Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Hohe Luftfeuchtigkeit im Haus durch feuchten Keller?
Verfasser:
Gerlfanger
Zeit: 12.10.2018 06:58:21
0
2691452
Hallo zusammen,

ich brauche mal eure Einschätzung.

Ich habe ein altes Haus (knapp 100 Jahre alt) gekauft und leider im Nachhinein feststellen müssen, dass der Keller nass ist. Durch die Außenwände dringt Feuchtigkeit ins Innere und ich habe im Keller teilweise mehr als 80% relative Luftfeuchtigkeit. Dieses Problem wird aber erst im Frühjahr angegangen werden können.

Allerdings habe ich auch im Erdgeschoss Höhe Luftfeuchtigkeitswerte gemessen. Im Wohn-/Esszimmer habe ich meist 70% relative Luftfeuchtigkeit und dort kann ich keine Feuchtigkeitsquelle ausfindig machen und außerdem liegen die ausfindig oberhalb des Erdreichs. Auch im Obergeschoss messe ich erhöhte Werte (>60%), wenn gleich die auch nicht so extrem hoch sind, wie im Erdgeschoss.

Meine Frage:
Ist es möglich, dass der feuchte Keller die Ursache für die hohe Luftfeuchtigkeit in den darüberliegenden Geschossen verantwortlich ist? Der Kellerabgang ist offen, würde es etwas bringen, diesen mit einer Art Falltür zu verschließen?

Danke für eure Antworten und Einschätzungen.

Verfasser:
kd-gast
Zeit: 12.10.2018 07:19:03
2
2691455
hi.
der Keller sollte verschließbar sein,und wenn keine Leitungen einfrieren können,im Winterhalbjahr belüftet werden.
Gruß kd-gast
das trocknet am besten!

Verfasser:
plastikjoe
Zeit: 12.10.2018 07:21:48
0
2691456
Hallo,

ich denke das Grundproblem müsste angegangen werden, Keller trocken legen.Eine Abdichtung der Kelleretage, wird die Lage in den oberen Stockwerken verbessern.
Aber es kann jetzt schon die Investition lohnen und nach der Sanierung natürlich auch, einen kontrollierten Luftaustausch mit Wärmerückgewinnung zu gewährleisten. Ich hatte mir damals für die Kellerräume 2 Bayernlüfter eingebaut (ca. je 500€). Jetzt ist dort immer frische und relativ trockene Luft. Die Lüfter habe ich mit den zugehörigen Feuchtigkeitssensoren bestückt, sodass man sich nicht die Feuchtigkeit von draußen reinholt.
Ich hoffe ich konnte etwas helfen
Weiterhin alles Gute

Verfasser:
silverstonee
Zeit: 12.10.2018 08:24:17
0
2691478
Hi,
nicht nur der Feuchtigkeit wegen solltest du den Kellerabgang schließen, sondern auch wegen des vermutlichen Radon-Problems.
Feuchte Keller haben meistens sehr hohe Radonkonzentrationen in der Luft wenn nicht gelüftet wird. Das willst du nicht im EG haben.

Also Kellerabgang dicht machen und Keller regelmäßig lüften. Vorzugsweise im Winter.

Silver

Verfasser:
Gerlfanger
Zeit: 12.10.2018 08:26:58
0
2691480
Danke für die bisherigen Antworten.

Klar muss das Grundproblem behoben werden, damit sich die Situation bessern kann. Das steht ja auch ganz außer Frage.

Meine Frage war, ob der feuchte Keller die Ursache dafür sein kann, dass es in den darüberliegenden Stockwerken ebenfalls feuchter sein kann - also ob die Feuchtigkeit durch die Decke nach oben ziehen kann und dort für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgen kann.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 12.10.2018 08:36:09
5
2691483
Ein 100 Jahre altes Haus wird keine funktionierenden Horizontalsperren haben, also kann Feuchtigkeit in den Wänden hochziehen und wahrscheinlich auch durch die Decke kommen.
Der offene Kellerabgang sorgt natürlich auch noch dafür, dass feuchte Kellerluft nach oben steigt.
Immerhin kommt jetzt der Winter, wenn oben geheizt und vernünftig gelüftet wird, sollte es da keine Feuchtigkeitsprobleme geben.
Den Keller kann man im Winter ebenfalls trocken lüften, sofern nicht zu viel Feuchtigkeit von außen nachkommt.

Ich habe durchaus schon Keller gesehen, die im Sommer nass gelüftet worden waren und bei denen es - entgegen der Vermutung des Eigentümers - gar keinen Feuchteeintrag durch die Wand gab.
Einen Keller im Winter trocken zu lüften ist allerdings auch nicht ganz trivial, weil die Wände hunderte Liter Wasser speichern können. Geht jedenfalls nicht von heute auf morgen.

Grüße
Martin

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.10.2018 11:33:10
1
2691532
Also bei meinen Eltern war nach der Sanierung deutlich zu beobachten dass die Feuchte aus dem Keller auch das übrige Haus mit feucht gehalten hatte - trotz funktionierender Horizontaldichtungen. Sämtliche Türfüllungen schrumpften nach der Kellerabdichtung einige mm und sind seither so geblieben. Trotz dichterer Fenster im gleichen Zuge, die normalerweise die Feuchtigkeit im Haus bei gleicher Lüftungsfrequenz heben.
Ergo: Keller dicht machen oder Bayernlfter oder Konkurrenzprodukt rein, und acuh der Rest wird trockener werden. (Im Zweithaus meiner Mutter werkelt im Keller seit 6 Monaten auch ein Bayernlüfter mit Feuchtesensoren. So langsam wird der Effekt sehr deutlich. Aber ein paar Monate braucht er um gegen die Wassermassen in den Wänden und der Erde dahinter/darunter anzukommen.

Verfasser:
Klaus R
Zeit: 12.10.2018 14:18:47
1
2691578
Grundsätzlich ist es mal wieder Kaffeesatzleserei, anhand der hier vorhanden Informationen eine Aussage zu treffen.
Gibts Bilder von dem Haus?
Wenn ja, wäre es gut zumindest mal ein paar Außenansichten zu sehen.
Wie sieht die Grundwasser / Oberflächenwasser Situation dort aus ??

Keller belüften, bei alten Häusern ist immer wichtig, die größten Sünden wurden mit dichten Fenstern und Abdichtung der Fassade begangen.

Feuchtigkeit muss auch nach aussen diffundieren können.

Aber ohne detailierte Info´s siehe oben.

Aktuelle Forenbeiträge
Martin24 schrieb: Erste Frage, bist Du sicher, dass die Wände auf allen Etagen gleich dick sind? Ich habe sowas mal gemacht, indem ich erst...
worlde schrieb: Die Tagesarbeitszahl werde ich heute Abend liefern, dann habe ich die Daten von 24h. Allerdings sieht es wieder so aus,...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
UP-fix
Messstationen
Verteilerstationen
Regelstationen
Pumpen, Motoren und Elektronik für
Steuerung und Regelungen
Website-Statistik