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RGK Planung in Südhessen
Verfasser:
winni 2
Zeit: 04.02.2019 13:18:07
1
2746003
Mehr mögliche Leistung bedeutet mehr transportiertes Solevolumen
= Mehr Rohrquerschnitt notwendig, ausser man könnte die Leistung
der Wärmepumpe nach oben begrenzt einstellen.

Zum Verständnis, hast du richtig verstanden. :-)

Dazu kommt noch, das in Verbindung mit einer PV eine möglichst
durchlaufende Wärmepumpe von Vorteil ist, weil dann die kleinere
Leistungsanfoderung öfter von dem gerade anstehenden Strom aus
der PV gedeckt werden kann.
Z.B. PV liefert 300 Watt, 1,5 kW Wärme werden mit PV-Strom produziert.
PV liefert 300 Watt, 3 kW Wärme im An/Aus-Betrieb, nur halbe PV-
Stromdeckung, weil Strombedarf bei Wärmepumpenlauf 600 Watt.

Die technischen Daten der beiden anderen Wärmepumpen sind
nicht ganz identisch, aber sicher auch gute Lösungen.
Auf der Exotenschiene scheint dieses Gerät noch interessant,
über das hier aber praktisch nichts bekannt ist:
http://www.pollmann-technik.de/index.php/produkte/erdwaermepumpen/geoflex-8-k.html
Hat einen größeren Warmwasserspeicher, als die Nibe und guten
COP.

Grüsse

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 06.02.2019 12:47:25
0
2746963
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Dazu kommt noch, das in Verbindung mit einer PV eine möglichst
durchlaufende Wärmepumpe von Vorteil ist, weil dann die kleinere
Leistungsanfoderung öfter von dem gerade anstehenden Strom aus
der PV gedeckt werden kann.

PV könnte kommen. Alles klaro, danke für die Erklärung.

Ich werde im Lauf der Woche Antwort vom GU zum Thema Dämmung erhalten. Dann können wir wieder am Graben planen und ggf. die Heizung nochmals genauer durchsprechen.


Zwischendurch zum Thema "kalte" / "unbeheizte" Räume. Wir haben einen Technikraum (ca. 12 m2) und zwischen Bad (Temperatur ca. 23 Grad) und Schlafzimmer (nachts bevorzugt ca. 18 Grad) einen Abstellraum (ca. 5 m2).
Macht es Sinn oder Unsinn diese Räume nicht zu beheizen (FBH zwar zur Sicherheit verlegen)? Müsste ich die Räume ggf. extra dämmen?
Oder ist das mit Kanonen auf Spatzen geschossen?

Verfasser:
actionhero
Zeit: 09.02.2019 13:19:31
0
2748184
Ich habe Neuigkeiten zum Bodenaufbau.

Der Bodenaufbau ist folgend geplant (von unten nach oben):
- Kies
- Folie 2-fach
- Wärmedämmung unter Bodenplatte
- Folie 2-fach
- Stahlbetonbodenplatte von im Standard 25 cm
- Trittschalldämmung ca. 50 mm
- Systemplatte für Heizrohre 20mm
- Heizleitungen FBH 20mm
- Estrich ca. 45mm
- Bodenbelag ca. 15mm

Das lässt leider wieder viel Raum zum Interpretieren.

Die Wärmedämmung unter der Bodenplatte ist vermutlich irgendein Polystyrol. Im Standard sind das 60mm WLG 035, mir wurde jetzt auf Nachfrage 100mm WLG 35 angeboten.
Bauphysikalisch kann ich das leider nicht einschätzen. Auf der Dämmung steht ja das ganze Haus. Passen 100mm WLG 35. Oder geht das noch dicker bzw. ein besserer WLG? Und macht das an der Stelle Sinn?

Isoliert die Trittschalldämmung bzw. die Systemplatte für die FBH nicht auch? Sollte man hier evtl. noch etwas optimieren bzw. auf was sollte ich achten (Alukaschierung, Dicke, WLG)?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.02.2019 13:42:40
1
2748190
Deine Bodenplatte hätte mit 100 mm 035er Perimeterdämmung
unter der Bodenplatte ca. U-Wert 0,2.
Nicht richtig gut, aber auch nicht schlecht.
Allerdings beträgt der effektive U-Wert durch das anliegende
höhere Temperaturniveau der Fussbodenheizung dann 0,3,
was nicht so dolle ist, auch wenn die Temperaturverluste
gegen Erdreich geringer sind, als bei Wänden gegen Luft.

Wenn Du die 50 mm Schicht gegen alukaschiertes PUR tauschst,
beträgt der U-Wert ca. 0,18.
Effektiv 0,27.

Mit dem ürsprünglichen Aufbau, aber 160 mm unter der Bodenplatte,
wäre der U-Wert ca. 0,15.
Effektiv dann 0,22 und so würde ich das machen, wenn man nicht
auf die ganze Dämmung über der Bodenplatte verzichtet und die
Heizungsrohre in die Bodenplatte mit vergiesst (Schwedenplatte).
So wird die ganze Bodenplatte zum Wärmespeicher.
Bei der Lösung würde ich dann ab 220 mm Perimeterdämmung
wählen, was auch ca. U-Wert 0,15 ergibt.

Es gibt eine mir bekannte Perimeterdämmung mit Wärmeleitwert 028,
womit man dann auch weniger Dämmhöhe einbauen könnte, aber
ich weiss nicht wie die preislich liegt. (Jackodur Plus 300 Standard)

Grüsse

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 11.02.2019 17:05:55
0
2750201
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Wenn Du die 50 mm Schicht gegen alukaschiertes PUR tauschst, beträgt der U-Wert ca. 0,18.
Effektiv 0,27.

Kann ich die als Trittschalldämmung geplante Schicht einfach gegen PUR tauschen? Dämmt das auch den Schall?

Viel mehr werde ich an der BP nicht machen können. Zumindest nicht am grundlegenden Aufbau. Das wirft den Plan vom GU zu sehr durcheinander.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.02.2019 17:33:10
0
2750217
Ja, kannst Du einfach gegen PUR tauschen.
Trittschalldämmung ist da auf der Bodenplatte eh kein Thema.

Mit der stärker der Perimeterdämmplatte unter der Boden-
platte würde ich mich aber auch beschäftigen, sonst bekommst
Du da wahrscheinlich eine Minimallösung verbaut.

Grüsse

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 21.02.2019 09:34:06
0
2754484
Guten Morgen,
zur Dämmung gibt es leider keine aktuellen Nachrichten. Dafür habe ich genauere Daten zum Boden. Der besteht zum Großteil aus Torf. Das ist für die Gründung nicht so toll.
Aber welche Auswirkungen hat das auf den RGK?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 21.02.2019 11:14:07
0
2754526
Zu Torf weiss ich nicht so viel, aber müsste sich leider auf dem
Niveau von ziemlich trockenem Sand befinden oder sogar
darunter.
Je nach Wassersättigung der Torfschicht:
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=2ahUKEwjEgI2Nx8zgAhXK26QKHRzXDBwQFjAAegQICRAC&url=https%3A%2F%2Fwww.lbeg.niedersachsen.de%2Fdownload%2F1220&usg=AOvVaw3r81jr_kGroiLhS2aOq8s8
(Besonders Seite 14)

Da müsstest Du nun mehr über die Eigenschaften der Torfschicht
wissen, Tiefe, Feuchtigkeit und weiterhin bleibt die Frage der Heizlast.

Grüsse

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 22.02.2019 11:17:54
0
2755060
Zur Heizlast kann ich noch nichts sagen. Wir schlagen uns gerade mit der Gründung herum.

Bzgl. der Dämmung würde ich vom aktuellen Stand ausgehen:
- Außenwand: 160 mm WLG 032
- Bodenplatte: 100 mm WLG 035 und 50 mm alu PUR unter dem Estrich
- Fenster: grob 38 m2 U 0,81
- Letzte Geschossdecke: GK – Polystyrol Kombi und 200 mm (ggf. 400 mm) 035er Glaswolle

Grob sollten wir da bei H,t 0.28 sein. Kommt das hin?

Bei einer Umfassungsfläche von 547 m2, dezentraler Lüftung und einer mittleren Temperatur von 22 sind wir bei einer Heizlast von ca. 6500 W (gut aufgerundet).
Ich denke das ist realistisch.

Jetzt haben wir das neue Problem mit dem Torfboden. Wenn wir annehmen, dass der Boden mit „trockenem Stand“ vergleichbar ist (schlimmster Fall, genaues Bodengutachten wird zur Zeit erstellt), wird’s schon sehr eng:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=5UdttEDtFoUE9AHuZrQ3

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.02.2019 11:39:39
0
2755078
Verfasser:
actionhero
Zeit: 22.02.2019 12:52:54
0
2755117
Habe wieder etwas mehr Abstand zum Nachbarn gelassen. Will nicht, dass wir dessen Garten "schrotten", wenn der Graben einbricht :-)

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=0d8rzuzEo9bxS6Ex8YnK

Passen denn so grundlegende Sachen, wie die Laufrichtung? Hauseingang der Sole (kalt hinten, warm vorne)?

Kann / soll ich einen Teil des Aushubs gegen "Tonerde" o.ä. austauschen? Wo und in welche Menge macht das denn Sinn?

Muss ich die geraden Stücke zur Hauseinführung isolieren? Der Weg unter dem die Leitungen laufen wird vermutlich gepflastert und überdacht. Kann warm und kalt in einen Graben?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.02.2019 13:35:54
0
2755141
Ja, so ginge es auch, wenn der Boden mit macht.

Laufrichtung passt.
Hauseingang kommt in Kabuflex oder KG-Rohre.
Wo warm und kalt ins Haus gehen, ist eigentlich egal, wenn
man die Verteiler an einen Ort und nicht links und rechts
von der Wärmepumpe platziert.

Wenn das nicht zu aufwändig ist, würde es Sinn machen den
Graben im unteren Bereich mit Tonerde zu verbessern.
Wieviel Höhe da Sinn macht, weiss ich nicht.

Die Geraden Stücke unter Plaster könntest Du links und rechts
in einem Graben plazieren und die vielleicht zur Sicherheit auf
2 Meter Tiefe legen.

Grüsse

winni

Verfasser:
actionhero
Zeit: 22.02.2019 14:12:25
0
2755159
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Wo warm und kalt ins Haus gehen, ist eigentlich egal, wenn
man die Verteiler an einen Ort und nicht links und rechts
von der Wärmepumpe platziert.

Okay. Vermutlich Hauptsache nahe bei der WP.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Die Geraden Stücke unter Plaster könntest Du links und rechts
in einem Graben plazieren und die vielleicht zur Sicherheit auf
2 Meter Tiefe legen.

Naja, wir bauen ohne Keller. Wenn ich auf dem geraden Stück, Richtung Hauseingang auf 10 m Länge 2 m in die Tiefe gehe, komme ich ja nicht mehr vernünftig ins Haus.
Ich muss auf dem geraden Stück ja irgendwie schauen, wie ich aus dem Graben (1,7 m tief) auf Bodenplatten Niveau komme.
Ich kann ja nicht von 1,7 m oder 2 m im 90 grad Winkel nach oben durch die BP ab an die WP.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 22.02.2019 14:20:14
0
2755166
Wenn Du von den 2 Metern Tiefe nach oben gehst, fängt da die Rohrlage
in Kabuflex oder KG-Rohr etwa an.

Grüsse

winni

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