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Entscheidungsfindung / Kaufempfehlung
Verfasser:
Sleek
Zeit: 11.10.2018 11:40:45
0
2691188
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich möchte euch gerne um eure Meinung fragen.

IST-Zustand:

Zweifamilienhaus - wird umgebaut zu einem Einfamilienhaus
BJ 1933 - "Kaffeemühlenhaus"
KG (unbeheizt), EG (soll FBH rein), 1.OG Flachheizkörper, DG Flachheizkörper
Wohnfläche ca. 185 m²
2 Erwachsene und 3 Kleinkinder
Wasserhärte beträgt 16°dH

saniert wurde im Jahr 2008 bereits:
16er Außendämmung
Sparrendämmung im DG
Austausch Fenster (2-fach verglast, relativ groß)

- im KG steht ein Heizungskessel von Vaillant aus dem Jahr 2005 mit 11KW (nur für Heizkörper im EG) sowie im EG eine Warmwassertherme von Vaillant aus dem Jahr 2005
- im 1.OG hängt eine Wandkombitherme von Vaillant (atmoTEC classic VCW 194/3-C-HL Gas-Kombitherme) mit 20 kW aus dem Jahr 2007

Ich möchte die komplette Heizungsanlage tauschen und das Haus nur noch mit einer Heizungsanlage im KG betreiben. Folgende Heizungsanlagen stehen zur Wahl:

- Vaillant ecoVit 186/5, 19 kW, Warmwasserspeicher uniSTOR plus VIH R 150/6 B und witterungsgeführter Regelung multiMATIC 700/4
- Buderus Logano plus GB212, 15 kW, Warmwasserspeicher Logalux SU160/5 und Bedieneinheit Logamatic RC310
- Vitocrossal 300 Gas-Brennwertkessel, 19 kW mit 160 Liter Vitocell 100-V

Welche Heizungsanlage würdet ihr empfehlen? Oder gibt es noch weitere Alternativen?

Viele Dank im Vorraus

Verfasser:
derdahm
Zeit: 11.10.2018 12:23:11
1
2691213
Hallo erst mal!

was ist denn mit Alternativenergien?

Z.B.: Gas-Brennwert mit Pufferspeicher und Vakuumröhrenkollektoren 60 bis 90 Stück und einer Frischwasserstation (man speichert kein warmes Wasser mehr sondern nur noch Heizungswasser.

oder

Gas-Brennwert in Kombi mit einer Luft-Wasser-WP in einem Gerät (Junkers) und Vakuumröhrenkollektoren 60 bis 90 Stück und einer Frischwasserstation

Gruß
derdahm

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 11.10.2018 12:46:01
0
2691224
Wenn es kostengünstig sein soll: Ein zur Heizlast des Hauses passendes Gas-Brennwertgerät und gut. M.E. ist das bestes Angebot von dem HB, der den Buderus angeboten hat.

Regenerativ kann man so was ganz gut mit Solarthermie für Warmwasser und Heizungsunterstützung oder mit eine LWP kombinieren.

Wurde schon mal geprüft, um was für eine Deckenkonstruktion es sich im Haus handelt? Bj. 1933 deutet auf Holzbalkendecken hin, da wird für eine FBH dann eine entsprechende Trockenbauvariante erforderlich sein.

Verfasser:
Sleek
Zeit: 11.10.2018 13:07:58
0
2691233
Was ich vergessen habe zu erwähnen ist, dass aufgrund von weiteren Sanierungsmaßnahmen unser Budget doch arg begrenzt ist, deshalb fallen Gas-Brennwert mit Pufferspeicher oder Solarthermie erstmal raus.

@Texlahoma
Der Boden vom KG zu EG ist als Massivdecke hergstellt. Wir haben bereits die Dielen und den darunter liegenden Sand entfernt. Auf die Rohdecke soll jetzt eine Ausgleichschüttung, dann Dämmung, PE-Folie und die Heizungsrohe sowie der Estrich drauf.

Die anderen Decken sind Holzbalkendecken.

Reichen die 15 kW von der Buderus GB212?

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 11.10.2018 14:02:31
1
2691255
Mit 15 kW beheizt man ein Haus, das vorher ca. 4500 l Öl oder ~4500 m³ Erdgas gebraucht hat. Deins wird jetzt noch gedämmt bzw. ist bereits gedämmt worden...

Ich würde dringend überlegen, im 1.OG und im DG ebenfalls FBH verlegen zu lassen, denn die Vorlauftemp., die der neue Kessel erzeugen muss, orientiert sich andernfalls an dem Heizkörperkreis, weshalb der Kessel mit rel. hoher Vlt. betrieben werden muss, so dass der FBH-Kreis dann zwingend einen Mischer benötigt.

Eine Alternative zur FBH im 1. OG und im DG wären sogn. Wärmepumpenheizkörper, die ebenfalls mit niedrigen Vorlauftemp. arbeiten.

Verfasser:
Sleek
Zeit: 11.10.2018 15:07:31
0
2691278
Da wir erst vor Kurzem eingezogen sind, weiß ich leider noch gar nicht wie viel wir verbrauchen. Gibt es eventuell einen ungefähren Wert den ich annehmen kann, ohne eine genaue Heizlastberechnung durchführen zu lassen?

Ja, das mit dem Mischer hat mir mein HB auch schon gesagt. Aufgrund des vorhandenen Fußbodenaufbaus kann im DG und 1.OG leider keine Fußbodenheizung verbaut werden.

Zeit: 11.10.2018 18:19:11
3
2691328
Zitat von Sleek Beitrag anzeigen
Was ich vergessen habe zu erwähnen ist, dass aufgrund von weiteren Sanierungsmaßnahmen unser Budget doch arg begrenzt ist, deshalb fallen Gas-Brennwert mit Pufferspeicher oder Solarthermie erstmal raus.


Blöde Frage: Warum dann neue Heizung? Wie wäre es erstmal die vorhandene Kombitherme in den Keller zu packen und die nächsten Jahre zu nutzen? Wenn man dann Geld hat, die Verbräuche nach Sanierung kennt kann man dann in Ruhe über neue Heizung nachdenken. Du hast doch 3 funktionierende (?) Heizungen, oder?

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 11.10.2018 19:35:08
0
2691354
Dann fordere vom Voreigentümer einen Energieausweis ein. Das ist immerhin mal ein Anhaltspunkt.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.10.2018 19:46:01
0
2691357
@Sleek.
Ich würde mich an Deiner Stelle erstmal dafür interessieren, was für das Gebäude mit etwa 185 qm beheizter Fläche seit der Sanierung in 2008 überhaupt noch für ein realer maximaler Heizleistungsbedarf gegeben ist, wenn die hausinterne wasserführende Wärmeverteilung möglichst optimal betrieben wird und die Lüftungsgewohnheiten entsprechend angepasst werden!

Beispielsweise für unser in 1999 im Bereich -14°C Norm-Außentemperatur freihstehend errichtetes Einfamilienhaus mit 250 qm beheizter Fläche langen an mehreren zusammenhängenden kältesten Tagen nur knapp 7 kW an thermischem Energieeintrag ins Hausheizkreiswasser um die gewünschte thermische Behaglichkeit halten zu können, obwohl es keine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gibt und die thermische Gebäudehülle unserer Immobilie (u. a. die Kunststofffenster mit 1,1ser Zweischeibenglas) definitiv nicht wirklich optimal ist.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.10.2018 22:37:12
3
2691419
Also wenn Dach und Aussenwand gedämmt und Fenster schon mal getauscht sind, dann sollte sich die Heizlast grob halbiert haben, und die Vorlauftemperatur entsprechend tief liegen auch mit den alten Heizkörpern. Das würde ich, wenn die Heizung nich schon zerlegt ist, mal ausprobieren wie weit man da mit hohen Volumenströmen und offenen Ventilen herunterkommt. Dann sieht man weiter was für Optionen bestehen. Die bestehende Kombithereme erst mal weiterlaufen lassen kann durchaus eine wirtschaftliche Alternative sein. Die 5-10% mehr Wirkungsgrad die eine neue Heizung bringt (wenn überhaupt, 2005 wurden auch shcon überwiegend Brennwertgeräte verbaut) bedeuten in einem gedämmten Haus, dass man mit dieser Differenz sehr sehr lange braucht um die neue Anlage zu erwirtschaften. Ist die Kellerdecke gedämmt? Wenn nein, bringt das eher mehr als 5% Ersparnis. Für weniger Geld.

Ich würde mich für eine der beiden Heizungen die da sind entscheiden, die sind beide mehr als gross genug um das Haus zu beheizen un dnoch nicht überaltert. Und bei der anderen sehen ob sie sich noch über Ebay verticken lässt.
Bei Gelegenheit PV aufs Dach imd längerfristig auf WP umsteigen, die Grundlagen dafür hat der Vorbeistzer schon geschaffen vermute ich.

Verfasser:
Sleek
Zeit: 12.10.2018 08:04:06
0
2691474
Vielen Dank für eure Unterstützung. Die Entscheidung ob es eine neue Heizungsanlage wird oder die alten Anlagen beibehalten werden, ist noch nicht gefallen.

Ich hab mal den Energieausweis herausgesucht. Folgendes steht drin:
-Energieverbrauch des Gebäudes 159,8 kWh/(m²*a)
-Primärenergieverbrauch des Gebäudes 175,8 kWh/(m²*a)

Verbrauchserfassung - Heizung und Warmwasser
Zeitraum 01.07.2013 - 30.06.2016
Energieverbrauch 86288 kWh
Anteil Warmwasser 12276 kWh
Anteil Heizung 74012 kWh

Die Kellerdecke ist nicht gedämmt und kann aufgrund der niedrigen Lichtenhöhe nicht nachträglich gedämmt werden.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.10.2018 11:19:07
0
2691525
Also etwa 29.000kWh Wärme je Jahr Brutto oder ca. 23.000-27.000kWh Wärme Netto je ach dem wie gut die Anlage optimeirt wurde und wie gut die alten Heizungen sind. Also knapp 10kW Heizlast im Gebäude.

Rechne mal für den Keller wie viel da selbst 2-4cm PUR an der Decke bringen würden.
15cm Beton +Estrich oben+Putz unten und 0,7cm PUR dämmen etwa gleich gut.

Verfasser:
Reggae
Zeit: 12.10.2018 13:45:43
0
2691564
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Also etwa 29.000kWh Wärme je Jahr Brutto oder ca. 23.000-27.000kWh Wärme Netto je ach dem wie gut die Anlage optimeirt wurde und wie gut die alten Heizungen sind. Also knapp 10kW Heizlast im Gebäude.

Rechne mal für den Keller wie viel da selbst 2-4cm PUR an der Decke bringen würden.[...]

Eher knapp 12 Kw ☺
Schönes Wochenende

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.10.2018 14:10:07
0
2691575
Das hängt von den kWh/m² ab bzw. real von der Heizgrenztemperatur. Beim Altbau waren es 3000VLh die man angesetzt hat, dann kämen grob 8kW heraus, bei Neubauten ist man bei nahe 2000VLh unten, dann kämen die gut 12kW heraus. Es ist aber noch nicht auf Neubaustand, aber auch kein unsanierter Altbauwert, daher die 10kW.
Genaues würde eine exakte Heizlastberechnung bringen. Da aber alle in Frage kommenden Geräte mehr als 10kW erbringen ist das zunächst ein Zweitrangiges Thema.
Eigentlich ist der Verbrauch für den Dämmstandard eher hoch, aber bei 3 Gasgeräten im Haus können auch die über die Kamine entweichenden Stillstandsverluste sehr hoch sein. Das wird sich dann im Weiteren zeigen.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 12.10.2018 14:21:14
0
2691580
Rumrätseln bringt nichts.

Zahlen, Daten, Fakten recherchieren und damit bewaffnet zu einem guten Ing.-Büro für technische Gebäudeausrüstung gehen und eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 anfertigen lassen, dann sieht man klarer.

lt. Energieausweis hatte das Haus eine Heizlast zum Zeitpunkt der Anfertigung des Energieausweises von ca. 28 kW.

Das wird durch die zwischenzeitlich vorgenommenen Dämmmaßnehmen deutlich weniger geworden sein. Wieviel genau weniger, wäre durch die Heizlastberechnung zu ermitteln.

Nochmal:
Es gibt auch FBH für Trockenbauböden, wie z.B. die Holzbalkendecken.
Wurden die Holzbalkendecken nachträglich gedämmt?
Zeitgenössisch hat man da seinerzeit gern Schilf oder Strohmatten zur Dämmung reingelegt. Manchmal aber eben auch gar nichts.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.10.2018 14:32:23
1
2691586
Wo findest Du die 28kW? Ich sehe da oben im Beitrag nur kWh/m²a, die ebenfalls zu 29000kWh/Jahr führen ebenso wie der tatsächliche Verbrauch. 28kW Heizleistung kann ich daraus nicht ablesen, die wären auch im ungedämmten Haus eher etwas viel für 185m² Wohnfläche.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 12.10.2018 14:45:02
0
2691592
Energieverbrauch 86288 kWh

Verfasser:
kathrin
Zeit: 13.10.2018 00:35:12
1
2691751
@Texlahoma

Zeitraum 01.07.2013 - 30.06.2016 = 3 Jahre ;-)

Heizlast also ca. 11-12 kW je nach Betriebsweise - SOFERN das ganze Haus normal beheizt wurde.

Rund 160 kWh/m2a passt etwa zum Baujahr und den beschriebenen Sanierungsmassnahmen - nicht besonders gut, aber einiges besser als im Originalzustand.


@Sleek

Zur Wahl stehen 3 Geräte von 3 Herstellern - handelt es sich um konkrete Angebote? Wenn nein, welche Hersteller betreut dein HB? Der HB muss sich mit dem Gerät auskennen.

Falls die diversen vorhandenen Geräte noch OK funktionieren (?), wäre es vermutlich nicht die schlechteste Idee, zumindest einen Winter damit Erfahrungen über euren eigenen Verbrauch bei euren Heiz- und WW-Gewohnheiten zu gewinnen. Der Umbau während der Heizzeit wäre sowieso nicht gerade prickelnd und nur schon deshalb besser im Sommer durchzuführen. Auch die Verfügbarkeit des HBs sollte berücksichtigt werden.

Schönen Abend + Gruss

Kathrin

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 13.10.2018 09:48:27
1
2691786
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
Rund 160 kWh/m2a passt etwa zum Baujahr und den beschriebenen Sanierungsmassnahmen - nicht besonders gut, aber einiges besser als im Originalzustand.

Hmm, irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das in Wirklichkeit echt so viel sein soll...
Diese bunten Zettelchen kann man sowieso getrost als Grillanzünder verwenden.
-----
Dämmung Geschossdecke:
Das Problem mit niedrigem Keller ist geläufig, aber ich sage dazu nur: Auch wenig ist unendlich viel mehr als nichts :-)

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