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Kamineinsatz mit Lehm ummauern
Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.02.2019 15:23:14
0
2750140
Zitat von Donpepe23 Beitrag anzeigen
Was bei Einsätzen gegen Lehm spricht ist, dass die Wandsträke oberhalb des Brennraum meist nur 2-3cm stark sein kann.


Danke, das war recht ausführlich und wohlbegründet. Und ja, die Wandstärke wird's wohl sein ...

Danke auch an alle anderen mit inhaltlichen Beiträgen oder sinnvollen Fragen. Und an den Admin: Thread kann geschlossen werden.

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 11.02.2019 15:30:00
0
2750147
Hallo

Fragen eines Physikers..........
Lehm wegen Feuchteregulierung......

Dampfdruck Wasser bei 25°C 31,7 mbar
Dampfdruck Wasser bei 50°C 123 mbar
Dampfdruck Wasser bei 70°C 311 mbar

wie lange dauert es wohl bis alles Wasser verdampft/verdunstet ist bei diesem Dampfdruckunterschied......

ciao Peter

Verfasser:
Heidemann
Zeit: 11.02.2019 15:59:22
0
2750159
Es wird viel über Lehm geschrieben im net.

Der Ofenbauer Ihrer Wahl darf allerdings im Rahmen des Feuerschutzes nur zugelassene, geprüfte Produkte verwenden. Hier dürfte der Haken liegen. Welcher Lehm ist zugelassen für den Ofenbau? Wo ist er zu beziehen? Welcher Kaminofenhersteller hat freigaben dafür gegeben?

Somit wird der Kreis immer kleiner. Dann kommt noch das leidige Thema mit der Rissbildung..."Oh Risse, das habe ich mir so nicht vorgestellt" Schwupps hat der Ofenbauer den Ärger am Hals.

Ansonsten wer es mag und dem Ofenbauer schriftlich sein Einverständnis erklärt hat wird bestimmt Lehm bekommen können.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 11.02.2019 16:24:48
0
2750176
Zitat von Peter 888 Beitrag anzeigen

Fragen eines Physikers..........
Lehm wegen Feuchteregulierung......


Es gibt zahlreiche bauphysikalische Studien, auch mit Messungen am lebenden Objekt, deren Ergebnisse ich schon erwähnt habe. In Lehmbauten hat's ganzjährig zwischen 40 und 50% relative Feuchte, in anderen schwankt die locker zwischen 20 und 80%. Hier eine Aussage nur zur Feuchtigkeitsaufnahme von Lehmputz: "Darin wird eine Untersuchung aus dem Jahr 2002 von Holl und Ziegert zitiert. Dabei wurde die Feuchtigkeitsaufnahme von verschiedenen 1,5 cm dicken Putzen nach 4, 8 und 12 Stunden untersucht. Es wurden 7 Lehmputze mit einem Kalkzementputz, Kalk-Gips-Putz und einem Gipsputz verglichen. Die Lehmputze unterschieden sich dabei in ihrem Anteil an quellfähigen Tonmineralien.
Die höchste Feuchteaufnahmen hatten die Lehmputze, wobei die Höhe der Feuchtigkeitsaufnahme bei den Lehmputzen mit einem hohen Anteil quellfähiger Tonminerale größer war. Der beste Lehmputz hatte nach 12 h 70g Wasser je Quadratmeter aufgenommen. Der schlechteste dagegen nur 32g. Beim Kalkzementputz waren es 25g beim Kalk-Gipsputz 24g und beim Gipsputz 20g. "

Verfasser:
mannitwo
Zeit: 11.02.2019 16:59:23
2
2750194
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von Peter 888 Beitrag anzeigen
[...]


Es gibt zahlreiche bauphysikalische Studien, auch mit Messungen am lebenden Objekt, deren Ergebnisse ich schon erwähnt habe. In Lehmbauten hat's ganzjährig zwischen 40 und 50% relative Feuchte, in anderen schwankt die locker zwischen 20 und 80%.[...]



Ja, aber... ist eine Lehmwand und ein umhüllter Heizeinsatz nicht doch ein Unterschied?


Wie kann ich mir den Lehm am Ofen vorstellen? Als " Gehäuse " mit x cm Luftspalt, oder mit direkten Kontakt/Wärmeübergang?

Gruß

Verfasser:
Martin24
Zeit: 11.02.2019 17:23:03
1
2750213
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von Peter 888 Beitrag anzeigen
[...]

Es gibt zahlreiche bauphysikalische Studien, auch mit Messungen am lebenden Objekt, deren Ergebnisse ich schon erwähnt habe. In Lehmbauten hat's ganzjährig zwischen 40 und 50% relative Feuchte, in anderen schwankt die locker zwischen 20 und 80%.[...]


In welchem Haus schwankt die Luftfeuchtigkeit zwischen 20% und 80%? Mir scheint, Du hast zu lange in Wohnwagen und Baracken gelebt ...

Lehm ist für manche Anwendungen ein guter Baustoff - Wunder vollbringt der aber auch nicht.

Grüße
Martin

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 12.02.2019 07:17:28
1
2750457
Hallo

das ist halt der Unterschied zwischen Praktikern und Theoretikern.

Der Praktiker bewertet den Einsatz anhand der Randbedingungen und der Theoretiker anhand von einsatzfremden Untersuchungen......

ciao Peter

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 12.02.2019 10:39:05
0
2750528
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
[...]


In welchem Haus schwankt die Luftfeuchtigkeit zwischen 20% und 80%? Mir scheint, Du hast zu lange in Wohnwagen und Baracken gelebt ...

Lehm ist für manche Anwendungen ein guter Baustoff - Wunder vollbringt der aber auch nicht.

Grüße
Martin

Kommt darauf an, was man als "Baracke" bezeichnet. In einem Wohnmobil ist es natürlich so. Aber nicht nur dort.
Folien überall, in unserem Fall alukaschierte Innendämmung, da bleibt nicht viel Puffer. Ist die Lüftung an, sind 20 % schon möglich; ist sie aus, geht es sehr schnell rauf.
Meistens hat man auch laminierte Möbel, nichts Natürliches mehr im Haus.

Naturbelassenes Holz und Lehm sind da Gold wert. Aber am Ofen bringt der Lehm als Puffer leider eben nichts. Für den Zweck wäre ein Lehmputz, gibt es auch als "Streichputz", alleine schon in dünn - aber großer Fläche - auf Wand/Decke hilfreich.

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