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Wärmeerzeuger, Hausautomation, Sensorik, Effizienz und ähnliches
Verfasser:
martinwall
Zeit: 05.01.2019 01:09:57
0
2730094
Hallo an alle Interessierten,

vorweg gleich mal am Thema vorbei: Hier lesen ja auch Hersteller mit. Deshalb gleich mal 2 Wünsche.
1. Die Hysterese der WW – Bereitung hat in der Fachmannebene genau so wenig zu suchen wie die Einstellungen zur Heizkurve.
2. In der heutigen Zeit sind Dinge wie: stellen sie Adresse xy auf den Wert z ( wobei z ein abstrakter Wert ist ) nicht mehr Zeitgemäß. Besser ist eine Klartextanzeige des Menüpunktes, z.B. Hysterese WW – Bereitung und ein entsprechender Wert, z.B. 10k.

Ohne die passende Sensorik ist eine moderne Heizzentrale nicht optimal zu betreiben. Dabei sind wir alle aufgefordert, unsere Wärmeerzeuger möglichst effizient zu betreiben. Ich selbst habe das nur geschafft, indem ich zusätzliche externe Sensoren installiert habe.
Um einen minimalen Überblick über seine Anlage zu erhalten benötigt man mindestens die Sensorik für VLT, RLT, AT, Pumpenstufe, Speicherfühler oben und unten, Verbrauchszähler und optional Volumenstrom. Das Alles mit offenen Schnittstellen. Z.B. ein Webinterface, allerdings ohne Herstellerportal. Für zusätzlichen individuellen Einfluss auf die Anlage sind Eingänge mit offen gelegten Standards notwendig.
Was meint ihr?

Grüße

Verfasser:
Pxxxxxxxxxxxxxxo
Zeit: 05.01.2019 01:36:16
0
2730097
Hallo,

zu Punkt 1 und 2 - dann könnte aber die ganze Materie ihre Mystik verlieren und der eine oder andere HB wird weniger Aufträge erhalten.
Schlimmer noch: eine gut eingestellte Heizung hält viel länger - da sind die Umsätze einer ganzen Branche gefährdet!
Das muss unbedingt vermieden werden!

Ironie aus ;))

Gruss PeSo

Verfasser:
martinwall
Zeit: 05.01.2019 01:52:43
0
2730098
Zitat von Pxxxxxxxxxxxxxxo Beitrag anzeigen
Schlimmer noch: eine gut eingestellte Heizung hält viel länger - da sind die Umsätze einer ganzen Branche gefährdet!
Das muss unbedingt vermieden werden!

Ironie aus ;))


Da hast Du schon Recht. Aber glaubst Du nicht, unsere Kinder und Enkel haben auch ein Anrecht auf eine energetische Zukunft? Ich bin jetzt kein Umweltaktivist, aber wer setzt sich schon einen ganzen Tag in den Keller um zu schauen ob der WE taktet? Oder warum?

Grüße

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 05.01.2019 11:10:58
0
2730179
Zwei Punkte welche mir dazu einfallen:

1.) Welchen technischen Zugang hat der Endnutzer zu seiner Anlage? ist er halbwegs technisch affin oder will er es jetzt oder morgen um 16:00 einfach nur "warm haben"!!

2.) Ohne jetzt einen Hersteller zu präferieren, aber schau einmal die Produkte von TA (www.ta.co.at) an und die einfache Zugänglichkeit aller relevanten Parameter auch übers net. Der Planer / Anlagenerrichter muß natürlich auch was verstehen und mit dem Kunden besprechen, alles ist möglich und alles ist zugänglich (sofern freigegeben) wenn es dem Nutzer zumutbar ist!

Es sei hier allerdings auch darauf hingewiesen, dass fehlerhafte Einstellungen ob bewusst oder unbewusst so manches Gerät voll gegen die Wand fahren kann und so schwerste Anlagenschäden vorgegeben sind.
Und ab dann gehts richtig los, denn hintennach ist es natürlich keiner gewesen und vor Gericht argumentiert der Kunde natürlich auf "ahnungsloser Laie" und verweist auf fehlende Sicherheiten seitens des Anlagenherstellers und wird warscheinlich Recht kriegen!

Hier die Grenze zu finden was man einem Endkunden "Freischalten" kann und was nicht ist ein Balanceakt ersten Ranges, ich verkaufe z.B. kaum mehr einem Kunden über 60 eine UVR16x2, denn an diesem sehr guten und vielseitigen Regler kann der der davorsteht von jedem Menüpunkt in jedem anderen springen und es ist unglaublich was dir Kunden erzählen wenn du sie am Telefon fragst was gerade am Bildschirm angezeigt wird (hinführen eines Kunden zu einer bestimmten Einstellung)!

Verfasser:
martinwall
Zeit: 05.01.2019 11:36:34
0
2730200
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Es sei hier allerdings auch darauf hingewiesen, dass fehlerhafte Einstellungen ob bewusst oder unbewusst so manches Gerät voll gegen die Wand fahren kann und so schwerste Anlagenschäden vorgegeben sind.
Und ab dann gehts richtig los, denn hintennach ist es natürlich keiner gewesen und vor Gericht argumentiert der Kunde natürlich auf "ahnungsloser Laie" und verweist auf fehlende Sicherheiten seitens des Anlagenherstellers und wird warscheinlich Recht kriegen!


Ich meinte auch eher Punkte wie Heizkurve oder WW - Temperatur. Die Fachmannebene soll auch eine solche bleiben. Für vermietete Objekte könnte man ja auch solche Einstellungen mit einem Schlösschen versehen. Aber den Zugriff generell verweigern?

Grüße

Zeit: 05.01.2019 12:02:54
1
2730213
Menupunkte und aufwendige manuelle Einstellung und Sensorik ist doch auch von gestern, wenn auch nicht von vorgestern.

In Zeiten von Smart-Home müsste schon lange jede Heizung eigentlich genau wissen wie warm es draußen ist (da braucht es nichtmal einen eigenen Sensor für) und wie warm es in jedem Raum ist und wie weit die jeweiligen Ventile geöffnet sind.

Genug um Heizkurve, Pumpenleistung etc.. völlig automatisch zu optimieren.

Wann wird WW gebraucht und wie viel muss wann nachgeheizt werden, könnte eine Heizung auch problemlos auswerten und Zeiten und Solltemperaturen automatisch nach Nutzergewohnheit optimieren.

Webinterface und Co. ist zum Spielen - also für mich genau richtig - eine schöne Sache. Aber im Grunde wollen doch sicher >95% der Nutzer einfach sparsam warm ohne sich da ständig drum kümmern zu müssen. Wie beim Auto, reinsetzen, fahren, einmal im Jahr zur Inspektion, fertig. Macht warm, verbraucht wenig, Heizi kommt einmal im Jahr zur Inspektion, fertig.

Bei manuellen Einstellungen wäre was ganz anderes sinnvoll: Größe WW-Speicher, Anzahl Personen, Vorjahresverbrauch, Heizkörper oder FBH - also alles Parameter die auch ein Laie kennt und eingeben kann - und die Heizung bastelt selber daraus halbwegs passende Einstellungen. Hysterese, VLT, RLT, ... mal ehrlich, welcher Laie soll sich denn damit befassen?

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 05.01.2019 13:13:08
0
2730242
Man kann (fast) jede moderne Heizungsregelung über einen Raumsensor (an geeigneter Stelle und richtig montiert!) dazu bringen dass sie sich an das Objekt mit der Heizkurve entsprechend selbst adaptiert, das ist heutzutage keine Hexerei mehr.

Dass sowohl Zeitprogramme und Sollwertstufen direkt und einfach vom Nutzer einstellbar sein müssen ist glaube ich auch bei den meisten Regelungen standard (ausgenommen Kromschröder Merlin, welche für mich das Musterbeispiel für schlechte Nutzerbedienoberfläche darstellt).

Der einfachste Bewertungspunkt für die "Nutzerfreundliche Bedienung" einer Heizungsregelung ist der, dass die Großmutter welche auf die Enkel aufpasst ohne großartige Einschulung die Raumtemperatur höher oder tiefer stellen kann und auch die Betriebsart von Tag auf Nacht ohne jeden Schnickschnack einfach umschalten kann.
Denn wenn man auf einem Smartphone oder irgend einem Touchscreen Bildschirm erst einmal ins "menü" einsteigen muß und dann den Heizkreis oder Raum auswählen muß, dann ist die Sache schon gelaufen (im negativen Sinn)!

Verfasser:
martinwall
Zeit: 05.01.2019 13:18:46
0
2730251
Zitat von Allesgenauwissenwollender Beitrag anzeigen
In Zeiten von Smart-Home müsste schon lange jede Heizung eigentlich genau wissen wie warm es draußen ist (da braucht es nichtmal einen eigenen Sensor für) und wie warm es in jedem Raum ist und wie weit die jeweiligen Ventile geöffnet sind.

Genug um Heizkurve, Pumpenleistung etc.. völlig automatisch zu optimieren.


Wir sind uns ja Einig, daß jedes Smartphone von heute einen ganzen Strassenzug von WE steuern und regeln könnte. Die Hersteller der Wärmeerzeuger sind da noch ein wenig hinterher.

Ich finde es trotzdem wichtig, daß der Nutzer des WE sich jederzeit einen Überblick über diese verschaffen kann. Na ja, wenigstens im EFH oder einer Mietsache mit eigenem WE. Wie sonst könnte er erkennen, daß das Teil immer noch suboptimal mit Werkseinstellung arbeitet? Wie sollte er erkennen, daß z.B. das Brennwertgerät gar nicht in den Brennwertbereich kommt? Der HB sagt es ihm nicht und der Schorni auch nicht. Können sie ja auch nicht.
Außerdem sollten Steuerungsmöglichkeiten von Aussen ( Stichwort Hausautomation ) heute zum Standard gehören. Man muss sie ja nicht nutzen.

Grüße

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