Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Auswahl Moderne Messeinrichtung statt analoger Zähler
Verfasser:
Nimrod__77
Zeit: 15.01.2019 15:40:54
0
2735607
Hallo zusammen, hoffe ihr könnt mir erneut weiterhelfen.
Wohne in einem sehr alten Haus, die komplette Zähler-und LS/FI Ausstattung nebst Hauptsicherung ist an der Küchenwand untergebracht, Küchenschrank drübergebaut.
Kein Keller, nur Kohlenraum vorhanden.
Derzeit wird das umgerüstet auf neuen Schrank in der Küche, der neuen Unterverteiler und andere Technik beherbergt. Umzug der Sicherungen etc um ca. 1m zur Seite in den Schrank.
Kabel etc. kein größere Problem, da läuft ein großzügiger Versorgungsschacht.

Jetzt würde ich gerne den alten analogen Ferraris Zähler gegen einen neuen, kleineren umrüsten lassen, der dann ebenfalls im neuen Schrank sitzen kann.
Nach etwas Recherche bin ich darauf gestoßen, dass man die kommenden Jahre eh umrüsten muss auf intelligente Systeme, abhängig vom KW Verbrauch.
Wir sind ein kleiner 4Personen Verbraucher ohne Solarenergie oder Elektrotankstelle (der Atomreaktor im Keller läuft autonom und versorgt nur Kaffeemaschine und Playstation…)
also unterhalb der 6kw Grenze.

Um den Küchenschrank und damit auch die restliche Küche planen zu können, müsste ich ganz banal wissen, was ich letztendlich neu bekomme und welche Ausmaße dieser neue Zähler haben wird.
Die Bezeichnung sind da recht irreführend, alle reden vom Gleichen benutzen aber andere Ausdrücke, recht wiedersprüchlich.

Am Liebsten wäre mir ein einfacher digitaler Stromzähler, den ich auf der Hutschiene, Modulbauweise LS Automat, im neuen Kasten unterbekomme.
Z.B. Hager EC350 Energiezähler dreiphasig.
Erfüllt dieser den neuen Standard, der in ein paar Jahren nötig sein wird?
Oder brauche ich eher so etwas im Sinne z.B. eines Hager EHZ363LA eHZ EDL DS-Lieferzähler Klasse A?

So blöd es klingt, mir geht es nur um den Vorhalt, den ich da an Platz schaffen muss. Kleines Haus, wenig Platz, individuelle Lösung. An einen modernen Zählerschrank ist da nicht zu denken und ich will das jetzt schon erledigen, wenn das in ein paar Jahren eh kommt. Dann kann mir das ein Fachmann anschließen.
Von meinem Netzbetreiber hier in München, dem Messtellenbetrieb gibt’s hierzu keine brauchbare Info.

Danke und Gruß,
Felix

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 15.01.2019 16:33:20
1
2735628
Da wird dein Stromversorger sicherlich etwas dagegen haben!

Früher einmal wurden vielerorts die Zähler (besonders die kleinen einphasigen) einfach so an die Mauer geschraubt (mit Porzellanisolierstöpsel drunter) und das wars.
Solange niemand was umgebaut hat war das "Bestand", sobald heute irgendwer etwas an der E-Anlage umbaut erlischt jeglicher "Bestandsschutz" und die Mühle fängt an zu rotieren.
Du mußt einen der aktuellen Vorschriften und den technischen Anschlussbedingungen deines Versorgers (meist kein Unterschied) entsprechenden Verteilerkasten mit 1 bis 3 Zählerplätzen installieren, sowie eine ordentliche Erdung bis zur letzen Steckdose, sowie einen (oder mehrere) RCD (Fehlerstromschutzschalter) und sogenannte LS (Leitungsschutzschalter) installieren LASSEN (ausser du bist selbst konzessionierter Elektriker, was ich auf Grund deiner Fragen eher ausschließe!)

Verfasser:
Nimrod__77
Zeit: 15.01.2019 17:30:35
0
2735651
Hi,
das ist prinzipiell kein Problem. Leitungen sind neu verlegt, Plan mit FIs bereit zum Anschliessen.
Um rauszufinden ob ich die neuen Vorgaben mit Zählerschrank etc. erfüllen kann würde ich eben gerne wissen welches Gerät da in Zukunft rein muss. Dann kann ich ausplanen was für Schrank, hoch breit tief oder ob ich beim Bestand bleib so lang es geht.

Verfasser:
de Schmied
Zeit: 15.01.2019 18:23:48
0
2735670
Frag mal deinen Netzbetreiber was er dir einbaut

Verfasser:
Nimrod__77
Zeit: 15.01.2019 21:08:51
0
2735745
Anfrage läuft schon lang....

Verfasser:
Paule 5019
Zeit: 15.01.2019 22:24:23
0
2735779
.
Zitat: Von meinem Netzbetreiber hier in München, dem Messtellenbetrieb gibt’s hierzu keine brauchbare Info.



Nun warum, Informieren Sie sich bei Ihren Elektriker nicht, der die Zulassung auch bei Ihren Energie Versorger dort hat. Der kann Ihnen, mit den entsprechenden Bild- Material, wie auch die gültigen TAB Anschluß Vorschriften, Hilfreich mit zur Seite stehen.

Und ein Zählerschrank, kann auch in einer Unterputz Ausführung Installiert werden. Aber das alles, sollten Sie am besten, mit Ihren Elektro Fachbetrieb, dort mit Abklären. Denn ein selber Installieren, ist in dieser Angelegenheit, so gut wie Ausgeschlossen....

Aber, Sie können ja die Vorarbeiten (wie die Umfangreichen Stemmarbeiten) nach der Absprache Ihres Elektriker, dort schon mit Treffen.



Paule. 5019


.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 16.01.2019 02:43:34
0
2735837
Bei so einer Sanierung der Elektroanlage
sollte gleich eine Verteilung mit EHZ Steckzähler
verbaut werden, da wie schon erwähnt der Bestandsschutz eh wegfällt.

wer im selben Zuge PV installiert, kann diese Kosten als Teil der Anschaffungskosten verbuchen
und Gewinnmindernd geltend machen...

Verfasser:
Nimrod__77
Zeit: 16.01.2019 15:18:17
0
2736061
Ich drücke es mal positiv aus, ich freue mich, dass es der Handwerker Branche in München so gut geht, dass es genügend Neu-Bauprojekte gibt in denen man auf 4000qm Leitungen und Verteiler installieren kann anstatt einem Einzelnen in seinem alten Schuppen zu helfen, in dem man erst mal nicht weiß was da Sache ist und vielleicht viel älter Scheiss zu Tage kommt. Und das verstehe ich sogar....
Keine Chance, man bekommt nicht mal nen Rückruf oder ne Antwort. Vielleicht in einem halben Jahr.
Deshalb versuche ich das selbst zu lösen, natürlich NICHT das installieren eines Zählers, nur das ausplanen. Sonst müsste jemand zweimal kommen, wo einmal schon nicht geht.....

Verfasser:
elo22
Zeit: 16.01.2019 15:21:19
0
2736065
Zitat von Hannes/esbg Beitrag anzeigen
Solange niemand was umgebaut hat war das "Bestand", sobald heute irgendwer etwas an der E-Anlage umbaut erlischt jeglicher "Bestandsschutz" und die Mühle fängt an zu rotieren.

Es gibt keinen Bestandsschutz in der Elektrotechnik/VDE.

Lutz

Verfasser:
donnermeister
Zeit: 16.01.2019 15:22:48
0
2736066
Kuck in den TAB deines Netzbetreibers nach, wie die Zählerplätze beschaffen sein müssen.

Wenn du den Zählerplatz unangetastet lässt, nur die Verteilung versetzt, interessiert sich der VNB nicht dafür. Aber du willst ja den Zählerplatz versetzen. Da ist es hin mit dem Bestandschutz. Da muss etwas hin, was den geltenden TAB entspricht.

Verfasser:
elo22
Zeit: 16.01.2019 15:25:11
0
2736068
Es gilt NAV§13. Ohne diesen Fachmann geht das gar nichts. Nur er weiss was in der TAB steht und kennt die TAR.

Lutz

Verfasser:
donnermeister
Zeit: 16.01.2019 15:30:22
1
2736073
Zitat:

Es gibt keinen Bestandsschutz in der Elektrotechnik/VDE


Mutiger Spruch. Das ist eine ganz neue Aussage. Das würde z.B. bedeuten, daß seit 2007 alle Stromkreise mit Steckdose, die durch Laien bedient werden auf RCD umgerüstet werden müssen. Also die, die nach den vor 2007 geltenden Regeln der Technik installiert wurden. Goldene Zeiten für das Elektrohandwerk.

Ich sollte glatt überlegen meinen E-Meisterbrief abzustauben und von der IT wieder zurück ins E-Handwerk zu gehen. 👍

Verfasser:
Nimrod__77
Zeit: 16.01.2019 16:34:46
0
2736101
Danke Donnermeister, das hilft etwas!
Was ist der VNB?
TAB der Stadtwerke hab ich gefunden, das werd ich mal durchackern, etwas mühsam....
Am Besten der Zähler bleibt wie er ist.....

Verfasser:
Kommunalhausmeister
Zeit: 16.01.2019 16:52:14
0
2736115
Zitat von donnermeister Beitrag anzeigen
Zitat:
[...]


Mutiger Spruch. Das ist eine ganz neue Aussage. Das würde z.B. bedeuten, daß seit 2007 alle Stromkreise mit Steckdose, die durch Laien bedient werden auf RCD umgerüstet werden müssen. Also die, die nach den vor 2007 geltenden Regeln der Technik installiert wurden. Goldene Zeiten für[...]


"Bestandsschutz" ist ein Begriff, der eher im Baurecht zu tragen kommt. Im Bereich elektrischer Anlagen ist es schlichtweg das "Nichtbestehen einer Nachrüstverpflichtung". Manche nehmen das genau...

Verfasser:
Nimrod__77
Zeit: 17.01.2019 11:59:44
0
2736484
Hab mich etwas mehr eingelesen.... und wenn ich die VDE richtig verstehe, sind bei einem Umbau gleich mehrere Upgrades durchzuführen
Überspannungsschutz, Brandschutz etc etc.....
Ich bin wohl gut beraten wenn ich diesseits der Umbaugrenze und Nicht-Nachrüstpflicht bleibe. Das ist ja alles sinnvoll, bei mir aber platztechnisch derzeit schwer umsetzbar....

Aktuelle Forenbeiträge
Buddy5 schrieb: Euer Problem ist alt bekannt, kein einziger Techniker hat euch beschrieben wie es funktioniert. Das Stichwort "Betriebsbedingungen" kennt wohl keiner mehr. Ihr habt keinen Brennwertkessel der moduliert...
feanorx schrieb: zu1. 17mm Querschnitt ist ok sofern die FBH Kreisanzahl passt zu2. Das sollte eigentlich so üblich sein aber es gibt auch hier genug schwarze Schafe die frei Schnauze arbeiten wenn man sie denn lässt...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Mit Danfoss ist alles geregelt
Website-Statistik