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Lüftungsanlage soll Energie sparen? Lächerlich.
Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 06.12.2018 10:33:01
0
2716018
@Nicole4711:
Natürlich kann man die Einzelraumlüftungsregelung (ich kürze das jetzt einfach mal so ab: "ERLR") nicht direkt mit der ERR 1:1 vergleichen.
Vielleicht gibt es die Trägheit wie z. B. bei einer FBH nicht.
Andere Parallelen sind durchaus zu sehen, nicht umsonst wird hier vom "pneumatischen Abgleich" in Analogie zum "hydraulischen Abgleich" gesprochen.
Ventile / Klappen sorgen in beiden Systemen für Pump- / Ventilationsverluste, in beiden Fällen kann dabei Geräusch entstehen.

Ohne es jetzt durchzurechen behaupte ich, dass die zusätzliche Einsparung durch eine geringere Lüftung in einigen Räumen mit einer ERLR von den Ventilationsverlusten durch teil-geschlossene Klappen wieder aufgefressen wird.
(Wir sprechen hier nur von der Differenz zwischen den Wirkungsgraden der Wärmerückgewinnung in zwei Betriebspunken im Verhältnis zu einem durch Klappen ungünstigeren Rohrsystem!)
Da tendiere ich dann dazu ungenutzte Räume genauso zu belüften, wie z. B. das Schlafzimmer. Man spart sich den Invest für die ERLR und fährt mit größerem Sicherheitsabstand von der erforderlichen Minimalbelüftung.

Zeit: 06.12.2018 11:30:56
0
2716037
Nunja, wir konnten den Stromverbrauch mit der EG/OD Steuerung DEUTLICH um ca. 50% senken, trotz im Ergebnis besserer Luft. Ich würde wetten der Druckverlust eines Klappenelementes im Vergleich zu einem normalen Rohrstück ist nicht messbar, wenn die Klappe geöffnet ist. Wenn es geschlossen ist, erhöht die Klappe sogar den Druck im Restsystem.

Dazu kommen weitere Vorteile wie z.B. weniger Wärmeverlust (wenn im WZ die Luft nach 2h nahezu auf Aussenluftqualität ist, brauche ich nicht weitere 6-8h in der Nacht lüften und damit Wärme verlieren) und weiterhin die höhere durchschnittliche Luftfeuchtigkeit, denn die kann schonmal in einem modernen KWL Haus zu gering sein.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 06.12.2018 12:48:38
0
2716090
Also ich würde das durchaus gemischt sehen - es gibt räume wo der Luftbedarf städig variiert, und es gibt räume wo er statisch ist, wo man also bequem mit Tellerventilen o.ä einen pneumatischen Abgleich machen kann.
Zudem kommt bei meinen Überlegungen noch das Thema Umluft ins Spiel, mit dem man die Frischluft/Fortluft nochmal weiter minimieren kann sowie die kühlung / entfeuchtung / mitbeheizung deutlich verbessern.
Ich tendiere zum Ergebnis, dass dann eigentlich ein Lüfter je Raum, der entsrechend VOC in dem Raum geregelt wird, ein Zulüfter der entsprechend VOC im nicht stinkenden Abluftstrom geregelt wird, ein Fortlüfter der im Abgleich mit der Druckdifferenz geregelt wird (um keine Warmluft in die Gebäudehülle zu drücken, d.h. auf minimalen Unterdruck geregelt, und primär über die stinkenden Räume Luft abzieht.
Da starker Personenwechsel nur in einigen Räumen ist, in anderen nicht (es werden sich kaum alle Gäste Stundenlang in der Abstellkammer versammeln) kann man die VOC-Sensoren durchaus reduzieren auf die wichtigsten Räume.
Aber das ganze wird von Herstellerseite noch nicht wirklich unterstützt, geschweige denn von den Heizungsbauern die die Anlagen oft verbauen.
Rohrquerschnitte gross zu wählen wäre immer zu unterstützen - spart Strom uner ermöglicht die Räume variabel zu nutzen (was passieren kann wenn man die Lüftungsquerschnitte exakt zur gerade angenommenen Nutzung in Stein meisselt kann man im Terminal BBR besichtigen)

Verfasser:
cletus
Zeit: 07.12.2018 09:59:11
3
2716484
Zitat von KeinSteinSondernHolz Beitrag anzeigen
Nunja, wir konnten den Stromverbrauch mit der EG/OD Steuerung DEUTLICH um ca. 50% senken, trotz im Ergebnis besserer Luft. Ich würde wetten der Druckverlust eines Klappenelementes im Vergleich zu einem normalen Rohrstück ist nicht messbar, wenn die Klappe geöffnet ist. Wenn es geschlossen ist,[...]


Holladiewaldfee.

Meine Anlage hat einen Pot-Freien Eingang, der auf Max aufdreht ("Badezimmerschalter"), der liegt an Homematic.

Morgen macht der 4 Stunden Volle Power.

Wenn ich den Knopp für Heißwassermachen drücke (zieht den Pot-freien Eingang des WW-Bereiters) geht die Lüftungsanlage danach für 1 Stunden auch auf Max.

Wenn ich koche, drücke ich einen Knopp => 1 Stunde Max.

Abseits der Max- Einstellung simmert der so mit 10% Leistung vor sich hin.


Das empfinde ich schon als hochkomplex - ist aber nur ein Pot-Freier Eingang. Ich meine klar, wenn es euer Hobby ist, Lüftungsanlagen zu programmieren, kann man das durchaus machen - mit VOC-Sensoren und Klappenelementen pro Raum. Ihr könnt euch auch Blenden bauen, die ihr proportional schließen und öffnen könnt.

Aber dann schreibt doch bitte "weil ich gerne bastele und mir das Spaß macht" dran - und nicht "damit ich 20€ Strom / Jahr spare" - ansonsten ergibt nicht einmal die Anschaffung der Aktoren und Sensoren einen Sinn - geschweige denn der Einsatz eurer Bastelzeit.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.12.2018 11:32:41
1
2716515
Zitat von cletus Beitrag anzeigen
Zitat von KeinSteinSondernHolz Beitrag anzeigen
[...]

Wenn ich den Knopp für Heißwassermachen drücke (zieht den Pot-freien Eingang des WW-Bereiters) geht die Lüftungsanlage danach für 1 Stunden auch auf Max.
[...]

Ich finde es schon ziemlich blöd einen Knopf zu drücken. Aber wer Spaß daran hat Knöpfchen zu drücken :-)
Bei mir ist immer genug WW da und wenn es weniger wird macht die Heizung das automatisch. Und die Lüftung merkt von selber, wenn sie hochdrehen muss. Dazu musste ich nix davon machen, was du erwähnst. All das können die Anlagen Out-of-the-Box. Aber wer Knöpfchen drücken will, kann natürlich welche anschließen. Kann man ja auch unter Hobby einordnen, trainiert ja auch ein wenig das Gehirn, immer daran denken zu müssen;-)

Grüße Nika
P.S. Wer Ironie findet, darf sie gerne behalten....

Verfasser:
mstorm
Zeit: 07.12.2018 13:04:46
1
2716560
Zitat von cletus Beitrag anzeigen

nicht "damit ich 20€ Strom / Jahr spare" - ansonsten ergibt nicht einmal die Anschaffung der Aktoren und Sensoren einen Sinn


Darin liegen gleich zwei derselben Denkfehler, denen auch die konservativ denkenden Gegner einer Heizungs-ERR gern aufgesessen sind.
Zum einen schafft man sich die Aktoren und Sensoren nicht exklusiv für die KWL an (und dann nochmal für die Heizung, und nochmal für Smarthome-Funktionen usw), sondern nur genau einmal zentral, und man nutzt deren Informationen dann zur Steuerung der Lüftung und Heizung.
Zum anderen baut man eine ERR nicht, um Energie oder gar nur schnöde Geld einzusparen, sondern zuvorderst, um unmittelbar den Komfort zu erhöhen.
Für eine KWL heißt das: frische Luft, ohne dafür Fenster aufreissen zu müssen, und für Heizungen: keine dem Gott der Energiesparer geopferte überall-Unterdurchschnitts-Raumwärme, sondern eben "richtig schön" warm wann und wo ich will.
Und zwar ohne daß ich dazu an irgendetwas denken oder Knöpfchen drücken muß.

Man kann allerdings den Gesamtdurchsatz und damit den Energieverbrauch senken.
Mit Lüftung und Heizung verhält es sich da ähnlich: man braucht Räume nur zu lüften bzw. zu heizen passend zu den Tageszeiten, zu denen diese genutzt werden.
All das geht aber nicht mit dem bisherigen Stand der Heiz- und Lüfttechnik, die nur zentrale (hausweit wirkende) Stellglieder nutzen (wollen) und auch keine bedarfsgerecht regelnden Steuerungen bieten.
Die Steuerung muß intelligent ("smart") genug sein dafür zu sorgen, daß die Luft nur zu den relevanten Tageszeiten in den relevanten Räumen so richtig frisch bzw. schön warm ist und im Rest des Hauses bzw. ansonsten eben nicht.
Wieviel Einsparung das letztlich bringt, hängt von vielen Faktoren ab, vor allem dem Anwesenheitsprofil und der Intelligenz der Steuerung, d.h. ihrer Fähigkeit, den Bedarf automatisch zu ermitteln (Stichworte VOC, Präsenzerkennung, Prognosealgorithmen) und sich ihm anzupassen.
Aber das ist Nebensache, man hat ja in jedem Fall den Komfortgewinn, und bereits der allein rechtfertigt die Kosten. Sagt eigentlich jeder, der's gemacht hat.

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 07.12.2018 13:31:51
5
2716571
Zitat von mstorm Beitrag anzeigen
[...]Darin liegen gleich zwei derselben Denkfehler, denen auch die konservativ denkenden Gegner einer Heizungs-ERR gern aufgesessen sind.
Zum einen schafft man sich die Aktoren und Sensoren nicht exklusiv für die KWL an (und dann nochmal für die Heizung, und nochmal für Smarthome-Funktionen usw), sondern nur genau einmal zentral, und man nutzt deren Informationen dann zur Steuerung der Lüftung und Heizung.
Zum anderen baut man eine ERR nicht, um Energie oder gar nur schnöde Geld einzusparen, sondern zuvorderst, um unmittelbar den Komfort zu erhöhen.[...]


Der Komfort mit ERR ist eben nicht höher, sondern tiefer als in einem sinnvoll abgeglichenen System. Besser die Basics richtig machen, auch wenn es nicht so sexy ist wie mit Spielereien und Apps an der Anlage herum zu spielen.

Zitat von mstorm Beitrag anzeigen
Für eine KWL heißt das: frische Luft, ohne dafür Fenster aufreissen zu müssen, und für Heizungen: keine dem Gott der Energiesparer geopferte überall-Unterdurchschnitts-Raumwärme, sondern eben "richtig schön" warm wann und wo ich will.


So funktioniert das aber nicht. Je besser die Gebäudehülle, desto weniger. Maximale Behaglichkeit heisst ja gerade eben, dass das ganze Jahr überall gleichmässig warm/kühl ist.

Zitat von mstorm Beitrag anzeigen
Und zwar ohne daß ich dazu an irgendetwas denken oder Knöpfchen drücken muß.


Genau darum läuft meine KWL 24h Stunden, genau deshalb läuft meine FBH 24 Stunden ohne irgendwelchen ERR-Regelpfusch.

Zitat von mstorm Beitrag anzeigen

Man kann allerdings den Gesamtdurchsatz und damit den Energieverbrauch senken.
Mit Lüftung und Heizung verhält es sich da ähnlich: man braucht Räume nur zu lüften bzw. zu heizen passend zu den Tageszeiten, zu denen diese genutzt werden.


Damit sparst du nicht unbedingt, resp. die Ersparnis dürfte weniger hoch ausfallen als die nötigen Investionen ins Zubehör. Zudem reduziert das die Behaglichkeit.

Zitat von mstorm Beitrag anzeigen

All das geht aber nicht mit dem bisherigen Stand der Heiz- und Lüfttechnik, die nur zentrale (hausweit wirkende) Stellglieder nutzen (wollen) und auch keine bedarfsgerecht regelnden Steuerungen bieten.


Weil es das eben nicht braucht.

Zitat von mstorm Beitrag anzeigen
[...] Aber das ist Nebensache, man hat ja in jedem Fall den Komfortgewinn, und bereits der allein rechtfertigt die Kosten. Sagt eigentlich jeder, der's gemacht hat.


Den Komfort habe ich durch die KWL, durch die FBH die 24Stunden gleichmässig temperiert. Nicht durch irgenwelche Spielereien mit ständigem Regeleingriff.

P.S: Smart = Bauernschläue. Wichtiger ist einer intelligenter Ersteller und ein intelligenter Betreiber....

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 07.12.2018 14:00:11
0
2716589
@Fritzli:
Eigentlich können wir uns freuen, dass es anders wie bei der ERR keine Vorschrift gibt, die eine raumweise Belüftungsregelung fordert; und auch darüber freuen, dass die Lüftungshersteller und -anbieter den Markt nicht mit möglichem SmartLüftungsRegelSchnickSchnack fluten.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.12.2018 14:16:08
0
2716598
Zitat von KleinTheta Beitrag anzeigen
und auch darüber freuen, dass die Lüftungshersteller und -anbieter den Markt nicht mit möglichem SmartLüftungsRegelSchnickSchnack fluten.

Die Hersteller sind gerade dabei Erfahrung in diesem Bereich zu sammeln und holen bereits auf *duckundweg*

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 07.12.2018 14:53:23
0
2716620
Zitat von KleinTheta Beitrag anzeigen
@Fritzli:
Eigentlich können wir uns freuen, dass es anders wie bei der ERR keine Vorschrift gibt, die eine raumweise Belüftungsregelung fordert; und auch darüber freuen, dass die Lüftungshersteller und -anbieter den Markt nicht mit möglichem SmartLüftungsRegelSchnickSchnack fluten.


Das ist so, aber ich befürchte, dass auch hier jemand eine Absatzmöglichkeit erkennt.
Das Potential ist viel geringer.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 07.12.2018 14:54:02
0
2716621
Den smart-Regel-Schnickschnack wollte ich auch gar nicht. Aber ich plane solche Anlagen auch professionell. und man kann den Durchsatz ohne Komforteinbussen ganz erheblich reduzieren wenn man in Räumen bei denen man den stark wechselnden Luftdurchsatz kennt entsprechend ausstattet - aber auch nur diese.
So wie das Abdrehen im selten genutzten Gästezimmer das sowiso abseits liegt auch bei der Heizung nützlich sein kann.
Der Heizwärmebedarf ist eben etwas rech statisches, währen der Lüftungsbdedarf ganz massiv daran hängt wer gerade wo ist und was tut, und entsprechend recht stark variieren kann. Ich habe Räume von 30m² bei denen der Luftbedarf zwischen fast 0 und 1200m³/h variiert. (Nicht Wohnung). Das macht man nicht statisch.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.12.2018 15:19:38
0
2716627
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von KleinTheta Beitrag anzeigen
[...]

Die Hersteller sind gerade dabei Erfahrung in diesem Bereich zu sammeln und holen bereits auf *duckundweg*

Da musst Du dich nicht wegducken. Die fallen auch auf das Smartgedöns rein.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.12.2018 15:26:49
0
2716632
@OldBo
Es sitzen schon recht clevere Leute bei den Herstellern. Die fallen da garantiert nicht darauf herein, sondern sehen viel Potenzial da gut Geld verdienen zu können.

Grüße Nika

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 07.12.2018 16:19:38
0
2716643
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...] man kann den Durchsatz ohne Komforteinbussen ganz erheblich reduzieren wenn man in Räumen bei denen man den stark wechselnden Luftdurchsatz kennt entsprechend ausstattet - aber auch nur diese.


Wobei sich dann die Frage stellt, warum man das sollte.

Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
So wie das Abdrehen im selten genutzten Gästezimmer das sowiso abseits liegt auch bei der Heizung nützlich sein kann.
Der Heizwärmebedarf ist eben etwas rech statisches, währen der Lüftungsbdedarf ganz massiv daran hängt wer gerade wo ist und was tut, und entsprechend recht stark variieren kann.


Wenn man etwas mehr lüftet als man muss, verliert man aber auch nicht viel. Die Lüftung läuft ja sowieso. Da stellt sich denn die Frage, ob sich der Aufwand lohnt.

Zitat von HFrik Beitrag anzeigen

Ich habe Räume von 30m² bei denen der Luftbedarf zwischen fast 0 und 1200m³/h variiert. (Nicht Wohnung). Das macht man nicht statisch. [...]


Anderer Anwendungsfall.

Verfasser:
Fritzli
Zeit: 07.12.2018 16:20:33
0
2716644
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
@OldBo
Es sitzen schon recht clevere Leute bei den Herstellern. Die fallen da garantiert nicht darauf herein, sondern sehen viel Potenzial da gut Geld verdienen zu können.

Grüße Nika


Die sind clever genug zu wissen, dass dumme Enduser auf das Gedöns herein fallen und sie damit Geld verdienen können. Macht die Sache aber nicht besser.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.12.2018 18:02:14
0
2716693
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
@OldBo
Es sitzen schon recht clevere Leute bei den Herstellern. Die fallen da garantiert nicht darauf herein, sondern sehen viel Potenzial da gut Geld verdienen zu können.

Grüße Nika

Okay, genauso meinte ich es. Habe mich wohl ein wenig falsch ausgedrückt.

Aber für besondere Anwendungen oder zu Testzwecken würde ich mich für solche Lösungen auch begeistern können.

Verfasser:
vscope
Zeit: 11.12.2018 14:28:54
1
2718180
Ich habe bei uns im Haus die Lüftung auch nachträglich selbst eingebaut.

Habe eine defekte Pluggit 450 gebraucht gefunden für 200€
Da waren eigentlich nur die Luftdrucksensoren verstopft.
(Habe aber dann als Fleißaufgabe die komplette Steuerung CO2 geführt mit einem WIFI fähigen Microcontoller nachgebaut)

Als Luftkanäle habe ich einen nicht verwendeten 180er Kamin für Zu / Abluft verwendet.
Dieser führt vom Keller ins EG und weiter ins OG.
Im EG und OG ein 125er Loch ins Kamin Rohr.
Zwischen Keller und EG ein 125er Alu Rohr in den Kamin eingezogen.
Über dieses Alu Rohr wird die Abluft aus dem EG in die Pluggit im Keller gesaugt.
Zuluft dann außen ums Rohr herum im Kamin rauf ins OG.

Das ganze funktioniert mit geöffneten Türen sehr gut.
Ist natürlich nicht die perfekte KWL hat aber auch alles zusammen nur 400€ gekostet.
Effizienz bei gemessenen 80-86%. (ABL ZUL AT)
C02 selten über 1200ppm. Luftfeuchtigkeit um die 40-45%.
Stromverbrauch niedrig da wenig Leitungsverluste bei 150m3/h 36 Watt ,100m3/h 22 Watt.

Also KWL kann auch günstig sein :)
Ich würde sagen meine KWL hat sich bald einmal amortisiert.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.12.2018 17:07:01
0
2718246
Zitat von Fritzli Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Wobei sich dann die Frage stellt, warum man das sollte.

Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Wenn man etwas mehr lüftet als man muss, verliert man aber auch nicht viel. Die Lüftung läuft ja sowieso. Da stellt sich denn die Frage, ob sich der Aufwand lohnt.

Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Anderer Anwendungsfall.

Umluft - aber weniger Fort und Frischluft - das ermöglicht mehr heizen / kühlen über die Luft, und weniger Lüftungsverluste über Zu- und Abluft, besonders wenn gerade keiner im Haus ist.
Es wird auch regelungsseitig einiges einfacher wenn man die Lüftung einzelner Räume und die Gesamt Zu- und Abluft voneinander entkoppelt. Es ist sonst schwieriger ohne teure Klappen die Luftzufuhr einzelner Räume zu erhöhen - entsprechdn der wechselnden Nutzung - und in anderen Räumen zu reduzieren bzw gleich niedrig zu bleiben. Ein Optimierungsproblem, das sich mit umluft und dem Auftrennen des Systems an einer Stelle widerspruchsfrei lösen lässt.

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 11.12.2018 18:59:09
0
2718304
Es wäre sowieso mal an der Zeit, über die Größen der heute leider üblichen Wohnflächen zu reden. Mindestens zwei Bäder für Eltern und Kinder, dann noch je eines für die beiden Gästezimmer, das Gästeklo im riesigen Hausflur natürlich nicht vergessen, ...

Man könnte sich viele Probleme sparen, würde man sie nicht erst erschaffen.

Dekadenz eben.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 11.12.2018 21:08:28
0
2718374
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Fritzli Beitrag anzeigen
[...]

Umluft - aber weniger Fort und Frischluft - das ermöglicht mehr heizen / kühlen über die Luft, und weniger Lüftungsverluste über Zu- und Abluft, besonders wenn gerade keiner im Haus ist.[...]

Damit kommt man aber schon in den anspruchsvollen Bereich der Lüftungstechnik. Hier braucht man dann z. B. eine Mischluftkammer mit entsprechender Regelung und eine aufwendigere Kanalnetzberechnung.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 11.12.2018 21:14:22
0
2718377
Zitat von Phil a.H. Beitrag anzeigen
Es wäre sowieso mal an der Zeit, über die Größen der heute leider üblichen Wohnflächen zu reden. Mindestens zwei Bäder für Eltern und Kinder, dann noch je eines für die beiden Gästezimmer, das Gästeklo im riesigen Hausflur natürlich nicht vergessen, ...

Man könnte sich viele Probleme[...]

Na, höre ich hier etwa Neid? Aber richtig, es wird in der Regel viel zu groß bzw. aufwendig gebaut. In vielen Fällen reicht ein Mini-Haus ;>))

Verfasser:
HFrik
Zeit: 11.12.2018 23:41:38
0
2718415
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]

Damit kommt man aber schon in den anspruchsvollen Bereich der Lüftungstechnik. Hier braucht man dann z. B. eine Mischluftkammer mit entsprechender Regelung und eine aufwendigere[...]

Wenn man in den Zulufträumen mitels Lüftern die Luft aus den Zuluftrohren zieht - geregelt durch die Luftgüte des jeweiligen Raums, und die Gesamt auszutauschende Menge über die Güte der gesamt-Abluft regelt, sollte statt komplizierten Klappen an der Mischluftkammer eine einfache Öffnung zum Überströmbereich völlig ausrreichen, wenn man das Haus sonst mit Zuluft, Überström und Ablufträumen auslegt. Ich weis, der Aufbau steht so nicht im Lehrbuch....

Verfasser:
cletus
Zeit: 13.12.2018 10:53:05
0
2719012
Zitat von vscope Beitrag anzeigen
Ich habe bei uns im Haus die Lüftung auch nachträglich selbst eingebaut.

Habe eine defekte Pluggit 450 gebraucht gefunden für 200€
Da waren eigentlich nur die Luftdrucksensoren verstopft.
(Habe aber dann als Fleißaufgabe die komplette Steuerung CO2 geführt mit einem WIFI fähigen Microcontoller nachgebaut)
[...]
Also KWL kann auch günstig sein :)
Ich würde sagen meine KWL hat sich bald einmal amortisiert.


400€ für die komplette KWL inklusive aller Verrohrungen?

Ich möchte nicht fragen, wie viele Stunden du da investiert hast.

Aber wie ich schrieb: Deine Arbeitszeit ist nicht kostenlos - und ein "Normalo" kann das, was du da geleistet hast, nicht selber machen.

Das ist für dich ein Hobbyprojekt, du hast das gemacht, weil du Spaß daran hast und weil du vielleicht auch etwas über Mikrocontroller und/oder Regelungstechnik lernen wolltest - und das finde ich cool!

(Mein Post bitte nicht isoliert betrachten, sondern im Kontext des Threads: Dem Threadersteller ging es gerade darum, mit einer KWL nichts zu tun zu haben und trotzdem Geld zu sparen.)

Verfasser:
cletus
Zeit: 13.12.2018 10:58:15
0
2719014
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
[...]

Wenn man in den Zulufträumen mitels Lüftern die Luft aus den Zuluftrohren zieht -


Und dann hast du 16 zusätzliche Lüfter im Haus, die alle gegeneinander arbeiten und Lärm machen?

Besitzt du schon eine eingeregelte KWL?

Bei meiner musste ein Techniker erstmal die Luftströme messen und sicher stellen, dass Zu und Abluft gleich ist - das müsste deine Technik schon einmal dynamisch hinbekommen - kaum möglich. (Du kannst nicht einmal für jeden zusätzlichen Zuluftlüfter einen Abluftlüfter zuschalten, du musst auch betrachen, wie viele Lüfter gerade laufen und die Differenzdrücke sehen.)

Dazu hast du ein weiteres Problem: Luft geht den Weg des geringsten Widerstandes: Du wirst die Luft nicht von außen über die Filter ziehen, sondern aus den Räumen, die gerade nicht belüftet werden - damit ziehst du dir Raumstaub in die Rohre - tolle Idee.

Die Lüfter selber werden nur recht klein sein können wegen des Platzes - und zwischen Lüfter und Raum wird kein Platz mehr für ein Schalldämpfer sein, also hast du auch noch ein Geräuschproblem.

Last but not least: Eine Reinigung der Lüfter gleicht einer Mammutaufgabe.

Ich frage mich wirklich, ob du bereits Erfahrung mit einer KWL hast oder das gerade ein lustiges Hirngespinst ist.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 13.12.2018 11:54:51
0
2719041
Also - wenn Du mal etwas genauer liest, und eine länger Weile nachdenkst, dann fällt Dir vielleicht auf dass es geanu, um diese ganze viele Einregelungsproblematik bei variablem Luftbedarf der Zulufträume - und auch variabler Abluft es die Öffnung für die Umluft geht, die eben genau diese ganze Regelungsproblematik eliminiert.
Egal wie wenig oder viel Zuluft da gerade gebarucht wird, den Abgleich der übrigen Anlage kann das nicht durcheinander bringen. Die kann sich dann darauf konzentrieren die Luftgüte summarisch im Haus gut zu halten, und so die Wärmeverluste über die Lüftung zu minimieren.

Wie staubig deine Räume aussehen wenn man da -mit Lufgeschwindigkeiten unter 1m/s im Worst Case sowie unter der Decke - schon Staub ansaugt möchte ich besser gar nicht wissen.
Da aber in der Regel jeder Raum noch eine Restlüftung haben sollte, sollte dieser Fall nicht auftreten. (Tritt er auf, wird der raum zum Überstromraum, wie z.B. sonst Flure und andere Räume - musst Du dort regelmässig Staub schaufeln gehen? Spass beiseite - es gibt da kein relevantes Problem.)

Ist aber eben ein grundlegend anderer Ansatz. Ansonsten befasse ich mich beruflich auch mit Lüftungsanlagen.

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