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Woher kommt EE-Gas (für Gasheizungen)
Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.01.2019 09:45:59
2
2736408
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]

Ob man vom DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein ) in Auftrag gegebene Forschungsprojekte ernst nimmt oder als Unsinn betrachtet, ist Ansichtssache.[...]

Empfehlung:
Erst lesen, dann verstehen und erst danach schreiben. Nirgendwo, wurden die Wünsche der Gaswirtschaft, geschweige die Forschungsergebnisse als Unsinn bezeichnet. Das ist nur eine Unterstellung deinerseits um nicht auf die Argumente eingehen zu müssen. Dieses durchsichtige Manöver würde ich nur von Vollamateurlobbyisten erwarten. Von dir hätte ich ein sachliches Argument erwartet. Schade...



Folgende Aspekte sind für die Power to Gas-Roadmap von besonderer Bedeutung:
■ Darstellung der erforderlichen Anpassungsmaßnahmen im Netz und bei den Kundenanlagen zur langfristigen Umstellung auf hohe Wasserstoffkonzentrationen
■ Berücksichtigung weiterer Wirtschaftsbereiche durch Sektorenkopplung
■ Standardisierung bei der Elektrolyseurherstellung zur Massenfertigung
■ Optimierung von Einspeisestandorten hinsichtlich des Aufnahmepotenzials des Gasnetzes
■ Mögliche Umwidmung von Erdgasleitungen zu (Teil-) Wasserstoffbetrieb
■ Einsatz von Membrantechnologien zur Wasserstoffabtrennung
■ Bereitstellung von CO2 für die Methanisierung
■ Bedarfsgerechte Optimierung der Power to Gas-Anlagenfahrweise und Kopplung mit anderen Technologien der erneuerbaren Gaserzeugung

Alles absolut richtige Punkte und ich wäre dafür diese anzugehen. Die Forschung muss jedoch finanziert werden. Und später muss auch jemand die Kosten der Erzeugung, etc. tragen. Gegen die Finanzierung der Forschung aus Steuermitteln habe ich keine Einwände. Die Ergebnisse dieser Forschung kommen meistens allen zugute, da diese auch in anderen Bereichen eingesetzt werden kann.

Jedoch habe ich was dagegen, dass die Erzeugung von EE-Gas von Stromkunden oder gar aus Steuermitteln finanziert wird. Das wäre eben nicht technologieneutral, da EE-Strom durch Stromkunden finanziert wird. Daher sehe ich zwei Optionen
1. Eine der EEG-Umlage ähnliche Umlage für EE-Gas oder
2. eine technologieneutrale CO2-Abgabe, sodass EE-Energie sukzessive günstiger wird im Vergleich zu fossiler Energie.

Bei 1. sehe ich das Problem, dass bei EE-Gas-Erzeugung dann auch EEG-Umlage auf 100% EE-Strom bezahlt wird. Das heißt, EE-Gas muss dann einerseits EE-Strom und andererseits P2X finanzieren, was das komplett unwirtschaftlich macht. Andererseits, bis P2X soweit ist, dass im signifikanten Umfang produziert werden kann, wird die EEG-Umlage quasi nicht vorhanden sein.

Grüße
Nika

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 17.01.2019 09:51:52
0
2736411
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Erarbeitung von Positionen zu eigenen Gunsten ist keine Forschung
Ein Rat: eigenen Kopf benutzen statt Lobbyistenpositionen nachplappern


Der Sachverstand dieser Institution in Sachen Gasversorgung Deutschlands hat für mich einen hohen Stellenwert

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. – technisch-wissenschaftlicher Verein (DVGW) ist der Branchenverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft mit Sitz in Bonn. Der Verein befasst sich in Selbstverwaltung mit technisch-wissenschaftlichen Aufgaben der Brenngas- und Wasserversorgung.
Der DVGW wurde 1859 in Frankfurt a. M. gegründet und hat derzeit 13.541 Mitglieder, darunter 1.903 Versorgungsunternehmen, 1.386 Firmen, 252 Behörden, Institutionen, Organisationen und 10.000 persönliche Mitglieder (Stand: 1. Oktober 2013).[1]

Die Fachleute der interessierten Kreise erstellen in ehrenamtlicher Zusammenarbeit das DVGW-Regelwerk. Das bedeutet, dass die Technischen Regeln für das Gas- und Wasserfach von der Branche selbst erarbeitet werden können (Technische Selbstverwaltung). Dabei können Anerkannte Regeln der Technik (aaRT) entstehen, auf die häufig in der Gesetzgebung Bezug genommen wird. Die Einhaltung dieser Regeln ist kein Zwang. Sie sind jedoch Maßstab im Schadensfall und ihnen kann in Bezug auf das Haftungsrecht quasi „Gesetzescharakter“ zukommen, sofern das zugrundeliegende Gesetz dies vorsieht. Beispielsweise muss dann im Schadensfall nachgewiesen werden, dass mindestens die aaRT eingehalten wurden.


Die Expertise einiger Forumsautoren ist dagegen schwierig oder nicht einschätzbar

Dietmar Lange

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.01.2019 09:59:24
4
2736417
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

Die Expertise einiger Forumsautoren ist dagegen schwierig oder nicht einschätzbar

Die Expertise einiger Forumsautoren umfasst zumindest mehr als posten und zitieren von Verbändepositionen.... Da halte mich dann lieber an Leute, die selbsständig denken... Du kannst natürlich auch gerne dazu gehören... Aber irgendwelche Verbändepositionen kann ich auch selber im Netz finden. Dazu brauche ich das Forum nicht.

Verfasser:
crink
Zeit: 17.01.2019 10:50:29
5
2736444
Der gesunde Menschenverstand einiger Forumsautoren ist schwierig oder nicht einschätzbar.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
MaJen
Zeit: 17.01.2019 10:56:45
2
2736446
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Der Sachverstand dieser Institution in Sachen Gasversorgung Deutschlands hat für mich einen hohen Stellenwert

[...]


Einen solchen genießt dann bestimmt auch der Sachverstand der ganzen Fachleute, die den BER geplant und gebaut haben.
Forumsautoren hätten da sicher schon ein Milliardengrab draus gemacht.

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 17.01.2019 11:27:14
3
2736460
Provokante These:

Wäre der Sachverstand der Experten so toll ist wie man es sich wünschen würde, gäbe es vermutlich auch keinerlei Gründe ein Forum im HTD zu haben, nur eine endlos lange Liste an Produktwerbung.

Und wenn man sich die Entstehung der Passivhauserfolgsgeschichte anschaut, da haben vorher sicher alle Experten abgewinkt. Heute sind dadurch viele neue Experten hinzugekommen.

Und das ein Verband der Gas im Namen trägt kompetent was zur Energiewende beitragen kann, die größtenteils Innovationen im Strombereich findet, darf glauben wer will. Clevere Zeitgenossen versuchen sich ein eigenes Bild zur Lage zu machen was in den Zeiten des Internets deutlich einfacher geworden ist.

Verfasser: JoRy
Beitrag entfernt. Grund: Verletzung der Netiquette (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 17.01.2019 11:52:51
1
2736478
He, EE Gas ist es zwar nicht , aber eingesparte Erdgas ist es , das ich durch Umstellung auf WP im Lager lasse.unterstützt wird dies von viel EV von PV Strom. Dieser deckt jetzt schon ja. 200 Tage im Jahr meinen haushaltsstrom und WW ab , Tendenz steigend.

Vorletztes Jahr habe ich mich doch glatt unterstanden 1100 kwh PV Strom ins Netz einzuspeisen , Da raus hätte man auch EE Gas herstellen können . Dies wäre aber sehr viel weniger wie das direkt eingesparte Erdgas.

Wann ist denn eigentlich genug EE- Strom im Netz vorhanden?

Eigentlich doch erst wenn das letzte Kraftwerk mit fossilen Energieträger seinen Dienst eingestellt hat , damit der gesamte Strom aus EE kommt .

Dann kann man anfangen EE Gas zu produzieren , denn sonst macht man aus fossilen kWh s nur weniger EE kWh s.

Nicht sehr sinnvoll sagt mein Spatzengehirn .

Wenn jetzt das EE Gas als grossverbraucher plötzlich dazu kommen würde (EEG befreit) ,wie würde sich dann die EEG Umlage für die nicht privilegierte nutzergruppe sich entwickeln ?

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 17.01.2019 12:06:25
0
2736491
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Einen solchen genießt dann bestimmt auch der Sachverstand der ganzen Fachleute, die den BER geplant und gebaut haben.
Forumsautoren hätten da sicher schon ein Milliardengrab draus gemacht.

?
Da braucht man doch kein Forenmitglied, das machen die auch so.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.01.2019 12:13:04
1
2736494
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Wann ist denn eigentlich genug EE- Strom im Netz vorhanden?

Eigentlich doch erst wenn das letzte Kraftwerk mit fossilen Energieträger seinen Dienst eingestellt hat , damit der gesamte Strom aus EE kommt . [...]

Das ist nur bedingt korrekt. Lokal kann es durchaus bereits heute mehr EE-Strom vorhanden sein, als die zugehörigen Leitungen verkraften. Da macht es durchaus Sinn, statt die EE-Erzeugung lokal abzuriegeln den EE-Strom in EE-Gas umzuwandeln. Dieser Strom wäre auch quasi auch kostenlos, da bereits jetzs die EE-Erzeuger bei Abriegielung entschädigt werden. Da wäre es doch sinnvoller statt für 0Wh Entschädigungen zu zahlen, die lokalen EE-Überkapzitäten zu konservieren. Ob eine direkte Stromspeicherung oder P2X sinnvoller sind, ist eine ander Frage.

Jedenfalls gibt es bereits jetzt EE-Strom, das zu hohen Kosten "entsorgt" wird statt diesen zu verwerten. Auch beim weiteren Ausbau der Netze wird es lokale volatile Überschüsse geben, für die ein weitere Ausbau der Netze unwirtschaftlich ist.

Grüße
Nika

Verfasser:
Didimar
Zeit: 17.01.2019 12:23:24
0
2736499
Bayern braucht noch ein paar Helfer beim Schneeräumen,da könntest Du Gnika Deine Energie für was Sinnvolleres einsetzen als hier ewig sinnfreie Diskussionen los zu brechen.
D.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.01.2019 12:26:16
1
2736503
Zitat von Didimar Beitrag anzeigen
Bayern braucht noch ein paar Helfer beim Schneeräumen,da könntest Du Gnika Deine Energie für was Sinnvolleres einsetzen als hier ewig sinnfreie Diskussionen los zu brechen.
D.


Du bist herzlich willkommen zu helfen, anstatt sinnfreie Antworten zu posten. Fahre übrigens heute nach Bayern.

Grüße
Nika

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.01.2019 12:29:27
1
2736506
So weit korrekt. Es kann aber leicht sein, dass die Elektrolyseure um den "Überschuss" zu verwerten teurer sidn als zusätzliche Leitungskapazität um die Energie direkt zu nutzen.
Ebenso kann es sein, dass die auf die wenigen Betriebsstunden umgelegten Kosten der Elektrolyseure das Gas bereits viel zu teuer machen, auch bei gratis Strom. Dies ist aktuell sogar absehbar, denn das kann man sich leicht ausrechnen. Aktuell sieht man es als Sinnvoll an etwa 3% der erzeugten Leistung nicht abzuholen (Entspicht der 70%-Regelung bei PV-Anlagen, diese 3% fallen in unter 3% der Zeit an.

Absehbar ist, dass es durch einen notwendigen "Überausbau" der EE - ebenso wie er bei den konventionellen Kraftwerken aktuell besteht - einen raktisch permanenten, mehr oder minder grossen "Überschuss" an EE-sTrom hat, diesen kann man dann für die verschiedensten dynamischen Lasten (Heizung, E-mobil, Rohstofferzeugung etc), verwenden. um diesen Strom kann auch PtG für Gasheizungen am Markt konkurrieren. Das Netz müsste aber dann dazu ausgebaut sein um den Strom quer durch Europa zum Elekttrolyseur zu bringen.
Auch hier stellt sich wieder ganz massiv die Frage der Wirtschaftlichkeit, denn hier konkurriert der Weg Strom-PtG-Gasheizung-Wärme wieder direkt mit dem viel effizienteren Weg Strom -WP-Wärme.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.01.2019 14:17:09
1
2736574
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
So weit korrekt. Es kann aber leicht sein, dass die Elektrolyseure um den "Überschuss" zu verwerten teurer sidn als zusätzliche Leitungskapazität um die Energie direkt zu nutzen. [...]

Da sind wir d’accord. Ich wollte nur darauf raus, dass bereits jetzt lokale E-Überschüsse existieren.

Zitat von HFrik Beitrag anzeigen

Auch hier stellt sich wieder ganz massiv die Frage der Wirtschaftlichkeit, denn hier konkurriert der Weg Strom-PtG-Gasheizung-Wärme wieder direkt mit dem viel effizienteren Weg Strom -WP-Wärme.[...]

Sehe ich ähnlich. Die einzige Anwendung, die ich aktuell als sinnvoll erachte ist die Verschiebung der EE-Überschüsse aus Sommer auf den Winter um den höheren Energiebedarf im Winter abzudecken.

Im Extremfall hätte man so viel EE-Strom, dass der Bedarf im Winter abgedeckt wäre. Damit hätte man aber im Sommer nicht nutzbare Überkapazitäten. Deshalb wird eine Technologie gebraucht, die den Sommerüberschuss in den Winter verschieben kann. Dafür ist P2X aus meiner Sicht interessant. Andererseits würde ich z.B. Redox-Flow Batterien bevorzugen. Da kann man auch Strom mit Lastwagen oder Zügen, wie Benzin, durch die Gegend karren.

Grüße
Nika

Verfasser:
Didimar
Zeit: 17.01.2019 14:24:41
2
2736576
Na dann viel Spaß beim Schneeräumen und erhol Dich mal ein bischen von den Sorgen um die Energiewende.
Du wirst die Welt nicht retten.
D.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.01.2019 15:04:08
1
2736599
Zitat von Didimar Beitrag anzeigen
Na dann viel Spaß beim Schneeräumen und erhol Dich mal ein bischen von den Sorgen um die Energiewende.
Du wirst die Welt nicht retten.
D.

Keine Angst die Weltrettung schwebt mir nicht vor. Aber das interessiert mich und ich habe beruflich Berührungspunkte damit... Und wenn mancher meint, dass die Foristen hier keine Ahnung haben, zeigen diese doch immer wieder interessante Aspekte auf, die die Fachleute nicht auf dem Schirm haben...

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.01.2019 23:27:30
0
2737610
Eine neue Idee aus der Forschung zu der Frage

Woher kommt EE-Gas (für Gasheizungen) ?

Wasserstoff aus der Solarzelle

Power-to-X (PtX) ist der Ober- oder Sammelbegriff für verschiedene Technologien, Solar- und Windstrom in andere Energieträger zu überführen. Zentraler Zwischenschritt ist dabei die Elektrolyse. Der so gewonnene Wasserstoff dient als Ausgangsstoff. Forscher der TU Darmstadt gehen jetzt einen Schritt weiter, indem sie Solarzellen direkt auf die Wasserstoff-Produktion trimmen wollen. Sie orientieren sich dabei an der Photosynthese.

Die Grundidee

„Die Grundidee ist die Umwandlung von Photonen in chemische Speichermaterialien“, sagt Bernhard Kaiser, Materialwissenschaftler an der TU Darmstadt. „Die künstlichen Zellen bestehen aus Halbleiterelektroden, die die Lichtenergie in elektrische Ladungsträger umwandeln. Statt diese direkt als Strom zu nutzen, sollen die Photoelektroden eingesetzt werden, um an der Oberfläche Wassermoleküle in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten.“ Der entstehende Wasserstoff kann nahe bei der Zelle gespeichert werden. Die Energierückgewinnung erfolgt in einer Brennstoffzelle durch kontrollierte Reaktion des Wasserstoffs mit Sauerstoff. Es entsteht dabei der Ausgangsstoff das Wasser. Man hat somit einen geschlossenen Kreislauf ohne weitere Abfallprodukte.


Dietmar Lange

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 21.01.2019 09:07:18
0
2738284
Das Thema EE- Gas ist offensichtlich in der Politik angekommen

Staatssekretär Thomas Bareiß: Politik muss mehr für Power-to-Gas tun

Hier werden auch Zahlenwerte benannt:

Die bestehende Gasinfrastruktur in Deutschland in Kombination mit dem raschen Aufbau einer Brennstoffzellen- und Elektrolysefertigung sowie einer sektorenübergreifenden Wasserstoffwirtschaft habe das Potenzial, über 100.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen. Diese könnten gezielt in den strukturschwachen Regionen Deutschlands angesiedelt werden

Bis 2030 drei bis 16 GW Elektrolyseleistung erforderlich

Bisher gebe es in Deutschland über 35 PtG-Demonstrationsprojekte. Es bestehe jedoch die Notwendigkeit zum zügigen Aufbau von Elektrolyse-Kapazitäten im großtechnischen Maßstab. Jüngste Studien von Institutionen wie dena, NOW, FhG-ISE oder INES kämen zu dem Ergebnis, dass bis 2030 eine Elektrolyseleistung zwischen drei und 16 Gigawatt in Deutschland aufgebaut werden müsste. Bis 2050 liege das Marktpotenzial bei bis zu 300 Mrd. €,


Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 21.01.2019 09:12:47
1
2738287
Mal abwarten. Die Bell Laboratories in New Jersey haben erstmals 1953 kristalline Silizium-Solarzellen, jeweils zirka 2 cm² groß, mit Wirkungsgraden von über 4 Prozent produziert. Der großtechnische Durchbruch erfolgte erst ca 1/2 Jahrhundert später.

Sie tun ja gerade so, als ob Wirkungsgrad in Zukunft kleingeschrieben wird. Gasbüchsen sind so ineffizient wie Verbrennermotoren, das wird sich nie ändern. Egal, ob sie mit teurem EE-Gas oder fossil befeuert werden.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 21.01.2019 09:26:09
1
2738295
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Das Thema EE- Gas ist offensichtlich in der Politik angekommen

Staatssekretär Thomas Bareiß: Politik muss mehr für Power-to-Gas tun

Hier werden auch Zahlenwerte[...]

Hört sich nicht danach an, dass es für Gasbüchsen gedacht wäre. 19GW bis 2030 ist auch nicht dabei Behilflich den EE-Anteil bei Gasheizungen zu erhöhen. Nicht mal ansatzweise... :-/

Grüße Nika

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 21.01.2019 09:59:42
0
2738316
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Gasbüchsen sind so ineffizient wie Verbrennermotoren, das wird sich nie ändern. Egal, ob sie mit teurem EE-Gas oder fossil befeuert werden. [...]


Sollten damit

Brennwertkessel

gemeint sein, dann kann man zum Thema Wirkungsgrad / Effizienz nachlesen

Grundlagen

Bei der Benennung des spezifischen Energiegehalts von Brennstoffen unterscheidet man die Begriffe Heizwert und Brennwert. Der Heizwert Hi (früher Hu) bezieht sich auf die bei vollständiger Verbrennung gewinnbare Wärme; darüber hinaus beinhaltet der Brennwert Hs (früher Ho) zusätzlich die Kondensationswärme (latente Energie) des Abgases. Die Wirkungsgrade von Heizkesseln beziehen sich auf den Heizwert Hi. Dadurch haben Brennwertgeräte i. d. R. einen Wirkungsgrad über 100 %.

Der maximal erreichbare Wirkungsgrad bezogen auf den Heizwert Hi ist vom Brennstoff abhängig. Erdgas ermöglicht einen theoretischen Wirkungsgrad von 111 % bezogen auf Hi, während Heizöl eine verhältnismäßig geringere (theoretische) Steigerung auf 106 % ermöglicht, weshalb bei Ölheizungen Änderungen der Auslegung des Brenners (Blaubrenner, durch erhöhte Luftzufuhr wird die Verbrennung im Vergleich zum konventionellen Gelbbrenner vollständiger) im Niedertemperaturkessel eine höhere Einsparung bieten.


Dietmar Lange

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 21.01.2019 10:53:01
0
2738363
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Hört sich nicht danach an, dass es für Gasbüchsen gedacht wäre. 19GW bis 2030 ist auch nicht dabei Behilflich den EE-Anteil bei Gasheizungen zu erhöhen. Nicht mal ansatzweise... :-/

Grüße Nika


Mit Prognosen über zukünftige technische Entwicklungen im Energiebereich sollte man vorsichtig sein

Bis 2050 sind noch über 30 Jahre Entwicklungen möglich.

Vor rund 30 Jahren wurde zur Zukunft des deutschen Strommarktes prognostiziert:

Quelle:

Eine der ersten öffentlichen Aussagen von Angela Merkel in einem Radio-Interview als frischgebackene Umwelministerin der Regierung Kohl lautete: „Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 Prozent unseres Strombedarfs decken.“ Dieser Spruch stammte ursprünglich wörtlich aus einer ganzseitigen Werbeanzeige der Stromwirtschaft vom 1.1.1993, die in allen großen Tageszeitungen erschienen war

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 21.01.2019 12:27:25
1
2738427
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]


Sollten damit

Brennwertkessel

gemeint sein, dann kann man zum Thema Wirkungsgrad / Effizienz nachlesen

Grundlagen

[i]Bei der Benennung des spezifischen Energiegehalts von[...]


Könnte es sein das es nur Max. Ca 98 % Wärme aus der normalen gasbrwnnwerttherme aus 1 kWh Gas ergibt ?

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 21.01.2019 14:52:46
0
2738544
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Könnte es sein das es nur Max. Ca 98 % Wärme aus der normalen gasbrwnnwerttherme aus 1 kWh Gas ergibt ?


Eine Diskussion über Brennwerttechnik ist hier OT.

Ich habe lediglich auf eine falsche Aussage zum Wirkungsgrad hingewiesen.

Wirkungsgrade um die 100% gelten eigentlich als sehr gute Werte.

Wenn diese Technik aber schon mit der Bezeichnung "Gasbüchsen" diskutiert wird, ist eine objektive Beurteilung der Gegenwart und der zukünftigen Perspektiven einer Technologie nicht zu erwarten.

Daher der Link zu den Grundlagen der Brennwerttechnik, die als Technologie technikgeschichtlich jünger ist als Wärmepumpen oder PV.

Dietmar Lange

Verfasser:
crink
Zeit: 21.01.2019 15:02:42
4
2738551
Hi,

nehmen wir den Best-Case 16 GW Elektrolyseleistung an - nehmen wir weiter an, dass dafür 4000 Std EE-Strom als Überschuss pro Jahr zur Verfügung stehen (was für 2030 bei momentanem EE-Zubau utopisch ist). Damit können dann 64 TWh EE-Gas hergestellt werden. Bei fast 1000 TWh Gesamtgasverbrauch in D also maximal 7% EE-Gas-Anteil.

Wie hoch wird 2030 der EE-Strom-Anteil am Gesamtstromverbrauch sein? Standen da nicht 65% als Plan im Raum?

Fazit: Wer für seine heute eingebaute Heizung mit EE-Gas plant, lügt sich was vor. Wieder so ein Feigenblatt.

Viele Grüße
crink

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