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Foren
Zukunft der Energiewende
Verfasser:
JoRy
Zeit: 09.01.2019 18:04:53
1
2732548
< https://www1.wdr.de/fernsehen/die-story/sendungen/wie-Energiekonzerne-den-Klimawandel-vertuschen-100.html >

In dieser Publikation wurde nachgewiesen, dass wir bei Fragen zum Klimawandel
olle Kamellen aufwärmen, die schon in den 60ern von den großen Ölkonzernen
untersucht worden waren, die mit diversen guten Wissenschaftlern längst den
Beweis für einen durch Menschen verursachten Klimawandel durch die von
Exon , Shell, BP u.s.w. verkauften Produkte nachgewiesen hatten.
Von diesen Fachleuten leben noch viele und deren Daten und Fakten existieren
noch und sie sind so wahr wie eh und je !

Dadurch ist auch bekannt, welche Unsummen die Mineralölkonzerne investiert
hatten um so viel wie möglich darüber zu wissen, um damit dann die in den 80er
und 90ern folgenden Lügenkampagnen organisieren zu können.
Daran beteiligt waren Bush sen und Bush junior für Exon....
Dazu laufen inzwischen in USA Klagen gegen diese Konzerne wegen vorsätzlicher Teuschung der Bevölkerung !

Aber doch nicht in Merkels Rechtsstaat , wo die Märkte es schon richten werden !

Wer dann hier ein "russischen Atomwissenschaftler" zitiert wird ,der ihm in den
90ern belegt haben will, es gäbe zum Klimawandel nur Vermutungen aber keine Tatsachen" ,
aber andauernd die dena als "wissenschaftlich" zitiert und andere die hier posten, die "Mehrheit von internationalen Wissenschaftlern bezweifeln , dass der Temperaturanstieg von Menschen verursacht sei und deshalb auch von Menschen nicht verhindert werden könnte, wenn es ihn denn gäbe...."
dann passt das zu AfD Verschwörungstheoretikern ,die in den Blogs von Lesch
ohne Ende versuchen Müll über ihn zu kippen.

Wenn dann die ehemalige Umweltministerin M. in 12 Jahren Regierung nur
"Pläne bis 2030 und 2050 ..." aufstellt und diese Ziele dann über die ganze Zeit
weit verfehlt, dann macht es auch Sinn die neuesten Erkenntnisse dieser Person
zu Diesel und NOx mit einzubinden, wie es oben geschehen ist.
Hier fragen ja keine gelben Westen, wo ihr Kohleausstieg denn gebleiben ist ??

Noch finden sich viel zu viele in D die einfach nicht glauben wollen, wie lange schon
und wie vorsätzlich dieses Weib die Wähler belogen hat.

Gruß JoRy

Verfasser:
jogi54
Zeit: 09.01.2019 18:11:31
1
2732552
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Das den großen Energieversorgern jede weitere Dezentralisierung der Stromerzeugung ein Dorn im Auge ist, liegt auf der Hand.

Das ist halt ein Frontalangriff auf das angestammte Geschäftsmodell von ehemaligen Gebietsmonopolisten, die weiter voranschreitender Dezentralisierung auf Dauer[...]


reg dich ab!!! Die Leitung zu deinem Haus gehört sehr wahrscheinlich keinem der großen Energieversorger....

Also
- zum Einen gibt es ja noch einfach Ingenieure, die sich tagtäglich darum bemühen, z.B. eine Müllverbrennungsanlage bezüglich Effektivität zu optimieren und am laufen zu halten..
- zum Anderen wirst du nicht bestreiten, dass es Dunkelflauten gibt - während denen du auch gerne Strom hättest.

Auch das hier schon mehrfach zitierte echte Null-Energie Mehrfamilienhaus aus der Schweiz kommt nicht umhin, P2G und Rückumwandlung in Strom neben der Batterieanlage zu haben.

Wenn du einen Vorschlag machen willst, wie du das Problem lösen willst, möchte ich das gerne mit dir diskutieren. Ich hatte das ja erstmal nur als Vorschlag zitiert, um aufzuzeigen, worüber sich andere Gedanken machen - damit wir solche Ansätze hier diskutiert werden können.

=> statt sich über Klimaleugner und ... die Köpfe einzuschlagen, damit werden keinerlei Probleme der Zukunft der Energieversorgung gelöst.

LG jogi

Verfasser:
gnika7
Zeit: 09.01.2019 18:53:09
0
2732578
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Wenn du einen Vorschlag machen willst, wie du das Problem lösen willst, möchte ich das gerne mit dir diskutieren. Ich hatte das ja erstmal nur als Vorschlag zitiert, um aufzuzeigen, worüber sich andere Gedanken machen - damit wir solche Ansätze hier diskutiert werden können.[...]

Wenn das Forum noch über die Vorschläge nachdenkt, sind Energieversorger und (lokale) Netzbetreiber bereits am machen. Wie schon paar mal erwähnt, ist da viel Musik drin, auch wenn man es von Außen nicht wirklich viel mitbekommt.
- Stichpunkte wäre Digitalisierung, Energie-/Lastmanagement und stärkere Vernetzung.
Sogar VW möchte da jetzt mitmischen.... Könnte Lustig werden...

Ich habe hier auch schon vor einiger Zeit ausgeführt, dass aufgrund der Verrechnungsweise der Kosten unter den Netzbetreibern sind diese Durchaus an dezentraler Energieversorgung interessiert, da einerseits die Risiken an die private Betreiber ausgelagert werden und andererseits die Gewinne für Durchleitung bei den Netzbetreibern hängen bleiben.

Grüße
nika

Verfasser:
Pxxxxxxxxxxxxxxo
Zeit: 09.01.2019 20:41:12
0
2732651
Hallo,

hier ein Zitat aus einem NDR-Bericht:

"Umschaltung klappte nicht

"Flensburg musste dunkel geschaltet werden, weil unsere Stromverbindung mit Dänemark gestört war", sagte Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, gegenüber NDR Schleswig-Holstein. Die Stadtwerke mussten nach seinen Angaben deshalb auf den sogenannten Inselbetrieb umstellen, die ausschließliche Versorgung durch das eigene Gasturbinenkraftwerk. Doch diese Umstellung klappte zunächst nicht sofort. "Wir haben mit der Frequenz Probleme. Deshalb können wir das Netz nicht hochfahren", erklärte der Stadtwerke-Chef am frühen Morgen."


Wie ich finde passt dieser Vorfall bestens zum Thema!
Im Radio war auch von Unterbrechungen in der Kühlkette die Rede...

Nur mal so zum Nachdenken....

Gruss PeSo

Verfasser:
gnika7
Zeit: 09.01.2019 20:52:26
5
2732661
Und was hat das mit Energiewende zu tun? Das ist das übliche Problem von Netzen und hat nix mit EE zu tun.

Solche und ähnliche Probleme gab es auch früher vor dem Ausbau der EE. Oder willst du sagen, wir sollten auf das Netz verzichten und gleich lokale Inseln bilden. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass dadurch die Versorgungssicherheit steigt.

Grüße Nika

Verfasser:
Pxxxxxxxxxxxxxxo
Zeit: 09.01.2019 21:09:21
1
2732675
Ich denke schon, dass das sehr sehr viel mit der Energiewende zu tun hat.
Wer das nicht begreift, oder nicht begreifen will, hat von den technischen Zusammenhängen keine Ahnung und blendet die Realität aus.

Mir ist auch klar, dass alles beherschbar wäre, die Frage ist jedoch: Was sind wir in der Lage und was sind wir bereit dafür auszugeben?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 09.01.2019 21:50:48
2
2732710
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]

Wenn das Forum noch über die Vorschläge nachdenkt, sind Energieversorger und (lokale) Netzbetreiber bereits am machen. Wie schon paar mal erwähnt, ist da viel Musik drin, auch wenn man es von Außen nicht wirklich viel mitbekommt.
- Stichpunkte wäre Digitalisierung,[...]


Ich arbeite ja gerade (freiberuflich) bei einem kommunalen kleineren Energieversorger, genauer Stromproduzenten.
Die sind da durchaus in manchen Bereichen sehr rege. Als Stichworte, GUD, Gasmotorenkraftwerk mit Fernwärmespeicher, Müllverbrennungsanlage die an +/- Sekundärregelleistung teilnimmt (Gegengewicht ist die Fernwärme), neg. Sekundärregelung von WKA, P2G Anlage, Notstromdiesel, die für pos. Regelenergie eingesetzt werden etc.

Dass VW erst jetzt darauf kommt, wundert mich ;-)

Bei den Netzbetreibern sieht das ja etwas anders aus, die sind bezüglich der Gewinne sehr streng reguliert und aufgefordert die Kosten zu optimieren - der Schuss geht leider ab und an nach hinten los (siehe Bahn). Das Produktionsrisiko haben die Netzbetreiber nicht, das sie nix produzieren.

Zudem bezahlen die Abnehmer und nicht die Produzenten die Durchleitungsgebühren, und, die Durchleitungsgebühren sind wiederum streng reguliert und der Gewinn gedeckelt. Ob der Strom dabei aus einem Braunkohlekraftwerk oder meiner PV kommt, spielt für die Netzbetreiber keine Rolle.

Leider haben das die allermeisten immer noch nicht verstanden :-(

LG jogi

Verfasser:
jogi54
Zeit: 09.01.2019 22:36:44
2
2732734
Zitat von Pxxxxxxxxxxxxxxo Beitrag anzeigen
Hallo,

hier ein Zitat aus einem NDR-Bericht:

"[i]Umschaltung klappte nicht

"Flensburg musste dunkel geschaltet werden, weil unsere Stromverbindung mit Dänemark gestört war", sagte Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, gegenüber NDR[...]



Hallo Peso,

Flensburg ist jetzt wirklich ein besonderes Netzgebiet, das, früher nur an einer leistungsschwachen 60kV Leitung zwischen Dänemark und "Deutschland" hing. Ich habe von 2005 - 2007 für die swf gearbeitet und habe mich schon damals gewundert, dass Flensburg so schwach ins Netz eingebunden war. Wir hatten damals das Problem, dass auch mit den besten (18poligen) Wechselrichtern 1MW Saugzüge nicht betrieben werden konnten - wir haben dann hydraulisch geregelte Antriebe gewählt (von Anfang an - wir haben die WR Lösung nicht ausprobiert...). Zwar gibt es wohl heute eine 150kV Leitung nach Dänemark - die Anbindung ans deutsche Netz scheint jedoch immer noch zu schwach sein, um einen Ausfall der Leitung nach Dänemark abpuffern könnte.

Zwischenzeitlich wurde die GUD gebaut, aber wahrscheinlich nie ausgetestet, wie der Ausfall der Leitung nach Dänemark ausgeregelt werden kann - kann ich ja einerseits auch verstehen.... wäre trotzdem mal sinnvoll gewesen.

Aus meiner Sicht ist da Flensburg, auch mit dem dann sehr kleinen Inselnetz, ein spezieller Fall, der nur mit einiger Optimierung ins Inselnetz schalten kann.

So was passiert ab und an und ist nicht wirklich tragisch, ich habe mal - abgesprochen - ganz Sri Lanka "schwarz" geschaltet (dass es passiert, war die Wahrscheinlichkeit 1:1 - 17 Mio Menschen für ne halbe Stunde ohne Strom - ok, von 14:00 - 14:30, sind die da damals auch eher gewohnt gewesen).

Das jetzt hoch zu bewerten, bedeutet gleichzeitig, wie abhängig wir vom Strom sind. Aber - wg. dem Stromausfall ist in Flensburg die Welt nicht untergegangen - die wirklich zu versorgenden Gebäude, wie z.B. Krankenhäuser hatten ihre Notstromdiesel und in ein paar Jahren werden die durch große Batteriestationen ersetzt werden.

mal ernsthaft - wie oft in deinem Leben hast du einen so umfassenden und dauerhaften Stromausfall erlebt???

keine Panik

LG jogi

Verfasser:
gnika7
Zeit: 09.01.2019 22:43:07
0
2732739
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]

Ob der Strom dabei aus einem Braunkohlekraftwerk oder meiner PV kommt, spielt für die Netzbetreiber keine Rolle.
[...]

Das ist in der Tat dem NB egal. Es ist jedoch ihm nicht egal, ob der Strom in sein Netz rein oder aus seinem Netz raus fließt. Letzteres ist ihm deutlich lieber.
Und ein Braunkohlekraftwerk ist üblicherweise nicht im Netz eines Netzbetreibers... Und da EE außerdem Vorrang hat, ist es für den NB auch blöd, wenn er immer negative Strombilanz ausweisen muss, weil sein Netz nur wenig EE bietet, und deshalb die anderen entsprechend bezahlen muss.

Grüße Nika

Verfasser:
jogi54
Zeit: 09.01.2019 22:55:49
1
2732746
Zitat von Pxxxxxxxxxxxxxxo Beitrag anzeigen
Ich denke schon, dass das sehr sehr viel mit der Energiewende zu tun hat.
Wer das nicht begreift, oder nicht begreifen will, hat von den technischen Zusammenhängen keine Ahnung und blendet die Realität aus.

Mir ist auch klar, dass alles beherschbar wäre, die Frage ist jedoch:[...]


@peso,

da hat Nika schon recht.

Und wenn du wirklich vom Fach wärst, würdest du so was nicht schreiben.

Ich will es mal so beschreiben - du erklärst dieses Ereignis zum Regelfall, obwohl es weniger wahrscheinlich ist, als dass dir bei Tempo 200 ein Reifen platzt. Zum einen fährst du wahrscheinlich seltenst 200km/h und noch seltener hattest du einen solchen Reifenschaden.

Zudem - ohne EEN mussten die Kraftwerke die volle Tages- Lastkurve nachfahren, heute übernimmt die PV die allermeiste Zeit einen großen Regelbedarf.

Nebenbei - ich bin seit 35Jahren in dem Geschäft, seit 25 Jahren als Freiberufler und habe mehrere Kraftwerke als Gesamtinbetriebnahmeleiter erfolgreich in Betrieb genommen (nix Terminverzug...).

Wenn du die Szene genauer betrachtest, wirst du festgestellt haben, dass vermehrt Gasmotorenkraftwerke gebaut werden, so 10 x 10MW, 30sec bis zur Synchronisierung, 60sec bis Volllast - Abwärme zur Fernwärmenutzung in Fernwärmespeicher. Soweit ich mitbekommen habe, will Flensburg sowas auch bauen.

LG jogi

Verfasser:
Pxxxxxxxxxxxxxxo
Zeit: 09.01.2019 23:37:50
1
2732766
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von Pxxxxxxxxxxxxxxo Beitrag anzeigen
[...]


...mal ernsthaft - wie oft in deinem Leben hast du einen so umfassenden und dauerhaften Stromausfall erlebt???
[...]

Hallo jogi,

da du so direkt fragst, erzähl ich´s.
Ich bin in einem Land aufgewachsen, das erst seit kurzem zur EU gehört.
Ja, ich habe schon häufiger erlebt wie es ist, wenn der Strom mal weg ist...
Es gab auch Phasen (Monate und tlw. auch Jahre) in denen der Strom nach dem Prinzip 3:1, oder auch 2:2 geschaltet wurde. Soll heißen: 3Std. gibt es Strom/1Std. gibt es kein Strom, bzw. 2Std. mit Strom/2Std. ohne Strom. Damals waren die Folgen nicht soo schlimm, hier in der heutigen Zeit wäre der Schaden verhehrend.
Der Grund damals war einfach fehlende Kapazitäten: 2 AKW- Blöcke konnten nicht termingerecht fertiggestellt werden (wenn ich mich nicht täusche).
Also so ähnlich wie hier , wenn wir erstmal Atom und Kohle abgeschaltet haben... ;-)
Und ganz so einfach lässt sich el.-Energie nicht quer durch Europa (oder auch durch die Welt) schieben, wie es sich einige hier vorstellen (und wie der Beispiel von Heute aufgezeigt hat)

Wie es also ist, wenn ALLES stillsteht, weiß ich besser als die meisten anderen hier.
Zudem bin ich gelernter Eli: hier (und drüben) - Probleme technischer Natur sind mir auch nicht unbekannt.

Ich befürworte durchaus auch den Umstieg auf EE, allein schon unabhängiger zu werden, aber ganz so einfach wird es eben nicht werden. Man muss es sich auch leisten können - wenn nicht wird die Akzeptanz leider schwinden :(

Die Entwicklung in Europa ist "besorgniserregend" - ich würde nicht darauf bauen, dass wir Sonnenstrom aus Italien bekommen, wenn hier der Wind nicht weht ;-)

Gruss PeSo

PS: Ich weiß auch wie es ist, vom rus. Gas abhängig zu sein - von deren Erpressung(sversuchen) könnte ich auch was erzählen...

Verfasser:
Pxxxxxxxxxxxxxxo
Zeit: 09.01.2019 23:44:02
0
2732771
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von Pxxxxxxxxxxxxxxo Beitrag anzeigen
[...]


@peso,

da hat Nika schon recht.

Und wenn du wirklich vom Fach wärst, würdest du so was nicht schreiben.

Ich will es mal so beschreiben - du erklärst dieses Ereignis zum Regelfall, obwohl es weniger wahrscheinlich ist, als dass dir [u]bei Tempo[...]

Zum Glück ist es noch kein Regelfall, warten wir´s ab und hoffen das beste ;)

Ich glaube nicht, dass Gasturbinen alleine ausreichen - und da wäre auch die Kosten- und die Abhängigkeitsfrage :(

Die Lösung wird wohl in einem Mix liegen: EE, Gas (meinetwegen auch Wasserstoff), sowie Wasserspeicherwerke, sowie und vor allem: mehr Flexibilität bei der Stromnutzung (preisbedingt)!

Gruss PeSo

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 10.01.2019 09:37:59
1
2732858
@jogi54

Und die letzte Dunkelflaute -also ein Zeitraum ohne Strom aus PV und/ oder WKA- war noch mal wann genau?

Das ist doch nichts weiter als ein Kampfbegriff der EE-Gegner, der immer wieder für Angstkampagnen verwendet wird.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 10.01.2019 10:47:29
1
2732899
Zitat von Pxxxxxxxxxxxxxxo Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]

Hallo jogi,

da du so direkt fragst, erzähl ich´s.
Ich bin in einem Land aufgewachsen, das erst seit kurzem zur EU gehört.
Ja, ich habe schon häufiger erlebt wie es ist, wenn der Strom mal weg ist...
Es gab auch Phasen (Monate und tlw. auch Jahre) in denen der[...]

Hmm - Flensburg hat nur gezeigt, dass die in D sonst angewendete Ausbauregel, dass jedes Gebiet aus zwei Richtungen voll versorgt werden kann, richtig ist, aber im Fall von Flensburg(noch) nicht eingehalten wurde. Es ist aber glaube ich dort auch eine 400kV Leitung in Planung, die das Problem eliminieren wird.
Und noch ein Tipp um die aktuelle Vernetzung ein wenig zu verstehen. Der "Normfehler" im europäischen Verbundnetz ist der Wegfall von 3 GW erzeugung, Netzberechung mit dem GUS-Netz (+Nord-Pool+UK) ergeben, dass in dem Fall die russischen Kraftwerke knapp ein GW hochregeln - durch die bestehenden Kopplungen erzwungen. (Und durch die weiteren Kopplungen dann die Chinesischen kraftwerke um einige MW, aber das wurde damals nicht gerechnet....)

Verfasser:
crink
Zeit: 10.01.2019 12:05:56
5
2732935
Moin,

schaun wir mal, wieviele Wochen es pro Jahr gab, die weniger als 25% Anteil an der Nettostromerzeugung EE-Strom hatten (Quelle Energy-Charts):
- 2014: 11 Wochen mit Dunkelflaute
- 2015: 5 Wochen
- 2016: 5 Wochen
- 2017: 3 Wochen
- 2018: 0 Wochen

Das gleiche Spiel mit weniger als 30% EE-Strom:
- 2014: 27 Wochen
- 2015: 16 Wochen
- 2016: 14 Wochen
- 2017: 7 Wochen
- 2018: 2 Wochen

Wobei die Stromerzeugung aus Biomasse in der Realität flexibler ist als bei den Energy-Charts abgebildet ist und die Nettostromerzeugung seit 2015 wöchentlich saldiert immer über dem Nettostromverbrauch liegt. Die Dunkelflaute verliert ihren Schrecken.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
delta97
Zeit: 11.01.2019 21:27:34
0
2733670
Interessant ist, was mit den Meeren so geschieht.
Temperatur ? Meeresspiegel ? Niederschläge ? Wirbelstürme ?

Der CO2 Ausstoss geht ja munter weiter, also .. Gruss delta97

www.nzz.ch/../erwaermung-der-ozeane-bloss-unten-bleibt-es-kalt..
http://www.kaltesonne.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung

Verfasser: jogi54
Beitrag entfernt. Grund: Verletzung der Netiquette (siehe Forumsregeln)
Verfasser: crink
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 13.01.2019 10:47:10
0
2734379
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Zwecks Entlastung dieses Themas ... HTD ../Markt-Zukunft-der-Solarthermie

.. habe ich hier ein neues Thema eröffnet: Fokus auf die Zukunft !
Die Vergangenheit ist hier nicht das Thema &[...]



Sehr gut passend zum Thema Zukunft und zum Jahresbeginn 2019 ist die Botschaft der Allianz für Gebäude- Energie- Effizienz (geea) und damit der gesamten deutschen Gebäudebranche an die politischen Akteure ..

Hier im Forum wird oft erbittert über Strategien und Lösungswege zur Energiewende in Deutschland gestritten

An die Entscheidungsträger im politischen Berlin ging zum Jahresbeginn ein

Politikbrief - geea

mit einer Bilanz 2018 und einer Strategieempfehlung für die laufende Legislaturperiode.

2019 muss das Jahr der Wahrheiten für die Energiewende werden. Zu wenig Weichen wurden in der letzten Zeitgestellt, zu viele Chancen verpasst. Das Jahr 2018 ist ohne nennenswerte Impulse für die Energiewende im Gebäudebereich verstrichen

Technologieoffener Innovationspfad

Einigkeit besteht dahingehend, dass der Pfad zu einem nahezu klimaneutralen Gebäudesektor erstens nur über deutlich stärkere Impulse und zweitens nur gleichberechtigt über Effizienz in Gebäudehülle und Anlagentechnik, über Erneuerbare Energien und über den ambitionierten Aufbau eines Marktes für synthetische, klimaneutrale Brennstoffe führen kann – mit breiten, technologieoffenen Innovationspfaden. „Ein zielerreichendes Szenario nur auf Basis einer Technologie, also ohne gleichzeitige deutliche Verbesserung der Energieeffizienz bei Anlagentechnik und Gebäudehülle, hat sich als nicht praktikabel er wiesen“, konstatieren die Gutachter der dena-Leitstudie Prof. Dr. Holm und Prof. Dr. Oschatz.

Die Hoffnung auf den „einen Königsweg“ oder ein Primat für eine Technologie wäre gefährlich, da so das Engagement in allen anderen Bereichen gedämpft und damit notwendige Technologieentwicklungen gehemmt würden.

Über den letzte Satz sollte alle hier aktiven Diskutanten nachdenken,

Dietmar Lange

Verfasser:
HFrik
Zeit: 13.01.2019 11:07:20
9
2734395
Tja, hat da der Forist auch gelesen was da steht? da steht: "nur auf Basis einer Technologie, also ohne gleichzeitige deutliche Verbesserung der Energieeffizienz bei Anlagentechnik und Gebäudehülle, hat sich als nicht praktikabel er wiesen“,"
D.h. nur dämmen aber weiterheizen wie bisher (i.d.R. wäre das nach aktuellen Marktanteilen dann Gasbüchse und Üler in weiten Teilen des Bestands ) wird es nicht tun. und nur neue Anlagentechnik (z.B. WP) ohne etwas an der Gebäudehülle zu tun wird auch nicth ausreichen. Die Professoren liegen mit diesem Satz ganz auf Linie der "anonymen Forenschreiber" die schon vorher zu diesem Ergebnis gekommen sind.
Nur mit der Aussage "und über den ambitionierten Aufbau eines Marktes für synthetische, klimaneutrale Brennstoffe führen kann" sind hier viele nicht Einig - zusammen mit einer Vielzahl von PRofessoren an diversen Universitäten die das ein einer vielzahl andere Studien dokumentiert haben.
Die Gründe dafür wurden ja schon oft benannt, und inhaltlich nie widerlegt oder auch nur in Frage gestellt. Nur die Personen die die Gründe beschrieben haben wirden wiederholt persönlich angegriffen.
Als ob bei dem Bennenen von Gründen ein "quod licet jovis non licet bovis" gälte.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 13.01.2019 12:00:37
0
2734422
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Tja, hat da der Forist auch gelesen was da steht? da steht: "nur auf Basis einer Technologie, also ohne gleichzeitige deutliche Verbesserung der Energieeffizienz bei Anlagentechnik und Gebäudehülle, hat sich als nicht praktikabel er wiesen“,"
D.h. nur dämmen aber weiterheizen wie bisher[...]


Dazu nach Goethe:

Im Auslegen seid frisch und munter, legt ihr nichts aus, dann legt was unter


:-)

Wer die Positionen von geea und dena schon länger ideologiefrei zur Kenntnis nimmt, kann die grundsätzliche Aussage in der Botschaft an die Regierenden in Berlin sehr genau einordnen.

Dietmar Lange

Zeit: 13.01.2019 12:08:06
0
2734424
Netter Reim, aber wo ist die Aussage und die Relevanz?

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 13.01.2019 12:17:25
4
2734428
"Wer die Positionen von geea und dena schon länger ideologiefrei zur Kenntnis nimmt, kann die grundsätzliche Aussage in der Botschaft an die Regierenden in Berlin sehr genau einordnen."

Kann es sein das die Botschaft an die Regierenden ist, gebt uns möglichst viele viele Milliarden an Fördergelder.

Zeit: 13.01.2019 12:39:27
0
2734443
Davon kann man ausgehen. Das allein muß aber nicht unbedingt die Ausagen und Lösungen verzerren. Die Meisten haben ein gewisses Interesse an Geld. Man kann trotzdem neutral Lösungen anbieten. Problematisch wird es dann, wenn die an den unterschiedlichen Konzpten unterschiedlich viel verdienen, entgegen der Sinnhaftigkeit (Interessenkonflikt)

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 13.01.2019 15:26:21
0
2734531
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
"Wer die Positionen von geea und dena schon länger ideologiefrei zur Kenntnis nimmt, kann die grundsätzliche Aussage in der Botschaft an die Regierenden in Berlin sehr genau einordnen."

Kann es sein das die Botschaft an die Regierenden ist, gebt uns möglichst viele viele Milliarden an an Fördergelder.


Es geht tatsächlich um Milliarden. aber nicht um Fördergelder, sondern bei Investitionen. Gegenwärtig fehlen klare Richtungsentscheidungen und damit die Sicherheit für Investitionen in Technologien für die Energiewende.

Aktuelles Beispiel.

Das Gebäude - Energie - Gesetz ist noch immer nicht verabschiedet

Dietmar Lange

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