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LWP mit 50kW Verbrauch pro Tag
Verfasser:
rec_o
Zeit: 22.12.2018 22:50:06
0
2723862
Hallo Zusammen,

gerne lese ich desöfteren wertvolle Beiträge in diesem Forum und möchte heute ein Problem mit euch diskutieren. Leider komme ich alleine als Laie nicht weiter, der Installateur ist kaum zu greifen und ein neue Firma kommt erst im Neujahr.

Nach einem 2. WInter (2016/17), welches zwar von den Zimmertemperaturen nicht optimal war aber von den Verbrauchswerten der des Neubaus habe ich dieses Jahr ein Verbrauchsproblem. Die Wärmepumpe verbraucht am Tag ca. 50kWh.


Was haben wir?
- Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Bauahr 2015/16 mit 24,5cm Bimsstein + WDVS 14cm Styropor. Im EG sind 70qm HH und 84qm ELW. Im OG sind es ca 110 qm HH. Insgesamt 264qm.
- Ein Heizkreis für beide Parteien mit Wärmezähler im Vorlauf.
- Überall Fussbodenheizung mit 10cm Verlegeabstand.
- StiebelEltron LWP (WPL 25A) mit WPM3 als Hydraulikmodul
- Kombispeicher
- alles Rücklaufgesteuert

Bisherige Probleme ohnehin:
- OG wurde nie so einfach warm, EG und ELW immer ziemlich warm.



Zuvor hatte das keine Haus RTR und ich habe die Räume einmal über die Ventile geregelt. Dieses Jahr habe ich die Stellköpfe eingerichtet welche über KNX gesteuert wird. Zunächst funktionierte das gut. Desweiteren befasste ich mich mit dem hydraulischen Abgleich und stellte dies für alle Kreise ein.

Als ich mich näher mit dem Thema befasste erkannte ich, dass die Wärmepumpe einen gewissen konstanten Rücklauf von ca 1,5qm3/h benötigt. Hiernach habe ich einigen Kreisen die Stellköpfe weggenommen, so dass immer etwas durchfließt.


Jetzt habe ich folgende Auffälligkeiten und Fragen:
- Wir haben bei 6-8 Grad AT auch mal einen Vorlauf von über 50 Grad. Kann sowas an Einstellungen liegen oder eher an einem defekt?
- Kann sowas mit dem VL und dem hohen Verbrauch an einer "zur-Tode-Drosselung" liegen?
- Wenn das Ganze am hydraulischen abgleich bzw. RTR liegt, dann verstehe ich die Kalkulation nicht. Da müssten dann 25l/min sein. Dazu müsste ich schon alle Kreise permanent voll aufdrehen.Verstehe ich das richtig?

P.S. Klar, ich hbe zwischenzeitlich mit vielen EInstellungen mich versucht; wo ich jetzt nicht mehr weiß, was alles richtig ist. Wobei ich immer versuche auf Standardeinstellungen zurückzugehen.

Hier habe ich alle Einstellungen der LWP / WPM3 als Video kurz aufgezeichnet.
https://www.youtube.com/watch?v=431Hl4dxNlo

Unten habe ich ein Bild der Pumpemit 50° Vorlauf.


Verfasser:
htduser
Zeit: 23.12.2018 00:46:56
3
2723892
Hi,

klingt so als ob Du deine Anlage verbastelt hast ;-)

Zitat von rec_o Beitrag anzeigen
Bisherige Probleme ohnehin:
- OG wurde nie so einfach warm, EG und ELW immer ziemlich warm.


Da passt der hydraulische Abgleich nicht.

Hast Du die Längen der einzelnen Heizschleifen der FBH?

Zitat von rec_o Beitrag anzeigen
Wir haben bei 6-8 Grad AT auch mal einen Vorlauf von über 50 Grad. Kann sowas an Einstellungen liegen oder eher an einem defekt?

Ist der Mischer der FBH elektrisch richtig angeschlossen? Nicht das der "Auf" macht, wenn die Steuerung ihn schließen will.

Wenn Du einen Kombispeicher hast, spielt der Volumenstrom der FBH keine Rolle, die LWP läd ja den Kombispeicher. Dann hast Du vermutlich auch Solarthermie?

Wie groß ist der Kombispeicher?

Hast Du ein Hydraulikschema deiner Anlage?

Gruss
htduser

Verfasser:
RobertP
Zeit: 23.12.2018 01:05:05
0
2723894
Wo treten die 50°C auf? Im WP-Kreis, im Kombipuffer oder im Heizkreis?

Verfasser:
rec_o
Zeit: 23.12.2018 02:08:35
0
2723899
Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Zitat von RobertP Beitrag anzeigen
Wo treten die 50°C auf? Im WP-Kreis, im Kombipuffer oder im Heizkreis?

Das ist im Heizkreis/Vorlauf FBH.




Zitat von htduser Beitrag anzeigen
Hi,

klingt so als ob Du deine Anlage verbastelt hast ;-)

Zitat von rec_o Beitrag anzeigen
[...]


Da passt der hydraulische Abgleich nicht.

Hast Du die Längen der einzelnen Heizschleifen der FBH?

Zitat von rec_o Beitrag anzeigen
[...]

Ist der Mischer der FBH elektrisch richtig angeschlossen? Nicht das der "Auf" macht, wenn die Steuerung ihn schließen will.

Wenn Du einen Kombispeicher hast, spielt der Volumenstrom der FBH keine Rolle, die LWP läd ja den Kombispeicher. Dann hast Du vermutlich auch[...]


Jetzt, nach dem Abgleich funktioniert das mit dem OG auch besser. Wir haben es jetzt, überall warm, jedoch eben mit einem enormen Verbrauch.

Eine Solarthermie existiert nicht. Der Mischer, ich sehe im WPM3 keine gesonderten Einstellungen dafür, wie es im Handbuch des WPM3 teilweise angebracht ist. Deshalb gehe ich davon aus, dass dieser im Kombispeicher integriert ist.

Systemskizze | Hydraulik


Systemskizze | Elektrik



Heizkreisverteiler mit Längen EG -> RTR 30.10.2018

- WC 015-068m
- Windfang 164-119m
- Küche 320-235m
- Küche 235-165m
- Wohnen 600-449m
- Wohnen 449-333m
- Wohnen 333-224m

Heizkreisverteiler mit Längen OG-> RTR 30.10.2018

- E-Bad 518-476m
- Eltern 476-377m
- Eltern 377-320m
- Ankleide 107-26m
- Kind1 195-107m
- Kind 1 290-195m
- Bad 600-518m
- Arbeit 600-495n
-Arbeit 495-409m
- Kind2 409-290m



VERBRAUCHSAUFZEICHNUNG - tabelarisch
PDF Tabelle - Verbräuche

Verfasser:
rec_o
Zeit: 23.12.2018 02:14:34
0
2723900
Zitat von htduser Beitrag anzeigen
Wie groß ist der Kombispeicher?[...]


Der Speicher hat 800L und müsste dieser sein:
Stiebel Eltron SBS 801

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 23.12.2018 06:14:53
1
2723906
die heizkreislängen bitte mal als wirkliche meterzahl darstellen..

nach groben überschlag sieht es nach ~40-120m heizkreislängen aus..

Zeit: 23.12.2018 08:15:11
1
2723923
Ich habe zwar keine Stiebel Anlage und demnach auch eigentlich keine Ahnung, aber eine LWP schafft in der Regel keinen 50Grad Vorlauf nur über die Wärmepumpe.

Entweder du heizt direkt elektrisch über Heizstab, was den hohen Verbrauch erklären würde.

Oder die Anzeige stimmt nicht. Dafür würde sprechen, dass die Rücklauftemperatur normal ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so viel Wärme durch die FBH an die Räume abgegeben wird.

Verfasser:
RobertP
Zeit: 23.12.2018 10:06:08
0
2723968
Zwei Ansätze würde ich mal ins Spiel bringen...

1. Bei Stiebel sind (soweit ich weiss) die Heizkurven der WP rücklaufgeführt. Wenn nun aus irgendeinem Grund dort wenig Durchfluss herrscht, gehen die VL-Temperaturen hoch. - Das halte ich aber für unwahrscheinlich...

2. Der TWW-Bereich des Puffers ist sehr hoch geheizt und wird vom Heizkreis angezapft.

Um dem ganzen auf den Grund zu gehen, brauchen wir mehr Messwerte: VL / RL von WP-Kreis und Heizkreis, Puffertemperaturen auf verschiedenen Höhen, Volumenströme bzw. Pumpeneinstellungen...

Robert

Verfasser:
htduser
Zeit: 23.12.2018 10:34:14
0
2723980
Zitat von rec_o Beitrag anzeigen

Jetzt, nach dem Abgleich funktioniert das mit dem OG auch besser. Wir haben es jetzt, überall warm, jedoch eben mit einem enormen Verbrauch.

Eine Solarthermie existiert nicht. Der Mischer, ich sehe im WPM3 keine gesonderten Einstellungen dafür, wie es im Handbuch des WPM3[...]


Ok, ein Neubau ohne Solarthermie, naja. Hast Du dann wenigstens eine PV-Anlage auf dem Dach?

Nein der Mischer ist nicht in den Speicher integriert. Du hast eine Pumpe für die FBH, direkt daran ist der Mischer verbaut, mit einem Stellantrieb daran.

Der hohe Stromverbrauch kann in der Tat daran liegen, das der Speicher über den Heizstab aufgewärmt wird. Um auf den Verbrauch zu kommen, müsste deine LWP permanent laufen.

Im WPM3 sollte im Menü der Heistab abschaltbar sein.

Deine Systemskizzen sind nicht zu sehen.

Verfasser:
rec_o
Zeit: 23.12.2018 10:53:30
0
2723993
Zitat von hbrockmann Beitrag anzeigen
die heizkreislängen bitte mal als wirkliche meterzahl darstellen..

nach groben überschlag sieht es nach ~40-120m heizkreislängen aus..


Ich wusste nicht, was die Zahlen genau bedeuten. Ich gehe davon aus, dass die Anfansmeter und Endpunktmeter beim abrollen notiert worden sind. Demnach sind es folgende Meterzahlen:

EG
- WC 53m
- Windfang 45m
- Küche 85m
- Küche 70m
- Wohnen 151m
- Wohnen 116m
- Wohnen 109m

OG
- E-Bad 42m
- Eltern 99m
- Eltern 57m
- Ankleide 81m
- Kind1 88m
- Kind1 95m
- Bad 82m
- Arbeit 105n
-Arbeit 86m
- Kind2 119m


Zitat von Rotex User Zwingenberg Beitrag anzeigen
Ich habe zwar keine Stiebel Anlage und demnach auch eigentlich keine Ahnung, aber eine LWP schafft in der Regel keinen 50Grad Vorlauf nur über die Wärmepumpe.

Entweder du heizt direkt elektrisch über Heizstab, was den hohen Verbrauch erklären würde.

Oder die Anzeige[...]


Wo sollten ich hier nochmal nachschauen? Ich habe unten ein Video mit mehr Werten bzw. Analysewerten der Wärmepumpe aufgezeichnet. Ist hier etwas zu erknnen?


Zitat von Rotex User Zwingenberg Beitrag anzeigen
Ich habe zwar keine Stiebel Anlage und demnach auch eigentlich keine Ahnung, aber eine LWP schafft in der Regel keinen 50Grad Vorlauf nur über die Wärmepumpe.

Entweder du heizt direkt elektrisch über Heizstab, was den hohen Verbrauch erklären würde.

Oder die Anzeige[...]




Hier habe ich versuchte alle Werte aufzuzeigen.
https://www.youtube.com/watch?v=YLSrVnKRonA


Zitat von RobertP Beitrag anzeigen
Zwei Ansätze würde ich mal ins Spiel bringen...

1. Bei Stiebel sind (soweit ich weiss) die Heizkurven der WP rücklaufgeführt. Wenn nun aus irgendeinem Grund dort wenig Durchfluss herrscht, gehen die VL-Temperaturen hoch. - Das halte ich aber für unwahrscheinlich...

2. Der[...]


Eine Verständnissfrage an der Stelle, weil auch htduser auch meinte, dass mit dem Kombispeicher der Durchfluss keine Rolle spielt (evtl. habe ich das gemeinte nicht verstanden): Wenn alle Stellventile in den Heizkreisverteilern zu machen oder einfach wenig durchfluss herrscht, würde die Pumpe das merken oder einfach nur das stehende und abkühlende Wasser in den Leitungen messen -> was zur folge haben müsste, dass er im VL einfach hochdreht? Das wäre mit dem "zur Tode drosseln" gemeint.

Vielen Dank und Grüße

P.S. Kennt sich jemand mit der WPM3 aus und weiß wo ich das mit dem Heizstab kontrollieren könnte bzw. falls wenn es das ist, wie auszufinden machen ist, warum der anspringen sollte.

Die Wärmepumpe läuft eigentlich nicht den ganzen Tag sondern scheint normal zu laufen.

Hier nochmal die Bilder




Verfasser:
htduser
Zeit: 23.12.2018 12:48:30
0
2724048
Ok, dann hat deine Anlage keinen Mischer im Heizkreis der FBH. Die Vorlauftemperatur wird also direkt über die Speichertemperatur geregelt.

Zitat von rec_o Beitrag anzeigen
PS: Klar, ich hbe zwischenzeitlich mit vielen EInstellungen mich versucht; wo ich jetzt nicht mehr weiß, was alles richtig ist. Wobei ich immer versuche auf Standardeinstellungen zurückzugehen.


Und damit hast Du dein Problem verursacht, weil deine Anlage auf den Punkt eingestellt sein muss.

Meine Meinung:
So wie Du das Haus beschreibst, mit Einliegerwohnung, da hätten zwei Heizkreise reingemusst und jeder mit einem Mischer um die Vorlauftemperatur individuell einstellen zu können, dazu Solarthermie aufs Dach, damit die LWP unterstützt oder im Sommer ersetzt wird.

Verfasser:
rec_o
Zeit: 23.12.2018 13:22:56
0
2724064
Zitat von htduser Beitrag anzeigen
Ok, dann hat deine Anlage keinen Mischer im Heizkreis der FBH. Die Vorlauftemperatur wird also direkt über die Speichertemperatur geregelt.

Zitat von rec_o Beitrag anzeigen
[...]


Und damit hast Du dein Problem verursacht, weil deine Anlage auf den Punkt eingestellt sein muss.

Meine Meinung:
So wie Du das Haus beschreibst, mit Einliegerwohnung, da hätten zwei Heizkreise reingemusst und jeder mit einem Mischer um die Vorlauftemperatur[...]



Vielen Dank. "Wer einmal baut, baut zweimal" sagte mir ein Verwandter mal ;) Das nächste mal gilt dann auch, mehr Erfahrung und Meinungen einholen. Jetzt ist aber erstmal das zu optimieren, was da ist, denke ich oder kann man auf zwei Heizkreise umstellen? Evtl. lohnt sich der Aufwand nicht. Aber das mit den zwei Heizkreisen dachte ich mir ohnehin schon. Macht ja auch Sinn.


Die Einstellungen habe ich alle gesichtet. Seltsamerweise hat die Stiebel Eltron Inbetriebnahme eigentlich nur die Standardwerte aus dem Handbuch übernommen. Ggf. sollen die auch nochmal kommen.


Ich habe nochmal Werte abfotografiert und hier zum nachlesen. Ich glaube das mit den Videos ist aufwändig - da sehe ich mich in der Bringschuld.

Analyse Wärmepumpe:

Soll-Überhitzung: 6,9°C
Ist-Überhitzung-V: 23,1°C
Regelabweichung: 16,1K
P-Faktor: 1,00
I-Faktor: 1,00
D-Faktor: 1,00
Vorsteuer Öffnungsgrad E 0,0%
Öffnungsgrad EXV: 0,0 %
Soll-Überhitzung SG V-ZE: 8,0°C
Ist-Überhtzung SG V-ZE: 18,4°C
P-Faktor V-ZE: 1,15
I-Faktor V-ZE: 1,00
D-Faktor V-ZE: 1,00
V Öffnungsgrad Exv ZE 7,0%
Öffnungsgrad EXV ZE 0,0%
Unterk Cond: 4,1°C


Inbetriebnahme->Heizen
Reglerdynamik 100
Leistung Heizkreispumpe: 100%

Info->Anlage->Heizung
Aussentemperatur: 9,2°C
Isttemperatur HK 1: 23,1°C
Solltemperatur HK : 25,5°C
Vorlaufisttemperatur NHZ: 58,2°C
Vorlaufisttemperatur 57,2°C
Rücklaufisttemperatur: 23,1°C
Festwertsolltemperatur: Aus
Pufferisttemperatur: 23,1°C
Puffersolltemperatur: 25,5°C
Heizungsdruck: 1,16 bar
Volumenstrom: 24,5l/min


Info->Anlage->Elektrische Nacherwärmung
Bivalenztermperatur HZG: -14,0°C
Einsatzgrenze HZG: -20,0°C
Bivalenztemperatur WW: -16,0°C
Einsatzgrenze WW: -20°C


Jemand eine Empfehlung was zu tun sein könnte?

Ich danke schonmal im Voraus für die Wertvollen Tipps und Meinungen.

Verfasser:
rec_o
Zeit: 23.12.2018 13:24:57
0
2724065
Zitat von htduser Beitrag anzeigen
Ok, dann hat deine Anlage keinen Mischer im Heizkreis der FBH. Die Vorlauftemperatur wird also direkt über die Speichertemperatur geregelt.
]


Was ist der Unterschied zwischen den beiden Typen? Was wären die Vorteile eines Mischers gewesen, was sind die Nachteile mit der Variante, direkt aus dem Puffer?

Verfasser:
htduser
Zeit: 23.12.2018 16:19:16
0
2724133
Zitat von rec_o Beitrag anzeigen

Was ist der Unterschied zwischen den beiden Typen? Was wären die Vorteile eines Mischers gewesen, was sind die Nachteile mit der Variante, direkt aus dem Puffer?


Mit dem Mischer wird das Rücklaufwasser der FBH mit warmem Wasser aus dem Speicher gemischt um die vorgegebenen Vorlauftemperatur zu erreichen.
Beispiel:
Speicher hat 42°C
Vorlaufsolltemperatur ist 31°C
Rücklauf hat 26°C

Der Mischer wir so eingestellt, das der Vorlauf, also das Heizwasser für die FBH ca. 31°C hat.

Bei dir muss die Regelung dafür sorgen,das im Speicher immer so um die 31°C sind, da wo der Anschluss für die FBH ist.

Mit Mischer ist das einfach, da kann die LWP einfach den Speicher auf sagen wir mal 43°C laden.

Da Du Vorlauftemperaturen von 50°C hast, ist der Speicher überladen.

Zitat von rec_o Beitrag anzeigen
Eine Verständnissfrage an der Stelle, weil auch htduser auch meinte, dass mit dem Kombispeicher der Durchfluss keine Rolle spielt (evtl. habe ich das gemeinte nicht verstanden): Wenn alle Stellventile in den Heizkreisverteilern zu machen oder einfach wenig durchfluss herrscht, würde die Pumpe das merken oder einfach nur das stehende und abkühlende Wasser in den Leitungen messen -> was zur folge haben müsste, dass er im VL einfach hochdreht? Das wäre mit dem "zur Tode drosseln" gemeint.


Welche Punpe, die im Heizkreis oder deine LWP? Der Vorlauf kann dann nicht hochdrehen da kein heißes Wasser durchfließt, wenn alle Ventile zu sind.
Das bedeutet dann auch, das sich die Temperaturen nicht ändern, so wie das Regelprogramm das erwartet.

Bei deiner Lösung läd die LWP den Speicher, das wird sie so machen, dass für die FBH die notwendige Vorlauftemperatur zur Verfügung steht, oder auch nicht, da die Werte jetzt wohl nicht richtig eingestellt sind.

Ob sich das auf zwei Heizkreise umbauen lässt hängt davon ab, ob die Rohre zum Verteiler in der Einliegerwohnung zugänglich und frei liegen.

Dein neuer Installateur wird dir das sagen können, wenn der im neuen Jahr kommt.

Verfasser:
rec_o
Zeit: 23.12.2018 22:19:41
0
2724333
Zitat von htduser Beitrag anzeigen
Welche Punpe, die im Heizkreis oder deine LWP? Der Vorlauf kann dann nicht hochdrehen da kein heißes Wasser durchfließt, wenn alle Ventile zu sind.
Das bedeutet dann auch, das sich die Temperaturen nicht ändern, so wie das Regelprogramm das erwartet.



Die Pumpe im Vorlauf.

Warmwasser war auf 52°C eingestellt. Dies habe ich nun mal auf 43 °C runtergedreht und alle Heizkreisventile/stellköpfe nun nach dieser Info, dass man hier das System nicht würgen kann wieder angebracht. Ich werde in ein paar Tagen wieder berichten. Vielen Dank und Grüße

Verfasser:
da1el
Zeit: 24.12.2018 09:24:16
0
2724429
Hallo ich würde mal zum Testen Heizung aus und Warmasser auf 55°C und einmal schauen wird der Speicher nur oben geladen oder
wird er unten auch Heis könte ja sein das eins von den 3 wege Ventile defekt ist und die Wärmepumpe im Warmwasser modus Heizt

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 24.12.2018 09:57:31
1
2724449
Oder hydraulische Fehlabstimmung am sowieso schon ärgerlichen und kniffligen Kombipuffer?

Kombipuffer verquirlt, zieht viel zu hohe Temperatur aus dem oberen Bereich in den Heizkreis und muss dauernd WW nachheizen.

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/126104/Schadensbegrenzung-bei-bei-Betrieb-von-Waermepumpen-ueber-hydraulische-Weiche-oder-Parallelpuffer

Verfasser:
rec_o
Zeit: 20.01.2019 23:25:35
0
2738214
Hallo Zusammen,

wie versprochen möchte ich sämtliche gemessenen Werte teilen. Vielleicht kann der eine oder andere Damit mehr Anfangen als ich.

Mittlerweile sind wir bei -7 Grad AT bei 80 kWh / Tag angekommen, was absolut nicht hinnehmbar ist.


In einer Exceltabelle habe ich nun über Wochen hinweg die Werte aus WPM3 notiert.
HeizungVerbrauch.ods

Seltsam finde ich die Vorlauf und Rücklaufwerte. Denn die analogen Anzeigen auf der Heizkreispumpe zeigen andere Werte an, als im WPM - unzwar viel höhere. Diese habe an den letzten paar Messtagen auch ganz unten in der Liste notiert.Siehe z.B. T84 und T85. Die Heizkreispumpe zeigt einen Rücklauf von 35 Grad an. WPM jedoch 20,90 (T9). Defekt?

Ich bin für jede Antwort und Tipp dankbar.

Verfasser:
Entropie
Zeit: 21.01.2019 09:14:51
1
2738291
Du musst wirklich mal an den Rohrleitungen vom Puffer messen, welche Temperaturen du hast. Im Heizbetrieb sollte (am unteren Vorlauf) nur so viel in den Puffer gefahren werden wie der Heizkurve entspricht. Im Idealfall ist das gleich der Vorlauftemperatur in die Heizkreise. Dann ist das System hydraulisch im Gleichgewicht. Im WW Betrieb sollte nur die obere Leitung zum Puffer Warm werden und zwar entsprechend der WW Solltemperatur. Wenn der Puffer im oberen Bereich "geladen" ist dann muss die Anlage wieder in Heizbetrieb gehen. Wenn im Vorlauf zum Heizkreis höhere Temperaturen auftreten als die Solltemperatur, dann kann das zwei Ursachen haben. Entweder schaltet das 3-Wege Ventil nicht sauber oder du hast ein hydraulisches Ungleichgewicht, d.h. die HK Pumpe fördert deutlich mehr als die Primärpumpe und es kommt zum "Überstömen" von Pufferwasser aus dem WW Bereich. Also bitte die Temperaturen der Rohrleitungen einmal bei Heizbetrieb und einmal bei WW Betrieb messen und in eine Skizze eintragen und posten.

Gutes gelingen.

Verfasser:
rec_o
Zeit: 21.01.2019 10:47:06
0
2738360
Zitat von Entropie Beitrag anzeigen
Du musst wirklich mal an den Rohrleitungen vom Puffer messen, welche Temperaturen du hast. Im Heizbetrieb sollte (am unteren Vorlauf) nur so viel in den Puffer gefahren werden wie der Heizkurve entspricht. Im Idealfall ist das gleich der Vorlauftemperatur in die Heizkreise. Dann ist das System[...]


Vielen Dank! Ich denke, ich habe das Thema soweit Verstanden. Ein Infrarot Messgerät kommt auch schon morgen an. Ich melde mich, mit mehr Ergebnissen.

Verfasser:
rec_o
Zeit: 06.02.2019 10:32:06
0
2746899
Zitat von Entropie Beitrag anzeigen
Du musst wirklich mal an den Rohrleitungen vom Puffer messen, welche Temperaturen du hast. Im Heizbetrieb sollte (am unteren Vorlauf) nur so viel in den Puffer gefahren werden wie der Heizkurve entspricht. Im Idealfall ist das gleich der Vorlauftemperatur in die Heizkreise. Dann ist das System[...]



HK-Pumpe pumpt das WW in den HK, WP produziert WW und stoppt ständig die HK-Pumpe


Das Desaster geht weiter, aber hoffentlich immer dem Ende zu.


Mein neuer Sanitär war da, konnte aber nicht viel machen, da jemand wohl das Master-Passwort der Anlage geändert hat. Auch der Werksservice am Telefon kann nicht weiter helfen, also muss der Werkskundendinst her. Termin wurde vereinbart.

Mit dem neuen Sanitär, der wirklich erreichbar und interessiert ist, haben wir den Maximalbegrenzer als Notbremse auf ca 40 Grad eingestellt, da die Anlage ja 50-60 Grad in den HK gepumpt hatte.

Die Anlage hat sich in zwei Tage irgendwie auf Sommerbetrieb umgestellt. Sommerbetrieb habe ich wieder ausgestellt. Das Haus kühlte ab. EG 20-21 Grad und OG gerade mal 15,5-17 Grad. Das Phänomen kenne ich, von den letzten Jahren. Seit anbeginn hat die Anlage das Problem um niemand fühlte sich zuständig.


Stiebel Eltron Werkskundendienst hat in der Zwischenzeit zum zweiten Mal wegen Krankheit den Termin verschoben. Nun sind es über 2 Wochen Wartezeit.


Die Anlage genauer und über längere Zeit beobachtet komme ich zum folgenden Schluss und der folgenden Zwischenlösung.

1. Die HK-Pumpe pumpt zu selten, auch wenn das Haus kalt ist. Nach meiner Erwartung sollte Sie aber oft oder ständig pumpen und die Ventile im HK-Verteiler sollten die Zimmer regeln. Quasi Wärme auf Abruf haben - weitestgehend.

2. Viel beobachtet und im Handbuch die einzelnen Punkte studiert komme ich zum folgenden Schluss: Wenn die HK-Pumpe mal pumpt, pumpt Sie genau die Grad, die auch das WW im Puffer hat -> z.B. 45,5. .... Das Warmwasser kühlt dem zu folge. Die WP fängt an WW zu produzieren. Im Handbuch steht, dass die HK-Pumpe stoppt, wenn WW produziert wird. Solange WW produziert wird, kühlt der HK ab. Hört die WW Produktion auf (ca 15-30 min), fängt die HK-Pumpe wieder an und spült das abgekühlte Wasser wieder in den Puffer -> Sofort kühlt das Warmwasser wieder ab und die Wärmepumpe fängt an.

Der HK-VL ist nicht geregelt, sondern immer das WW.

Vermutung des Werkskunden-Hotline: Ein Ventil im Hydraulikmodul schließt nicht ganz.

Zwischenlösung für mich, um das Haus Warm zu bekommen:
Warmwasser -> Kombipuffer -> Aus. Dadurch pumpt die HK-Pumpe ständig. Ja das WW kühlt dadurch immer ab und muss nachproduziert werden. Die WP kämpft quasi gegen den HK, aber das ist erstmal ok. Dadurch ist in 2 Tagen der HK warm geworden, die Zimmer haben die erwünschten Temperaturen. Meine Erwartung war, dass wenn der HK auch genug warm ist, dass nicht mehr so viel nachproduziert werden muss.

Jetzt habe ich zusätzlich noch "Pumpenzyklus" für die HK-Pumpe eingeschaltet. Mal schauen wie es sich mit der Nachproduktion von WW jetzt verhält.

Wir warten jetzt auf den Werkskundendienst.

-------------------------------------------

HK-Ist entspricht nie HK-Soll

Ein weiteres Thema, seltsamen Ding ist, dass die analoge Anzeige im HK-Pumpe für den Rücklauf 30 Grad anzeigt, wass der HK-Soll enstspricht. Aber der WPM zeigt 20 Grad für den Rücklauf an. Weiß jemand, was es damit auf sich haben könnte? Ist das so ok? Woher kommt die Rücklauftemperatur in den WPM? Ist das eines der Fühler im Pufferspeicher?

Ich habe noch nie im WPM gesehen, dass HK-Solltemperatur = HK-Isttemperatur waren.

Viele Grüße

Verfasser:
rec_o
Zeit: 13.02.2019 17:08:41
2
2751306
Hallo Zusammen,

heute war Stiebel da, nach dem dritten Anlauf.

1) Das Ventil im Hydraulikmodul schließt nicht richtig. Dementsprechend gelang das Warmwasser im Speicher nicht genau dort hin, wo es hin sollte. Es ging wohl in alle Rohre gleichzeitig, was die Temperaturen im Speicher durcheinander brachte. -> Ventil im HM ausgetauscht.
2) Der Fühler für das Heizungswasser nicht richtig im Kombispeicher- IST und SOLL kamen nie zusammen. -> Fühler richtig gesetzt.
3) Der Druck der Heizung war zu niedrig. -> Druck erhöht.


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Wir haben die Einstellung "Kombispeicher" für Warmwasser an und "Pumpenzyklus" für die HK-Pumpe ausgemacht, so dass alles "normal" weiterläuft. Momentan sieht es gut aus, die Räume erwärmen sich gleichmäßig und schnell. Zum Verbrauch kann ich in ein paar Tagen was sagen.


------

Ich schlage mich jetzt noch mit Stiebel und deren Kulanzpolitik rum, aber das ist ein anderes Thema. Hätte mir mal einer vorher gesagt, dass wenn ich den Wartungsvertrag zwei Monate zuvor abgeschlossen hätte, dass auch die Garantie dadurch verlängert wird, hätte ich das mit Sicherheit gemacht....



------

Fazit und Rat: wer sich eine Wärmepumpe anschaffen will, der soll ein ordentliches Fachunternehmen mit genug Referenzen und genug langer Existenz aussuchen und das Setup genau erklären lassen, wieso, weshalb, warum das so gemacht wird.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.02.2019 12:16:02
1
2751604
Habe diesen Thread zu spät gesehen. Die Fehler die Stiebel beseitigt hat passen zu den Symptomen.
Hätte man statt dem Kombipuffer einen separaten Warmwasserspeicher genommen, sowie ggf. einen Serienpupper+Überströmventil wenns denn unbedingt sein muss (statt diverse Kreis ohne ERR) wäre das Fehlerbild klarer gewesen, und es wären auch weniger Fehlermöglichkeiten vorhanden gewesen (und es würde weniger Pumpenstrom verbraucht) Das ist aber voerst schon ums Eck. (Ein Umbau wäre noch möglich, aber vielleicht funktioniert es auch so)
Beobachte die von der Heizung gelieferten Vorlauftemperaturen und die Vorlauftemperaturen im Heizungskreislauf.
Bedenke 1° weniger Vorlauftemperatur reduziert den Strombedarf um 2,5%. Danach kann man optimieren.

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