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Meinungen zur Geplanten Dämmung von Dachschrägen und oberster Geschoßdecke
Verfasser:
EyKaramba
Zeit: 14.01.2019 00:43:01
0
2734900
Hallo,

ich habe kürzlich ein kleines älteres Haus gekauft welches ich jetzt etwas renovieren u modernisieren will. Das genaue Baujahr ist unbekannt, schätzungsweise ~1930, ~26cm Ziegelmauerwerk, 85qm.

Dacheindeckung mit neuer Konter- und Traglattung und Nelskamp R13S Pfannen kahm 2005 auf die alten Sparren (100 x 100, Abstand Mitte Mitte ca 6000) neu. Ebenso wurde eine Unterspannbahn (Divoroll universal s) montiert - diese wurde aber von den Vorbesitzern wieder großflächig entfern... Gedämmt wurde nichts. Aufbau aktuell Putz auf Schilfmatten und in den Sparrenzwischenräumen liegen Bimssteine.

Da der Putz an vielen Stellen eh schon bröckelt will ich Putz, Schilfmatten und Bimssteine komplett entfernen und den Aufbau wie hier im u-Wertrechner beschrieben komplett neu machen:

Dachschräge

An den Stellen an denen die Unterspannbahn weggeschnitten wurde würde ich diese wieder mittels seitlich an den Sparren verschraubten Leisten einbringen. Teilweise ist die Bahn noch vorhanden - konnte aber keine genaueren Daten über die Divoroll Universal S finden. Könnte / sollte man an diesen Stellen die Bahn beibehalten oder lieber komplett in genannter Methode eine neue Bahn mit bekannten Daten einbrigen?

Der Aufbau der oberen Geschoßdecke ist vergleichbar (Putz, Schilfmatten, Bimssteine) und soll - ähnlich der Dachschrägen - auch komplett neu aufgebaut werden:

obere Geschoßdecke

Der darüber liegende Spitzboden soll maximal als Abstellfläche dienen, als oberen Belag will ich Rauspund verlegen - wusste nicht wie ich das im u-Wertrechner anders eingeben sollte...

Würde es Sinn machen statt der 15mm OSB zwecks besserem Wärmeschutz 18mm OSB zu verbauen? Preislich macht das ja keinen großen Unterschied.

Und als letzte - aber vermutlich wichtigste Frage: Die 100x100er Sparren kommen mir nicht unbedingt überdimensioniert vor - ist das von Seiten der Statik überhaupt ohne weiteres machbar oder sollte ich das erst mal von einem Fachmann durchrechnen lassen.


Schonmal vielen Dank für Eure Meinungen

Grüße - Boris

Verfasser:
EyKaramba
Zeit: 14.01.2019 11:09:36
0
2735021
Mmhhh,

habe gerade festgestellt dass die Links zum U-Wertrechner nicht wie gewünscht funktionieren... Habe hier aber schon öfters gesehen dass geplante Aufbauten verlinkt wurden - kann mir vielleicht jemand nen Tipp geben wie ich das machen kann?

Danke

Verfasser:
winni 2
Zeit: 14.01.2019 11:29:58
0
2735028
Hi,

direkt verlinken kann man das wohl leider nicht mehr, zumindest ich nicht. :-)
Screenshot, Bilderhoster, Link hier einstellen?

Da hat tatsächlich jemand die Pfannen aussen aufgenommen und die
Unterspannbahn teilweise entfernt??

Grundsätzlich würde ich Dir auch eher so was empfehlen:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/213879/Daemmung-Dachschraege-Zwischensparren
Aber da kann man natürlich nicht mehr die Folie von innen reparieren
und müsste da aussen ran gehen.

Grüsse

winni

Verfasser:
EyKaramba
Zeit: 14.01.2019 16:46:20
0
2735157
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Hi,

direkt verlinken kann man das wohl leider nicht mehr, zumindest ich nicht. :-)
Screenshot, Bilderhoster, Link hier einstellen?

Okay, schade - Screenshot wäre dann auch mein Plane B gewesen, werd ich heute Abend von zuhause aus mal machen.


Zitat:
Da hat tatsächlich jemand die Pfannen aussen aufgenommen und die
Unterspannbahn teilweise entfernt??

Nein, nicht von außen - vom Spitzboden aus... Teilweise nur oben etwas weggeschnitten, Teilweise aber auch bis runter in den Bereich überm Wohnraum. Nur die untere Bahn scheint noch vollständig da zu sein...










Zitat:
Grundsätzlich würde ich Dir auch eher so was empfehlen:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/213879/Daemmung-Dachschraege-Zwischensparren
Aber da kann man natürlich nicht mehr die Folie von innen reparieren
und müsste da aussen ran gehen

Ja, den Thread hatte ich auch schon gelesen. Ich möchte aber so wenig wie möglich nach innen bauen. Bei 85qm ist Platz eh schon eher begrenzt vorhanden, da möcht ich möglichst wenig für zusätzliche "Enge" sorgen.... Da auch der Innenputz großteils erneuert werden muss gibts eh ne Menge Dreck, da kann der Putz an der Decke auch gleich mit runter...

Grüße Boris

Verfasser:
EyKaramba
Zeit: 14.01.2019 21:17:09
0
2735300
So, hier dann mal der geplante Aufbau der Dachschrägen:









und der oberen Geschossdecke:






Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.01.2019 11:13:38
0
2735481
Finde ich okay, die Unterkonstruktionslatten Gipsplatten fehlen,
die den U-Wert etwas senken.

Oberste Geschossdecke würde ich grosszügiger quer, für weniger
Wärmebrückenwirkung und mehr Dämmhöhe, aufdoppeln.

Das die OSB-Platte überall dicht, am besten mit Folien mit Dehnungs-
schlaufe https://www.isover-live.de/folienverlegung-dampfbremse-2.html
angeschossen werden muss und auch die Stösse abgeklebt werden
sollten, wirst Du wissen.

Grüsse

winni

Verfasser:
EyKaramba
Zeit: 15.01.2019 23:38:06
0
2735813
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Finde ich okay, die Unterkonstruktionslatten Gipsplatten fehlen, die den U-Wert etwas senken.


Ja, die habe ich extra weg gelassen. Gekreuzte Lattungen/Balkenlagen sind im u-Wertrechner ja nur mit kostenpflichtigem Zugang möglich, und da es in der Untersparrendämmung direkt unterhalb der Sparren eher zu Tauwasserausfall kommen kann habe ich die Lattung sicherheitshalber im Rechner weggelassen.







Zitat:
Oberste Geschossdecke würde ich grosszügiger quer, für weniger
Wärmebrückenwirkung und mehr Dämmhöhe, aufdoppeln.


So zuvor aufgeführt hätte halt den Vorteil dass man überall mit dem gleichen Material/den gleichen Materialdicken arbeiten könnte was den Einkauf vereinfachen würde... Alternativ könnt ich mir das aber auch so vorstellen:







Die Aufdopplung dann natürlich auch gekreuzt zur Balkenlage.



Zitat:
Das die OSB-Platte überall dicht, am besten mit Folien mit Dehnungs-
schlaufe https://www.isover-live.de/folienverlegung-dampfbremse-2.html
angeschossen werden muss und auch die Stösse abgeklebt werden
sollten, wirst Du wissen.


Ja, Stöße will ich komplett abkleben. Anschlüsse an die Außenwände bin ich mir noch nicht ganz sicher - da wird mir das Video aber sicher weiter helfen, Danke. Die Innenwände die auf die Dachschrägen Stoßen sind in Fachwerk ausgeführt und mit Bims ausgemauert. Habe den Übergang an einer kleinen Stelle mal freigelegt. Es sieht so aus als wäre es möglich den Bims am Anschluss an die Dachschrägen soweit abzutragen dass ich mindestens die OSB-Platten - vermutlich auch die USD + Fermacell-Platten - durchgängig darüber verlegen kann. Dies wäre doch im Optimalfall anzustreben - oder birgt dies irgendwelche Nachteile oder gar Risiken die ich momentan noch nicht auf dem Schirm habe?

Schonmal vielen Dank für weitere Tipps und Anregungen!

Grüße Boris

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.01.2019 16:40:26
0
2736108
U-Wert 0,153 finde ich gut.
Wird dann gekreuzt noch besser werden.

Für die Dichtheit und Dämmung wäre es sicher von Vorteil die Fläche
innen durchzuziehen.
Nachteile hätte das beim Schallschutz, denke ich, aber das kann man
wohl verschmerzen.

Grüsse

winni

Verfasser:
EyKaramba
Zeit: 28.01.2019 23:43:06
0
2742729
Soooo, hatte endlich mal wieder etwas Zeit mir über die Dämmung weiter Gedanken zu machen...

Dir Winni, soweit schonmal vielen Dank! Wie du schon vermutet hast ist der Schallschutz tatsächlich vernachlässigbar - für mehr als 2 Personen hats in dem Häuschen eh kleinen Platz, ich denk da wird man sich einigen.

Ein paar Fragen hätte ich aber noch: Was nimmt man denn am besten zum Aufdoppeln? Sollte man da KVH nehmen oder sind normale Rahmenhölzer ausreichend? KVH dürfte sich - weil i.d.R. weniger verzogen - besser verarbeiten lassen.

Bei der gekreuzten Aufdopplung der Geschoßdeckendämmung möchte ich so wenig wie möglich kreuzende Balkenlagen einbringen. 5 Reihen sollten eigentlich ausreichen (Fläche ca 6,6 x 4m). Das ergibt dann allerdings auch einen maximal Abstand von bis zu ~940mm welcher durch die Dielen überbrückt werden müssten. Bin jetzt am Überlegen statt Rauspund ganz normale, sägeraue Baudielen in 2000x200x40mm zu nehmen. Da sollte der Abstand kein Problem sein, und wenn ich die immer mit 1 - 2mm Abstand zueinander verlegt sollte das doch auch sonst keine Probleme geben, oder?

Nochmals Danke für die Tipps


Boris

Verfasser:
winni 2
Zeit: 29.01.2019 10:50:07
0
2742819
Gerne Boris. :-)

Holzqualität, solange die einigermassen gerade sind, finde ich bei
der Aufgabenstellung egal. Ich würde das billigste nehmen, so 6 cm
dick.

Die 40 mm Bretter mit Lücke verlegt finde ich okay, würde selber
die Balken aber auf so 60 cm Abstand legen und Rauspund nehmen,
einfach weil es schöner aussieht.
Ist aber ziemlich egal und Dein geplantes Vorgehen wäre etwas
besser im U-Wert.

Grüsse

winni

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 29.01.2019 11:17:45
0
2742835
Hallo,

ich kann zwar den Vorschlag befürworten, die Decke zum Spitzboden besser zu dämmen.
Ich würde aber trotzdem überlegen, diese Balken von 14 auf 16 cm aufzudoppeln.

Vorteile:
1) Nur zwei statt drei verschiedene Dämmstoffstärken.
2) Besserer U-Wert (wenn man die obere Querlage gleich dick hält)
3) Sehe in deinen Fotos leider nicht, wieder Übergang von Geschoßdecke zu Schräge ist. Sind die Deckenbalken seitlich an die Sparren angenagelt? Dann fällt Vorteil drei weg. Aber wenn sie "bündig" montiert wären, kann die 16cm zwischen Schräge und Geschoßdecke durchgehend legen, und hat nicht dort einen Schnitt, der dann tendentiell hinten hoffen und damit eine Schwachstelle ist.

Zu überlegen wäre, die Querlage oben dann auch mit 16cm zu machen, ergibt 32cm, nur eine Dämmstoffstärke und noch besseren U-Wert.
Oder die Geschoßdecke mit 2x14cm, gibt 28cm, macht in Summe nur zwei Dämmstoffstärken und besseren U-Wert.

Oberfläche würde ich auch Rauspund (also gehobelt) machen, dann holt man sich keine Spreisel wenn man da oben rumkriecht.

Verfasser:
EyKaramba
Zeit: 29.01.2019 22:58:26
0
2743281
Zitat:
Ist aber ziemlich egal und Dein geplantes Vorgehen wäre etwas
besser im U-Wert.

Ja, den besseren U-Wert hatte ich auch im Hinterkopf - aber vorallem ließe sich das mit den 2-Meter Dielen auf 5 kreuzenden Balkenlagen und 4 Metern Breite auch sehr gut, quasi ohne Verschnitt, verlegen.


Zitat:
ich kann zwar den Vorschlag befürworten, die Decke zum Spitzboden besser zu dämmen.
Ich würde aber trotzdem überlegen, diese Balken von 14 auf 16 cm aufzudoppeln.

Vorteile:
1) Nur zwei statt drei verschiedene Dämmstoffstärken.

Das war anfangs auch mein Gedanke - aber da die Geschoßdecke von der Fläche ca 25% größer ist als die Dachschrägen macht es denke ich Sinn dort doch etwas dicker zu dämmen.


Zitat:
3) Sehe in deinen Fotos leider nicht, wieder Übergang von Geschoßdecke zu Schräge ist. Sind die Deckenbalken seitlich an die Sparren angenagelt? Dann fällt Vorteil drei weg. Aber wenn sie "bündig" montiert wären, kann die 16cm zwischen Schräge und Geschoßdecke durchgehend legen, und hat nicht dort einen Schnitt, der dann tendentiell hinten hoffen und damit eine Schwachstelle ist.

Die Deckenbalken liegen jeweils links u rechts auf der Mittelpfette auf und liegen dann seitlich an den Sparren an (schließen inetwa mit der zur Dacheindeckung zeigenden Seite der Sparren ab) - die 16cm von Schräge zur Geschoßdecke durchgehend zu legen ginge aber eh nicht, da die Sparren ja nur 10cm haben und nach innen aufgedoppelt werden. Da werd ich bissl "basteln" müssen um überall einen schönen Anschluß zu bekommen...


Zitat:
2) Besserer U-Wert (wenn man die obere Querlage gleich dick hält)

.
.
.

Zu überlegen wäre, die Querlage oben dann auch mit 16cm zu machen, ergibt 32cm, nur eine Dämmstoffstärke und noch besseren U-Wert.
Oder die Geschoßdecke mit 2x14cm, gibt 28cm, macht in Summe nur zwei Dämmstoffstärken und besseren U-Wert.

Mit 2x 14cm hatte ich auch mal durchgerechnet - aber ich habe Angst dass mir das dann doch irgendwann nach oben zu eng wird... Aktuell kann ich genau mittig im Spitzboden gerade noch aufrecht stehen... Außerdem kann ich bei 14cm + 10cm Aufdopplung die selben Kanthölzer nehmen mit denen ich auch die Sparren aufdopple. Wenn ich mich nicht verrechnet habe würden die 4cm Dämmstoffstärke bei einer 90 tägigen Heizperiode (außen konstant 25 Grad kälter ist als innen) - selbst mit den aktuell noch verbauten Nachtspeicheröfen - gerade mal knapp 6€ Unterschied bei den Heizkosten ausmachen. Ich denke da kann man von absehen.


Zitat:
Oberfläche würde ich auch Rauspund (also gehobelt) machen, dann holt man sich keine Spreisel wenn man da oben rumkriecht.

Mmmmhhh, das ist durchaus ein Argument - mein Vater hat einen recht ordentlichen Elektrohobel, mit dem könnt ich die Baudielen vorm Einbau an der Oberseite etwas bearbeiten.


Grüße - Boris

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