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hydraulische Weiche aus Fittingen aufbauen
Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 05.12.2018 17:45:30
0
2715745
Moin!

Muß eine Weiche immer die Gestalt eines Vierkantrohres mit angeschweißten Anschlüssen haben? Würde nicht oft eine kurze Rohrleitung zwischen Vorlauf und Rücklauf genügen?

Unter SHKwissen habe ich diesen Absatz gefunden:

Dimensionierung von hydraulischen Weichen
[..] die hydraulische Weiche ist dann richtig dimensioniert, wenn in der Ausgleichsleitung die Nennwassermenge mit geringer Strömungsgeschwindigkeit (bis ...0,2 m/s) strömt.


Eine Rohrverbindung DN50 würde demnach 1,4 m³/h Ausgleichsströmung erlauben. Damit käme eine kleine Therme von zB 0,8 m³/h auf 2,2 m³/h, was doch oft genügen würde.

Daher nochmal die Frage: muß es immer eine "echte" Weiche sein?

Verfasser:
HKL0305
Zeit: 05.12.2018 18:23:20
1
2715764
man kann sich auch ne hühnerleiter aus fittingen basteln

man kann es auch lassen...

Verfasser:
muscheid
Zeit: 06.12.2018 08:41:27
1
2715968
Für Thermen gibts ja kleinere Weichen.
Und bau aus DN 50 Formstücken (oder Stahlrohr) eine Weiche, was meinst du, wie groß die wird - und sicher nicht preiswerter als was fertiges.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 06.12.2018 09:20:30
1
2715992
Mal eine Verständnisfrage:
Warum muss die hydraulische Weiche so einen großen Querschnitt haben? Warum ist die geringe Strömungsgeschwindigkeit wichtig?

Letzendlich geht es doch nur darum, dass bei größerem Volumenstrom im FBH-Kreis ein Teil des FBH-Rücklaufwassers wieder dem FBH-Vorlauf beigemischt wird.
Oder umgekehrt sollte ERRs zumachen das Kesselkreiswasser direkt wieder zum Kessel fließt.

Mir leuchtet irgendwie nicht ein, wo da ein Unterschied zwischen großem und kleinem Querschnitt in der Weiche sein soll.

Grüße
Martin

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 06.12.2018 09:36:23
1
2716001
Nach der Faustformel für die Größenbestimmung des Durchmessers soll der Durchmesser ca. 2 Dimensionen größer sein als der berechnete Durchmesser des Vorlaufes.

Hier Beispiel.




MfG. Schmitt

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 06.12.2018 14:19:41
0
2716131
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
Für Thermen gibts ja kleinere Weichen.
Sicher. Für meine Anwendung - eine Verteilung für drei Heizkreise, die zuvor von jeweils einer eigenen Therme vesorgt wurden - würde eine kleine Weiche aus 60er Kantrohr mit DN25-Anschlüssen genügen.

Ich möchte jedoch schon jetzt die Möglichkeit berücksichtigen, daß die bereits 10 Jahre alte Therme irgendwann stirbt und durch einen Kessel (ecoVIT) ersetzt werden wird.

Der soll dann ohne Weiche laufen. Und damit zwischen Verteiler und Kessel nicht alles neu gemacht werden muß (Abscheider, Entlüfter, Absperrungen,...), möchte ich das doch schon jetzt > DN25 ausführen.

Anstelle einer Weiche halt zwei T-Stücke, zwei Rohrnippel und ein Kugelventil mit vollem Durchgang. Wenn dann der ecoVIT dranhängt, wird die Ausgleichsstrecke gesperrt und die "Weiche" ist weg.

Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Warum muss die hydraulische Weiche so einen großen Querschnitt haben? Warum ist die geringe Strömungsgeschwindigkeit wichtig?
Versteh' ich aus nicht.

Die 0,2 m/s habe ich auch einfach nur so hingenommen, als Ergebnis von 10000 Jahren Heizungsbau.

Angesichts der Druckabfälle, die da im Verteiler, in gemischten Heizkreisen oder in einem Radialwärmetauscher auftreten, scheint es mir unerheblich zu sein, wieviele Bruchteile eines Millibars im Weichenkörper abfallen.

Vielleicht weiß ja ein "alter Hase", welche unerwarteten Problem bei >0,2 m/s in der Praxis auftauchen können.

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 06.12.2018 15:58:02
0
2716184
Hallo

schau halt mal bei Bosy nach......

ciao Peter

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 07.12.2018 11:12:51
0
2716509
Habe ich bereits. Dort steht auch nur 0,2 m/s ohne Erklärung oder Angabe einer Quelle. Die Zahl wird vermutlich immer nur abgeschrieben...

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 07.12.2018 12:34:58
1
2716548
Zitat von TackaTucka Beitrag anzeigen
Habe ich bereits. Dort steht auch nur 0,2 m/s ohne Erklärung oder Angabe einer Quelle. Die Zahl wird vermutlich immer nur abgeschrieben...
Nein wird sie nicht, sie wurde auf Grund von Versuchen ermittelt.

Hier Erklärung:



Und hier tabelarische Aufstellung:



Alle Abbildungen aus Fachliteratur.


MfG. Schmitt

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 11.12.2018 20:54:17
0
2718366
Fein, da stehen sie wieder, die 0,2 m/s. Darunter ist gut, darüber ist böse - leicht auswendig zu lernen.

Wo die 0,2 herkommen wird mal wieder nicht erklärt. Und was denn Schlimmes oberhalb von 0,2 m/s geschieht, bleibt auch im Dunkeln. Der Hinweis, daß "sonst ein exakter hydraulischer Abgleich nicht mehr möglich ist", erscheint zumindest mir wenig konkret.

Heute habe ich eine Anlage beguckt, deren Erbauer beim Anblick der 0,2 m/s offenbar nicht die Hacken zusammenschlägt: zwei Heizkreise an einer 35KW-Therme, DN20-Bypass zwischen VL und RL (Speicher hat 3/4-Anschlüsse) mit einer Länge von gut einem Meter (Rohr im Speicher unter RL).



Die Geschwindigkeit der Ausgleichsströmung in dem DN20-Rohr wird >>1 m/s sein.

Verfasser:
HKL0305
Zeit: 11.12.2018 21:14:44
0
2718379
die anlage hat ganz andere probleme...

ekelig

Verfasser:
muscheid
Zeit: 12.12.2018 08:53:13
0
2718469
Typische Anlage der MVR-Billiganlagenmafia.
Sowas ist Murks. Gebaut ohne an Durchströmung und Instandhaltung zu denken.
Ausdehnungsgefäß ohne Kappenventil und Verschraubung, Pumpe schlecht zugänglich.....

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 12.12.2018 10:26:05
0
2718510
Mit dem Bild soll nicht das Fehlen eines Kappenventils angeprangert sondern gezeigt werden, daß sich Wärmeerzeuger und Heizkreise auch ohne den Einsatz einer 08/15-Weiche erfolgreich entkoppeln lassen.

Also warum würde ein "guter Heizungsbauer" hier eine Ausgleichsstrecke mit rund 30cm² Querschnitt und 30 cm Länge verwenden während die "Mafia" nur ein DN20-Rohr verbaut?

Die "Mafia-Lösung" kostet <40 Euro, eine Weiche hätte >400 Euro gekostet.

Was bietet der "gute Heizungsbauer" seinem Kunden für diese erheblichen Mehrkosten?

Verfasser:
FrankS
Zeit: 12.12.2018 10:33:30
1
2718514
Ganz einfach ein guter bietet dir nicht so einen Dreck an !!
Das ist vom Abgang bis zum Anschluss einfach ALLES Falsch.
Glückwunsch

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 12.12.2018 10:49:38
0
2718523
Die Funktion einer hydraulischen Weiche ist für einen Drucknullpunkt in der Anlage zu sorgen, damit sich z.B. zwei Pumpen, die z.B. auf einem Verteilerbalken gesetzt sind, nicht gegenseitig das Heizungswasser klauen.

Deshalb auch die Anforderung nach möglichst geringen Druckverlusten zwischen VL und RL und die gibts mit kleinen Strömungsgeschwindigkeiten in der Weiche und die lassen sich rel. einfach mit großen Querschnitten realisieren ;-)

Und ob da DN 20 ausreicht, um für solche Druckverhältnisse zu sorgen, wäre mal zu beweisen.

Kann man sicher auch bei der Auslegung mit Strömungssimulation optimieren. Wer nicht soviel Zeit hat, nimmt halt den Daumenwert 0,2 m/s.

Oder gleich was richtiges, z.B. sowas.

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 12.12.2018 11:33:42
0
2718561
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Und ob da DN 20 ausreicht, um für solche Druckverhältnisse zu sorgen, wäre mal zu beweisen.
Es reicht aus, die Anlage funktioniert unter schwierigsten hydraulischen Bedingungen (3 Gebäude mit Ferienwohnungen), der Eigentümer ist zufrieden.

Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Wer nicht soviel Zeit hat, nimmt halt den Daumenwert 0,2 m/s.
Welchen Sinn hat ein Daumenwert, der zehnmal so hoch ist, wie in diesem Fall anscheinend nötig, und diesen Teil der Anlage für den Kunden zehnfach verteuert?

Es ist schon erstaunlich wie aggressiv hier reagiert wird.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 12.12.2018 12:19:21
1
2718586
Es geht nicht um aggressives Reagieren, es geht darum, bei der Auslegung auf der sicheren Seite zu liegen, um auch mehr als zwei Heizkreise sicher bedienen zu können.

Die Weiche /Verteilerbalken auf meinem verlinkten Bild kann bei gleichem Querschnitt der Weiche bzw. des Balkens deutlich mehr als zwei Heizkreise sicher als Anlagennullpunkt versorgen.

Aus Rationalisierungsgründen in der Beschaffung und in der Fertigung wird ein Hersteller deshalb einen einheitlichen Querschnitt für alle Weichen / Verteilerbalken wählen und damit für bis 6 Heizkreise immer noch passend liegen.

Da gehts eben um größere Stückzahlen als 1 und der Sicherheit in der Auslegung.

Und nichts für Ungut, aber eine übersichtliche Rohrführung und eine wartungsfreundliche Anordnung der Aggregate geht schon etwas anders als auf Deinem Bild, oder?

Und hinsichtlich Aggressivität würde ich mal sagen, dass Du in Deinem letzten Beitrag auch ganz gut gegen HBs austeilst ;-)

Verfasser:
OldBo
Zeit: 12.12.2018 13:12:06
3
2718628
Warum antwortest Du denn überhaupt noch? >((

Verfasser:
muscheid
Zeit: 12.12.2018 15:13:01
1
2718675
Zitat von TackaTucka Beitrag anzeigen
Mit dem Bild soll nicht das Fehlen eines Kappenventils angeprangert sondern gezeigt werden, daß sich Wärmeerzeuger und Heizkreise auch ohne den Einsatz einer 08/15-Weiche erfolgreich entkoppeln lassen.

Also warum würde ein "guter Heizungsbauer" hier eine Ausgleichsstrecke mit rund 30cm² Querschnitt und 30 cm Länge verwenden während die "Mafia" nur ein DN20-Rohr verbaut?

Die "Mafia-Lösung" kostet <40 Euro, eine Weiche hätte >400 Euro gekostet.

Was bietet der "gute Heizungsbauer" seinem Kunden für diese erheblichen Mehrkosten? [...]


Erfolgreich entkoppeln? Sicher? Bei allen Betriebsbedingungen erfolgreich geprüft?

DN 20 Rohr? Das meiste Rohr hier scheint 20mm und nicht DN 20 zu sein - Also bestenfalls DN 15 und das mit den kleinen Formstücken, die einen erheblichen Widerstand haben. Bei Kupfer oder C Stahl wäre der Innenduchmesser einer Dimension immer gleich.
Wie gut die Mafialösung funktioniert will und kann ich nicht feststellen. Eine ordentliche, kleine Hydr. Weiche gibts aber für 150,-€, 400,-€kostet das nicht!

Was der gute "mehr" bietet?
Zuerst mal eine sauber geplante und auch so aufgebaute Anlage. Das hier ist das Gegenteil! Allein die Rohrart und Verlegung spricht Bände. Isolierung - weitgehend Fehlanzeige!

Und natürlich auch die spätere Betreuung - Wartungsvertrag, Kundendienst, Bereitschaft am WE...
Ja, man zahlt ggf 2000,-€ mehr. Aber man muß sich nicht schämen, so einen hässlichen Rohrhaufen im Keller zu haben. Und man erkennt auch in 8 Jahren noch direkt die Funktion.

Verfasser:
Mestapholes
Zeit: 12.12.2018 15:49:41
0
2718686
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
Zitat von TackaTucka Beitrag anzeigen
[...]

Und natürlich auch die spätere Betreuung - Wartungsvertrag, Kundendienst, Bereitschaft am WE...
Ja, man zahlt ggf 2000,-€ mehr.


Das ist doch nur bedingt richtig. Ggf. das mit dem Wartungsvertrag stimmt.
Ansonsten bezahle ich doch dem Heizungsbauer das gleiche für Einsätze am WE oder notwendigen Kundendienst. Egal ob ich die Heizung bei ihm oder jemand anderem gekauft habe.

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 12.12.2018 16:35:28
4
2718702
Zitat von TackaTucka Beitrag anzeigen
Wo die 0,2 herkommen wird mal wieder nicht erklärt.
Hab ich doch schon erklärt, siehe hier.
Zitat von Schmitt Beitrag anzeigen
Nein wird sie nicht, sie wurde auf Grund von Versuchen errmittelt.
Aber falls du Verständnissprobleme hast, hier die evtl. bessere Erklärung:

Die Werte wurden auf empirische Art ermittelt. Empirisch bedeutet, aus Duden:

aus der Erfahrung, Beobachtung, auf dem Wege der Empirie gewonnen, auf ihr beruhend

MfG. Schmitt

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