Hallo werte Foristas,
die Glaubensfrage STA oder PV stellt sich uns nicht ;) Wir haben ein gegebenes Gebäude:
* DHH mit ~140 m2 Wohnfläche
* BJ 1956
* Bruttoraumhöhe KG: 2,30 m
** Betondecke
* Bruttoraumhöhe EG: 3,10 m reduziert auf 2,50 m (mit 100 mm
Steinwolle gedämmt)
**
Holzdecke mit 20 cm roten Sand verfüllt und
Dielenboden
* Bruttoraumhöhe DG: 2,50 m reduziert auf 2,30 m (bedingt durch Vorbereitung KWL)
** Holzdecke mit 20 cm roten Sand verfüllt und
Holzboden* Hüllfläche 310 m2
* Beheiztes Brutto-Volumen ~460 m3
* Norm-AT -14° C
* 2 Bäder mit Dusche,
Badewanne &
WC* 2 WC
* Benutzer: 2-3 - Familienplanung abgeschlossen (Alter zwischen 20 und 50 Jahre, Geschlechterverteilung 50/50)
** gleichzeitige Nutzung der Bäder ist öfters gegeben, manchmal könnten es auch schon mal mehr sein :))
* Heizkörper durchgängig Typ 33, den Heizlasten der Räume angepasst
* PV mit ~5 kWp
* DG-Decke -> Boden isoliert
U-Wert=0,168 W/m²K
* Fenster mit 3-fach Wärmeschutzverglasung U-Wert=0,9 W/m²K
mit einem derzeitiger Heizölverbrauch der bei rund 3500 Liter liegt für die Erzeugung von Warmwasser und Wärme. Somit ist ein Bedarf von rund 35000 kW/a gegeben.
Die errechnete Heizlast liegt jedoch zwischen 6,3 (Heizwärmebedarf=11000 kW/a
ubakus) und 9,3 kW (
EnEV-Heizlastberechnung)
Wenn wir mit Hilfe von Fördermitteln unseren
Energieträger relativ kostengünstig wechseln können, machen wir das. Zur Zeit scheidet der RGK aus, da wir noch auf eine Baugenehmigung für die geplante Garage warten und erst im Anschluss mit dem Garten beginnen können (es fehlen noch Gutachten der Unteren Naturschutzbehörde und des Denkmalamtes).
Der Weiterbetrieb des Heizölkessels ist für uns keine Option. Die Einstellmöglichkeiten des alten Schätzchen sind nicht der Burner und wir haben auch keine Lust auf den.
Bei der Umstellung werden wir darauf achten, dass eine größtmögliche Flexibilität für eine weitere Umstellung und/oder Ergänzung vorhanden sein wird.
Für die PV-Anhänger: Auf das Dach passt keine größere PV-Anlage, die Fläche ist ausgereizt.
Somit bleibt als Wechselszenario nur noch Solar-Thermie-Anlage und Pelletkessel oder nur Pelletkessel oder
Luftwasserwärmepumpe.
Holzvergaserkessel scheidet aus, da die Lagermöglichkeiten sehr gering sind.
Zum Glück spielt der Heizungsbauer in jedem Szenario mit :) Ist für ihn auch eine gewisse Herausforderung und vielleicht im Anschluss auch ein "Referenzobjekt".
Was auf jeden Fall nach der Umstellung erfolgt ist ein kompletter hydraulischer und thermischer Abgleich.
Umwege bei der Umsetzung sind kein Problem und werden billigend in Kauf genommen.
Ich hoffe mit der nochmaligen Aufstellung der Gebäudedaten und der von uns in Erwägung gezogenen Möglichkeiten die Diskussion wieder in "konstruktive" Bahnen zu lenken. Wobei auch die Zwischenepisoden lehrreich waren/sind.