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Solarthermie mit Pelletkessel und KWL
Verfasser:
Fritzli
Zeit: 26.06.2018 19:07:40
1
2657541
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]Was genau hast du dagegen dass sich Menschen PV aufs Dach legen um ihren aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten? [...]


Ist ein anderer Ansatz als eine Altanlage mit (zu) hoher Förderung/garantierter Einspeisevergütung über Marktpreis, die man gekauft hat, um damit Profit zu machen.

Maximaler PV-Eigenverbrauch, womöglich mit WP und BEV gefährdet die Argumentationskette, dass Öl und Solarthermie besser seien.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 26.06.2018 19:35:21
0
2657549
Zitat von Fritzli Beitrag anzeigen
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]


Ist ein anderer Ansatz als eine Altanlage mit (zu) hoher Förderung/garantierter Einspeisevergütung über Marktpreis, die man gekauft hat, um damit Profit zu machen.

Maximaler PV-Eigenverbrauch, womöglich mit WP und BEV gefährdet die Argumentationskette, dass Öl und[...]

@Fritzli du wirst wohl nie begreifen das jede PV, auch sog. Altanlagen vorangig EV bedient. Aber viellelicht kommst du doch irgendwann dahinter wo dein Denkfehler liegt.

Ich finde es mittlerweile überaus belustigend wie die Späteinsteiger auf die Früheinsteiger eindreschen, ohne zu begreifen das nur dadurch die heutige PV-Technik so günstig zu erwerben ist. Mit anderen Worten Früheinsteiger = Henne, Späteinsteiger = gelegte Eier.

Oder provokant gefragt: Wer von den eifrigen Diskuntanten hatte bereits vor 2010 eine PVA installiert?

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 26.06.2018 19:47:02
0
2657554
Zitat von Fritzli Beitrag anzeigen
Zitat von mpschu Beitrag anzeigen
[...]


Ich verstehe deinen Gedanken, aber so einfach ist das nicht.
Im Winter bringt die STA fast nichts und im Sommer zuviel. Das was sie im Sommer an Brauchwasser einspart, ist leider relativ wenig.

Die Aussage, dass Grösse nichts bringt, gilt bei der STA deutlich mehr[...]
Zitat von mpschu Beitrag anzeigen
[...]


Die PV hat gegenüber der STA den Vorteil, dass auch ein paar hundert Watt bereits etwas bringen. 15 °C warmes Wasser bringt dir nichts, solange du 30 °C Vorlauf benötigst. Mit Speicherüberhöhnung etc. wird es noch schlimmer. Irgendwann bringt die ST genug Leistung, nur ist dann der[...]

Nur zur Erinnerung: Der Rekordmonat Mai hatte 33% Mehrertrag ggü 10 Jahres-Soll, im Gegensatz zum Juni der aktuell -8% im Soll liegt, bei gleichzeitig kühlen Nächten (ca. 10 Tage) an denen jede STA ihre "Überschüsse" verwertbar machte. Pauschal zu behaupten im Sommer gäbe reinen WW-Bedarf zielt an der Realtität vorbei.

Auch deine 2. Aussage ist falsch, da "ein paar hundert Watt" auch bei einer guten STA Temepearturen > 30°C liefert. Nur sind das leider Peanuts ggü > 8 kWh Wärmebedarf pro Tag. Und eine WP liefert bestenfalls das 4-fache an Wärmeleistung ggü STA, ergo ebenfalls Peanuts!

Verfasser:
gnika7
Zeit: 26.06.2018 19:48:54
0
2657555
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Zitat von Fritzli Beitrag anzeigen
[...]

@Fritzli du wirst wohl nie begreifen das jede PV, auch sog. Altanlagen vorangig EV bedient. Aber viellelicht kommst du doch irgendwann dahinter wo dein Denkfehler liegt.
[...]

Mit EV ist i.A. der PV-Strom gemeint, den man selber verbraucht und für den man keine Einspeisevergütung bekommt. Bei Altanlagen wird üblicherweise für die gesamte erzeugte Menge die Einspeisevergütung bezahlt. Aber man kann absichtlich ja alles mißverstehen.

Grüße Nika

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 26.06.2018 19:51:22
0
2657557
Nee, Physik bleibt Physik. Da solltest du schon sehr präzise sein. Außerdem geht es in diesem Thread um ST & Pelletkessel & KWL.

Solare Grüsse
Rudi

Verfasser:
gnika7
Zeit: 26.06.2018 19:54:41
1
2657558
EV hat nix mit Physik zu tun, sondern mit Finanzen. Ansonsten müsste ich für EV keine Steuer zahlen so wie du.

Verfasser:
mpschu
Zeit: 29.06.2018 17:46:37
0
2658308
Hallo werte Foristas,

die Glaubensfrage STA oder PV stellt sich uns nicht ;) Wir haben ein gegebenes Gebäude:

* DHH mit ~140 m2 Wohnfläche
* BJ 1956
* Bruttoraumhöhe KG: 2,30 m
** Betondecke
* Bruttoraumhöhe EG: 3,10 m reduziert auf 2,50 m (mit 100 mm Steinwolle gedämmt)
** Holzdecke mit 20 cm roten Sand verfüllt und Dielenboden
* Bruttoraumhöhe DG: 2,50 m reduziert auf 2,30 m (bedingt durch Vorbereitung KWL)
** Holzdecke mit 20 cm roten Sand verfüllt und Holzboden
* Hüllfläche 310 m2
* Beheiztes Brutto-Volumen ~460 m3
* Norm-AT -14° C
* 2 Bäder mit Dusche, Badewanne & WC
* 2 WC
* Benutzer: 2-3 - Familienplanung abgeschlossen (Alter zwischen 20 und 50 Jahre, Geschlechterverteilung 50/50)
** gleichzeitige Nutzung der Bäder ist öfters gegeben, manchmal könnten es auch schon mal mehr sein :))

* Heizkörper durchgängig Typ 33, den Heizlasten der Räume angepasst
* PV mit ~5 kWp
* DG-Decke -> Boden isoliert U-Wert=0,168 W/m²K
* Fenster mit 3-fach Wärmeschutzverglasung U-Wert=0,9 W/m²K

mit einem derzeitiger Heizölverbrauch der bei rund 3500 Liter liegt für die Erzeugung von Warmwasser und Wärme. Somit ist ein Bedarf von rund 35000 kW/a gegeben.
Die errechnete Heizlast liegt jedoch zwischen 6,3 (Heizwärmebedarf=11000 kW/a ubakus) und 9,3 kW (EnEV-Heizlastberechnung)

Wenn wir mit Hilfe von Fördermitteln unseren Energieträger relativ kostengünstig wechseln können, machen wir das. Zur Zeit scheidet der RGK aus, da wir noch auf eine Baugenehmigung für die geplante Garage warten und erst im Anschluss mit dem Garten beginnen können (es fehlen noch Gutachten der Unteren Naturschutzbehörde und des Denkmalamtes).
Der Weiterbetrieb des Heizölkessels ist für uns keine Option. Die Einstellmöglichkeiten des alten Schätzchen sind nicht der Burner und wir haben auch keine Lust auf den.

Bei der Umstellung werden wir darauf achten, dass eine größtmögliche Flexibilität für eine weitere Umstellung und/oder Ergänzung vorhanden sein wird.
Für die PV-Anhänger: Auf das Dach passt keine größere PV-Anlage, die Fläche ist ausgereizt.
Somit bleibt als Wechselszenario nur noch Solar-Thermie-Anlage und Pelletkessel oder nur Pelletkessel oder Luftwasserwärmepumpe. Holzvergaserkessel scheidet aus, da die Lagermöglichkeiten sehr gering sind.

Zum Glück spielt der Heizungsbauer in jedem Szenario mit :) Ist für ihn auch eine gewisse Herausforderung und vielleicht im Anschluss auch ein "Referenzobjekt".
Was auf jeden Fall nach der Umstellung erfolgt ist ein kompletter hydraulischer und thermischer Abgleich.

Umwege bei der Umsetzung sind kein Problem und werden billigend in Kauf genommen.
Ich hoffe mit der nochmaligen Aufstellung der Gebäudedaten und der von uns in Erwägung gezogenen Möglichkeiten die Diskussion wieder in "konstruktive" Bahnen zu lenken. Wobei auch die Zwischenepisoden lehrreich waren/sind.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.06.2018 08:32:20
2
2658379
Zitat von mpschu Beitrag anzeigen
Hallo werte Foristas,

die Glaubensfrage STA oder PV stellt sich uns nicht ;) Wir haben ein gegebenes Gebäude:
[...]

Wieso Glaubensfrage? Das ist eine Frage der gegebenen Randbedingungen. Im Neubau kann man diese recht gut beeinflussen. Dann ist eine STA eher selten sinnvoll. Im Bestandsbau sind die Randbedingungen öfters zu Gunsten der ST, wie bei dir auch.

Grüße Nika

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 30.06.2018 09:15:19
1
2658384
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
... Randbedingungen ... zu Gunsten der ST ...
M. M. sind meist, so wie auch in diesem Fall, die Randbedingungen bei wirklich objektiver Betrachtung für ST real definitiv nicht optimaler als für PV!

Die PV-Module können ziemlich gut auf jeglicher Art (Dach)fläche platziert werden - bei Modulen mit Leistungsverstärkern sind sogar zeitweise Teilverschattungen der Anlage kein Problem mehr - die nicht im Schatten liegenden Module haben trotzdem generell volle Leistung.

Bei PV sind keine Stagnationsprobleme wie bei ST zu befürchten.

PV-Strom wird im Haushalt ganzjährig z.b. für den Kühlschrank und diverse elektrische Kleingeräten konsequent benötigt - hingegen ST-Wärme eben nicht!

Wenn die gesamte Gebäudetechnik (z.b. KWL mit WRG, WP, etc.) entsprechend clever kombiniert wird, dann ist m. M. die PV gegenüber der ST generell wesentlich vorteilhafter.

Möglicherweise gibt es noch nicht bedachte Flächen für weiter Module:

(Bildquelle)

😉

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 30.06.2018 11:23:41
2
2658406
Für die PV-Anhänger: Auf das Dach passt keine größere PV-Anlage, die Fläche ist ausgereizt.
Somit bleibt als Wechselszenario nur noch Solar-Thermie-Anlage und Pelletkessel oder nur Pelletkessel oder Luftwasserwärmepumpe.


Sorry wenn ich widersprechen muss. Du willst doch eine ST installieren. Auf genau dieser Fläche kannst du auch PV schrauben.
Und was ist mit der geplanten Garage? Wenn die nicht direkt auf der Nordseite stet passen da auch einige kW drauf.

Welche Dachform hat die Garage. Wenn das z.B. ein Satteldach mit 15° Neigung ist und sagen wir 6m Länge ( + vorne und hinten 60cm Dachüberstand ) und 1,60m Breite ( + Dachüberstand ) passen da 14 Module 72-Zeller zu je 360W drauf. Macht 5 kW allein auf der Garage.

Der Platz der ST plus Garagendach gibt einige kW Leistung.
Die kannst du an den Zähler deiner schon vorhandenen PV hängen.

PV ist einfach wirtschaftlicher. Und den Strom kannst du genauso gut für die Beheizung deines Hauses einsetzen wie die Wärme der ST. Nur bringt die PV dann einfach mehr auf gleicher Fläche.
Optimal natürlich wenn du Heizung und WW über WP machst. Kannst aber auch eine Brauchwasserwärmepumpe mit einem Pelletkessel kombinieren. Den kannst du dann im Sommer auch abschalten.

Grüße
Frank

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