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Idealer Erdkollektor bei großem Grundstück
Verfasser:
Winshort
Zeit: 12.01.2019 15:34:33
0
2734011
Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei mein Haus energetisch zu sanieren (KFW 70).

Es entstehen zwei Wohneinheiten. Eine davon wird dann mit einer Nibe 1155 Wärmepumpe und FBH geheizt (150m²). In der anderen steht ein Grundofen.

Es ist ein freistehender Bauernhof. Das Grundstück rundherum ist sehr groß (Radius 300m und mehr).

Wie würdet ihr den Erdkollektor anlegen? Er kann gern überdimensioniert sein.

Der Heizungsbauer würde einen Verteilerschacht vorm Haus setzen. Davon ausgehend sternförmig 80cm breite, ca. 1,4m tiefe Gräben baggern und die Soleleitungen in den Ecken verlegen. Je nach Bodenbeschaffenheit würde er die Länge und Anzahl der Gräben machen. Er hat was von 60m-80m Grabenlänge also 120m-160m Leitungslänge je Graben gesagt. Nachträgliches Anlegen weiterer Kreise wäre so auch jederzeit möglich (aus welchen Gründen auch immer).

Zum Boden kann ich nur eines sagen: Bei längerem Regen steht der alte Keller (Steinmauer nicht abgedichtet) sofort unter Wasser. Das Grundwasser steht recht hoch. Felder müssen teilweise durch Drainagerohre entwässert werden.

Vielen Dank für eure Tips.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 12.01.2019 17:05:42
0
2734054
Hört sich so an als hätte der HB null Plan!

Hast scheinbar auch selbst noch nix vom Ringgrabenkollektor gehört!

Schau bitte auch mal auf der folgend verlinkte Seite bei Punkt 6): # generelle Tipps

👍

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 17:08:07
0
2734057
Hi,

idealerweise verlegst Du ein 400 Meter, 40er Rohr, in eine Tiefe,
die immer nass ist, gerade in einen knapp 400 Meter langen Graben.
Reicht für die 1155 gut aus und kein Verteiler notwendig.

Die andere Wohnung soll alleine mit dem Grundofen beheizt werden?
Evtl. wäre eine 12 kW oder mehr, Wärmepumpe für beide Wohnungen
sinniger?

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 17:21:01
0
2734064
Mal ein Beispiel, was man da an Soletemperaturen erwarten
könnte:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=BusChqjK2LrMsjGHoBWl

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 17:55:02
0
2734104
Da nach dem Ideal gefragt war, noch eine etwas wahnsinnige
Variante mit Verlegetiefe 3 Meter:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=XtdZeOoOn1oEvFOhXxAJ

Bringt immerhin noch mal ca. 9 % bessere Wärmepumpeneffizienz,
als die erste, schon sehr gute Variante.

Grüsse

winni

Verfasser:
Winshort
Zeit: 14.01.2019 09:35:49
0
2734971
Hallo Winni, vielen Dank für deine Antworten.

Klingt sehr gut dein Vorschlag.

In anderen Beiträgen von dir habe ich gelesen, dass eine Überdimensionierung des Erdkollektors keine nennenswerten Vorteile bringt?
Es sollte aber bei der Nibe 1155 wegen den Strömungsverhältnissen ein 400m langes Rohr DN40 sein?

Die Soleleitungen müssen unter der Bodenplatte ca. 8m lang verlegt werden, bis sie im HWR sind. Welchen Durchmesser sollte das KG Rohr haben in dem die Leitung geschoben wird und soll Vor- und Rücklauf separat verlegt werden? Ich nehme an, dass man nur 15 Grad Bögen verwenden sollte.

Danke

Verfasser:
Winshort
Zeit: 14.01.2019 09:44:44
0
2734972
Noch eine Frage:

Bei einer geraden Verlegung der Leitung ist es üblich, dass man eine Breite von 0,3m im Trenchplanner annimmt?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 14.01.2019 11:09:35
2
2735020
Gerne. :-)

Du hast nach der idealen Verlegung gefragt und das wäre die gerade Verlegung.

Die 3 Meter Tiefe sind aber nicht richtig ernst gemeint, weil das gibt hohen
Baggeraufwand und die Gräben könnten, besonders bei nassem Boden,
einbrechen, bevor das Rohr verlegt ist.

Bis Du sicher, das das Grundwasser ist, was da hoch ansteht?
Das könnte Probleme bei der Genehmigung machen, falls Du fragst..., weil
oft 1 Meter bindiger Boden zwischen Grundwasserspiegel und Kollektor verlangt
wird.

Den geraden Kollektor würde ich nur empfehlen, wenn der Baggeraufwand
keine Rolle spielt.
Ansonsten eher übliche Slinky-Verlegung, weil sich so ein Graben mit grossem
Löffel zeitmässig viel schneller baggern lässt. Z.B.:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=jKmOfnuFdk5EsxATC9V8

Bei gerader Verlegung nimmt der Trenchplaner 40 cm Breite, ich hatte 30 cm
gewählt. Ist bei gerader Verlegung wurscht. :-)

Wie kannst Du 8 Meter unter der Bodenplatte lang gehen?
Wird die Bodenplatte neu gemacht?
Dann würde ich die Rohre in Kabuflex, jeweils für kalt und warm
ein Rohr, bis zur Wärmepumpe führen. Alle Rohre, kein Verteiler
aussen.
Vor dem Bau der Bodenplatte, ist viel einfacher, als nachher durch-
zufummeln.

Grüsse

winni

Verfasser:
Winshort
Zeit: 14.01.2019 15:14:14
0
2735112
Ja genau, die Bodenplatte wird neu betoniert und der Keller wo ich mit den Soleleitungen rein kann wird aufgefüllt.

Die gerade Verlegung mit einem Rohr und ohne Verteiler gefällt mir sehr gut.
Rohr kann direkt hinterm Bagger gleich verlegt werden.
Bleibt noch abzuklären ob sich die Überdimensionierung mit 400m DN40 jemals rechnet, oder ob 300m DN40 klüger wären.
300m und DN40 bei 1,5m Tiefe ergibt ja immer noch eine deutliche Überdimensionierung.

Gibt es Berechnungen inwieweit eine überdimensionierte Quelle den COP verbessert?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 14.01.2019 15:39:27
0
2735126
Da kannst Du zum einen von der Soletemperatur im Trenchplaner ausgehen.
1 Grad bessere Soletemperatur bringt ca. 2,5 % bessere Wärmepumpeneffizienz.
Hier also, je nach Bodenart, ca. 2,5 - 3,25 % bessere Effizienz.

Dazu kommt der Gewinn durch die größere Wärmetauscherfläche = geringerer
Unterschied Bodentemperatur/Soletemperatur, denn kann ich nicht quantifizieren.
Wird leider im Trenchplaner noch nicht berücksichtigt, wenn ich das richtig sehe?

Wäre aber auch die Frage, welche Heizlast die Wärmepumpe bedienen wird?
Bei über 6 kW wäre das 400 Meter Rohr schon besser, denke ich.
Weniger Wärmeentzug je Meter Solerohr.

Grüsse

winni

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