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Schornsteinfeger-Auftrag 2 Jahre nach Abnahme
Verfasser:
Edoe
Zeit: 08.11.2018 13:45:32
0
2702872
Frage zum Procedere für die Schornsteinfeger-Beauftragung:
Januar 2017 hat der Bez.Schstfg die neue Gastherme & Abgasanlage abgenommen.
Nun bekomme ich einen Terminzettel von dem gleichen Unternehmen, sie würden gern nächste Woche kommen zur:
- Abgaswegeüberprüfung CO-Messung
- Immissionsschutzmessung

Nun erstens wäre das doch erst im Januar fällig, und zweitens kann ich doch selbst den Schstfg für diesen Job auswählen.
Wie wird denn der Termin verwaltet - gibt es ein Amt, wo fällige Prüfungen aufgelistet sind? Dem man dann alle 2 Jahre eine Bestätigung senden muss?
Was ist dort genau Pflicht nachzuweisen, also welche Messwerte ggf oder Formulare?

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 08.11.2018 14:31:50
0
2702886
Hi,


der Schorni bzw. seine Mitarbeiter werden halt vielleicht gerade in der Nachbarschaft sein und deine Anlage dann gleich mit machen wollen.

Ob nun im November/Dezember 18 oder Januar 19 spielt ja keine Rolle. Hauptsache in der Heizsaison 18/19 und dann wieder in der Saison 20/21.

Wir hatten mal einen anderen Schorni beauftragt und dann hat sich der Bez.Schorni bei uns auch gar nicht mehr gemeldet erst wieder zu einer Feuerstättenschau.

Meines Wissens muss sich der von dir Beauftragte Schorni mit dem Bez. Schorni entsprechend austauschen bzw. die erfolgte Kontrolle melden.

Gruß Tobias

Verfasser:
Edoe
Zeit: 08.11.2018 14:47:08
0
2702894
Was eine Heizsaison ist, das ist ja bei dem komischen Klima heutzutage nicht so genau zu definieren.
Daher halte ich mich an das Intervall zwei Jahre = 730 Tage ab Abnahme.
Vorher gibts keinen Auftrag.

Zu den anderen Fragen gibts vielleicht noch genauere Infos?

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 08.11.2018 20:04:42
0
2703032
Hallo Edoe,

eigentlich sollte es so laufen, dass du von deinem, durch die untere Aufsichtsbehörde (Stadt- oder Kreisverwaltung) bestellten, bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger einen so genannten Feuerstättenbescheid erhalten hast. In dem sind die Zeitpunkte festgelegt, bis zu denen die periodischen Schornsteinfegerarbeiten durchgeführt und dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger mittels einem Formblatt nach der Kehr- und Überprüfungsordenung des Bundes, übermittelt werden müssen. Andernfalls stellt die Aufsichtsbehörde einen Zweitbescheid aus und wird eine Ersatzvornahme durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger anordnen.

Solltest du noch keinen Bescheid haben, stehst du in der Pflicht den Betrieb einer Feuerstätten anzuzeigen. Pflichtverletzung kann mit Ordnungsgeld belegt werden.

Soweit erst mal die Theorie.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 08.11.2018 21:06:51
1
2703067
Einfach Zettel hinmachen geht an sich NICHT !

Der Schornsteinfeger, auch wenn er zufällig der Bezirksschornsteinfeger ist, braucht vom Eigentümer den AUFTRAG für die Arbeiten.

Wenn die Anlage Januar 2017 abgenommen wurde kann er nicht - "weil wir grad in der Straße sind" - die Anlage im Dezember mitmachen. Das ist dann SEIN Problem wenn er sie nicht im Dezember abgenommen hat oder hat abnehmen können.

Entscheidend ist die Befristung im Feuerstättenbescheid die einzuhalten ist.

Wenn das hier eine Anlage ist, die nur all 2 Jahre dran ist, dann ist das ja ein Brennwertgerät. DA gibts keine Immissionsschutzmessung, selbst bei messpflichtigen Anlagen wäre die erst nach DREI Jahren fällig.

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 08.11.2018 21:33:58
0
2703075
K.H. Groß,

wenn die Anlage im Januar 17 abgenommen wurde, dann war auch ein FSB auszustellen und der Betrieb der Feuerstätte bekannt was soll dann Dein vorletzter Absatz.

Manchmal hab ich den Eindruck dass nur wenige Schornsteinfeger korrekt wie unser Schorni vorgehen, ob der Schorni damit nicht bei seinen Kollegen und der Innung aneckt.

WB

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 08.11.2018 21:39:59
0
2703079
Da hast du mich falsch verstanden oder ich mich falsch ausgedrückt. Mir gings erst mal nur um die theoretischen Grundlagen. Details sind ja wie so oft hier im Forum noch nicht bekannt.

Verfasser:
Edoe
Zeit: 08.11.2018 22:13:41
0
2703094
Richtig, bei der Abnahme im Jan 2017 wurde u.a. eine "Bescheinigung über das Ergebnis der Feuerstättenschau" ausgestellt - Ergebnis "Keine sichtbaren Mängel."
Termine für Folgeprüfungen sind dort _nicht_ genannt.
Richtig, es handelt es sich um ein Brennwertgerät.

Was ist nun nach 2 Jahren zu beauftragen - nur:
'Abgaswegeprüfung CO-Messung' - oder noch etwas anderes?
Oder steht das erst nach 3 Jahren an?

Nachfrage: In einer Tabelle lese ich bei "selbstkalibrierender kontinuierlicher Regelung des Verbrennungsprozesses" ist ein Schstfg nur alle 3 Jahre am Zug.
Trifft das für die Therme 'Buderus logamax plus' zu?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 09.11.2018 14:22:37
0
2703315
Die Buderus Logamax plus ist all 2 Jahre dran.

Bei jeder Abnahme oder Feuerstättenschau IST ein Feuerstättenbescheid auszustellen. Dort sind die auszuführenden Tätigkeiten und deren Befristung aufzuführen. Der Feuerstättenbescheid ist Grundlage für die Auftragsvergabe.

In DIESEM Fall :

Überprüfung der Abgasanlage Jan/Feb 2019
Abgaswegüberprüfung* Jan/Feb 2019

*mit CO- und Ringspalt-Messung

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 09.11.2018 14:59:17
0
2703326
Alle 2 Jahre - da besteht der Schornsteinfeger drauf und ich würde es auch. Wenn der jedes Jahr 2 Monate früher kommt - also in 2020 dann im September, 2022 im Juli usw - kannst du dir ja ausrechnen, wann er einmal zuviel da war.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 09.11.2018 15:34:10
0
2703335
Eben DIES ist ausgeschlossen, durch den Feuerstättenbescheid.

Verfasser:
lukashen
Zeit: 09.11.2018 16:26:57
2
2703352
Zitat von Wolf S Beitrag anzeigen
Alle 2 Jahre - da besteht der Schornsteinfeger drauf und ich würde es auch. Wenn der jedes Jahr 2 Monate früher kommt - also in 2020 dann im September, 2022 im Juli usw - kannst du dir ja ausrechnen, wann er einmal zuviel da war.


Theoretisch...

Praktisch wird er die Straße gerade abarbeiten.

Ich bekomme jährlich den Besuch im immergleichen Monat, vielleicht sogar in der immergleichen Kalenderwoche. In einer früher bewohnten Mietwohnung war dies nicht anders.

Verfasser:
Edoe
Zeit: 09.11.2018 18:10:52
0
2703382
@Schorni, also ist "Bescheinigung über das Ergebnis der Feuerstättenschau" und "Feuerstättenbescheid" nicht das gleiche?

Ein Termin ist in der Bescheinigung nicht genannt.
Also sollte ich einen neuen Bescheid vom Bez.Schstfg. nachträglich anfordern?
Oder ist dafür ein Amt zuständig?

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 09.11.2018 20:17:09
2
2703428
Bin zwar nicht der Schorni aber ich versuch es.
Der Schornsteinfeger ist eine ganz besondere Person.
Er ist für die Bauabnahme von Schornsteinen, Feuerstätten... zuständig, als "Fachmann" für die Baubehörden, ihm wurde für 7Jahre das Amt des bevollmächtigten Schornsteinfegers übertragen, damit ist er der Amtsleiter des Bereiches "Kehrbezirk" mit Alleinstellungsmerkmal für diesen Bezirk, sein Büro ist damit auch das Amt, er verwaltet die Daten aller Bürger in "seinem" Bezirk zum Thema Heizen, neben anderen amtlichen Tätigkeiten führt er auch die Feuerstättenschau durch und erstellt den Feuerstättenbescheid, er überwacht die im FSB genannten Arbeiten die er in gleicher Person als Handwerker in seinem parallelen Handwerksbetrieb durchführt.
Es sollte auch freie Schornsteinfeger geben, aber durch die Gesetze haben die "Bezirksfürsten" ein fast unangefochtenes Monopol, verteidigen es n.m.M unter Mithilfe ihrer Standesorganisationen und der vorgesetzten staatlichen Aufsichtsstellen mit vielen in den Gesetzen nicht vorgesehen Mitteln gegen die lästige Konkurrenz "Freie" , diese haben dadurch nicht den Hauch einer Chance wirtschaftlich auf die Beine zu kommen.

WB

Verfasser:
Edoe
Zeit: 09.11.2018 20:42:02
0
2703437
Ok, also es gibt kein Amt.
Die Sache mit dem quasi-Monopol ist mir klar, und ich würde das gern durch einen Auftrag an einen Freien Schstfg schwächen.
Daher:
a) Brauche ich dafür zwingend den "Feuerstättenbescheid" mit Datümern, den ich vom Bez.schstfg. nachfordere,
- oder
b) reicht es, wenn ich einen Freien beauftrage, der das Formular dann an den Bez.schstfg. sendet?

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 09.11.2018 21:12:54
2
2703458
Ja es gibt für den Bevollmächtigten eine Aufsichtsbehörde, die tanzen aber meist nach der Pfeiffe des Schwarzen und Du wirst es fühlen.
Grundlage für die Vergabe der Schornsteinfegerarbeiten ist der Feuerstättenbescheid, diesen kann nur und muss Dir der Bevollmächtigte ausstellen und zwar unmittelbar bei der Abnahme die mit der Feuerstättenschau einhergeht. Die FSS wiederholt sich alle ca. 3 1/2 Jahre, wenn Du keinen FSB hast, dann fordere den Schornsteinfeger auf Dir den FSB zur FSS vom Januar 2017 zu übersenden.
Hast Du tatsächlich eine freien Feger zur Hand oder einen der wenigen Schornsteinfeger die auch in einen anderen Bezirk gehen, Du hast das Problem wenn diese ausfallen ( Aufgabe wegen Unwirtschaftlichkeit bei den Freien, neue Bezirksvergabe bei Deinem Nachbar-Bevollmächtigten) dann hast Du das Problem einen Neuen zu finden, dann bist Du auf Gedeih und Verderb auf Deinen Bezirksfürsten angewiesen, der und das Amt werden Dich dann meist sehr sehr teuer blechen lassen.

WB

Verfasser:
Edoe
Zeit: 09.11.2018 21:30:46
1
2703465
Die Feuerstättenschau muss alle 3,5 Jahre wiederholt werden?
Das ist mir neu. Bedeutete ja auch weitere Kosten.
Gilt das für alle Bundesländer?

Gut, also den Feuerstättenbescheid fordere ich ein.

Wenn ich nach dem Fremdgehen in 2019 dann 2021 wieder beim Lokalfürsten landen sollte - wie kann das "sehr teuer" werden, wo die Gebühren doch feststehen?

Verfasser:
Alien45
Zeit: 09.11.2018 21:57:53
0
2703481
Also ich habe2017, beim Einzug ins Haus den Bezirksschorni angerufen, weil ich mich so garnicht auskannte. Er meinte es müsste alle 4 Jahre ein Feuerstättenbescheid gemacht werden nd es wäre fällig. Hat er dann 2017 gemacht. Den Bescheid habe ich auch bekommen und gerade nachgeschaut, der nächste ist 2021 fällig.
Das hat auch Chef selbst gemacht. Ansonsten kommen seine Angestellten zur jährl. Messung.
Ich wohne in RLP

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 09.11.2018 22:19:24
2
2703491
Edoe,

sind Bundesgesetze kannst es nachlesen im Schornsteinfegerhandwerksgesetz neues von 2017
Der Bezirksfürst muss zu Dir nicht kommen, der lässt Dich auflaufender meldet Dich ans Amt wenn die Arbeiten nicht fristgerecht erledigt und formgerecht an ihn gemeldet wurden dann kommt der 2.Bescheid....... es wird teuer
Es gibt für die im FSB aufgeführten Arbeiten keine festen Gebühren, die kann jeder ansetzen wie er will nur für die hoheitlichen Tätigkeiten gibt es Festlegungen in der KÜO

WB.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 09.11.2018 23:18:11
0
2703513
JA, wildbarren hat das alles richtig beschrieben

Verfasser:
Edoe
Zeit: 10.11.2018 16:54:44
0
2703747
Ok, ich werde mal alle Schriftwechsel dokumentieren, und sehe einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem guten Mann mit freudiger Erwartung entgegen.

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 10.11.2018 17:54:18
0
2703775
Edoe,

mit freudiger Erwartung..
Da erwartet Dich nur sehr viel Frust und Ärger, so wie ich es bisher mitbekommen hab hast Du von der Materie nicht sehr viel wissen, Du läufst gegen eine Mauer. Es gibt in D kaum Rechtsanwälte die in diesem Bereich fit sind, schau die die gängigen Urteile dazu an, nur sehr wenige gehen zu Gunsten des "Kehrpflichtigen" aus. Ämter, Justiz und vor allen die Politik stehen hinter der schwarzen M.., die Betreiben eine sehr aufwendige und erfolgreiche Lobbyarbeit um ihre Pfründe zu schützen.
Will aber nicht alle Schornsteinfeger über einen Leisten ziehen, es gibt auch viele die eine ehrliche, korrekte und trotzdem kundenfreundliche Arbeit leisten. Es ist auch nicht immer leicht wenn sie die Ziele des Umweltschutzes, mit der Außerbetriebnahme von Kesseln und Feuerstätten umsetzen müssen.

WB

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 10.11.2018 18:50:29
3
2703792
Die hiesigen Gaswerke sind ähnlich stur bis unverschämt, scheint eine gute Zusammenarbeit zu sein...

Aber man muss sich nicht von jedem erpressen lassen - wenn man mit den Stromtypen halbwegs klar kommt -> WP.
Nerven die von der Telekom & Co.? -> Nur noch Handy und LTE, am besten Prepaid.
Und so weiter.
Irgendwann wird auch der Letzte erfahren, dass die 1960er Jahre vorbei sind.
Geht mir jemand auf die Nüsse, ist er eben weg vom Fenster.
Macht was draus ;-)

Verfasser:
silence63
Zeit: 10.11.2018 19:03:03
1
2703794
Moin Phil,

sprichst mir aus der Seele.

Es geht doch nichts über die Unabhängigkeit von
festgeschriebenen Verträgen.

Gruß von Thomas

Verfasser:
Edoe
Zeit: 11.11.2018 13:42:17
0
2704039
Kritische Größe ist offenbar die Verfügbarkeit von freien Schstfg.

Nach dieser Liste ist das Angebot ja sehr überschaubar:
http://www.energieverbraucher.de/de/freischofi__3236/

Ist aber vielleicht veraltet.
Die Freien müssen ja registriert sein - bekomme ich die Liste vom Amt?

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reglerprofi schrieb: Der Preisunterschied zwischen Cat5e und Cat6/Cat7 beträgt nur ca. 0,25€ pro Meter. Der Arbeitsaufwand ist identisch und da stellt sich die Frage nach 100Mbit oder 1000Mbit nicht mehr! Viele Grüße Jürgen...
donnermeister schrieb: Ja, bei Heizkurve und Heizzeiten muss man probieren. Bei den Heizzeite muss du auch bedenken, daß 9 bis 19 Uhr nur 10 Stunden sind. Abzüglich ca. eine Stunde WW bleiben nur noch 9 Stunden heizen übrig....
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