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Allgemeine Fragen zu Solarthermie bei mir
Verfasser:
Steffenkorsi
Zeit: 08.01.2019 13:11:15
0
2731879
Das mit dem Speicher läuft gut. Werde die Anlage auch noch vergrössern iegendwann. Ich sag mal so: je nach dem wie du wohnst und lebst reicht er durch die nacht oder nicht. Allerdings ist das ein ganz anderes prinzip wie ST. Allein von Anschaffungskosten, Finanzierung etc.

Da kommst mit 2000€ nicht weit. Und wann es sich lohnt ist auch so ne sache. Gibt es von sowas überhaupt sinnvolle Förderungen?

Wäre es eigentlich nicht sinnvoller bei ST einen separaten Puffer zu verwenden und dann die FB anschliesen.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 08.01.2019 13:40:20
0
2731896
rechnen wir mal pessimistisch eine 10kWp
Ost/West Anlage mit 750kWh/kWp*a
mit Anschaffungskosten von 12000€ netto.

Ertrag auf 20 Jahre 10kWp*750kWh*20*0,11
macht 16500€ in 20 jahren.
steuern nix ,da unter freibetrag von 410€/a
anteilige EEG Umlage nix, da beide Anlagen unter 10kWp

selbst mit einer Vollfinanzierung wird das nicht
viel schlechter..

die Anlage kostet also nix, sie bringt sogar noch
etwas ein.

Deine Überschüsse sollten in Wechselrichterlogging einsehbar sein, grob verdoppelt, dann sieht man, wie viel man "verheizen" kann.

was soll man mit noch mehr Puffer?
PV sollte man jetzt erweitern, die Vergütung sinkt,
die Preise werden kaum besser.

Verfasser:
Steffenkorsi
Zeit: 08.01.2019 21:13:25
0
2732127
Also das mit der Wärmepumpe und der PV kommt nicht in Frage. Bevor ich PV für ne Wärmepumpe nehmen und dazu noch Warmwasser erzeuge, werde ich die nächste PV nehmen für den normalen Strom. Das stand auch niemals zur debatte bzw hat mit dem Thema - siehe erster Beitrag - nix zu tun.

Leider war auch keiner der Wärmepumpen Lobbyisten bereit mir zu beantworten woher denn der ganze Strom kommen soll.

Wir bereits erwähnt habe ich mit Kältetechnik und Kühlanlagen im größen Stil zu tun.

Der Gedanke war ob man mit ST zum einen im Sommer Warmwasser erzeugen kann, so das kein extra aufjeizen notwendig ist, zum anderen als HT vorallem zur Übergangszeit bzw auch im Winter.


Der Gedanke mit einem Seperaten Puffer kommt aus dem Bereich der Kühltechnik und wird bei großen Systemen zum Teil angewendet. Ich habe mit den Kollektoren einen Erzeuger, dieser Wärme erzeugt, jedoch nicht allzu hoch. Mit der FB habe ich aber auch einen Verbraucher dem niedrige Temperatur reicht. Wenn ich einen seperaten Puffer habe, kann dieser immer direkt mit Wärme versorgt werden durch die Kollektoren, auch wenn der Schichtspeicher noch zu warm ist. Als erstes wird immer dieser Puffer auch zum heizen durch die FB genommen, dann wird umgeschaltet auf den Schichtspeicher. Dadurch wird ausgeschlossen, dass durch das Heizen mit dem Holzofen der Schichtspeicher eine höhere Temperatur hat, wie die Kollektoren erzeugen.

Wie erwähnt: Es gibt eine Holzheizung die manuell befüllt werden muss. Deswegen die ST zur erleichterung

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 08.01.2019 22:12:53
0
2732163
Zitat von Steffenkorsi Beitrag anzeigen
Also das mit der Wärmepumpe und der PV kommt nicht in Frage. Bevor ich PV für ne Wärmepumpe nehmen und dazu noch Warmwasser erzeuge, werde ich die nächste PV nehmen für den normalen Strom. Das stand auch niemals zur debatte bzw hat mit dem Thema - siehe erster Beitrag - nix zu tun.

Leider war auch keiner der Wärmepumpen Lobbyisten bereit mir zu beantworten woher denn der ganze Strom kommen soll.


1. Ich bin kein Lobbyist, sondern nur jemand der ein KfW55-Haus mit WP und PV-Anlage besitzt. Ich bin auch nicht in der SHK-Branche tätig, sondern im Staatsdienst. Nur mal so.

2. Ja du kannst eine STA-Anlage einbauen.

3. Statt STA eine WP-PV Kombination einzubauen, wird billiger sein und gleichen Komfort generieren.

4. Nur eine PVA wird (vermutlich) noch wirtschaftlicher sein, allerdings war das ja nicht dein Hauptproblem.

5. Der restliche Strom für die WP käme aus der Steckdose. Sofern du die WP nicht sperrst, wenn nicht genügend PV-Strom anliegt. Dann feuerst du eben mit Holz.

6. Der solare Deckungsgrad wird bei der PV-WP-Kombination bedeutend höher sein, als bei der STA-Variante.

----

Das ist auch weitgehend unstrittig und auch schon zig mal dir und anderen vorgerechnet worden. Manche neben das an, andere nicht. Du willst eine STA. Das ist völlig okay. Aber diffamiere die Leute hier nicht als Lobbyisten, nur weil dir die Rechnung nicht gefällt, während dir die STA-Fans ihre Rechnung aus guten Gründen noch nicht mal vorlegen.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 08.01.2019 22:48:33
2
2732185
der "ganze" Strom für die kleine WP
(wir reden hier von ~1kW el/ 5kW th)
kommt Problemlos min. 6 Monate im Jahr
von der PV.

Warum sollte eine PV von 50m² mit Wirkungsgrad 20% + WP mit COP 3 -> Systemwirkungsgrad 60%
weniger Wärme liefern können als 10m² STA mit ~50%?

Der Komfortgewinn eines Wärmeerzeugers, der nicht alle paar Stunden überprüft werden muss: unbezahlbar.

Du willst Steinzeittechnik:
nur zu, funktioniert alles irgendwie, ist mit deinen Rahmenbedingungen nur ziemlicher unfug.

Deine Puffer werden im Sommer voll und
im Winter immer leer sein, vorausgesetzt man heizt "taktisch" sinnvoll und hat ein Systemkonzept.

Das schöne mit einer WP ist: sie heizt nur nach Bedarf, zur Not auch mal (zum Teil) aus dem Netz.

Verfasser:
cleodor
Zeit: 09.01.2019 00:02:17
2
2732201
... und wieder ein Faden wo das ST Thema auf PV umgemünzt wird...

Verfasser:
macgyver73
Zeit: 09.01.2019 00:10:19
0
2732202
Faszinierend, wie die PV-WP-Monokulturverfechter glauben, irgendeine Schlacht schlagen zu müssen, während in Österreich einige Städte und Gemeinden ohne Strom dastehen. Irgendwie erscheint mir zumindest eine bivalente Lösung mit Holzofen krisensicherer.

Ich weiß ja nicht, wie es in euren Heimatregionen wettertechnisch aussieht. In meiner Heimat ist etwa alle 10-12 Jahre richtig ordentlicher Winter. Da hilft dann weder Solarthermie noch Photovoltaik, aber ein Holzofen, eine Gastherme oder ein Ölbrenner. Die Luftwärmepumpe würde in solchen Zeiten durch den E-Heizstab ersetzt und verbrennt den finanziellen Vorteil der PV-WP-Kombination.

Nordlichter dürfen natürlich ihre Wärmepumpen weiter bauen und betreiben...

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 09.01.2019 00:40:39
0
2732205
Zitat von macgyver73 Beitrag anzeigen
Da hilft dann weder Solarthermie noch Photovoltaik, aber ein Holzofen, eine Gastherme oder ein Ölbrenner.


In meiner Heimatregion brauchen die Gasthermen oder Ölbrenner leider Strom um zu funktionieren. Das heißt winterbedingte Stromausfälle führen leider hierzulande auch zum Ausfall der Heizungsanlage. Das kommt aber ohnehin sehr selten bei uns vor.

Extrem kaltes Wetter ohne Stromausfall juckt meine Erdwärme-WP relativ wenig, freut aber die PVA. Wie Februar letztens Jahres, da habe ich noch >400kwh eingespeist.



P.S. Wo war doch gleich noch die Rechnung die die wirtschaftliche Überlegenheit der STA ggü. PV(+WP) belegt. Muss ich wohl übersehen haben.

P.P.S. Grüße aus den Norden ;-)

Verfasser:
macgyver73
Zeit: 09.01.2019 01:16:29
2
2732207
@Nicole4711
Die elektr. Anschlussleistung meiner Gastherme von 120 Watt würde ich mit meiner Mikro-PV-Inselanlage und Sinuswechselrichter tatsächlich für einen Notbetrieb noch abdecken können. Netztrennung in einem solchen Betriebszustand versteht sich von selbst. Ansonsten haben in unserer Familie traditionell Häuser einen Küchenherd für Holz/Kohlefeuerung - ganz analog und ohne Strom. ;)

Du darfst gerne deine Wirtschaftlichkeitsrechnung einschließlich der Ersatzinvestitionen für Komponenten wie Wechselrichter, Erdkollektor/-sonden-Pumpe nach VDI 2067 hier einstellen.
Du willst doch beweisen, dass deine PV-WP-Anlage wirtschaftlicher als Solarthermie ist. Wie sichert sich der PV-Anlagenbetreiber gegen mögliche, zukünftig kommende Abgaben wie zum Beispiel für Netznutzung ab?
Wie erledigst du die Desinfektion mit deiner Wärmepumpenanlage bei tatsächlichem Legionellennachweis?

Ich erwarte gar keine Antwort, denn die Fragen muss jeder für sich beantworten. Im Laufe der Betriebszeit erfüllen sich die Erwartungen an eine Technik - oder eben nicht. Alle enttäuschten werden sich dann wieder von der Technik abwenden. Das war bei der ersten Wärmepumpenwelle in den 1980ern so. Vielleicht läuft es diesmal anders.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 09.01.2019 08:26:03
0
2732250
Zitat von macgyver73 Beitrag anzeigen
@Nicole4711
@Nicole4711
Die elektr. Anschlussleistung meiner Gastherme von 120 Watt würde ich mit meiner Mikro-PV-Inselanlage und Sinuswechselrichter tatsächlich für einen Notbetrieb noch abdecken können. Netztrennung in einem solchen Betriebszustand versteht sich von selbst. Ansonsten haben in unserer Familie traditionell Häuser einen Küchenherd für Holz/Kohlefeuerung - ganz analog und ohne Strom. ;)



Einen Beitrag weiter oben hieß es noch, dass PVA nichts bringen. Jetzt soll plötzlich eine Mikro-PV-Inselanlage (wieviel kwp?) plötzlich bei Stromausfall durch Winterunwetter 120Watt bringen. Konsistenz in der Argumentation ist für mich etwas anderes.

Zitat:



Du darfst gerne deine Wirtschaftlichkeitsrechnung einschließlich der Ersatzinvestitionen für Komponenten wie Wechselrichter, Erdkollektor/-sonden-Pumpe nach VDI 2067 hier einstellen.



Bei der PVA muss nicht nur 1, 2 oder 3 Wechselrichter kaputtgehen damit sich das nicht rechnet.

Eine Bohrung ist auf wie viele Jahre ausgelegt?

Zitat:


Du willst doch beweisen, dass deine PV-WP-Anlage wirtschaftlicher als Solarthermie ist. Wie sichert sich der PV-Anlagenbetreiber gegen mögliche, zukünftig kommende Abgaben wie zum Beispiel für Netznutzung ab?
Wie erledigst du die Desinfektion mit deiner Wärmepumpenanlage bei tatsächlichem Legionellennachweis?



FUD

Wie sichert sich eigentlich der STA-Betreiber gegen eine Sonnensteuer ab? Ließe sich ja via Auswertung der Förderanträge Google.Maps auch organisieren...

Leigionellen -> FUD

Zitat:

Ich erwarte gar keine Antwort, denn die Fragen muss jeder für sich beantworten. Im Laufe der Betriebszeit erfüllen sich die Erwartungen an eine Technik - oder eben nicht. Alle enttäuschten werden sich dann wieder von der Technik abwenden. Das war bei der ersten Wärmepumpenwelle in den 1980ern so. Vielleicht läuft es diesmal anders.


Du bist bei weitem nicht der erste hier im Forum der meinte, dass z.B. Gas/STA-Anlage günstiger gewesen wäre. Es gibt hier im Forum genug Stellen wo ich das bereits detailliert u.a. maja vorgerechnet habe.

Wie oft wurde seitens der STA-Fraktion denn eine Amortisationsrechnung für die STA vorgelegt? Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich darum gebeten habe. Sie kam noch nie. Und sie wird auch in diesem Thread nicht kommen. Ob das daran liegt, weil die STA-Fans nicht rechnen können oder gerade weil sie rechnen können sei dahingesellt.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 09.01.2019 09:13:23
0
2732267
@macgyver73

der TE betreibt eine Stückholzheizung und eine 10kWp PV in einem kfW55 "Neubau"

wo ist da eine Solarthermie eine sinnvolle Ergänzung? wenn die Heizperiode beginnt
sind kaum noch Erträge erzielbar, eine kleine
WP dagegen kann aus einer 20kWp PV jedoch
sehr hohe Deckung erzielen und sorgt dafür, dass
man wirklich nur in der Kernheizzeit Holz verbrennen muss.

Das wird hier eine reine WW Thermie und
jede kleine Lücke muss in der Übergangszeit
mit Stückholz gefüllt werden und bei Frost
ist man an die Hütte gebunden, weil regelmäßig geheizt werden muss. Und das im Jahr 2019.

Der TE hat schon einen einige unsinnige Entscheidungen wie kleine PV mit Speicher statt
der offensichtlich möglichen 20+kWp
zu bauen. maximale Rendite für den Solarteur halt.

Bei einigen Beiträgen hier bekommt man den Eindruck, dass wir in 5-10 Jahren in einer dystopischen Zukunftsvision Leben sollen.

Der TE kann Anhang der täglichen Erträge
ja selber sehen, wie oft von März bis Oktober
genug PV Erträge verfügbar sind und diese
ggf. noch um eine Erweiterung skalieren.
Erträge unter ~20% der PV-Nennleistung würden
bei Thermie voraussichtlich nicht zu Ertrag führen.

Verfasser:
macgyver73
Zeit: 09.01.2019 19:28:55
2
2732602
Auch wenn das Thema längst durch ist:

@Nicole4711:
Kein Mensch sagt, das PV nichts bringt. Aus ästhetischen Gründen würde ich nicht überall und nicht die gesamte Dachfläche zupflastern. Das bleibt grundsätzlich jedem selbst überlassen.
Ich ziehe PV-Inselanlagen vor, weil ich damit keine echte Schnittstelle zum öffentlichen Netz habe und die Massen an Kleinstverbrauchern (einschließlich Beleuchtung) darüber betreiben kann. Das schließt ein zeitweises winterliches Nachladen aus dem Netz nicht aus.
Den Sprung von starkem Winter und Stromausfall in deiner Argumentation finde ich ebenfalls inkonsistent. Ich schrieb, dass in einem richtig ordentlichen Winter weder PV noch Solarthermie etwas bringt.
Antworten wie "FUD" kommen leider immer öfter, vor allem aus Kreisen, denen die Argumente ausgehen. Wer kein Problem mit Legionellen hat (auch wenn diese theoretisch auftreten könnten), kann das ja auch so vertreten. Andere bauen eine Frischwasserstation direkt an die WP und einfach einen geeigneten Durchlauferhitzer für die letzten Grad bis zur gewünschten WW-Temperatur.

Zum Thema Wirtschaftlichkeit:
Es gibt viele mögliche Lösungen und ich erlaube mir kein Urteil, welche tatsächlich wirtschaftlicher ist, obwohl ich vor vielen Jahren mit der Prognose von zukünftigen Gebäudebetriebskosten (Projektentwicklung) mein Geld verdient habe.
Die Entscheidung für oder gegen eine Anlagentechnik hat nicht nur etwas mit (theoretischer) Wirtschaftlichkeit zu tun.
Neben persönlichen Vorlieben, Erfahrungen und Ästhetik liegt für viele Häuslebauer, aber auch im professionellen Bereich das Risikomanagement ganz weit vorne.
Welche Risiken hat eine Gastherme oder Solarthermieanlage? Relativ überschaubare, denn da bewegt sich kaum etwas, der maximale Druck liegt bei 3 bar in der Solarthermieanlage, bisschen Gebläsemotor der Gastherme. Alles kein Hexenwerk, im schlimmsten Fall geht "nur" nichts.
Wie sieht es bei der Wärmepumpe aus? Ein Verdichter, idealerweise hermetisch dicht, fährt Druckdifferenzen bis 25 bar (oder mehr, je nach Kältemittel). Bei Defekt bleibt nur der Tausch. Handwerker mit Kältemittelschein und manche Kältemittel sind teurer als klassische Heiztechnik. Im schlimmsten Fall- bereits beim heutigen Arbeitgeber passiert - platzt ein Schauglas auf der Hochdruckseite. Die Kosten sind in solchen Fällen nicht das Thema.
Wie man das Risiko bewertet, darf jeder selbst entscheiden.
Zum Glück sind wir ein freies Land, in dem nicht einer die Marschrichtung vorgibt. Und nur der "Wettkampf" der besten Lösungen bringt eine Gesellschaft weiter, ansonsten scheitern wir wie die DDR.

Verfasser:
macgyver73
Zeit: 09.01.2019 19:41:52
0
2732609
@mdonau:

Der Bestandsbau hat einen Holzkessel und einen Pufferspeicher und erreicht trotzdem nur kfw55. Das könnte auf einen relativ schlechten Dämmstandard hindeuten. Vielleicht sind ja andere Maßnahmen -z.B. bessere Fenster oder KWL - noch weit wirtschaftlicher als jegliche Solarenergienutzung?

Der Puffer ist mit 2000 Liter gut bemessen für Solarthermie mit einer Frischwasserstation. Mit hochwertigen Solarkollektoren aus deutscher Fertigung könnte damit etwas mehr als nur das Sommerhalbjahr abgedeckt werden.

Bei 2000 Liter erscheint mir die Lücke in der Übergangszeit eher vernachlässigbar. Der TE weiß selbst am besten, wieviel Warmwasser er braucht und ob im Haus ein paar Frostbeulen ständig nach mehr Wärme schreien.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 09.01.2019 20:07:31
1
2732631
@macgyver

Bezüglich Stromausfall liegt möglicherweise ein Missverständnis vor. Du hattest von der Wetterlage in Österreich gesprochen und ich hatte dich dabei so (miss)verstanden, dass du mittels einer PVA-Inselanlage diesen aktuellen Stromausfall abdecken willst.

Und mit FUD meine ich einfach folgendes:

Meine PVA wird sich nur dann nicht rechnen, wenn wir das schlimmsten Worst-Case-Szenarien unterhalb von Meteoriteneinschlag und (Bürger-)Krieg annehmen: - ich muss plötzlich für den Netzzugang bezahlen; der Wechselrichter geht regelmäßig 1 Tag nach Ende der Garantie kaputt, vielleicht noch ein nichtversicherter Totalschaden der Anlage.

Eine STA rechnet sich hingegen nur im totalen Best-Case-Szenerio, wenn also die Energekosten massiv durch die Decke gehen, nix kaputt geht und dann noch die STA länger als 20 Jahre hält.

Und sorry. Ich finde das einfach völlig unseriös die abstrusesten schlechten Szenerien im Falle von WP-PV anzunehmen und auf der anderen Seite abstrus positive Annahmen für die STA zu machen.

Ich warne auch nicht immer vor dem Risiko einer Gasexplosion oder einer Rauchvergiftung beim Ofenbetrieb. Daran sind auch in Relation aber wesentlich mehr Menschen gestorben, als durch den "gefährlichen" Hochdruck bei einer WP.
Und das nenne ich einfach FUD. Nicht weil mir die Argumente ausgehen, sondern weil Risiken hier systematisch verzerrt werden.

Ich habe einen 180l WW-Speicher, der mit niedrigen Temperaturen gefahren wird, so dass Legionellen aufgrund des hohen Umschlages kaum ein Chance haben sollten, zusätzlich wird ab und zu bei PV-Abregelung eine thermische Desinfektion gefahren, d.h. zusätzlich der Heizstab aktiviert um maximal Temperaturen zu fahren.

Und ich glaube da mache ich schon wesentlich mehr, als eigentlich nötig ist.

Verfasser:
Steffenkorsi
Zeit: 09.01.2019 20:11:07
3
2732633
Es ist faszinierend was man durch eine Frage für eine Streiterei anfechten kann. !?!?!?

Nochmal: Wenn noch mehr PV kommt, dann für den Strom nicht WP und Warmwasser.

Wie erwähnt habe ich mit Kältetechnik zu tun. Eine Grundlage davon ist, das Kälte nur eine umgewandelte Form von Elektrischem Strom ist. Günstigere Kälte zu erzeugen, bedeutet im wesentlichen Strom zu sparen. Bei WP ist es genauso.

Seid Jahren wird der Strom immer teurer, dies wird in den nächsten Jahren sich auch nicht ändern. Hab da etwas von 2% im Kopf. Dazu steigt der Stromverbrauch im Haushalt auch.

Also wenn diejenigen, die sich eine WP hinstellen und diese mit PV betreiben und den Überschuss gegenrechnen dann ist das lobenswert. Dann ist die Anlage aber verplant. Somit wird der normale Stromverbrauch immer teurer.

Wie auch schon hier im Beitrag die Frage gestellt wurde von mir: Woher kommt der Strom für die ganzen WP - von der PV und der Steckdose. Nur wird der meiste Strom im Winter verbraucht -> wenig PV aktiv, viel Strom benötigt.

Also folglich behaupte ich kommt der Strom für die WP genau daher, wo auch der in der Kältetechnik herkommt; Atomkraftwerk, Kohlekraftwerk -> -> -> und in ein paar Jahren aus Atomkraftwerken aus dem Ausland.

Von daher ist die Ökologie einer WP fraglich.

Bei mir im Winter die Energie aus Holz, somit wird nur mehr Strom benötigt für ne Pumpe oder zwei

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 09.01.2019 23:17:02
0
2732756
Unbedingt Recht hast du damit, dass deine Energieversorgung (neben den Jenny-Häusern) wohl das ökologischste aktuell sein dürfte.

Das ändert aber nichts daran, dass eine WP zwar nicht mit deiner Variante mithalten kann, aber alles andere um Längen schlägt. Woher der Strom im Winter kommt ist ja nun leicht zu recherchieren. Ich spare mir das zum x.mal richtig zu stellen. Die Zahlen, Daten und Fakten sind da absolut eindeutig und mehr als einmal hier eingestellt worden.

Ich persönlich gehe nicht von massiv steigenden Stromkosten aus, weil:

- die Stromgestehungskosten steigen ja nicht
- die EEG-Umlage dürfte perspektivisch sogar sinken
- im politischen Raum wird eine Senkung der Abgabenlast bei Strom intensiv debattiert

und selbst wenn ich falsch liege:

Ich kaufe momentan etwa 3000kwh p.a. ein. Mehr Energiekosten habe ich nicht. Im Vergleich zu dem was ich an Tilgung und Zinsen zahle ist das ein Witz, insbesondere wenn man die Einspeisevergütung dagegenrechnet.

Und selbst wenn sich der Strompreis exorbitant steigen würde, kann ich mir immer noch ein Batteriespeicher einbauen. Vielleicht rechnet er sich ja dann.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.01.2019 23:40:03
0
2732769
Steffen, bau Dir die thermische Solaranlage und sei glücklich damit.
Du hast über keine der Argumente wirklich nachgedacht, denke ich,
sorry..

Aber trotzdem noch mal die Kurzversion:
1 m2 PV + Wärmepumpe bringt an Wärme etwa genau so viel, wie
1 m2 thermische Solaranlage, aber wenn der Warmwasserspeicher/
das Haus voll ist, lässt sich Strom, im Gegensatz zu Warmwasser
immer noch anders selber nutzen oder auf 20 Jahre zum Festpreis
verkaufen.
Während die thermische Solaranlage nur unnütz und material-
belastend vor sich hin köchelt, wenn der Bedarf gedeckt ist...

Grüsse

winni

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.01.2019 10:28:31
1
2732887
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Steffen, bau Dir die thermische Solaranlage und sei glücklich damit.


Und das wird er auch werden. Er muss sich nur klar machen, dass er damit kein Geld sparen wird - im Gegenteil.

Eine WP wäre in seinen Fall wirtschaftlicher gewesen, die schließt er aber aus. Dann bleibt natürlich nur noch die STA übrig, wenn ihm das Heizen mit Holz zu lästig ist. Da kann man natürlich drüber nachdenken, ob er sich dann nicht grundsätzlich für einen anderes pimäres Heizungssystem hätte entscheiden müssen. Das ist aber letztlich vergossene Milch...

Zeit: 11.01.2019 17:26:24
0
2733569
Hallo Steffen,
nicht alles was man vorschlägt, ist gleich Lobbyarbeit. Die Vorchläge sind sinnvoll. Die Entscheidung macht dir keiner streitig. Es geht nur darum, daß die Vorschläge besser zu deinem Haus und deinen ursprünglichen Prioritäten passen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Sonne zur Wärmegewinnung in dem einen Fall genutzt werden soll und in dem anderen Fall, bloß aufgrund einer Änderung der Technik, ein Tabu ist.

Ich empfehle eine Tasse Tee und dann in Ruhe sachlich und weniger gefühlsbeladen an die Sache heranzugehen.

Zitat von Steffenkorsi Beitrag anzeigen
Richtig: Aber genau das was du als Nachteil siehst, war eigentlich mein Vorteil; zumindest hab ich so gedacht - lasse mich aber gerne belehren.

Durch mein gut isoliertes haus habe ich eine kurze kernheizzeit. Da kann ich ohne probleme mit holz heizen.

Durch genügend ST[...]


Wir hatten hier neulich eine sehr ähnliche Situation:
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen:
Zitat von Andre1982 Beitrag anzeigen
[...]


Weil es nicht ganz leicht ist nachzuvolziehen, übersetze ich das nochmal:
1. Solare Deckung in kWh bestimmen.
2. Über die zugehörige Arbeitszahl die Strommenge bestimmen.
3. Strommenge mit Preis verrechnen
Da wir hier einen Mischpreis haben, kann man
a)[...]

Es folgen noch weitere Berechnungen um die Zahlen zu begründen.
Deine Situation ist recht ähnlich:
gute Dämmung, kurze Heizperiode, die STA ist im wesentlichen eine Trinkwasser-STA.
In der Beispielrechnung mit einer 10m² STA und Heizungsunterstützung kamen um 2000kWh solare Deckung heraus. Der Beschreibung nach wären bei dir die Rahmenbedingungen ähnlich, auch wenn zur genauen Bestätigung natürlich noch die Prüfung mit den eigenen Daten aussteht. Soviel zur ersten Orientierung. Die Methode ist einfach und offen beschrieben. Das selber zu prüfen ist also kein Problem.

Ein ähnliche solare Deckung mit WP+PV ist problemlos möglich. Es ist nur eine andere Technik!

Zitat von Steffenkorsi Beitrag anzeigen
Wie erwähnt: Es gibt eine Holzheizung die manuell befüllt werden muss. Deswegen die ST zur erleichterung.

Wenn das die Priorität ist, wäre ein kleine WP gerade bei Stückholzfeuerung (manuell) eine größere und zuverlässigere Hilfe. sie läuft ebnfalls solar gedeckt, kann aber auch ohne Sonne laufen. Das muß nicht, aber du hast die Wahl, wenn du mal nicht feuern kannst oder willst. Sie ist auch kostengünstiger in der Anschaffung. Das Ziel wäre mit weniger Invest erreicht. Du speist dafür dann weniger Strom ein, bzw müßtest mit dem Restgeld die PV etwas erweitern.

Zitat von Steffenkorsi Beitrag anzeigen
Es ist faszinierend was man durch eine Frage für eine Streiterei anfechten kann. !?!?!?

Nochmal: Wenn noch mehr PV kommt, dann für den Strom nicht WP und Warmwasser.

Wie erwähnt habe ich mit Kältetechnik zu tun. Eine Grundlage davon ist, das Kälte nur eine umgewandelte[...]


Das ist ganz einfach. Das ist überwiegend Warmwasserbetrieb und etwas Teildeckung im Winter. Mit WP+PV kann man ganau das auch in sehr ähnlichem Maße solar decken. Erst wenn die WP in größerem Umfang genutzt wird als die STA, stellt sich diese Frage. Und diese Nutzung ist optional.

Für den Fall gibt es einen eigenen Thread:
klick mich!
Du kannst also die PV erweitern anstatt STA zu kaufen. Das ist dann zwar "nur" ein bilanzieller Ausgleich für die Nutzung der WP über den solargedeckten Bedarf hinaus, aber wie gesagt, das ist auch eine optionale Betriebweise, eine Option die du bei STA nicht hast und bei WP+PV nicht nutzen mußt. Atomtrom ist gar nicht enthalten. Im wesentlichen geht es um eine zeitliche Verschiebung und keinen Mehrverbrauch! Verschoben wird ein Stromix überwiegend aus Kohle und Gas (aktuell ca 70/30), wobei sich der Mix zunehmend in Richtung Gas verschiebt. und wie gesagt, das ist kein Mehrverbrauch, keine Mehrbelastung für die Umwelt, sondern nur zeitlich verschobene Produktion, von Sommer auf Winter.

Die Alternative ist also wahlweise billiger und / oder hat noch mehr Solarertrag. Die Ablehnung scheint eher emotional als sachlich zu sein. Es ist natürlich deine Entscheidung. Technisch geht STA auch, sogar problemlos. Die Temperaturen sind kein Hindernis. Das geht automatisch. Sie hat aber fast immer ein schlechteres Kosten-Nutzen-Verhältnis. In Anbetracht der guten Dämmung besteht für die STA kaum eine Chance mitzuhalten.

Aber gut, wenn du STA willst, aus Entscheidung:

Da würde ich im Sommer Warmwasserbreitung fahren (was auch sonst) und im Winter vorrangig den Heizbedarf bedienen. Wenn der gedeckt ist, wird dann die Wärme nicht mehr abgenommen, die Temperatur steigt dann automatisch und man unterstützt dann mit dem "Überschuß" über den Heizbedarf und hohen Tempraturen die Warmasserbereitung.

Das wird aber wenig sein, da das bei dir dann Kernwinter ist. Daher wäre es normalerweise auch eine Überlegung, stattdessen nur eine Trinkwasser-STA zu nehmen (günstiger). Da du aber schon entsprechenden Puffer hast, ist die Ausstattung für die HU im Wesentlichen schon vorhanden.

Verfasser:
JoRy
Zeit: 11.01.2019 18:14:04
0
2733598
Die Kollegen haben oben schon einiges aufgezeigt.

Ein Neubau mit nur 230 m² ist kein KfW55 Haus, wenn es so eine hohe Leistung braucht !

Gruß JoRy

Zeit: 11.01.2019 18:45:22
0
2733612
Zitat von Steffenkorsi Beitrag anzeigen
Also wenn diejenigen, die sich eine WP hinstellen und diese mit PV betreiben und den Überschuss gegenrechnen dann ist das lobenswert. Dann ist die Anlage aber verplant. Somit wird der normale Stromverbrauch immer teurer.

Ich bin neugierig, was "verplant" bedeuten soll. Reserviert?
Eine STA ist exklusiv für den Wärmebedarf reserviert.
Die übliche STA kann nichts anderes.

Was ist schlimm daran, wenn der Teil der PV, den man anstatt der STA zusätzlich anschafft, anteilig für die WP reserviert? Man hat dann noch Strom zusätzlich. Das ist Strom, den man mit STA antatt eben jener PV nicht hätte.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 11.01.2019 20:49:23
3
2733652
Zitat von Steffenkorsi Beitrag anzeigen


Das Ziel war von mir immer zum einen Unabhängig zu sein und zum anderen eben auch wegen der Umwelt.

Bei mir ist es halt so: ich muss holz kaufen und aufarbeiten. Also steckt Arbeit und Zeit dahinter. Ausserdem fällt im Sommer bzw in der Übergangszeit das Feuer machen für Warmwasser weg.
[...]


Der TE verfolgt zwei Ziele:

1. mit der Sonne heizen

2. sich von der Brennholzbeschaffung entlasten.

Beide Ziele werden mit einer WP und PV Erweiterung am besten erreicht. Die größtmögliche Substitution von Brennholz durch UmweltEnergie (Sonne) erreicht er nur durch eine Wärmepumpe in Verbindung mit PV – Stromnutzung (Und kostenloser Umweltenergie -Wärme aus der Sonne – Luft oder Erde). Ganz nebenbei ignoriert der TE, dass im Winter oft auch erheblicher EE Anteil Strom von ca 40% (Tendenz steigend) im öffentlichen Netz ist und er keineswegs dann überwiegend mit Kohle und Atomstrom heizen würde. Die Holzbeschaffung würde sich auf wenige Wochen im Jahr, in denen die Tagesdurchschnittstemperaturen unter 0 °C liegen, reduzieren.

Eine halbwegs planbare „Entlastung“ hat er durch ST nur in der Nichtheizperiode. Danach Entscheidet das Wetter von Nov bis Februar, wann er wieder ran muss, er muss sich darüber immer Gedanken machen. Und es sieht so aus, als muss er zwischen November und Februar ziemlich oft ran. Wenn er Pech hat auch im Oktober und bis in den April hinein.

Der TE wird wahrscheinlich in den nächsten 20 Jahren auch mal ein Elektroauto haben und würde sich dann freuen, in der überwiegenden Zeit des Jahres eigenem PV-Strom tanken zu können.
Die selbst verbrauchte kWh Strom wird ihn vll so 12 ct Kosten, die Wärme über WP damit 3 Cent oder noch weniger. Die ST Wärme kostet > 5-10 ct pro kWh, wenn er eine Firma installieren lässt.

Aber der TE hat nun mal eine Aversion gegen Wärmepumpen. Da kann man nichts machen.
Deshalb wird er in Zukunft auch mehr Holz beschaffen, als er müsste. Sein Luxus.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 11.01.2019 21:01:01
0
2733653
Übrigens würde eine Wärmepumpe mit Arbeitszahl 4 mit Strom aus einer modernen BioGasanlage mit einem Wirkungsgrad zur Stromerzeugung von circa 35 % aus 1 Ster Holz Wärme wie ca knapp 1,4 Ster Holz machen, bei KWK noch mehr, nur mal so.

Im Stückholzkessel werden aus der Energie von einem Ster Holz allenfalls 70-90% Wärme.

So verstandene Autarkie vernichtet Ressourcen und führt zu Haltungsschäden.

Verfasser:
Koy406
Zeit: 12.01.2019 10:25:38
0
2733864
Hallo Steffen,

meinst du so etwas?????

Verfasser:
Koy406
Zeit: 12.01.2019 10:27:43
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Äh, wie kann man denn hier ein Bild von Paint einstellen?????

Aktuelle Forenbeiträge
onyx.dop schrieb: Herzlichen Dank für eure Antworten. Habe die Gute am Wochenende mal geöffnet und war verwundert, dass ich ohne Demontage diverser Verkabelungen und Platinen überhaupt nicht an das MAG hinkomme. Somit...
hotstone2000 schrieb: @Reggae Kala Jupp, aber mir wäre eine "Übergangslösung" für den ersten Moment (das HEISSE WETTER) wichtig. Der Service kommt sicher bald, aber wenn mir einer ne "Notlösung" hätte die mir ermöglicht die...
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