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Heizlastberechnung => Bivalenzpunkt/Verbrauch?
Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2019 23:35:49
0
2750912
Wenn nichts spezielles gefordert/vereinbart wurde, und der Heizsstab genügend Leistung hat sieht's jursitisch eher schlecht aus. Da würde ich Geld und Arbeitszeit lieber in eine technische Lösung stecken. Spätestens mit 3000€ gibt es das Problem nicht mehr. Günstiger geht es auch, nur nicht ganz so schick effizient.

Verfasser:
abu18
Zeit: 12.02.2019 23:16:51
0
2750907
@winni 2: Das ist genau die Berechnung, die ich gesucht habe. Auf diese Weise kann man man sich nun die berechnete Heizlast für eine bestimmte Temperatur ausrechnen und somit auch den theoretischen Bivalenzpunkt.

Des Weiteren kann somit auch berechnet werden, wie viele Heizstunden bei einer bestimmten Temperatur benötigt werden. Ich komme bei -2°C auf knapp 23 Heizstunden. Da ja auch noch Warmwasser gemacht werden muss, ist das wohl ca. der berechnete Bivalenzpunkt. Nun habe ich laut Wärmeschutznachweis noch interne Gewinne von ca. 4000kW/a, also 450W. Dadurch würde sich der Bivalenzpunkt vlt. nochmal um 1 oder 2 °C nach unten verschieben.

Solare Gewinne sind im Wärmeschutznachweis auch nochmal mit ca. 3700kW/a angegeben, aber da das keine "konstanten" Gewinne sind, würde ich diese bei der Berechnung erstmal rauslassen...

Wenn mans also gut rechnet, liegt der berechnete Bivalenzpunkt für die 304 nach diesem Verfahren bei etwa -4°C und für die 404 bei etwa -9°C.

Da es allerdings keine Vereinbarung gibt, bis zu welcher Temperatur die Heizung die Soll-Temperatur ohne Heizstab erreichen muss, werde ich aber vermutlich schlechte Karten haben, eine bessere Heizung einzufordern, oder?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2019 15:04:31
0
2750689
Winnihats im Detail gerechnet was ich Pi mal Daumen im Kopf überschlagen habe als ich sagte dass die Zahlen zum Gerät (leider) gut passen.
Ich würde dort was tun, auchwenns von den Kosten her nicht ganz hinkommt, z.B. mit ner Splitklima
- it dem Heizsstab weis man dass man genau dann besonders viel Strom zieht wenn es das Netz - sprich die Allgemeinheit am wenigsten brauchen kann. Das würde mich stören, ich schnorre nicht gern. OK, andere stört das verutlich weniger.
- die Splitklima kühlt in den aktuellen heissen Sommern sehr gut - meine Regierung hat deswegen auf 2 Splitklimas bestanden, die bereits in der Garage stehen und auf Einbau warten.
Ist meine persönliche Ansicht, der muss man nicht folgen.

Verfasser:
gutheiz
Zeit: 12.02.2019 13:32:31
0
2750625
Nachtrag.
Die Neue LWZ 5 S Plus modulierend (5,5 KW bei - 7°) wäre ideal.

Verfasser:
gutheiz
Zeit: 12.02.2019 12:55:20
0
2750595
Ohne das man weiter rumdaddeln muß, winni 2 hat es auf den Punkt gebracht .

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.02.2019 11:45:35
1
2750552
Bei angenommen durschnittlichen 20,5 Grad im Haus:

5091 Watt Heizlast geteilt durch 31,5 Grad (Unterschied Aussen/Innen
bei Heizlast)
= 161,62 Heizbedarf 1 Grad Unterschied.

mal 22,5 Grad Unterschied Aussen/Innen bei - 2 Grad)
= 3627 Watt Heizlast bei - 2 Grad.

Gutheiz sagt, die Wärmepumpe hat an diesem Arbeitspunkt ca. 3,7 kW
Leistung, das passt dann zu Deinem notwendigen Bivalenzpunkt
rechnerisch ganz gut.
Allerdings gibt es noch interne und solare Wärmegewinne, die, ausser
nach PHPP, in Heizlastberechnungen nicht berückssichtigt werden
und so sollte der Bivalenzpunkt eigentlich niedriger liegen. Aber da
spielen natürlich auch noch individuelle Nutzergewohnheiten mit rein
und Warmwasserverbrauch.

Alles in allem ist ein so hoch angesiedelter Bivalenzpunkt ein Fehler,
würde ich sagen. Die 404er hätte besser zu Deinem Haus gepasst.

Grüsse

winni

Verfasser:
abu18
Zeit: 12.02.2019 10:36:06
0
2750527
@Mastermind1:
- 170m² vs. 150m²: Die 170m² im Energieausweis ergeben sich aus Volumen x Faktor (kann ich zu Hause nochmal nachgucken), wir haben keinen Keller und keinen Dachboden...

- Eine zweite Wärmequelle gibt es nicht

- Photovoltaik haben wir (noch) nicht, wobei ich mich mit dem Thema auch nochmal intensiv beschäftigen werde

- Wärmeenergie:
Muss ich nachher zu Hause mal schauen, ob die Daten protokolliert werden

@gutheiz:
Zitat von gutheiz Beitrag anzeigen

Bei -2 bis -3° bringt die 304 ca. 3,7 KW
Frage : Wie hoch ist die HL deines Hauses bei -2 bis -3° ?
[...]
Frage an dich .Was bedeutet das im Umkehrschluss ?

Ich vermute mal, Du zielst darauf ab, dass der Bivalenzpunkt eben auf -2°C bis -3°C einzustellen ist. Aber die Frage war ja nicht, wie ich den Bivalenzpunkt einstellen muss, sondern geht eher in die Richtung, ob die tatsächliche Situation in etwa mit den berechneten Werten übereinstimmt und welche Konsequenzen ich daraus ziehe:
1.) Berechnung passt zur Ist-Situation => Hätte besser die 404 verbaut werden sollen?
2.) Berechnung passt nicht zur Ist-Situation => Woran liegts (z.B. schlechtere Dämmung als berechnet o.ä.)
Zu 2. müsste man dann vermutlich noch mehr ins Detail der Berechnungen gehen, aber vielleicht lässt sich anhand der bisherigen Informationen (oder weiterer Werte, etc.) ja schonmal sagen, in welche Richtung (1 oder 2) es geht?

@HFrik
Naja, monovalent würde doch bedeuten, dass die Heizung bis -11°C ohne Heizstab auskommt, richtig? Dass dem nicht so ist, ist mir ja aufgrund der Leistungsdaten der Heizung klar, nur möchte ich wissen, ob die Planung zur Realität passt oder ob an irgendeiner Stelle (Heizung und/oder Dämmung etc. (s.o.)) etwas schiefgegangen ist/falsch umgesetzt wurde... Wenn alles OK ist, kann ich mir dann ja überlegen bzw. ausrechnen, ob es sich lohnt, eine kleine Zusatzheizung einzubauen oder ob es alles in allem günstiger ist, den Heizstab zu nutzen...

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2019 08:50:48
0
2750484
Nun, die Heizung ist leider nicht für monovalenten Betrieb ausgelegt.
Dem kann man ohne Investition kaum abhelfen.

Mögliche Anpassungen

a) eine Geisha zusätzlich oder alternativ, die ihre 5kW Heizleistung bis -15° bringt
b) im Wohnzimmer oder im Treppenhaus eine SPlit-Klima, z.B. eime Panasonic Nordic die nochmal 3kW an Heizleistung bis hinunter zu -15° ins Haus pumpt und zudem im Sommer kühlen und entfeuchten kann.

Ansonsten passen die Daten der Heizung und das beobachtete Verhalten leider gut zusammen.

Verfasser:
gutheiz
Zeit: 12.02.2019 08:22:11
0
2750477
Nehmen wir mal an :
Deine WP wäre optimal eingestellt
Deine Hydr.für die Senke wäre optimal eingeregelt.

Bei -2 bis -3° bringt die 304 ca. 3,7 KW
Frage : Wie hoch ist die HL deines Hauses bei -2 bis -3° ?

In der Betr.Anleitung steht unter Heizen - Bivalenzpunkt ein schöner Satz !
Hinweis :
Falls die Hz - Leistung der WP bei tiefen AT nicht ausreicht,muss der Bivalenzpunkt auf eine höhere Temp.eingestellt werden.

Frage an dich .Was bedeutet das im Umkehrschluss ?

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 12.02.2019 07:35:34
0
2750467
Bei Stiebel gibt's (in der Anleitung) als auch auf der Webseite ein Heizleistungsdiagramm.

Da kannst du genau schauen, ab welchem Punkt deine LWZ nicht mehr die Leistung deines Hauses bringt.

Aber nur vom Datenblatt her:
Wärmeleistung bei A-7/W35 (EN 14511): 2,98 kW,
Wärmeleistung bei A2/W35 (EN 14511): 4,32 kW,
Wärmeleistung bei A7/W35(EN 14511): 5,29 kW,

Bei -11 Grad hast du lt. deiner Berechnung einen Bedarf von 5kW.
Bei -7 Grad AT bringt deine LWZ 2,98kW.

Noch ein paar Fragen:

170m2 vs. 150m² (gibt's einen Keller?) - letzlich musst du das VOlumen beheizen, dass sich in deiner thermischen Hülle befindet. Ein abschalten eines einzelnen Raum, wird zwangsweise durch die Nebenräume ausgeglichen (also nichts eingespart :-) )

Gibt's eine zweite Wärmequelle (Kaminofen?)
Gibt's eine PV Anlage? (dann könnte man in den besseren Tages Aussentemperaturen, die Heizung etwas "höher" laufen lassen - um die "kältere" Nacht zu umgehen.


4000kWh kommen mir auch etwas hoch vor, aber wieviel Wärmeenergie wurde damit denn erzeugt? Dann wüsste man schon mal die Effizienz übers Jahr gesehen.

Verfasser:
abu18
Zeit: 12.02.2019 01:47:27
0
2750439
Hallo zusammen,

angeregt durch den Thread https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/214563/LWZ-303-Obergeschoss-heizt-nicht-richtig würde mich Eure Meinung zu meiner "Heiz-Situation" interessieren. Die "Grunddaten" in Kurzform, weitere Daten kann ich gerne nachreichen:

- 150m²-Flachdach-Bungalow KfW 55
- Heizung + Lüftung:
o Luftwärmepumpe Stiebel Eltron 304 Trend
o Volumenstrom: 13,6 l/min
- Warmwasserbereitung täglich um 12:30 (42°C +/-3°C)
- Keine Einzelraumregelung
- Daten lt. Energieausweis (incl. Lüftung, solare + interne Gewinne, detaillierte Berechnung der Wärmebrücken):
o Gebäudenutzfläche 170m² (Wohnfläche ist aber nur 150m²)
o Endenergiebedarf: 20 kWh/(m²*a)
o Primärenergiebedarf: 36 kWh/(m²*a)
o Energetische Qualität der Gebäudehülle: 0,25 W/(m²*K)
- Raumweise Heizlastberechnung (incl. Lüftungswärmeverlust, ...)
o Norm-Außentemperatur: -11°C (-12°C + 1°C Korrektur)
o Norm-Innen-Temperatur: Überall 20°C außer Bad + Gäste-Bad jeweils 24°C
=> Auslegungs-Heizlast: 5091 Watt

- Ist-Temperatur Wohn-/Essbereich mit offener Küche: 21,8°C +/-0,5°C => OK, die Heizkurve wird aber noch weiter optimiert
- Ist-Temperatur Bad: ca. 20°C => Könnte natürlich höher sein, lt. Planung ist aber auch ein 300W-Zusatzheizkörper vorgesehen
- Ist-Temperatur Rest: Gefühlt etwas kälter als im Wohn-Essbereich, vlt. so ca. knapp über 20°C => OK

Soweit so gut, aber: Ich muss ab Dauertemperaturen <= -2°C bis -3°C bereits den Zusatzheizstab aktivieren. Das hätte ich eigentlich erst bei deutlich tieferen Temperaturen erwartet. Zudem ist auch der Verbrauch von 2018 (incl. Lüftung: 4414kWh, allerdings incl. 135 Heizstab-Stunden wegen eines Defekts; ohne den Defekt also vermutlich ca. 4000kWh) deutlich höher als bei anderen "vergleichbaren" (Größe + KfW-Klasse) Häusern.

Bzgl. der Heizung kann ich bei Bedarf auch Diagramme einstellen, es wird alles per fhem aufgezeichnet. Daraus konnte auch schon ermittelt werden, dass die durch die Heizung erzeugte Leistung zum Leistungsdiagramm im Handbuch passt. Die Heizung tut also, was sie kann.

Mich würde nun folgendes interessieren:
- Kann anhand der Berechnungen zum Energieausweis und/oder der Heizlast-Berechnung der Bivalenzpunkt berechnet oder - noch besser - evtl. auch die erforderliche Heizlast für andere Außentemperaturen ermittelt werden?
- Passt der Verbrauch und der Bivalenzpunkt von -2°C bis -3°C zu den berechneten Daten (Heizlast/Energieausweis)?
- Wäre aufgrund der Berechnungen eine größere Heizung (die SE 404 stand zu dem Zeitpunkt noch zur Auswahl, die 304 sollte aber laut Heizungs-Installateur reichen) erforderlich oder sinnvoller gewesen - Bei Temperaturen über dem Bivalenzpunkt würde diese dann ja wegen der höheren Leistung häufiger takten?

Vielen Dank schonmal für Eure Bemühungen :-)

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