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Heizungsplanung EFH - Vaillant mit RGK
Verfasser:
airman2000
Zeit: 18.09.2018 18:48:08
0
2682370
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Das sind Hosenträger genug. :-)
Damit würde ich auf jeden Fall auf die kleine Vaillant gehen.

Mit den Zuschlag 0,1 war wieder mal einer besonders fleissig...
Damit sieht dann Dein H,t schon freundlicher aus, wenn auf
Wärmebrücken bei der Ausführung geachtet wird,[...]



PS: Die Wärmebrücken baue ich besonders sorgfältig ein :))
Die Fenster sitzen vollständig in der Dämmebene. Nur mit den Rolladenkästen komme ich etwas Richtung Innenwand.

Verfasser:
airman2000
Zeit: 18.09.2018 18:53:30
0
2682372
Zitat von airman2000 Beitrag anzeigen
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
[...]


EG EG

DG DG

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.09.2018 19:05:32
1
2682376
Dann ist es ja gut....:-)

Bodenplatte hätte mit EPS, 035er, einen U-Wert von ca. 0,23.
Wäre mir zu schlecht.
Zwar sind die Wärmeverluste gegen Erdreich geringer, als gegen
Aussenluft, aber dafür liegt da die Fußbodenheizung mit ihrem
höheren Temperaturniveau an, wodurch die Verluste wieder an-
steigen.

Mit 140 mm alukaschiertem PUR läge der U-Wert bei 0,17, was
ich gegen Boden gut fände.

Grüsse

winni

Zeit: 18.09.2018 20:51:19
1
2682405
Grob überschlagen:

-6 Räume plus Gallerie oben, also minimal 6 Kreise
-Im EG sieht es ähnlich aus.
-Das Wohnzimmer sollte mit zwei Kreisen laufen. Anstatt zwei Zonen nehme ich in solchen Fällen gern zwei Kreise die parallel ineinanderlaufen, eine Doppelte Schnecke.
-Die Küche hat viel Außenwand und hat daher erhöhte Heizlast und sollte auch 2 Kreise haben. Tagsüber fängt sie als Südraum viel Sonne ein, die wird dann auch besser über die FBH umverteilt.
-Ist die Wand bei der Küche zum HWR Trockenbau? Dann würde ich das mit zwei Kreisen über beide Räume abdecken, ansonsten zwei Kreise Küche und ein Kreis HWR

Das wären dann in Summe 14 bzw.15 Kreise. Mit Wandheizung im Bad wären das dann ein zwei Kreise mehr.

Die Schlafzimmer sollen sicherlich kühler werden und müssen dafür stark gedrosselt werden, weil man innerhalb einer gut gedämmten Hülle kaum unterschiedliche Temperaturen hinbekommt. Das geht nur mit "Gewalt". Das heißt die restlichen Kreise müssen den Volumenstrom fast vollständig liefern.

Bei der kleinen 57/4 werden 600 bzw 930 Liter genannt. Die nächst größere will 930 bzw. 1450 Liter pro Stunde!

Damit das dann aufgeht sind ein paar Dinge zu beachten.

-14er Leitungen sind nur bei kurzen Kreisen zu gebrauchen. Meine Schmerzgrenze liegt da je nach Rahmenbedingungen und Verlegeart bei 50 bis 70 Meter, abängig von der Anzahl der Bögen. Bei der Wandheizung im Bad wäre das wahrscheinlich ok und einfacher zu verlegen.

-Die meisten Kreise müßten rund 15 m² abdecken. Bei einem Verlegeabstand von 10 cm kommt man auf deutlich über 100Meter, zuzüglich der Zuleitungen. Also entweder auf 15cm raufgehen oder Kreise splitten.

-Keine Einzelraumregelung! Die kommt allenfalls dort hin wo es kühler sein muß und nicht dort wo es kühler sein darf! Die Kammern sind in der thermischen Hülle und sollten daher mitbeheizt werden, auch wenn sie kühler sein dürften.

Ansonsten hast du nach Abzug der Kammern und Schlafzimmer plötzlich nur noch 6 Kreise. Und dann wird das ganz schnell eng mit dem Volumenstrom. 6 Kreise 14er mit 10 cm Verlegeabstand (grob 150 Meter Kreise) und schon hat man eine Krücke gebaut.

Bei der Leistungsklasse brauchst du ca.10 offene Kreise, für die größere WP sogar eher mehr, wobei die kleinen Kammern und die Schlafzimmer nicht vollwertig zählen. Dann brauchst du keinen Puffer, keie Überströmventile und die Einzelraumregelung ist auch übrflüssig bis kontraproduktiv. Abgesperrte Kreise zählen logischwerweise gar nicht! Wenn dir also bei der Nutzung der Räume noch weitere Einschränkungen einfallen, kann es sein, daß du die Kreise zum Ausleich dann noch weiter unterteilen solltest.

Daher kam die Frage nach dem Grundriß.

Bei der "klassichen" Auslegung achtet man meist nur darauf, daß die Räume versorgt sind, ohne Rücksicht auf die Wärmequelle. Hinzu kommt dann noch, daß man leider noch immer in Fällen wie dem Wohnzimmer immer mal wieder nur einen großen Kreis verlegt und das dann mit mehr Temperatur und abwürgen der anderen Kreise hinbiegt. Und das ergibt einen Volumenstrom außerhalb des Arbeitsbereiches der WP. Das führt dann zu den Krückenanlagen mit schechter JAZ.

Nachtrag:
Solltest du über eine Photovoltaikanlage nachenken, wäre es sinnvoll auf eine modulierende Wärmepumpe umzusteigen. Die läuft dann mit reduzierter Leistung gleichmäßig durch. Das ergibt eine bessere Deckung durch die PV bei gleivchmäßiger niedriger Last anstatt Null Deckung in den Pausen (logisch) und Schwierigkeiten die Lastspitzen zu decken, weil eine starre WP nur Vollgas kennt.

Verfasser:
airman2000
Zeit: 19.09.2018 01:21:50
0
2682434
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Dann ist es ja gut....:-)

Bodenplatte hätte mit EPS, 035er, einen U-Wert von ca. 0,23.
Wäre mir zu schlecht.
Zwar sind die Wärmeverluste gegen Erdreich geringer, als gegen
Aussenluft, aber dafür liegt da die Fußbodenheizung mit ihrem
höheren Temperaturniveau an,[...]


Also...
Fenster haben einen U-Wert gesamt von 0,79.

Das Thema Dämmung der Bodenplatte hatte ich zu Beginn auch mit meinem Archi, er hat es mit Kosten-Nutzen begründet, da der Energieverlust gegen Erdreich nicht so exorbitant ins Gewicht fällt. Übrigens hat der Statiker die Sohle mit 0,27 W/m²K gerechnet, irgend so ein Standardaufbau der meinem garnicht entspricht...

Angenommen ich gehe auf PUR 140 mit 0,17, wieviel Energieeinsparung würde denn die Verbesserung der Dämmung um 0,06 bringen pro Jahr?

Grüße

Verfasser:
airman2000
Zeit: 19.09.2018 01:42:21
0
2682435
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Grob überschlagen:

-6 Räume plus Gallerie oben, also minimal 6 Kreise
-Im EG sieht es ähnlich aus.
-Das Wohnzimmer sollte mit zwei Kreisen laufen. Anstatt zwei Zonen nehme ich in solchen Fällen gern zwei Kreise die parallel ineinanderlaufen, eine Doppelte[...]



Oh Mann, da hast Du Dich aber ins Zeug gelegt, so viel Text. Respekt...

Die Wand zum HWR ist KS 11,5 wegen der Geräusche von der Haustechnik.

PV hab ich auf der Garage, will ich auf dem Hausdach aber nicht haben. Und die Bäume ringsum werden auch immer höher :)

Wäre eine Wandheizung an der Westwand der Küche sinnvoll, also Richtung Terrasse/WZ? Die Wand sollte im Wesentlichen frei bleiben bis auf ein Bild oder so.

Einzelraumregelung habe ich schon durch lesen der Beiträge im Vorfeld geistig verworfen, soweit es ohne geht. Daran wird sowieso meist ohne Sinn und Verstand rumgestellt. Welcher Rohrdurchmesser wäre denn optimal, mal abgesehen von den Wänden?

Die Kammern oben müssen natürlich nicht unbedingt aktiv beheizt werden, nur einfrieren sollten sie auch nicht. Und im HWR soll ein eigener Kreis gelegt werden? Ich hätte vermutet dass die Abwärme der Heizungsanlage und die Vor- und Rückläufe der Heizkreisverteiler da ausreichen könnten? Die 5 Quadratmeter machen allerdings den Kohl auch nicht fett.

Gruß

Verfasser:
crink
Zeit: 19.09.2018 09:37:42
3
2682468
Hi,

Blowerdoor-Test würde ich auch ohne KWL machen lassen und auf einen Wert kleiner als 1/h bestehen - das ist ein guter Test, ob sorgfältig gearbeitet wurde. Wenn alle Handwerker von vorn herein wissen, dass so ein Test durchgeführt werden soll, dann wird hoffentlich bessere Arbeit abgeliefert.

Nochmal zum Wandaufbau: Du hast in Deiner Berechnung eine ruhende Luftschicht angesetzt, üblich ist zumindest hier in der Region rund um HH eine mit Außenluft hinterlüftete Luftschicht hinter dem Klinker - vielleicht ist dort der Unterschied zu finden?

Wärmebrücken pauschal mit 0,1 sind eines Neubaus nicht würdig - gehen wir einfach mal davon aus, dass bei der Bausausführung gut gearbeitet wird (siehe oben Blowerdoor-Test...) und setzen stattdessen 0,05 an, dann läge die Heizlast inkl. Warmwasser bei ca 6,5 kW (ohne Überlegungen zu den Wänden oder der Bodenplatte).

Die kleine Vaillant wäre nominal zu klein, aber dank innerer und solarer Gewinne wäre das in der Realität eine ziemlich exakte Auslegung. Falls Dein Haus im Winter nicht total verschattet ist oder in windreicher Lage liegt, wäre das meiner Meinung nach machbar. Der Heizi wird sich dagegen aussprechen und Du müsstest das auf Deine Kappe nehmen. Bei extremer Kälte verliert das Haus dann pro Tag maximal 0,5 Grad wegen Unterdeckung, aber mehr als 4 arktische Tage am Stück ohne Sonne gibts einfach nicht...

Wenn dann noch die FBH auf maximal 30/26 Grad ausgelegt wird liefert die WP sowieso noch etwas mehr Leistung als im Prüfpunkt B0/W35, so dass Du so eine exakt passende und sehr sparsame Heizungslösung hinbekommen kannst. Auch ohne modulierende WP, die für bessere PV-Eigenstromnutzung in der Tat vorzuziehen wäre.

Viele Grüße
crink

Zeit: 19.09.2018 10:01:42
0
2682478
Ok, wenn der HWR der Technikraum ist und von dort dann auch noch der Verteiler ist, dann müssen da ja auch die Leitungen zu den Räumen abgehen. Die spielen dann FBH. Dann braucht da nichts extra hin. Die Info daß dort Technik und Verteiler sitzen hatte ich nicht.

Wandheizung Küche:
Die Küche hat zwar mehr Außenwand und daher eine überdurchschnittliche Heizlast, aber ob das eine Wandheizung erfordert... Eine raumweise Heizlastberechnung bringt mehr Klarheit. Es sollte aber dank guter Dämmung auch über die FBH auszugleichen sein wenn die Bodenfläche komplett genutzt wird mit zwei Kreisen, also keine Spezialitäten wie "unter den Schränken freilassen".

Rohr:
Das gängige Material von der Stange ist ok, also 16er odr 17er Rohr.

Kammern:
Dazu hatte ich schon was gesagt. Die sollten auch mit FBH ausgestattet werden und aktiv beheizt werden. Sonst fehlen dir Kreise und damit Wasserdurchatz. Zudem werden die Kammern ansonsten zur Heizlast der benachbarten Räume, was insbsondere bei den Bädern unchön ist. dann wird es nur schwieriger Badezimmertemperatur zu erreichen.

Man spart in Summe kaum Wärme, muß aber die angrenzenden Räume mit mehr Leistung versorgen, was mehr Temperatur erfordert.

Mehr Tempertur und weniger Volumenstrom erschwert der WP de Arbeit. Das kostet dich mehr Strom als du im ersten Schritt einsparst.

Das klassiche "Raum abdrehen" spart wenig Wärme und ist bei WP eher kontraproduktiv. Deswegen hatte ich können, dürfen müssen hervoghoben. Die Kammern dürften kühler sein, müssen es aber nicht. Und daher sollten sie beheizt werden.

Das ist einer der Unterchiede zwischen WP und klassicher Heizung. Bei WP regelt man eher nur ganze Gebäute(teile) wie Etage ab. Und das auch eher nur, wenn es längerfristig ist, also Tage, Wochen und nicht stundenweise.

Das ist der kleine aber feine Unterschied zwischen Temperieren und Heizen. Temperatur gleichmäßig halten oder Stoßheizen mit hoher Vorlauftemperatur.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.09.2018 16:29:40
1
2682583
Ich kann Dir nicht sagen, was U-Wert 0,17 Bodenplatte sparen wird,
aber das Deine Entscheidungen auf vielleicht 100 Jahre wirken werden
und eine nicht benötigte kWh sicher niemals beschafft und bezahlt werden
muss...

Energetisch wäre das auf jeden Fall ein Gewinn, ob wirtschaftlich,
wird die Zeit zeigen.

Fenster-U-Wert 0,79 ist sehr gut. Prima.

Grüsse

winni

Verfasser:
airman2000
Zeit: 19.09.2018 17:10:03
0
2682591
@crink
Blowerdoor muss ich sehen, der maßgebliche Handwerker und Bauaufsicht bin ich ab jetzt selbst nach den bereits erfahrenen Pannen mit der Gilde...
Fenster bau ich mit ein und die Dachdämmung nebst Dampfsperre und Ausbau ist auch meine Aufgabe. Also alles was die Hülle angeht.
Die Luftschicht ist ruhend, das stimmt. Die in Norddeutschland übliche Hinterlüftung würde den U-Wert aber auch nur um 0,08 verringern und ich bleibe noch deutlich unter 0,19.

Dass ich mit der kleine Flexocompact hinkäme imponiert mir natürlich, da kann sie ihr Potential voll ausschöpfen. Und sollte es doch mal arktisch werden sind da noch die Mitsus.

Ob ich die BoPla noch tune hängt ein bissl vom Kosten-Nutzen ab, wenn ich PUR günstig kriege könnte das sinnvoll sein. Allerdings hab ich auch noch gut 50 qm EPS 035 vom Rückbau liegen aus BJ 2007...

Der Heizi wird sich dagegen aussprechen, da geht’s dann auch schon los ...

Ich habe keinen Schmerz damit einen Heizi für seine Mithilfe entsprechend zu entlohnen, aber wenn der sagt so oder garnicht geht der Ärger los.
Wie ist das mit der Förderung für WP und FBH, die muss doch ein Heizi beantragen, oder?

Ich würde gerne eine Firma mit der praktischen im Arbeit im HWR beauftragen, sprich Aufstellung, Montage und Erstinbetriebnahme. Interessiert nur keinen... Ich bekäme das Material komplett laut vorliegenden Angeboten als Privatperson frei Bordstein aus D für ca. 60 % des Materialpreises des günstigsten HB.
Der HB soll für seine (Dienst)Leistung angemessen bezahlt werden, aber den enormen Materialaufschlag + Installationskosten finde ich sportlich. Fragt man diesbezüglich nach kommt keine Antwort mehr.
Verlegung der FBH und Bereitstellung des Kollektors mache ich ja eh schon selbst.
Höre ich auf den HB steht dann da ne 88/4 mit 40 Liter Puffer und die Rohre sind aus ner Platinlegierung...
Aber ich reg mich nicht auf deswegen :)

Verfasser:
airman2000
Zeit: 19.09.2018 17:17:42
0
2682594
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ich kann Dir nicht sagen, was U-Wert 0,17 Bodenplatte sparen wird,
aber das Deine Entscheidungen auf vielleicht 100 Jahre wirken werden
und eine nicht benötigte kWh sicher niemals beschafft und bezahlt werden
muss...

Energetisch wäre das auf jeden Fall ein Gewinn,[...]


Ich hab das mal versucht grob zu rechnen mit Hilfe der Gradtage aus 2017, da kamen 22 kw Einsparung pro Jahr raus...
wenn ich mich nicht mit den Formeln vertan hab.
Aber egal, wenn ich PUR zu einem guten Kurs kriege soll es daran nicht scheitern.

Auf jeden Fall nochmals ein fettes Danke für Deine bzw.Eure zahlreichen konstruktiven Beiträge !!!
Das gibt mir das Gefühl alles in die richtigen Bahnen zu lenken :)

Und nur nicht nachlassen :)

Grüße

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.09.2018 17:39:21
1
2682604
Verluste Bodenplatte sind schwer zu berechnen, weil da spielt
auch die Geometrie der Platte, das Erdreich, die Boden-Feuchtigkeit,
das Temperaturniveau der Fußbodenheizung eine Rolle und die
Verluste sind nicht für jeden m2, je nach Lage in der Platte, gleich...

Das man da irgendwie mit Gradtagen klarkommt, kann ich mir
nicht vorstellen?

Ansonsten, gerne geschehen . :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
airman2000
Zeit: 20.09.2018 13:56:28
0
2683901
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Ok, wenn der HWR der Technikraum ist und von dort dann auch noch der Verteiler ist, dann müssen da ja auch die Leitungen zu den Räumen abgehen. Die spielen dann FBH. Dann braucht da nichts extra hin. Die Info daß dort Technik und Verteiler sitzen hatte ich nicht.

Wandheizung[...]


Temperieren klingt prima. In der Küche wird natürlich auch vollflächig belegt und nix ausgespart. Räumt man mal irgendwann um bekommt man plötzlich kalte Füße beim Kochen.
Oben sehe ich dann auch eine komplette Verlegung und einen separaten Heizkreisverteiler vor. Oder doch an den HKV unten mit anschließen?

Frage zum Rohr: PE-RT oder lohnt sich der Aufpreis für Verbundrohr?

Sollte ich unten tatsächlich 140er PUR 024 einbauen, wie würdet Ihr die FBH realisieren?
Folie drauf und das FBH-Rohr mit Ankerklammern antackern oder die teureren Noppenplatten ohne Dämmung nutzen. Ich vermute der Verbund zum Estrich ist bei der Tackervariante besser, oder?

Viele Grüße

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.09.2018 14:40:13
1
2683916
Ich würde die Fußbodenheizung mit Clipsen oder Rödeldraht auf
Gittermatten verlegen.
"lowenergy" berichtete aber auch, das er die Rohre im PUR mit
üblichen Tackernadeln befestigt hat.

Grüsse

winni

Zeit: 20.09.2018 16:52:35
0
2683966
Ich würde eine dicke Steigleitung nehmen und oben einen zweiten Verteiler setzen.

Rohr:
Im Boden ist mir das recht egal. Da tut es auch das günstigere Material. An der Wand ist das Verbundrohr etwas einfacher in der Handhabung wenn man es selber und alleine macht. Es bleibt eher da wo man es hingebogen hat und muß nicht immer sofort befestigt werden

Tackern oder Noppen, das geht beides recht gut. Bei Noppen Kann man zur noch auch mal alleine arbeiten und die Leitungen "reintreten". Beim Tackern sollte man zu zweit sein.

Verfasser:
airman2000
Zeit: 07.11.2018 14:08:25
0
2702448
Hallöchen zusammen,

nach längerer Abwesenheit und zahlreichen Gesprächen mit eventuellen Auftragnehmern melde ich mich nun mit neuen Fragen zurück.
Inzwischen liegt mir eine unabhängige Heizlastberechnung vor, VL 35 Grad, Spreizung 10K, Rohrabstand 15 cm, 14 Kreise unten und 9 Kreise oben, Erzeugerleistung 5,36kW ohne Warmwasser. WW für 4 Personen 250 W macht 1kw Aufschlag, da wird's zu eng mit ner kleinen Vaillant, oder?

Bezüglich der WP wurde mir nun noch eine Viessmann Vitocal 222-g als günstige Alternative angeboten und eine Tecalor TTC07 als die ultimative WP für meinen Anwendungsfall angepriesen.
Schaue ich mir die baugleiche Stiebel dazu an so finde ich sowohl in der Technik als auch in der Preisklasse keine signifikanten Unterschiede. Dennoch soll Tecalor wesentlich teurer sein als Vaillant, Viessmann und Co, weil angeblich besser.
Was meint Ihr dazu? Lohnt sich Tecalor?

Dann hatte ich mich aufgrund der Druckverlustproblematik ja schon auf TECE-Flex Fitting oder vergleichbar festgelegt, die Heizis wollen aber alles mit Standardpressfittingen und MV-Rohr und/oder mit Kupfer machen. Im Gespräch mit einem WP-Besitzer hat dieser aber auch anfängliche Probleme bestätigt wegen der zu engen Fittinge.

Jeder Anbieter hat die beste und optimierteste Technologie und die anderen sind alle nur Durchschnitt oder schlechter... Wem soll man da was glauben...

Zum Kollektor, Grabenkolli ist Mist, nimm Flächenkolli oder Bohrung. Der nächste kommt mit nem Direktverdampfer um die Ecke...

Am liebsten würde ich jetzt die Heizung im Workshop mit dem Forum und mit einem zugelassenen Fachbetrieb als Abnahmeinstanz realisieren. Garantie für die FBH kann ich getrost drauf verzichten wenn ich es denn schon selbst realisiere. Mich interessiert lediglich die Gewährleistung für die WP, das System hab ich ja dann selbst verzapft. Wenns undicht ist trete ich mir selbst wohin...

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.11.2018 16:35:25
2
2702502
Hi,

ja, ja, die lieben Handwerker...

Die 6 kW Vaillant passt sehr gut.
Der 250 Watt Aufschlag Warmwasser/Person ist üblich, aber übertrieben.
Wir gehen hier im Forum bei normalem Warmwasserverbrauch von
100 Watt/Person aus, dyarne macht gar keinen Zuschlag mehr, weil
(nichmal der Link)
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP
die normale Heizlastberechnung berücksichtigt keine internen und solaren
Wärmegewinne und die machen sich bei einem gut gedämmten Haus bei
der realen Heizlast sehr bemerkbar.

Die Viessmann hat keinen besonders guten COP, die Tecalor ist im COP gut,
aber alle drei sind keine modulierenden Wärmepumpen, was für mich Stand
der Technik ist. Damit gelingt eine Nutzung von eigenem PV-Strom besser.

Eine Auslegung der FBH auf 35/25 Grad ist von gestern.
Zu hoher Vorlauf, ich würde 30 Grad oder weniger, anstreben
und viel zu hohe Spreizung. So 5 Grad Spreizung oder weniger,
wäre okay, weil die Wärmepumpen brauchen Volumenstrom in den
Heizflächen.
Und der Solekreis auch...

Grüsse

winni

Verfasser:
airman2000
Zeit: 09.11.2018 16:03:27
0
2703345
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Hi,

ja, ja, die lieben Handwerker...

Die 6 kW Vaillant passt sehr gut.
Der 250 Watt Aufschlag Warmwasser/Person ist üblich, aber übertrieben.
Wir gehen hier im Forum bei normalem Warmwasserverbrauch von
100 Watt/Person aus, dyarne macht gar keinen[...]


Danke Winni,
hab jetzt intensiv deine Verlinkung studiert und nochmal bei einem Nibe-Partner ein Angebot für die F1255 angefragt. Aufgrund der langfristigen Investition, meine PV-Einspeisung läuft auch nur noch 11 Jahre, und zwecks zukünftiger Flexibilität erscheint mir das durchaus sinnvoll. Und die Erkenntnisse zur antiquierten Heizlastberechnung im Vergleich zur Realität sind durchaus sehr interessant.
Ich bin gespannt was mir jetzt wieder ins Haus flattert.

Zum Thema FBH, die hohe Spreizung und die 35° VL waren mir vom ersten Moment an suspekt und durchgängig 15 cm Abstand fand ich ebenfalls komisch. Von den Längen her sind die Kreise ja alle in etwa ähnlich bei 50-60 meter Länge.
Wenn ich nun die Verlegeabstände auf 10 cm reduziere sollte doch der Wärmeübergang besser werden und die VL geringer. An der Heizlast an sich ändert sich ja nichts.
Wie würdet ihr jetzt vorgehen?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.11.2018 16:30:50
0
2703353
Gern. :-)

Ich würde mal annehmen, bei der FBH-"Planung" wurde gar nichts
gerechnet, wenn da überall 15 cm Verlegeabstand bei rumkommt...

Verlegeabstand 10 cm bringt was, aber nicht die Welt. Vielleicht
1 Grad weniger mittlere Temperatur in den Heizflächen.
Wurden da eigentlich Deine realen Wand-U-Werte und andere
Änderungen berücksichtigt?

Die Kreislängen sind für niedrigen Druckverlust sehr gut, schon fast
übertrieben kurz, finde ich, aber schaden würde es nicht.

Grüsse

winni

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 10.11.2018 10:23:09
0
2703604
hi airmann.
Du hast anfangs um Vorschläge gebeten. Bittesehr, hier ist ein weiterer Dein Haus wirtschaftlich zu beheizen und das WW günstig zu bereiten.
Da auch EIGENLEISTUNGEN möglich sind, ist mein Vorschlag sicher nicht uninteressant für Dich.
Eine Direktverdampfer-WP mit 6,64 kW Norm-Heizleistung mit integriertem WW-Speicher mit 270 Liter.
Dazu benötigst Du eine Gartenfläche von nur 150 qm. (Aushub ca. 1 Meter)
Du kaufst die WP direkt, verlegst die Kollektoren in die bauseits ausgehobene Fläche - der Rest wird durch eine Fach-Kältefirma erledigt.
Ach ja: Zuschlag für WW-Bereitung. Wenn geschrieben wird, das 'wir hier im HTD keine Zuschläge rechnen' stellt sich die Frage: wer ist WIR?
Die allg. gültigen Verfahren in Fachkreisen stimmen mit Deiner Überlegung überein: pro Person ein Zuschlag für die WW-Bereitung.
Ob nun jemand in Österreich nachweist ob es notwendig ist oder nicht, wird Dir in Brandenburg wenig helfen.
Kurt

Verfasser:
airman2000
Zeit: 10.11.2018 11:00:26
0
2703613
Na ja, gerechnet wurde schon, es gibt Ausnahmen. Im Bad 10 cm und in den Kammern und der Diele 20cm. Dort sitzt auch der HKV für unten. Der längste HK ist 75m, der Rest mit Masse um die 50m.
Ich nehme an dass meine zahlreichen Anmerkungen berücksichtigt wurden, es ist die Wandheizung mit drin und es wurde mit den tatsächlichen Räumen und Flächen gerechnet. Und der Transmissionswärmeverlust HT liegt bei 0,24W m2K.

Die Spreizung geht in einigen Räumen bis 12 K bei einer Oberflächentemperatur von 22,6°C. Wie komme ich jetzt zu einer VL von max 30°C bei ähnlicher Öberflächentemperatur?
Und welche Rolle spielt es ob ich oben Rohr 14x2 oder 16x2 nehme für den Trockenestrich?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.11.2018 11:38:59
1
2703628
Diese 10 Grad Spreizung sind (hoffentlich) reine Theorie, weil die
dürften sich mit den meist kurzen Heizkreisen eh nicht einstellen,
wenn der notwendige Volumenstrom für die WP durch die Kreise
gehen.
Trotzdem würde ich das noch mal rechnen lassen,weil mit mehr
Volumenstrom könnte evtl. mehr Rohrdimension in den Zuleitungen,
etc. notwendig sein, denke ich und vielleicht kommt die mittlere
Heizwassertemperatur, jetzt 30 Grad, dann noch runter.
Wenn die mittleren 30 Grad wirklich notwendig sein sollten, kannst
Du nicht ohne zusätzliche Wandheizungsflächen auf 30 Grad
Vorlauftemperatur kommen. Aber z.B. auf 32 Vorlauf-/ 28 Rücklauf-
Temperatur und das wäre ein guter Volumenstrom für die Wärme-
pumpe.

16er Rohr hat weniger Druckverlust und mehr Wärmetauscher-
fläche. Würde ich wählen.

Grüsse

winni


Kurt, WIR sind die, die die reale Welt, jenseits der DIN-Heizlast-
berechnung, verstanden haben. Das Du nicht dazu gehörst, ist
offensichtlich und Du hast sicher recht, das in Brandenburg eine
ganz andere Physik gilt, als in Österreich...:-)

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 10.11.2018 11:44:55
0
2703632
ja, mein Lieber, Du brauchst auch keine Verantwortung und Haftung gegenüber den Bauherren zu übernehmen. Wozu sind eigentlich DIN-Vorschriften da?
Errinnere Dich mal an den Hype den Du vor längerer Zeit veranstaltet hast mit der Heizlasberechnung nach PHPP. Was angeblich in Österereich Standarrd ist, gilt noch lange nicht bei uns. (In D werrden nur knapp 1 % (ein Prozent) der BV nach diesem Schema berechnet!!)
Kurt

Verfasser:
MaJen
Zeit: 10.11.2018 11:46:37
1
2703633
Zitat von airman2000 Beitrag anzeigen
Zitat von crink Beitrag anzeigen
[...]


KWL und Blowerdoor habe ich abgewählt, bin nicht KFW-abhängig.

Ich stehe eher auf KFL.

[...]


Ich schreib es an dieser Stelle immer, dass man im Neubau ohne KWL einen Fehler macht.
Es ist einfach ein geiler Komfort, schützt vor Schimmel und schont die Umwelt - KWL ist der Hauptunterschied zwischen alten und neuen Häusern (die Dichtigkeit auch).

Geht auch gut selbst zu bauen. In die Schlafräume und Wohnzimmer Zuluft, Bad und Küche Abluft.

Lieber Selbstbau als gar nicht.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.11.2018 11:56:53
1
2703639
Kurt, ich würde sagen, DIN-Vorschriften sind öfters dazu da, einen überholten
Stand der Technik zu dokumentieren. :-)

Ich habe keinen Hype um PHPP veranstaltet. Das ist einfach die realistischere Berechnungsart für die Heizlast. Nach DIN würde praktisch kein Passivhaus funktionieren und sie tun es doch.
Das PHPP in Österreich Standard wäre, hat keiner behauptet. Da gibt es auch
noch genug "Fachpersonal" von gestern.
Weitere Ausfühungen werde ich dazu hier nicht machen.
Gibt schon genug von Dir zugespammte Themen...


Eine KWL würde auch niedrigere Heizwassertemperaturen befördern, weil
sie die Heizlast der Räume senkt.

Grüsse

winni

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