal da das Gebäude nach hinten versetzt ist und mein Haus und auch das Nachbarhaus Schatten drauf werfen. [...]



Du hast hoffentlich solar edge verbaut ???

Meine Ost/West Anlage auch mit zeitweiser Verschattung, 240er Module ohne solar edge, bringt bei 7,44kWp gerade mal 5050kWh/a.

Und ich werde wahrscheinlich noch 10kWp verbauen, die mir im Winter bei eh diffusem Licht den Ertrag erhöhen sollen - im Sommer teilweise hart verschattet - Ertrag gemäß PVGIS mit Horizont auch nur 5000kWh/a - aber im Winter mehr, als die 7,44kWp. Mir geht es da nicht um die Einspeisevergütung, sondern ggf. bei längerem Netzausfall mit der dann neuen Batterieanlage meinen Strom- und Wärmebedarf ohne SWP, aber mit Kaminbetrieb zu 100% decken zu können. OK - ich finanziere die PV nicht sondern bezahle die aus bisher dafür angespartem Geld, das macht es deutlich einfacher. In dem Zuge werde ich überall solar edge verbauen lassen - sollte 5-7% mehr Ertrag bringen und die 100% Eigenversorgung bei Netzausfall absichern.
Klar - ein Dach ohne PV ist verschenkter Platz und verschenktes Geld...

Zitat von Goose81 Beitrag anzeigen

Bzgl Kamin, bin auch am überlegen ob ich mir einen baue, die Kosten hierfür werde ich bei mir zwar nicht mehr reinbekommen aber es ist halt "schöne" Wärme. Ich sehe ihn eher als Luxus an, zumal Holz vorhanden ist das ich nicht kaufen muss.[...]



Ich sehe meine Kamin überhaupt nicht mehr als Luxus an, sondern damals vor ca. 18 Jahren die genau richtige Entscheidung, ein Backup für meine Hauptheizung zu schaffen - sonst würde ich seit diversen Tagen mit Heizlüftern heizen und kein WW haben.

Basis für die Berechnung 48kWh/Tag für Wärme und WW bei AT= 0°C
OK Gas kostet mich ca 2,5€/Tag, Holz (gekauft) kostet mich 5,55€/Tag, Direkt Strom 14,4€/Tag und kein WW. WP wird ca. 2,88€/Tag kosten, wenn zu 100% aus dem Netz.
Mit der zusätzlichen PV dürften 75% eigene Erzeugung zu 11ct/kWh sein, ergibt dann einen Mischpreis von 15,75€/kWh => somit Kosten für Wärme dann 1,512€/Tag.
Hierbei ist der Haushaltsstrom und Heizungsumwälzungspumpen schon zu 100% abgedeckt.
=> Kernbohrungen - wo ist das Problem?? Bei Obi kannst du dir so ein Gerät für wenig Geld ausleihen und machen lassen kostet wirklich auch nicht die Welt. Zudem muss man für eine Wassertasche nur 2 isolierte und 2 nicht isolierte Rohrleitungen verlegen - die können auch durch kleinere Löcher, statt gemeinsam durch eine Kernbohrung durchgehen (passt meisten auch noch besser.).

Grundsätzlich ist mein Kaminofen für die heutige Situation falsch ausgelegt. IST: 5kWh Luft, 4 kW Wasser. Das war früher ok, als ich noch nicht isoliert hatte.
Heute wäre 2kW Luft und 7-9 kW Wasser richtig. Bei 0°C AT wären die 2kW Luft passend, bei 5°C nicht wirklich viel zuviel. Bei AT -5°C (selten) könnte dann übers Wasser zu geheizt werden.

Denk da nochmal drüber nach - ein Kaminofen, mit dem letztendlich nur der Spass gefüttert wird, ist eben nur Luxus. Wenn der Kaminofen als 100% Backup funzt, dann macht er aus meiner Sicht auch wirklich Sinn.

Werde die nächsten Tage das Solar-Ripp Material für den Betonabsorber bestellen - erwarte kurzfristig ein Angebot.
Schau ma ma
LG jogi


Zu ergänzen wäre noch - habe heute das Solar-Ripp Material für den Betonabsorber bestellt.

LG jogi

Verfasser:
jogi54
Zeit: 13.12.2019 17:09:07
0
2872478
Zitat von ET76 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]

Du hast dir eine Art faradayschen Käfig gebaut, deswegen der schlechtere Empfang, hat also nix mit dem PE zu tun. 😉


Im Grunde sind die Paneelen ja Kondensatoren - die ich mit der Erdung ja auch dauernd kurz schließe. Schon klar mit dem Faradayschen Käfig - obwohl der jetzt nicht absolut dicht für die Funkwellen ist - da es große Fensterflächen gibt, die die Funkwellen durchlassen. siehe auch zitierter Artikel und Mobilfunk-Empfang im Auto.

LG jogi

Verfasser:
jw
Zeit: 14.12.2019 11:37:18
0
2872873
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen

Im Grunde sind die Paneelen ja Kondensatoren

Der Stahlmantel geht doch um das komplette Paneel herum. Damit sind doch Innen- und Aussenseite eines Paneels miteinander verbunden? Da ist nix mit Kondensator.

Oder meinst Du dass jedes Paneel jeweils eine eigene Kondensatorfläche darstellt? Da dürfte auch nicht viel sein, weil die Geometrie sehr ungünstig ist.

Zitat:
die ich mit der Erdung ja auch dauernd kurz schließe.

Das grössere Problem dürfte sein, wenn es irgendwo ein Isolationsproblem und/oder Kriechströme geben sollte. Wenn aufgrund irgendeines Fehlers eine Phase Kontakt zu einem Paneel bekommen sollte, dann muss der FI fliegen.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 14.12.2019 13:24:30
0
2872950
Zitat von jw Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]

Der Stahlmantel geht doch um das komplette Paneel herum. Damit sind doch Innen- und Aussenseite eines Paneels miteinander verbunden? Da ist nix mit Kondensator.

Oder meinst Du dass jedes Paneel jeweils eine eigene Kondensatorfläche darstellt? Da dürfte auch nicht viel sein, weil[...]
Zitat:
[...]

Das grössere Problem dürfte sein, wenn es irgendwo ein Isolationsproblem und/oder Kriechströme geben sollte. Wenn aufgrund irgendeines Fehlers eine Phase Kontakt zu einem Paneel bekommen sollte, dann muss der FI fliegen.


Hallo JW,

auf Seite 1 dieses Threads ist ein Schnitt der Paneelen:

dabei ist das Blech schwarz - zwischen den Blechen in grau ist eine Pappschicht !!! , gelb ist das PUR.
Somit ist so eine Paneele ein Kondensator. Jedoch sind die Bleche per Potentialausgleich kurzgeschlossen.

Isolationsprobleme erwarte ich eher nicht - alle Kabel sind doppelt isoliert und zudem nur gering belastet. Markisenmotor, LED Leuchtstoffröhre mit 18W, Lampe an der Haustür mit 7W LED und Klingel - sollten auch auf Dauer alle eher kein Problem mit sich bringen.

LG Jogi

Verfasser:
jw
Zeit: 17.12.2019 12:00:49
0
2874615
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
dabei ist das Blech schwarz - zwischen den Blechen in grau ist eine Pappschicht !!! , gelb ist das PUR.

Oh! Das "Grau" hatte ich nicht erkannt, das sah irgendwie "schwarz" aus.

Ist die Pappe auch wetterfest?

Zitat:

Isolationsprobleme erwarte ich eher nicht - alle Kabel sind doppelt isoliert und zudem nur gering belastet. Markisenmotor, LED Leuchtstoffröhre mit 18W, Lampe an der Haustür mit 7W LED und Klingel - sollten auch auf Dauer alle eher kein Problem mit sich bringen.

Deswegen muss aber trotzdem der PE angeschlossen sein.

Auch bei doppelter Isolierung kann es Kriechströme geben, wenn zB Wasser im Spiel ist.

Es soll auch schon Leute gegeben haben, die über das Staubsaugerkabel gestolpert sind und damit die Steckdose aus der Wand gerissen haben.

Auch Isolierungen können altern.

Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass alle grösseren Metallflächen an den PE angeschlossen werden müssen.

Diese Forderung besteht aber ausgerechnet für Duschtassen und Badewannen nicht mehr.

Es ist verwirrend...

Verfasser:
jogi54
Zeit: 17.12.2019 14:42:16
0
2874689
Zitat von jw Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]

Oh! Das "Grau" hatte ich nicht erkannt, das sah irgendwie "schwarz" aus.
Ist die Pappe auch wetterfest?
Zitat:
[...]

Deswegen muss aber trotzdem der PE angeschlossen sein.
Auch bei doppelter Isolierung kann es Kriechströme geben, wenn zB Wasser im Spiel ist.
Es soll auch schon Leute gegeben haben, die über das Staubsaugerkabel gestolpert sind und damit die Steckdose aus der Wand[...]

Hallo jw,

du bist mir ein Bedenkenträger...
Die Paneelen haben eine bauaufsichtliche DIB Zulassung und werden seit Jahrzehnten im Industriebau, u.a. auch im Kühlhausbau eingesetzt. Da kann man sich wirklich drauf verlassen, dass das alles zusammen funktioniert, soweit man die Paneelen nach den Herstellervorschriften montiert. Diese Herstellervorschriften werden ja mit geprüft und sind Teil der Zulassung.
Alle Paneelen sind zwischen Außenblech und Innenblech und untereinander mit Potentialausgleich (6mm² !!) versehen und mit dem zentralen Erdungspunkt verbunden. Mehr geht jetzt wirklich nicht.
Die Durchtritte der Kabel durchs Blech sind mit Kantenschutz versehen und wasserdicht abgedichtet. Ansonsten laufen die Kabel zwischen Paneele und Betonwand - dort wird es normalerweise bei AT=0°C, VL= 30°C im seltenen Extrem (noch nie gesehen) bei AT -10°C, VL 34,5°C warm. Die Kabel sind alle für bis zu 60°C zugelassen und grob überdimensioniert, z.B. 1,5mm² für 18W LED, L=3m; z.B. 2,5mm² für ~250W, Markisenantrieb, L=5m.
Also, ich habe da keinerlei Panik.. ;-)
Zitat von jw Beitrag anzeigen
Diese Forderung besteht aber ausgerechnet für Duschtassen und Badewannen nicht mehr.

Nachdem die Leitungen und viele Armaturen aus Kunststoffen sind - was will man da noch erden ???
LG jogi

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