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Viessmann Atola Effizienz / Heizlast WP MDC05H3E5
Verfasser:
Christian_8118
Zeit: 19.01.2019 22:19:58
0
2737587
Hallo liebe Experten,

aktuell habe ich eine Viessmann Atola von 1989 mit 28kW eingebaut. Der maximale Verbrauch den ich diese Saison über 24h hatte lag bei ca. 220 kWh bei einer 24h-Durchschnittstemperatur von ca. -8°C. Das heißt prinzipiell lag die benötigte Heizleistung bei unter 10kW. (Nach Einstellung der Heizkurve.)
Über die BMWi Seite habe ich mir mal eine Info zur Effizienz geholt:
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Infografiken/Energie/effizienzklassen-rechner.html
Hier steht, dass die Effizienz bei 68% liegt. Wenn ich jetzt einberechne, dass die Gasheizung komplett überdimensioniert ist, kann ich dann davon ausgehen, dass ich auf eine maximale Heizlast von ungefähr 6kW kommen würde?
Kann man diesen Effizienzangaben trauen?

Hinzu kommt, dass ich aktuell zwei Heizkreisläufe habe. Heizkreislauf 1 liefert die Wärme für die Radiatoren (Kesseltemperatur=Vorlauftemperatur=55°C) und Heizkreislauf 2 mit Mischer die Wärme für die FBH (Vorlauftemperatur=28°C aktuell). Um meine Vorlauftemperatur zu senken, hatte ich den Mischer (auch von Viessmann) einfach mal mechanisch ausgehängt und die Kesseltemperatur weiter gesenkt. Nun ist mir dann leider das heiße Wasser für die Brauchwassererhitzung in den Rücklauf der FBH gelaufen. (Dies verhindert im Normalfall die Mischerregelung automatisch.) Vorsichtshalber habe ich den Mischer daher wieder in Betrieb gesetzt. (Leider habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, die wohl eingestellte Temperaturdifferenz von knapp 20°C zwischen HZK 1 und 2 anders zu verringern.)
Um mich kurz zu fassen, ich denke, dass ich die Vorlauftemperatur prinzipiell auch im Radiatorenkreislauf erheblich senken könnte (sind sowieso nicht so viele Radiatoren dran und notfalls könnte ich dort auch noch eine Flächenheizung nachrüsten). Meint Ihr, dass ich in diesem Fall mit einer Panasonic MDC05H3E5 auskommen könnte?

Hätte kein Problem, wenn ich bei richtig kalten Temperaturen ein paar Stunden im Jahr mal den Heizstab zur Hilfe nehmen müsste. Klar es sollten natürlich nicht zu viele sein ...

Sorry, für den doch viel zu langen Text und vielen Dank für Eure Antworten!

Viele Grüße
Christian

P.S.: Hatte hier schon mal vor einem halben Jahr eine Frage reingestellt. Wusste da aber noch nicht, dass meine Gasheizung anscheinend so ineffzient ist ...
Klar, wenn es nicht mit einer geht, könnte man auch zwei in Kaskade schalten. Lieber wäre es mir aber mit nur einer.

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 19.01.2019 23:04:20
0
2737603
Hi,

wie hoch ist denn der Jahresverbrauch an Gas? Schreib auch mal was zu dem Gebäude.


Über den reinen Gasverbrauch und die theoretische Effizienz der Anlage würde ich eher nicht rechnen. Ein Wärmemengenzähler wäre da deutlich zuverlässiger.

Evtl. kannst du kurzfristig noch einen (gebrauchten) einbauen und in den nächsten Wochen ermitteln wie hoch der Energiebedarf wirklich ist.

Du könntest auch überlegen die Geisha zusätzlich zur Ölheizung anzuschließen.

Gruß Tobias

Verfasser:
sukram
Zeit: 19.01.2019 23:49:12
0
2737614
Zitat von Christian_8118 Beitrag anzeigen
Hier steht, dass die Effizienz bei 68% liegt. Wenn ich jetzt einberechne, dass die Gasheizung komplett überdimensioniert ist, kann ich dann davon ausgehen, dass ich auf eine maximale Heizlast von ungefähr 6kW kommen würde?
Kann man diesen Effizienzangaben trauen?[...]


Das ist angelehnt an den Jahresnutzungsgrad, also über's ganze Jahr gesehen, und gaaanz grob generalisiert (mein '73rer Umstellbrandkessel trägt dasselbe Kleberli;-)
Und außerdem ist das letztendlich auf Vorschlag von Vaillant "in die Wege geleitet" worden- Win-Win-Situation: Die Politik tut so, als würde sie was sinnvolles tun, der BdH meldet steigende Absatzzahlen, und an dem, was nicht in Hehlvetien landet, kann sich der Finanzminister auch noch gütlich tun. Achja- Beamtenposten und eine Bundesstelle für Energieffizienz gabs auch noch dazu...

Siggi Popp, verantortlicher Bundeswirtschaftseggsberdenminister, und seiner Partei hat's trotzdem nix genutzt ;-)

Eine Gscheite Effizienzbewertung jeder Anlage hätte nämlich mehr gekostet als die 8€ ~ 80 Mio Steuergeld, dafür gabs auch sinnvolle Vorschläge / wissenschaftliche Gutachten. Das hätte der Finanzminister aber nicht abgenickt, d.h. der Häusleheizer hätte was abdrücken müssen, und mit sowas macht man sich in der Politik ...unpolulär...

Wie dem auch sei, nach dem Bapperl käme ein Brennwerter auf A, und es wird versprochen



(Man beachte: "Bis zu" ;-)

Womit nicht ausgeschlossen werden soll, das das im Einzelfall auch erreicht oder gar übertroffen werden könnte - wäre mein Kessel im Originalzustand, wie er durchschnittlich installiert wurde, wären nach Tausch vs. Gasbrennwerter sicher "bis zu" 40% drin.

Dagegen erwarte ich -15% und erhoffe -20%... denn Effizienz kann man messen und hohrechnen. Zum Beispiel, indem man das Verteilnetz absperrt und dann die die Brennerlaufzeit misst -> Bereitschaftsverluste -> Abstrahlerluste.

BEE - Gutachten: Kesseltausch spart deutlich weniger Energie und CO2 als angenommen

Verfasser:
Xilli
Zeit: 20.01.2019 00:58:05
1
2737633
Ich habe eine Viessmann Atola 24kw und einen Wärmemengenzähler. Mein Kessel hat keine Abgasklappe.
Ich habe es 3x bei Minusgraden gemessen. Rein rechnerisch lande ich immer zwischen 56 und 58 Prozent.
Mein Haus wird auch für eine Heisha vorbereitet.
Das bedeutet aber den Vorlauf auf max. 40Grad senken, dass die Wärmepumpe auch effizient arbeitet.
Folglich werde ich FBH und im Bad zusätzlich Wandheizung verbauen. Ich komme bei mir auf 5,8kw Heizlast mit dem Grabentool.
Das sollte die Heisha mit Hilfe des Heizstabs packen, wobei ich für die ganz kalten Tage noch einen Holzvergaser eingebunden habe.

Grüße

Verfasser:
Christian_8118
Zeit: 20.01.2019 14:23:13
0
2737874
Zitat von Xilli Beitrag anzeigen
Ich habe eine Viessmann Atola 24kw und einen Wärmemengenzähler. Mein Kessel hat keine Abgasklappe.
Ich habe es 3x bei Minusgraden gemessen. Rein rechnerisch lande ich immer zwischen 56 und 58 Prozent.
Mein Haus wird auch für eine Heisha vorbereitet.
Das bedeutet aber den Vorlauf[...]


Vielen Dank erst mal für Eure Beiträge!

Mein Gaskessel hat eine Abgasklappe. (Verbrauch liegt jetzt aktuell bei ca. 30kWh/a.) Von daher sollte die Effizienz also etwas höher sein. Dann rechne ich mal konservativ mit 65%. Wenn ich also die 220kWh Verbrauch umrechne (bei der Annahme, dass das der Maximalverbrauch wäre), käme ich also auf knapp 6kW benötigter Leistung. Passt das?

Ein paar "Joker" habe ich ja noch im Ärmel: Ich habe ca. 20qm Fensterfläche mit U-Wert 2.7W/m²/K. Wenn ich jetzt hier neue Fenster (mit U-Wert der um 2 kleiner ist) verbaue, habe ich bei 30K Temperatudifferenz eine Verringerung der Heizlast um 1.2kW. Passt, oder?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 20.01.2019 14:39:48
0
2737884
Grundsätzlich interessant wäre die Norm-Außentemperatur bei dir ... dann mal schauen wie oft diese Extremwitterung gegeben ist!

Wir haben bei uns die letzten beiden Jahre jeweils knapp über 18.000 kWh thermische Energie (mit Wärmemengenzählern ermittelt) für die Raumtemperierung unserer Wohnräume im gut 18 Jahre alten freistehend gebautem Einfamilienhauses mit rund 250 qm beheizter Fläche benötigt - höchster Heizleistungsbedarf war etwas mehr als 7 kW.

Es ist natürlich abhängig davon wie optimal Du Deine hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen herrichten kannst, um einen möglichst hohen Volumenstrom und eine ausreichend kleine Spreizung hinzubekommen, damit die Bedingungen für's effiziente und materialschonende Wärmepumpen passen.

Verfasser:
Christian_8118
Zeit: 20.01.2019 14:57:30
0
2737897
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Grundsätzlich interessant wäre die Norm-Außentemperatur bei dir ... dann mal schauen wie oft diese Extremwitterung gegeben ist!

Wir haben bei uns die letzten beiden Jahre jeweils knapp über 18.000 kWh thermische Energie (mit Wärmemengenzählern ermittelt) für die Raumtemperierung[...]


Danke für die Antwort.

Die Normaußentempereratur liegt entweder bei -14°C oder -16°C. Konnte ich gerade nicht finden. In den 5 Jahren in denen wir jetzt hier wohnen, hatten wir solche Temperaturen aber bis jetzt nicht über mindestens 48 Stunden, soweit ich weiß. Wie gesagt, für Extremtemperaturen den Heizstab zu nutzen, fände ich unproblematisch. Sollte eben nicht zu oft vorkommen.

@lowenergy: Was für ein Heizsystem hast du denn aktuell. Hast du auch noch eine alte Gasheizung? Wenn ja, wie groß ist die benötigte Gasmenge umgerechnet in kWh?

Verfasser:
tiber
Zeit: 20.01.2019 15:10:02
0
2737907
Zitat von Christian_8118 Beitrag anzeigen
Hallo liebe Experten,

aktuell habe ich eine Viessmann Atola von 1989 mit 28kW eingebaut. Der maximale Verbrauch den ich diese Saison über 24h hatte lag bei ca. 220 kWh bei einer 24h-Durchschnittstemperatur von ca. -8°C. Das heißt prinzipiell lag die benötigte Heizleistung bei unter[...]


Hallo

ich wäre da vorsichtig mit einer Heizlastschätzung von 6KW! Wäre m.E. nur zu schön dann nur mit EINER Geisha liebäugeln zu können.

Hatte selbst eine ähnliche Ausgangslage mit einem 24KW Athmokessel an zwei HK, d.h. FBh gemischt und Radiatoren direkt. Bj.96er Bestandshütte mit 340qm beheizter Fläche. Ich kann nur empfehlen zuerst einen WMZ einzubauen, um die Heizlast zu ermitteln. Das ist günstig und schnell erledigt.
Ich hatte die Vlt dann maximal gesenkt, dann den Volumenstrom angepasst. Ursprünglich lag die VLT auch bei 55Grad. Hatte auf unter 40 Grad senken können, Radiatoren und FBH kreis mit knapp 1000L/h an den Grundfos Alpha2 Umwälzpumpen eingestellt.
Der installierte WMZ lieferte dann genaue Werte zur erzeugten bzw benötigten Wärme. Und wie interessant, der Niedertemperaturgaskessel schaffte doch rd. 85% Nutzungsgrad in Bezug auf den Brennwert(!) vom Gas! Also Vorsicht mit der Annahme für Heizlastabschätzungen, der Nutzungsgrad würde auch generell bei unter 70% liegen! Das kann sein, muss aber nicht!
An richtig kalten Tagen nahe der Auslegungstemperatur liefen bei mir um die 25cbm Gas bzw 230-240Kwh am WMZ pro Tag, also knapp 10KW Heizlast. Jahresverbrauch zwischen 20-22000Kwh ohne WW.

Nun läuft nach dem Rauswurf des alten Gaskessels eine Geisha Kaskade mit 35 Grad VLT bei -10 Grad AT, der FBH Kreis mit SWV -2, beide Asiatinnen um die 1000L/h direkt in die Heizkreise, kein Mischer, kein Puffergedöns! Bisher Top!
Letzte Nacht bei -5°C eine AZ von 3,75 bzw 7,2 KW Heizlast. D.h. EINE Geisha hätte nicht gereicht, zumindest bei abgeschaltetem Heizstab!
Standort mildes Rheinland. Naja, die Kälte der letzten Tage hat die JAZ nun etwas unter die 5 gedrückt :-(

Verfasser:
Christian_8118
Zeit: 20.01.2019 15:28:52
0
2737923
Zitat von tiber Beitrag anzeigen
Zitat von Christian_8118 Beitrag anzeigen
[...]


Hallo

ich wäre da vorsichtig mit einer Heizlastschätzung von 6KW! Wäre m.E. nur zu schön dann nur mit EINER Geisha liebäugeln zu können.

Hatte selbst eine ähnliche Ausgangslage mit einem 24KW Athmokessel an zwei HK, d.h. FBh gemischt und Radiatoren direkt.[...]


Danke für die Antwort. Sehr interessant!

Hatte Dein alter Kessel auch zufällig eine Trimatik MC Steuerung für den Mischer?
Bin leider aktuell nicht in der Lage die Vorlauftemperatur getrennt für den FBH-Kreislauf einstellen. Siehe auch hier:
Problem mit Trimatik MC Steuerung und Mischer

Hast Du dazu zufällig eine Idee?

Noch eine Frage zu Deiner aktuellen Installation: Die JAZ sind ja ausgezeichnet! Hast Du alles selbst installiert?

Ich scheue mich noch etwas mit dem Einbau des WMZ ... Arbeitskosten liegen sicherlich bei 200 Euro oder?

Vielen Dank und viele Grüße!
Christian

Verfasser:
Xilli
Zeit: 20.01.2019 15:59:50
0
2737939
Mit den angenommenen 65% gebe ich dir mit der Abgasklappe recht.
Bei dem Rest kann ich nur Low und tiber zustimmen.
Ich bin schon lange an der Planung für eine Geisha jetzt Heisha.
Da ich meinen Kessel mit Hilfe des Forums optimieren konnte und dank größerer Heizkörper und entsprechender Verrohrung schonmal Tests durchführen konnte, bin ich positiv gestimmt.
Allerdings brachte erst der Wärmemengenzähler richtige Durchsicht zu aktuellen Verbräuchen, Vor- und Rücklauftemperaturen, Durchflussmenge.
Alles andere ist nur grobe Schätzerei. Die Heisha kommt aber erst, wenn die Atola es nicht mehr bringt oder ich die ersehnten großen Heizflächen da sind.
Das Tauschen der Fenster bringt definitiv was, auch das Erkennen und beseitigen von Wärmebrücken. Es ersetzt aber nicht das Vorhandensein entsprechender Heizflächen um eine möglichst geringe Vorlauftemperatur zu erreichen. Erst dann würde ich von der Sinnhaftigkeit einer WP sprechen.

Einen WMZ brauchst du später auch noch, wenn es zur Wärmepumperei kommt. Ich habe ein gebrauchtes Modell mit Einbausatz erworben und mit nem Freund zusammen eingebaut. 45Euro.
Ich denke, je nach Region kann dich der Einbau exkl. Material schon 200Euro kosten.

Verfasser:
tiber
Zeit: 20.01.2019 17:07:24
0
2737988
Moin,

rechne mal mit Gasmenge (Kubikmeter) x 1,1, und Du hast in etwa den Brennwert, bzw was abgerechnet wird. Mein alter NT-Siegerkessel schaffe mit Abgasklappe und div. Optimierungsmaßnahmen laut WMZ Ablesung errechnet tatsächlich 85% vom Brennwert!
Mit dem Kosten für einen gebrauchten WMZ samt Einbauset kommt das so mit 200 Talern wohl gut hin. Nimm am besten gleich einen Qn2,5.
Dann erst mal beobachten, was bei Kälte bzw optimaler Weise an den extremsten Tagen effektiv an Wärmemenge benötigt wird, und vor allem welche Systemtemperaturen mindestens erforderlich sind. Braucht eben auch seine Zeit bzw Spielerei und entspr. AT, bis man das alles ermitteln kann.
Bei dem alten Isolierglas wird sich ein Tausch sicherlich lohnen die Heizlast um knapp 1 Kw zu senken (1,0er Glas) , also reiner Glastausch, wenn die Rahmen und Dichtungen etc (hoffentlich) noch gut sind. Bei dem Thema gleich die Rolladenkästen angehen.
Die Mischersteuerung lief bei mir aber einwandfrei. Die Mitte 90er FBH braucht rd. 2-3 Grad weniger als die Radiatoren. Ja und fast alles selbst gemacht.

Nach meinem Gefühl wird es ohne eine gesamtenergetische Sanierungsmaßnahme der ganzen Hütte aber ambitioniert sein, ausgehend von momentanen 220Kwh/Tag bei -8 °C mit EINER 5Kw Maschine zu liebäugeln, d.h. wenn sie effizient und monovalent betrieben werden soll, bzw die Norm AT bei -14 und tiefer liegt...

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 20.01.2019 17:24:21
0
2738009
Hi

Die Heisha hat zwar 5kw aber viel mehr als 100kwh pro 24h schafft sie kaum.

Hatte jetzt schon Mal so 110 kWh ohne ww.

bei den aktuellen Temperaturen kommt sie bei mir schon in den Grenzbereich.

Bin jetzt schon Mal am Experimentieren wie ich den Heizstab einsetze .

So einen Rekordwintern hätte es nicht gebraucht im ersten Jahr 😉

Verfasser:
Christian_8118
Zeit: 20.01.2019 18:17:57
0
2738048
Zitat von Turbotobi76 Beitrag anzeigen
Hi

Die Heisha hat zwar 5kw aber viel mehr als 100kwh pro 24h schafft sie kaum.

Hatte jetzt schon Mal so 110 kWh ohne ww.

bei den aktuellen Temperaturen kommt sie bei mir schon in den Grenzbereich.

Bin jetzt schon Mal am Experimentieren wie ich[...]


Was hattest du vorher an Heizlast berechnet?

Ok. Dann kann ich mir das wohl doch abschminken mit einer Geisha. Aber dann bin ich mit zwei Geishas auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Bezüglich des WMZs: Prinzipiell bräuchte ich dann aber einen WMZ pro Heizkreislauf, oder? Durchs Mischen sinkt ja auch nochmal die Effizienz, richtig?

Viele Grüße
Christian

Verfasser:
rman
Zeit: 20.01.2019 18:55:29
0
2738075
Für zwei Geishas muss die Hydraulik stimmen.
Beim Abtauen gehen da einige Liter durch die Leitung. Entweder rauscht es dann im Kreislauf oder die andere WP geht in Störung.

Wenn man es richtig macht funktioniert es gut. Trotzdem rate ich bei höherer Heizlast zur MXC09H3E8:
- eine Wärmepumpe
- eine Steuerung
- Hydraulik problemloser als bei einer Kaskade
- leiser als zwei Geishas (ich meine leiser als eine Geisha, weil die Verdichterfrequenz geringer ist, ist aber subjektiv)
-

Verfasser:
tiber
Zeit: 20.01.2019 19:11:37
0
2738083
Je Heizkreis ein WMZ wäre natürlich optimal, u.a. um die Volumenströme auszutesten.
Ansonsten reicht aber einer hinter dem WE bzw Gaskessel.
Wenn Du gut dimensionierte Radiatoren hast, brauchen die evtl. gar nicht so viel mehr an VLT. Sprich der Mischer muss für die FBH kaum heruntermischen.
Mit zwei Wp, d.h. eine für die Radiatoren, und die andere für die Fbh, kämst Du auch in den Genuss die nötigen VLT individuell je HK einzustellen, also unterschiedliche Heizkurven für Fbh und Radiatoren, und der Mischer gehört natürlich für immer raus aus der Hydraulik!

Hoffentlich ist die bestehende Vorrohrung gut dimensioniert, dass mit möglichst geringer Pumpenleistung um die 1000L/h je Heizkreis möglich sind.
Bei mir sind die beiden Heizkreise mittels Bypass in 28er Cu Rohr verbunden und absperrbar. Bisher ist die Absperrung immer offen. Die Fbh nimmt sich das Heizwasser von der 1. Geisha, die Radiatoren von der 2. Die 1. Geisha läuft mit SWV -2 , also 2 °C niedriger als die 2. mit SWV = 0. Das Temperaturniveau passt bisher perfekt für jeden Heizkreis. Und keine Probleme mit der Abtauung.
Geisha 1 übernimmt auch das WW. Währenddessen übernimmt die Geisha 2 über den Bypass auch die FBH, dann zwar mit 2 Grad mehr als nötig, was die Fbh aber gut abfedert.
Hinzu muss während der Übergangszeit bzw unter 5 KW Heizlast nur eine Geisha werkeln. Vermeidet die Takterei. Hat bei mir im letzten Herbst super funktioniert. Ggf. muss man dann die Heizkurve etwas anpassen.
Nachteil 2 Maschinen vor der Hütte. Alternativ vll. die 9KW Variante siehe @rman

Verfasser:
Christian_8118
Zeit: 20.01.2019 22:21:32
0
2738197
Zitat von tiber Beitrag anzeigen
Je Heizkreis ein WMZ wäre natürlich optimal, u.a. um die Volumenströme auszutesten.
Ansonsten reicht aber einer hinter dem WE bzw Gaskessel.
Wenn Du gut dimensionierte Radiatoren hast, brauchen die evtl. gar nicht so viel mehr an VLT. Sprich der Mischer muss für die FBH kaum[...]


Alles klar. Das hört sich doch gut an. Danke Euch!
Viele Grüße und einen schönen Abend!
Christian

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 20.01.2019 23:22:37
0
2738213
Zitat von Christian_8118 Beitrag anzeigen
Zitat von Turbotobi76 Beitrag anzeigen
[...]


Was hattest du vorher an Heizlast berechnet?

Ok. Dann kann ich mir das wohl doch abschminken mit einer Geisha. Aber dann bin ich mit zwei Geishas auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Bezüglich des WMZs: Prinzipiell bräuchte ich dann aber einen WMZ pro[...]



Ich habe den Bedarf in den letzten 3 Jahren per wmz ermittelt und da bis zu 140kwh Tagesbedarf. Mir war und ist bewusst das eine Geisha da sehr knapp ist. Ich plane eine zusätzliche Split Klimaanlage ( wäre im letzten Sommer auch ganz nett gewesen)oder verbesserungen beim Wärmeverlust.

Für diesen Winter sehen Heizlüfter bereit. Mit einer 4 wöchigen Kälteperiode habe ich allerdings nicht gerechnet. Aber bisher schafft meine Heisha es noch angenehme Temperaturen zu erzeugen.

Möglich wären auch ein Kaminofen falls du Lust drauf hast.

Eine 2. Heisha arbeitet für die Mietwohnung im haus da reicht die Leistung.

Wenn die Heisha( und erst Recht zwei) auf voller Leistung laufen sind sie übrigens nicht mehr ganz so leise. Das sollte man bei der Aufstellung berücksichtigen.

Verfasser:
rman
Zeit: 21.01.2019 10:41:51
0
2738354
Meine Splitklima (billig Gerät) arbeitet seit ein paar Tagen im Heizbetrieb und ist so vereist, dass ich sie jetzt mit einem Gasbrenner enteisen muss.

Nur als Hinweis, für alle die mit einer Splitklima heizen wollen: die meisten Geräte können auf dem Papier heizen. Für dauerhaften Heizbetrieb muss man tiefer in die Tasche greifen (z.B. Panasonic Nordic).

Verfasser:
Christian_8118
Zeit: 21.01.2019 21:58:58
0
2738838
Zitat von rman Beitrag anzeigen
Für zwei Geishas muss die Hydraulik stimmen.
Beim Abtauen gehen da einige Liter durch die Leitung. Entweder rauscht es dann im Kreislauf oder die andere WP geht in Störung.

Wenn man es richtig macht funktioniert es gut. Trotzdem rate ich bei höherer Heizlast zur[...]


Ja, so mittlerweile denke ich auch, dass es vielleicht sinnvoller ist die große MXC09H3E8 zu kaufen.

Vor-, Nachteile:

2x MDC05H3E5 vs. 1x MXC09H3E8
------------------------------------------------------------------------
Kosten: + -
2x2600-4000 (BAFA)=1200€ vs. 4800-2000=2800€
Montagekosten: - +
2x Fundament + weitere Komponenten vs. 1x Fundament ???
Standfläche: - +
2x 1283mm x 320mm vs. 1x
Höhe: + -
865mm 410mm
Flexibilität: + -
Bei 2x WP können zwei HK mit unterschiedlichen Temperaturen ohne Mischer genutzt werden. Bei geringer Heizlast läuft nur eine WP.
Komplexität: - +
"Keep it simple": Womöglich kann bei nur einer WP weniger schief gehen, als bei der Benutzung von 2x WP
COP: + -
Laut Datenblattangaben ist der COP für die kleinere WP etwas besser als für die größere.
Phasen: Einphasig Dreiphasig
Ist die dreiphasige Ausführung ein Nachteil??

Hab' ich noch was vergessen?
Jetzt schwanke ich schon wieder, ob ich nicht doch besser 2x 5kW WP nehmen soll ...

Was meint Ihr?

Viele Grüße
Christian

Verfasser:
tiber
Zeit: 22.01.2019 11:18:55
0
2739045
Moin Christian,

sicher die die Variante mit 2 Wp erstmal die aufwändigere, d.h. Platzbedarf, "doppelte" Anbindung etc. Würde mich auch nicht darauf verlassen 2mal die Förderung der Bafa zu bekommen, d.h. wenn man denen nicht auch zwei getrennte Wohneinheiten und für jede dann eine der Wp nachweisen kann!!
Ziel müsste es m.E. erst mal sein möglichst genau herauszufinden wie weit man mit der VLT für den Radiatorenheizkreis herunter gehen kann, und welcher Durchfluss bei allen Thermostaten voll auf möglich ist. Die FBH wird ja sicher weniger VLT benötigen, aber auch das müsste man genauer wissen. Meine FBH kommt z.b. 32-33°C hin, die Radiatoren mit ca. 35. Der Hinweis zum WMZ kam ja schon.
Auf der Basis könnte man dann sicher weiter überlegen, ob man die 9KW Variante nimmt, die ständig mit der höheren benötigten VLT fährt und parallel die Fbh geringfügig heruntermischt, oder ob man an den Radiatoren im RL ein passendes Temperaturniveau und Volumenstrom für das Gesamtsystem hinbekommt, das dann in den VL der (nachgeschalteten) Fbh geht und den Mischer erübrigt. Ich glaube lowenergy hat so eine Anlage mit der Geisha super laufen.

Damit das mit zwei Geishas (Heishas) funzt bzw keine Probleme u.a. beim Abtauen gibt, müsste man die getrennt bis zum Heizraum und dort je in die Hydraulik der Fbh bzw den Radiatorenkreis anbinden. Soweit man die zwei als Kaskade betreiben will, müsste man eine Art Bypass als (zur Not absprerrbare) Verbindung zwischen FBh und Radiatorenheizkreis vorsehen.
Wie gesagt, bei mir läuft das top, keine Probleme beim Abtauen, allerdings die 12m von den WP hin zum Heizraum auch mit 32er MSVR und dort weiter alles in 28er Cu Rohr mit ständig rd. 950-1100L/h für jede Wp vorgesehen.

Etwas flexibler ist man mit der Variante von 2 Wp m.M. schon, auch in Bezug auf eine redundante Lösung (Ausfall einer Wp kann die zweite immerhin noch was tun solange Strom vorhanden...), die FBH kann man mit dem niedrigeren Temperaturniveau effizienter befeuern, als Kaskade läuft über den Bypass während der Übergangszeit nur eine Wp für beide Heizkreise, und somit Modulationsbereich von ca. 2,5-10KW mit geringer Takterei, WW übernimmt eine WP (optimaler Weise die für die Fbh), während die zweite dann für die Zeit der WW Bereitung auch noch die FBh unterstützen kann. D.h. soweit man das bei der Anbindung und Position des 3-Wegeventils berücksichtigt bzw so vorgesehen hat.

Die 9KW Maschine kenne ich jetzt nicht genauer, will von daher auch nicht davon abraten.

Verfasser:
rman
Zeit: 22.01.2019 12:11:46
1
2739081
Die 9kW Maschine:
- ist leiser als eine Geisha und erst recht als zwei
- Liefert die Leistung auch bei hohem Vorlauf und tiefen Außentemperaturen
- ist einfacher hydraulisch anzubinden
- gibt es auch als Biblock und damit hat man keine Einfriergefahr
- keine zwei Bedienelemente


Biblock hat die Vorteile:
- Kabel müssen nicht nach Außen geführt werden (Außer einem und den Kältemittelleitungen)
- Wartungsfreundlich, weil das Innengerät innen ist
- keine Einfriergefahr
- 3 Wegeventil kann im Innengerät eingebaut werden
- Hydraulik muss nicht nach Außen geführt werden

Letztendlich muss du entscheiden was dir wichtig ist.
Ich bin immer noch ein Fan der Monoblocks, werde aber zum immer größeren Fan der Biblocks, weil diese problemloser sind.

Ein guter Händler kann dir auch den kältetechnischen Anschluss bieten.

Verfasser:
rman
Zeit: 22.01.2019 12:22:11
0
2739091
Von der BAFA bekommst du 1500€ für die Wärmepumpe und 500€ für einen Pufferspeicher mit 30l/kW Volumen.

Bei einer Kaskade bekommst du die 500€ pro Wärmepumpe wenn auch zwei Speicher verbaut werden.

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