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Bungalow oder zweigeschossiges Haus
Verfasser:
Hans Eichel
Zeit: 12.01.2019 17:22:28
0
2734066
Hallo,

ich stelle mir gerade die Frage um wieviel ist ein Bungalow energieineffizienter als ein zweigeschossiger Bau? Angonommen man würde Fenster, Tür, Steine, etc. mit den gleichen U-Werten verbauen und die Wohnfläche ebenfalls gleich.

Ich plane (auch wenn ich noch etwas verängstigt bin) Ringgrabenkollektoren zu verlegen und mein Haus mit einer Sole-Wasser-Pumpe zu heizen.

Kann mir jemand sagen ob ich für die Heizlast-Abschätzung eines Bungalows auch dieses Tool verwenden kann? Schließlich hat ein Bungalow eine viel größer Bodenplatte und das Dach ist auch etwas größer.

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 17:32:03
2
2734075
Ja, Du kannst das Tool für jeden Baukörper anwenden.
Die grössere Aussenfläche wird ja dort eingetragen.

Verängstigt brauchst Du nicht sein. :-)
Es laufen wohl schon über 1000 Ringgrabenkollektoren
nach Forums-Design mit guten Ergebnissen.

Grüsse

winni

Verfasser:
ET76
Zeit: 12.01.2019 17:37:53
2
2734083
Wenn Dach und Bodenplatte bessere U-Werte haben als die Wände, ist der Bungalow effizienter. Das Tool kann beides berechnen.

Verfasser:
Hans Eichel
Zeit: 12.01.2019 17:38:55
0
2734086
Wow. Danke für die schnelle Antwort!

Wie ist es mit dem Boden? Soll man bei dem Trench-Planer die oberste Erdeschicht (z.B. lehmiger Sand) eingeben oder die in der der Ringgrabenkollektor liegt (z. B. Lehm)?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 17:41:03
1
2734090
Die Erde, die das Kollektorrohr umgibt, also in Deinem Beispiel Lehm.

Grüsse

winni

Verfasser:
Hans Eichel
Zeit: 12.01.2019 17:46:21
0
2734097
Reicht eine Schichthöhe von ca. 0,5 m?
Ist es dann völlig egal welche Schichten darüber liegen?

Macht es Sinn (natürlich bei schlechten Bodenverhältnissen) diese rohrumgebende Schicht aus z. B. Schluff/Ton selber zu machen?

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 12.01.2019 17:55:57
0
2734106
Wichtig ist nur bei nassen/feuchten Schichten dass die wirklich nass und feucht sind

Hast du also Lehm ist das super... Bringst du darüber eine wasserdichte lehmschicht ist das schlecht...

Ansonsten.... Mischen


Wenn der bagger Fahrer den Abraum seitlich wegnimmt wird dieser komplett einmal gemischt...

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 17:59:40
0
2734109
Die 0,5 Meter reichen für eine erhebliche Verbesserung der Bodeneigenschaften,
nicht aber um im Planer die entsprechende Bodenart zu wählen, denke ich.

Ja, der Einbau besseren Materials kann helfen, wenn es sonst mit dem Grund-
stück knapp würde. Ansonsten lieber den Graben länger machen, weil weniger
aufwändig.

Stell Dein Projekt im Trenchplaner doch mal hier vor?

Grüsse

winni

Verfasser:
Hans Eichel
Zeit: 12.01.2019 18:01:05
0
2734111
Wie kann ich wissen welcher Boden bei mir in der Tiefe des Rohres ist?
Ist da zwingend ein Bodengutachten erforderlich?

Gibt es auch einen wasserdichten Lehm? Wie stelle ich den sowas fest?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 18:04:12
0
2734112
Nein, Bodengutachten kannst Du mit einer Probegrabung auch
selber machen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fingerprobe_(Boden)

Im Zweifel wählst Du im Trenchplaner einen schlechteren Boden und machst
den Graben einfach länger, wenn das Grundstück das hergibt.

Lehm ist eigentlich m.W. immer wasserdicht (?) und der Planer berücksichtigt
seine Eigenschaften.

Grüsse

winni

Verfasser:
Hans Eichel
Zeit: 12.01.2019 18:16:17
0
2734122
Ich würde mein Projekt gerne vorstellen und werde es auch bald machen.
Jedoch bin ich aktuell noch dabei einige Fragen zu klären, wie z. B. Boden .......

Danke für den Hinweis auf die Fingerprobe aber da müsste ich erst auf die Tiefe der Ringgrabenkollektors graben und dann die Fingerprobe machen. Richtig?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 18:22:22
0
2734131
Ja, bis auf Kollektortiefe graben wäre optimal, aber wenn es nur
1,2 Meter sind, auch kein Beinbruch. (Bloss keine Risiken ein-
gehen verschüttet zu werden!)
Wäre es unten schlechter, könntest Du ja höherliegendes Material
verfüllen und sowieso bleibt die Schichtung beim Verfüllen ohne
besonderen Einsatz eh nicht erhalten.

Wird es denn mit Deiner Grundstückfläche knapp für den Kollektor?

Grüsse

winni

Verfasser:
de_koepi
Zeit: 12.01.2019 18:23:42
1
2734133
Beim Bungalow sollte man noch berücksichtigen, dass das Verhältnis Oberfläche-zu-Volumen deutlich suboptimal ist und größere Wärmeverluste bedeuten.
https://de.wikipedia.org/wiki/A/V-Verh%C3%A4ltnis

Optimum wäre eine Kugel, aber das Verhältnis ist bei "normaler" EFH-Größe bei 1 1/2- oder 2-geschossiger Bauweise ist diesbezüglich schonmal besser als die "langgezogene" Bungalow-Variante.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 12.01.2019 18:34:24
2
2734140
Aber auf der anderen Seite ist eine ebenerdige Bauweise voraussehend gesehen die bessere Lösung. Energieineffizienz ist nicht alles.

Verfasser:
Hans Eichel
Zeit: 12.01.2019 18:41:23
0
2734141
Folgendes habe ich im Bodengutachten gefunden:

bis 0,4 m:
Oberboden (Schluff, tonig), braun,
leicht humos, steif, leicht zu bohren, OH
(Grob-/gemischtkörnige Böden, humos),
Bodenklasse 1

bis 1,5 m:
Kies, sandig, schluffig, braun, locker
gelagert, leicht zu bohren bis mäßig schwer
zu bohren, GU (Kies, schluffig),
Bodenklasse 3

bis 3 m:
Kies, sandig bis stark sandig, braun,
locker gelagert bis mitteldicht gelagert,
leicht zu bohren bis mäßig schwer zu
bohren, GW (Kies, weitgestuft),
Bodenklasse 3

Was würdet ihr in dem Trenchplanner eingeben?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 18:53:05
0
2734148
Ich würde "lehmiger Sand" wählen und die obersten 40 cm Aushub,
nach Möglichkeit, auf die Solerohre beim verfüllen geben (bei knappem
Grundstück) und den Graben vielleicht etwas über Bedarf dimensionieren.

Grüsse

winni

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 12.01.2019 19:23:39
4
2734160
Hi,

Wie OldBo schon angemerkt hat ein Bungalow im Alter seine Vorteile. Wer Mehrgeschossig baut sollte nach Möglichkeit so Planen das im Alter auch ein Bewohnen des EG möglich ist.

Wenn ich die freie Wahl hätte würde ich wohl einen Bungalow bauen und bei der Planung genau auf den Prüfstand stellen wie groß die Wohnfläche wirklich sein muss.

Wenn die Kinder erst aus dem Haus sind hat man oft viel Leerstand und große Lagerflächen verlocken nur dazu unnötig viel Schrott zu lagern.

Mit guter Planung kommt man wahrscheinlich auch mit 10qm oder sogar 20qm weniger gut und komfortabel zurecht. Das spart Baukosten und der Unterhalt ist günstiger.

GRuß Tobias

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.01.2019 19:37:35
0
2734170
Ja und Verkehrsflächen, Emporen, Luftraum hinterfragen.
Die werden oft m.M. viel zu grosszügig geplant und sind dann
viel "toter" Raum.

Grüsse

winni

Verfasser:
Martin24
Zeit: 12.01.2019 19:50:36
1
2734179
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ja und Verkehrsflächen, Emporen, Luftraum hinterfragen.
Die werden oft m.M. viel zu grosszügig geplant und sind dann
viel "toter" Raum.

Wenn man es sich leisten kann und will, sind das aber die Elemente, die ein "großzügiges Raumgefühl" ergeben.

Grüße
Martin

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 12.01.2019 20:05:19
1
2734186
Hi,

ja aber ich denke mit ein wenig Planung bekommt man auch mit weniger Fläche ein komfortables Haus hin.

z.b. durch Einbauschränke. Dann muss man weniger normale Möbel stellen was ein großzügiges Raumgefühl erzeugt.

Gruß Tobias

Verfasser:
Hans Eichel
Zeit: 12.01.2019 20:58:44
0
2734207
Wie erreiche ich einen guten U-Wert für die Bodenplatte?

Was haltet ihr von der Thermobodenplatte?

Verfasser:
OldBo
Zeit: 12.01.2019 23:42:47
0
2734270
Zitat von Turbotobi76 Beitrag anzeigen
Hi,

Wie OldBo schon angemerkt hat ein Bungalow im Alter seine Vorteile. Wer Mehrgeschossig baut sollte nach Möglichkeit so Planen das im Alter auch ein Bewohnen des EG möglich ist.

Wenn ich die freie Wahl hätte würde ich wohl einen Bungalow bauen und bei der Planung genau[...]

Richtig. Ich bin froh, dass in meinem Baugebiet im Jahre 1979 nur Flachdächer zugelassen waren. Neben der Ebenerdigkeit aller Räume habe ich niemanden, der über meinem Kopf rumtrampelt.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 13.01.2019 14:17:28
0
2734495
Einen guten U-Wert der Bodenplatte erreichst Du durch entsprechend
viel Dämmung unter oder über der Bodenplatte oder eine Mischung
unterer und oberer Dämmung.
Da führen viele Wege zum Ziel.
Z.B. auch eine Lage Glasschaumschotter unter der Bodenplatte, wenn
keine Staunässe anliegt.

Thermobodenplatte wurde hier jüngst besprochen:
http://htdialog.de/Forum/t/214037/Pro-Contra-Thermo-Schwedenplatte-vs-Konventionell?PostSort=0

Grüsse

winni

Verfasser:
Hans Eichel
Zeit: 14.01.2019 22:45:16
0
2735344
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ich würde "lehmiger Sand" wählen und die obersten 40 cm Aushub,
nach Möglichkeit, auf die Solerohre beim verfüllen geben (bei knappem
Grundstück) und den Graben vielleicht etwas über Bedarf dimensionieren.

Grüsse

winni



Winni 2 bist du dir sicher, dass lehmiger Sand die richtige Wahl hier wäre?
Welche Tiefe würde bei mir am sinnvollsten sein, da die tiefere Schicht scheinbar noch schlechter ist? Im meinem Plan habe ich jetzt mal mit 1,7 m gerechnet.

So in etwa wird es mal aussehen.
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=AlAg3IT2njvvjkMRKZZi

Tipps und Anmerkungen sind erwünscht. Ich bin ein absoluter Laie! :-)


Gibt es sonst noch Boden-Experten außer Winni 2?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.01.2019 10:46:09
0
2735468
Als Bodenexperten würde ich mich nicht bezeichnen.

Mit 35 m2 mehr Aushub wärest Du auf der ganz sicheren Seite:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=LRlSqgGfl2cfwuiM3d0g
Aber der Boden ist sicher besser, als trockener Sand, wenn Du die
ersten 40 cm auf die Rohre verfüllst und 1,6 Meter Tiefe wären
auch genug. 1,7 Meter bietet Vorteile beim evtl. passiven Kühlen
mit der Wärmepumpe.

Mit einer modulierenden Wärmepumpe könntest Du auch nur ein
300 Meter, 40er-Rohr verlegen und den Verteiler sparen.

Grüsse

winni

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