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Bau eines Ringgrabenkollektors nähe Hannover
Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 18.01.2019 21:05:47
0
2737131
Hallo!

Ich habe mich die letzten Tage intensiv mit dem Thema Ringgrabenkollektor auseinander gesetzt.

Mein Neubau ist für Mitte diesen Jahres geplant. Bisher ist noch keine Heizlastberechnung durchgeführt wurden. Aus diesem Grund habe ich dies über Ubakus selbst durchgeführt und bin auf einen für mich hinreichend genauen Wert gekommen.

Nun zu meinen Vorhaben:

Bauort: Celle nähe Hannover
Grundstück 1540 qm
Haus + Garage: 190 + 60
Heizlast: 5,5kw
Wärmebedarf: 7400 kwh/(m2*a)

Wie ist eure Meinung zu meinem bisher erstellten RGK ?

Wie tief müssen die Zu- und Rückleitungen sein?

Wie gehe ich am besten auf die Heizungsbauer zu und gibt es hier jemand der das gleiche Projekt in der nähe Hannover vollendet hat?

Ich bedanke mich schon im Voraus für die Unterstützung und bin von diesem Forum schwer beeindruckt!


Verfasser:
crink
Zeit: 18.01.2019 22:31:16
2
2737165
Hi,

In Celle nach dem Ringgrabenkollektor fragen ist wie Eulen nach Athen tragen, schau einfach am Reiherpfahl vorbei, die können Dir sicher einen Heizi empfehlen. Vielleicht solltest Du Deinen Garten für Schulungszwecke bzw. zum Üben zur Verfügung stellen.

Wie sieht denn Deine bisherige Grabenplanung aus? Zuleitungen sollten mindestens 1,2 m tief liegen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 18.01.2019 23:02:57
0
2737173
Gar keine schlechte Idee dort mal nach einer "Kooperation" zu fragen :)

Zur Grabenplanung habe ich ein Bild-Link beigefügt. Ist das sichtbar?

https://www.bilder-upload.eu/bild-eb8c40-1547840381.png.html

Gruß

Verfasser:
PVvsThermie
Zeit: 18.01.2019 23:22:17
1
2737176
Das ist ja quasi mein Einzugsgebiet ans Nibe Effizienzpartner mit RGK Erfahrung... bei Interesse einfach mal ne Mail über das Forum schreiben. Und am besten hier kurz posten... die landen gerne im Spamordner...

Verfasser:
winni 2
Zeit: 19.01.2019 00:56:40
0
2737188
Hi,

speichere Deine Planung mal unter "Server speichern" im Tool
ab, kopier den Link und stell den hier ein.
A. ist auf jeden Fall zu nahe am Haus und die Verbindungs-
leitungen zu den Soleveteilern fehlen und die sollten nicht einige
Meter auseinander im Gebäude verteilt sein. :-)

Auf jeden Fall prima Voraussetzungen für einen Ringgraben-
kollektor.

Grüsse

winni

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 20.01.2019 11:45:22
0
2737764
Hallo Winni,

hier ist der Link zu meinem Projekt:

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=zau7JV03chyOnmRW6yJK

Ich musste ihn noch einmal neu machen.

LG

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 20.01.2019 12:02:39
0
2737775
Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.01.2019 12:26:25
0
2737791
Überdimensioniert, aber bietet sich bei Deinem Grundstück so an:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=pqGZpIbvEF5t50ZmirWs

Bekommt das Haus einen Keller?
Soll passiv gekühlt werden?

Hannover wäre Auslegungstemperatur - 14 Grad.

Grüsse

winni

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 20.01.2019 12:38:31
0
2737801
Danke hbrockmann und Winni für eure Verbesserungsvorschläge.

Wieso habt ihr die Laufrichtung umgekehrt? Was ergeben sich dadurch für Vorteile?

@Winnie: Sind 2m tief nicht besser und "sicherer" ? Wieso hast du den Kollektor im östlichen Teil halbiert?

Ist der Planer so aufgebaut, das ich jetzt mit genau 300m einmal rumkomme oder gibt es Trennstellen?

Würde es sich lohnen den Beginn des Kollektors noch im Norden von oben mit der Regenentwässerung zu versorgen?

LG

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.01.2019 12:51:59
0
2737806
2 Meter Tiefe ist unsicher für die Verlegenden und erhöht den
Aushub erheblich, weil die Grabenseiten für die Arbeitssicherheit
stark abgeböscht werden müssten.

Der Entwurf ist eh schon mit Hosenträger und Gürtel (:-), aber
man könnte ihn noch weiter aufblasen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=ycYh08DwZn5Oe7frcffx
Ist aber absolut nicht notwendig.

Es gibt keine Trennstellen. Die Verteilung der Rohrmeter siehst
Du in der Tabelle "Rohrverteilung".

Die Halbierung ist für einen gleichmässigeren Wärmeentzug über
den Verlauf. Am Anfang nimmt ein Rohrmeter mehr Wärme auf,
weil die Sole kälter ist und entsprechend das Temperaturgefälle
zum Boden. Der Trenchplaner berücksichtigt das indem er je
Abschnitt mehr und mehr Rohr je Grabenmeter vorsieht.

Wenn Du eh eine Versickerung machen musst, bringt es etwas
das über dem Kollektor zu machen. Wenn nicht, würde ich mir
den Aufwand sparen.

Für eine gute Beratung hilft es, wenn Du auch Fragen beantwortest. :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 20.01.2019 13:09:59
0
2737816
Sorry ganz übersehen ich habe sofort auf deinen Entwurf geschaut :)

Nein für das Haus ist kein Keller geplant.

Ja ich muss eine Entwässerung auf meinem Grundstück haben. Ich würde dann so etwas über den Kollektor legen: Klick

Über Kühlung habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht. Ich könnte mir aber eine passive Kühlung gut vorstellen, da es meinen ersten Recherchen nach auch WP gibt die das ganze schon integriert haben.

Ist bei so einer "geringen" Tiefe nicht mit Eis und somit einer Bodenhebung zu rechnen?

Die beiden 2x2 Anbindungsrohre werden dann ebenfalls1,5m tief bis unter den Hauswirtschaftsraum geführt und dann von unten durch KG Rohre durch die Bodenplatte geführt oder?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.01.2019 13:55:03
0
2737850
Denn Sickeriglu finde ich für die Grabenunterstützung nicht so geeignet,
weil er das Wasser mehr punktförmig ins Gelände bringt.
Dyarne legt da im Graben, ca. 1,2 Meter Tiefe (?), Geotextil aus, bringt
so 15 - 20 cm Kies ein und schlägt das Geotextil oben drauf. Im Kies
liegen Drainagerohre:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/213478/Grabenkollektor-Regenwasser-Versickerung

Mit passiver Kühlung würde ich den Graben für mehr Kühlpotenzial
ca. 1,7 Meter tief machen.

Eine gewisse Vereisung des Kollektors ist gewünscht, weil dabei viel
latente Wärme des Vereisungsvorgangs gewonnen wird.
Der Trenchplaner legt so aus, das mit Bodenhebungen nicht zu
rechnen ist. (Wenn man am Anfang entsprechend der "Rohrverteilung"
nicht zu viel Meter Rohr, je Meter Graben, einbringt).

Die Einführung beschreibst Du richtig.
Je ein KG-Rohr für "warm" und kalt.

Grüsse

winni

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 20.01.2019 14:06:30
0
2737863
Okay danke für die Antworten. Ich werde mich noch einmal näher mit dem Thema Versickerung beschäftigen.

Was wären jetzt meine nächsten Schritte? Spielt bei einem Grabenkollektor jeder Heizi mit oder sind die eher unbeeindruckt und unerfahren und lehnen solche Projekte ab?

Mit meinen Berechnungen bin ich auf einen Jahresenergiebeadrf von ca.7700 kwh/a gekommen. Mit einer Jahresarbeitszahl von 4,5 komme ich auf einen Primärenergiebedarf von unter 10 kWh/(m2*a) und somit locker KFW 40 Standart. Kann man dann ohne weiteres die KFW Förderung in Anspruch nehmen oder gibt es noch zusätzliche Anforderungen? Ich habe bisher noch keine schwarz auf weiß Anforderungen dafür gefunden.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.01.2019 14:38:45
0
2737882
Die nächsten Schritte wären:
- Über den Verlegevorgang schlau machen, Helfer verpflichten. :-)
- Bagger mit Fahrer suchen, das ist vorzugsweise der, der auch Deine
Bodenplatte vorbereitet und der Graben sollte dann unmittelbar vor
den sonstigen Baggerarbeiten auf dem Grundstück ausgeführt werden.
Auf dem freien Grundstück sind die Arbeiten am einfachsten.
- Rohr besorgen.

Für den Heizi macht es eigentlich keinen Unterschied ob er z.B. eine
Erdwärmebohrung oder den Ringgraben an die Wärmepumpe an-
schliesst, aber kann schon sein, das Du auf Widerstände stösst.
Standardbedenken "Druckverlust von 300 Meter Rohren zu gross".
Dann frag ihn, warum das bei einer 130 Meter Bohrung mit Anbinde-
leitungen nicht der Fall wäre?

KfW-Klasse richtet sich nach dem Primärenergieverbrauch im Vergleich
zum Referenzhaus. Da brauchst Du eh jemand, der den EnEV-Ausweis
macht.

Grüsse

winni

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 20.01.2019 15:09:45
0
2737906
Alles klar :)

Bagger habe ich letzte Woche schon angefragt. Kostet für das Vorhaben ca. 1000€ und ist ein 18t Bagger.

Wo bekomme ich günstig das Rohr her (Webshop)?

Welche WP würdest du mit empfehlen (NIBE F1255 PC?) ? Macht es Sinn dieses selbst zu kaufen und dann vom Heidi anschließen zu lassen?

Morgen habe ich einen erstenTermin bei einer Heizungsfirma. Mal sehen was da so rauskommt ;)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.01.2019 15:21:32
0
2737916
Es gibt noch ein paar Punkte, die ich nicht angesprochen habe,
besonders die Anzeige des Vorhabens bei der unteren Wasserbehörde:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/207602/Ringgrabenkollektor-fuer-Anfaenger

Wenn Du jemand hast, der das Rohr nach 200 Metern schweissen
kann, könntest Du einmal 400 Meter 40er Rohr verlegen. Das spart
den Verteiler ein.

Mit der genannten Nibe gibt es gute Erfahrungen im Forum.
Allerdings solltest Du prüfen ob der eingebaute Warmwassertank
mit 180 Litern für Euch ausreicht. Wenn nicht, seperater Speicher
und die 1155 PC, wenn Du passive Kühlung willst.
Die Geräte sind im Eigenimport einiges günstiger, aber viele Heizis
werden die nicht anschliessen wollen, wenn Du sie beschaffst.
Die verdienen auch am Geräteverkauf.

Grüsse

winni

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 20.01.2019 18:22:29
0
2738052
Ne 2x 300m sind mir die irgendwie lieber :)

Zum WW Verbrauch. Sind bisher zu zweit und da wird sich hoffentlich die nächsten 4-5 Jahre nichts ändern :) Große Badewannen Fans sind wir nicht. Ich bin ein "Effiziensduscher". Daher sehe ich den 180L WW Speicher unkritisch.

Zur WP: Viel günstiger als hier -> Klick kann man Sie doch nicht importieren oder ?

LG

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.01.2019 18:32:52
0
2738059
"Effizienzduscher" könnte bei 180 Liter und 2 Personen ein
Wasserhygieneproblem werden, weil der Speicherinhalt sollte
wegen dem Legionellenthema möglichst nach 1 - 2 Tagen
umgeschlagen werden.

Könnte dann besser sein auf einen Hygienespeicher oder
eine Frischwasserstation zu gehen, wo das Warmwasser im
Durchfluss erst bei Nutzung mit dem Speicherwasser
erwärmt wird.

Grüsse

winni

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 20.01.2019 18:35:04
0
2738063
Zitat von Hoffmann90 Beitrag anzeigen
Zur WP: Viel günstiger als hier -> Klick kann man Sie doch nicht importieren oder ?

da gibt es nix mehr im shop unter diesem artikel..

aber er führt sie für ~8500 €, ka wie die importpreise zur zeit sind..

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 20.01.2019 18:47:18
0
2738072
Seltsam dann funktioniert das verlinken des Artikels nicht. Ich habe durch kurzes recherchieren erfahren, dass die schwedischen keinen Wärmemengenzähler haben. Diesen benötige ich aber für die BAFA Förderung.

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 22.01.2019 21:06:24
0
2739427
So ich war die Tage beim Heizi. Er findet die Idee das ich den RGK in EL verlege grundsätzlich gut. Allerdings empfiehlt er mir lieber 3-4 Schlaufen in den Erdboden zulegen. Diese werden dann Meanderförmig oder in Kreisen verlegt. War ich jetzt nicht so von begeistert ich werde es einfach mit dem RGK machen. Er verbaut übrigens AlphaInnotec und Stiebel Eltron.

Noch etwas. Mein Grundstück darf nur zur Hälfte bebaut werden. Damit sind meiner Meinung nach nur Häuser, Schuppen, Garagen usw. von betroffen. Kann es möglich sein, dass ich dort auch keinen RGK verbauen darf? Es handelt sich um einen einfach Brandschutzstreifen, da ein Wald angrenzt.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 23.01.2019 07:52:41
1
2739541
Er findet die Idee das ich den RGK in EL verlege grundsätzlich gut. Allerdings empfiehlt er mir lieber 3-4 Schlaufen in den Erdboden zulegen. Diese werden dann Meanderförmig oder in Kreisen verlegt.

Der Heizi hat von diesem Thema keine, aber wirklich gar keine Ahnung. Ignorieren. Was er kennt sind diese alten DIN-Verlegungen mit z.B. 4x100m 25er Rohr für eine 6 kW Wärmepumpe. Der RGK wurde ja gerade als Verbesserung dem gegenüber entwickelt. 2° höhere Soletemperatur und geringere Kosten bei weniger Platzbedarf.

Kann es möglich sein, dass ich dort auch keinen RGK verbauen darf? Es handelt sich um einen einfach Brandschutzstreifen, da ein Wald angrenzt.

Nein, kein Problem. RGK ist kein Bauwerk, wie eine Wasser- oder Stromleitung oder Kanal. Und ein 1,50m tief in der Erde verlegtes wassergefülltes Rohr brennt nicht.

Grüße
Frank

Verfasser:
Hoffmann90
Zeit: 25.01.2019 15:21:03
0
2740828
Mahlzeit,

ich habe parallel schon die untere Wasserbehörde informiert um den Bau des Kollektors anzumelden. Dabei ist herausgekommen, dass das Grundwasser bei uns sehr hoch steht.

Ich habe unter anderem folgende Info bekommen:

"Zum Schutz des Grundwassers wird eine Einbettung der Kollektorrohre in grundwasserunschädliches, nach Erhärtung dauerhaft wasserdichtendes Material erforderlich. Dabei ist eine allseitige Ummantelung der Kollektorrohre mit Dichtmaterial von mindestens 30 mm zu gewährleisten. Hierdurch kann im Falle einer Leckage die Ausbreitung der Wärmeträgerflüssigkeit in das Grundwasser verhindert bzw. deutlich eingeschränkt werden. Zur Vermeidung von Verlusten von Wärmeträgerflüssigkeit ist für den Einbau sehr widerstandsfähiges Rohrmaterial zu verwenden.

Weiterhin ist die Anlage mit einer selbsttätigen Leckageüberwachungseinrichtung (Druckwächter) zur rechtzeitigen Abschaltung der Umwälzpumpe bei Druckverlusten auszustatten. Die Anlage ist mit einer separaten Absperrmöglichkeit der Kollektorkörbe/Kollektorkreise auszurüsten. Hierdurch können mögliche Flüssigkeitsverluste reduziert werden."

Ich kann mir nicht vorstellen das ganze Rohr zu ummanteln. Wie wird sowas in Grundwasser gebieten gehandhabt?

Viele Grüße

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 25.01.2019 16:30:06
0
2740854
du hast aber bei der anfrage explizit auf folgende punkte hingewiesen?
-keine verbindungsstellen der solerohre ausserhalb des hauses
-pe-rc rohre, also extrem stabil
-drucktest der leitungen vor inbetriebnahme
-notfalls noch druckwächter zur notabschaltung der anlage bei druckabfall

Verfasser:
winni 2
Zeit: 25.01.2019 16:33:15
0
2740855
Mist...

Wie hoch steht das Grundwasser und war das eine konkrete
Vorgabe für Dein konkretes Vorhaben oder mehr so eine
allgemeine Auskunft?

Grüsse

winni

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Buddy5 schrieb: Euer Problem ist alt bekannt, kein einziger Techniker hat euch beschrieben wie es funktioniert. Das Stichwort "Betriebsbedingungen"...
feanorx schrieb: zu1. 17mm Querschnitt ist ok sofern die FBH Kreisanzahl passt zu2. Das sollte eigentlich so üblich sein aber es gibt auch...
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