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Opferanode Warmwasserspeicher
Verfasser:
Ahnungslos11
Zeit: 10.02.2019 21:31:30
0
2748814
Hallo zusammen,
ich habe heute mal die Opferanode meines Warmwasserspeichers (Junkers ST120-1E, letzter Anodenwechsel war vor 2,5 Jahren) inspiziert und bin mir nun unsicher, ob ich sie schon wieder tauschen muss.
Ich habe sie deshalb ersteinmal abgeschliffen, gereinigt und wieder eingebaut.

siehe Foto:

https://www.bilder-hochladen.net/files/big/m58k-2-d5aa.jpg

Nun hab ich hier im Forum gelesen, dass man mittels eines Multimeters feststellen kann, wann ein Austausch erforderlich ist (<=0,3mA = Austausch).
Also habe ich mein Gerät angeschlossen (siehe Foto), dieses zeigt mit aber immer 0,0 an, was mich sehr beunruhigt.

siehe Foto:

https://www.bilder-hochladen.net/files/big/m58k-1-d6d8.jpg

Ist die Anode also doch schon defekt, messe ich falsch oder ist das Multimeter kaputt?
Es wäre tolle, wenn mir jemand helfen könnte.

Gruß vom Ahnungslosen

Verfasser:
geiz3
Zeit: 10.02.2019 22:19:11
4
2748833
Du musst aber schon die Schutzanode im Boiler einbauen,
und den Boiler mit Wasser befüllen,
sonst kannst du nichts messen.

Ich würde aber gleich eine Fremdstromanode einbauen!

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 10.02.2019 22:59:32
3
2748848
Du misst falsch. Auf dem zweiten Foto Behältermasse gegen Behältermasse.

Deine Anode ist isoliert eingebaut. Du musst den roten Pin vom Multimeter an die Mutter im cremefarbenen Isolierbecher halten. Erst dann kann ein Strom von der Anode zum Speicher fließen.

Die Verbindung mit dem schwarzen Draht, der da irgendwo unterm Multimeter verschwindet, muss für die Messung aufgetrennt/abgezogen und danach wieder angeschlossen werden.

Verfasser:
Ahnungslos11
Zeit: 11.02.2019 08:34:09
0
2748887
Danke euch für die Antworten!
Fremdstromanode habe ich auch schon überlegt. Kriege ich das hin, wenn ich die Opferanode bisher selber gewechselt habe? Welche wäre zu empfehlen?

Zum falschen Messen (2tes Foto):

Habe es gerade nochmal versucht, der schwarze Draht von der Anode ist bei der Messung abgezogen. Da wo er dran gehört, habe ich zum Messen den schwarzen Pin des Multimeters angehalten.

Den roten Pin habe ich an die Mutter der Anode gehalten - trotzdem zeigt das Multimeter: 0,0?! Ich tippe fast, dass das Multimeter kaputt ist, oder?

siehe neues Foto:

https://www.bilder-hochladen.net/files/big/m58k-3-6f41.jpg


Nochmal zum Zustand der Anode (Foto1): Muss die schon gewechselt werden?

Verfasser:
Reggae
Zeit: 11.02.2019 09:35:39
1
2748917
Zitat von Ahnungslos11 Beitrag anzeigen
Nochmal zum Zustand der Anode (Foto1): Muss die schon gewechselt werden?[...]

Ja

Verfasser:
WasserHurra
Zeit: 11.02.2019 16:29:42
0
2750181
Habe mich noch nie mit so einer Anode beschäftigt.

Somit Entschuldigung wenn ich jetzt was blödes Schreibe.

So wie ich es sehe steht dein Messgerät auf 20 mA Gleichstrom.

Um Strom zu Messen muss das Messgerät zwischen Spannungsversorgung und Verbraucher geschaltet sein, also in Reihe.

Ich kann nicht erkennen das der Stromkreis geschlossen ist. Sieht für mich eher danach aus als ob du den Widerstand messen wolltest.

Verfasser:
Ahnungslos11
Zeit: 11.02.2019 20:43:22
0
2750326
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Du misst falsch. Auf dem zweiten Foto Behältermasse gegen Behältermasse.

Deine Anode ist isoliert eingebaut. Du musst den roten Pin vom Multimeter an die Mutter im cremefarbenen Isolierbecher halten. Erst dann kann ein Strom von der Anode zum Speicher fließen.

Die[...]


Daraufhin habe ich so gemessen:

https://www.bilder-hochladen.net/files/big/m58k-3-6f41.jpg

Zitat von WasserHurra Beitrag anzeigen
Habe mich noch nie mit so einer Anode beschäftigt.

Somit Entschuldigung wenn ich jetzt was blödes Schreibe.

So wie ich es sehe steht dein Messgerät auf 20 mA Gleichstrom.

Um Strom zu Messen muss das Messgerät zwischen Spannungsversorgung und Verbraucher[...]


Habe ich falsch gemessen? Wie ist denn richtig?

Verfasser:
WasserHurra
Zeit: 12.02.2019 06:58:10
1
2750454
Wie schon geschrieben habe ich mich noch nicht mit so etwas beschäftigt. Somit bin ich mir da jetzt nicht so sicher. Wodurch mir also auch nicht bekannt ist wo der Schwarze Draht (mit der Flachsteckhülse) angeschlossen wird.

Habe mal schnell eine Zeichnung gemacht wie man Strom Misst und wie du es scheinbar machst bzw. machen möchtest.

Übrigens sollte man am besten immer mit dem Höchsten Messbereich beginnen und sich dann runter arbeiten. Es sei denn man kennt den zu erwartenden Wert recht genau.

https://www.bilder-hochladen.net/i/m58o-1-c34d.jpg

Verfasser:
Pluto25
Zeit: 12.02.2019 07:33:47
1
2750466
Die Messung in Bild 6f41 ist schon richtig. Versuch einen kleineren Meßbereich (200µ).
Der Boiler war gefüllt? Die Anoden bauen nur eine Kleine Spannung auf wodurch die einfachen Meßgeräte mit ihrem hohen Innenwiderstand nicht gut geeignet sind den Anodenstrom zu messen. Ein paar µA sollte es jedoch anzeigen.
Wenn die Anode nie länger war hat sie noch ca 50 % -sprich in 2 Jahren neue einbauen. Ware sie mal ein Meter gewesen hätte sie noch 10%. Solange noch Magnesium vorhanden ist wirkt sie.

Verfasser:
Ahnungslos11
Zeit: 12.02.2019 15:59:16
0
2750718
WasserHurra, vielen Dank für deine Hilfe. Aber ich denke, die Messung ist richtig.

Zitat von Reggae Beitrag anzeigen
Zitat von Ahnungslos11 Beitrag anzeigen
[...]

Ja


Danke Pluto25 für deinen fundierten Beitrag! Die Anode war nie länger als jetzt - also noch nicht tauschen! Ich habe es auch schon mit einem kleineren Meßbereich (200µ) probiert - Fehlanzeige.
Mittlerweile glaube ich, dass mein Multimeter defekt ist. Hab mal einen kleinen Stromkreis mit Batterie und Glühlampe gebaut und das Multi zeigte da auch nur Volt, aber keine Ampere an. Ich werde mal die Sicherung tauschen...
Parallel mache ich mich mal auf die Suche nach einer passenden Fremdstromanode. :-)

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 12.02.2019 16:06:02
0
2750722
Anodenstrom misst man (aus meiner Erfahrung) am besten mit einem analogen Multimeter.

Defekte Sicherung kann sein, kommt gelegentlich vor.

Das Gerät ist ein kleiner Haufen Chinaschrott. Bitte komme niemals auf die Idee, damit Anlagen mit Netzspannung zu messen.

Verfasser:
Pluto25
Zeit: 12.02.2019 18:08:53
0
2750781
Das Gerätchen ist handlich und kann ohne weiteres für Fehlersuche in Starkstromanlagen genutzt werden. Allein der fehlende Wechselstrommeßbereich stört etwas. Ich hab so eins seit Jahren im Auto und noch keine Probleme damit gehabt.
PS Nicht vergessen den Stecker wieder aufzustecken sonst hält die Restanode länger als der Boiler ;-)

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 12.02.2019 18:47:45
0
2750791
Zitat von Pluto25 Beitrag anzeigen
Das Gerätchen ist handlich und kann ohne weiteres für Fehlersuche in Starkstromanlagen genutzt werden.


Ich gehe davon aus, dass du weder Elektriker noch Elektromeister oder -techniker bist.

Diese 20€ Chinamultimeter können lebensgefährlich sein. Absolut keine Schutzeinrichtungen, Trennabstände werden oft nicht eingehalten. 4kV Isolationsspannung ebenfalls nicht.

Für SELV Anlagen alles okay, aber nicht für den Einsatz in Niederspannungsnetzen oder wie du schreibst "Starkstromanlagen".

Es tut hier zwar nichts zur Sache, aber für gelegentliche Spannungsüberprüfungen sollte eine EFK oder Unterwiesene wenigstens eine soliden Duspol besitzen.

Verfasser:
Pluto25
Zeit: 12.02.2019 19:20:16
1
2750812
Ein Theoretiker.
Diese Geräte waren 20Jahre gut bis dann vor einiger Zeit sie jemand (vermutlich aus finanziellen Gründen ) für "Lebensgefährlich" erklärt hat. Dann gab es eine Weile keine mehr bis sie dann mit dem verringertem Spannungswert (600V statt 2000V) wieder verkauft wurden. Wozu brauche ich 4Kv Isolationsspannung wenn ich an 400V Anlagen arbeite?
Mit dem Gerät finde ich Fehler die sich mit nem Duspol nicht mal erahnen lassen.
Rutsche ich mit dem Geräteanschluß vom Geäuse ab kribbelt es nicht mal, beim Duspol würde einen Schlag bekommen der mich von der Leiter haut. Was ist nun gefährlicher?

Verfasser:
lpi2013
Zeit: 13.02.2019 01:11:02
0
2750928
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Zitat von Pluto25 Beitrag anzeigen
[...]


Ich gehe davon aus, dass du weder Elektriker noch Elektromeister oder -techniker bist.

Für SELV Anlagen alles okay, aber nicht für den Einsatz in Niederspannungsnetzen


Wie kommst du darauf? Kleinspannungsanlagen (um SELV mal zu übersetzen) haben max. 50V Wechsel- und 120V-Gleichspannung. Das Multimeter ist seinerzeit für Niederspannungsanlagen (also bis 1000V) zugelassen worden und dürfte einem DUSPOL (Markenname von Benning) wohl nicht oder kaum nachstehen. Zwar sind die Spannungsprüfer von Benning schön klein und praktisch, aber ob DIE sicherer bezüglich Isolationsspannung sind...?

Das Multimeter ist - WENN es funktioniert - schon ok, nur unhandlich, weil es irgendwo während der Messung stehen sollte. Der Duspol ist da flexibler, aber die Geräte, mit denen man(n) was anfangen kann, kosten leider...zu viel und sind eher Prüf-als Messgeräte.

Ach, bevor du mich fragst: Ja, ICH kenne mich aus... und habe auch schon an Mittelspannungs- und 220kV-Hochspannungsanlagen gearbeitet (Umspannwerk)

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 13.02.2019 13:08:55
0
2751144
Zitat von lpi2013 Beitrag anzeigen
Das Multimeter ist seinerzeit für Niederspannungsanlagen (also bis 1000V) zugelassen worden


Genau das ist der Knackpunkt! Sind sie denn zugelassen worden? Wie viele europäische/deutsche Prüflabore hat das Dingen von Innen gesehen?
CE Label kleben darf und kann erstmal jeder.

Warum bauen namenhafte Hersteller (namenhaft ungleich teuer!) Multimeter insbesondere im Bereich der Eingänge ganz anders auf?

Verfasser:
lukashen
Zeit: 13.02.2019 13:31:39
2
2751155
Hat das schwarze Kabel an dem Ende mit der Mutter und dem Kabelschuh Kontakt zur äußeren Montagemutter der Opferanode? Dann misst man keinen Strom.

Den Strom misst Du am besten zwischen dem Kabelschuh mit Stecker am schwarzen Kabel und der Kontaktzunge wo dieser aufgesteckt wird.
Im Normalbetrieb muss der Stecker drauf sein, sonst keine Schutzwirkung.

Gruß

Verfasser:
lpi2013
Zeit: 13.02.2019 14:54:10
0
2751208
Zitat von hanssanitaer Beitrag anzeigen
Zitat von lpi2013 Beitrag anzeigen
[...]


Genau das ist der Knackpunkt! Sind sie denn zugelassen worden? Wie viele europäische/deutsche Prüflabore hat das Dingen von Innen gesehen?
CE Label kleben darf und kann erstmal jeder.

Warum bauen namenhafte Hersteller (namenhaft ungleich teuer!) Multimeter[...]


Laut FERM.com (NL) soll das TOP-Craft TMMH-930 bspw. wohl mal entsprechend zugelassen worden sein.

Ich nutze allerdings auch eher höherwertige Messgeräte (seinerzeit unter 300 DM ... :-) ), die sich kalibrieren lassen (und das ist oft bitter nötig).

Ein Duspol mit Anzeige zusätzlich wäre aber schon schön (und praktisch)...

Es muss ja nicht gleich ein HMC8012 von Rhode & Schwarz sein, um die Opferanode zu messen... ;-)

Verfasser:
lpi2013
Zeit: 13.02.2019 14:59:12
0
2751213
Zitat von Ahnungslos11 Beitrag anzeigen
Mittlerweile glaube ich, dass mein Multimeter defekt ist. Hab mal einen kleinen Stromkreis mit Batterie und Glühlampe gebaut und das Multi zeigte da auch nur Volt, aber keine Ampere an.


Ja, das sollte wohl mindestens erst mal funktionieren, bevor man die halbe Heizung zerlegt...

Verfasser:
Ahnungslos11
Zeit: 13.02.2019 15:35:55
1
2751251
Zitat von lukashen Beitrag anzeigen
Hat das schwarze Kabel an dem Ende mit der Mutter und dem Kabelschuh Kontakt zur äußeren Montagemutter der Opferanode? Dann misst man keinen Strom.
[...]



Ein sehr guter Gedanke! Hab ich gleich mal kontrolliert: nein, hat keinen Kontakt, da ist noch ein heller Kunststoffring dazwischen (schlecht zu erkennen auf dem Foto).

Habe mich jetzt übrigens entschieden: ich werde umstellen auf eine Fremdstromanode und zwar auf Correx Fremdstromsystem MP 2.3-900 200mm Anode.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 13.02.2019 15:41:18
0
2751257
Wozu? Zu viel Kohle?

Du kannst doch super einfach eine Kontrollmessung machen, dazu muss die vorhandene Anode nichtmal ausgebaut werden.

Wenn du jetzt im Jahresrhytmus die Magnesiumnoden verbraten würdest oder mit der Wartung eher schlampig wärst, dann auf jeden Fall Fremdstrom oder Edelstahlspeicher. Aber so just4fun?

Verfasser:
Ahnungslos11
Zeit: 13.02.2019 18:35:43
2
2751356
Nee, leider keinen Euro zu viel ;-)
Aber die jetzige Opferanode hat bislang 2 1/2 Jahre gehalten und kostete 50€ (Zustand siehe 1. Foto). Die Fremstromanode würde ca. 130€ kosten, viiiiiieeel länger halten und im Gegensatz zur Opferanode konstant wirken, während die Opferanode kontinuierlich an Leistung verliert.
Deswegen denke ich, ein Wechsel würde Sinn machen.

Verfasser:
WasserHurra
Zeit: 14.02.2019 07:47:23
0
2751485
Man lernt doch nie aus.

Verfasser:
Ahnungslos11
Zeit: 15.02.2019 20:33:12
0
2752243
Zitat von Ahnungslos11 Beitrag anzeigen

Mittlerweile glaube ich, dass mein Multimeter defekt ist.


Heute die neue Sicherung ins Multimeter eingebaut und siehe da:

Es wird endlich ein Wert angezeig: 4,78mA, allerdings -4,78!!!

siehe Foto:
https://www.bilder-hochladen.net/i/m58k-4-5d19.jpg

Nun meine hoffentlich letzten Fragen in dieser Sache:
Warum ist der Wert negativ, ist das ein Problem?
Wenn man das negative Vorzeichen mal ignoriert: Ist 4,78mA ein realistischer Wert für meine abgenutzte Opferanode (siehe 1. Foto oben)?

Verfasser:
Bramme
Zeit: 15.02.2019 20:58:41
2
2752251
Wenn du die schwarze Leitung auf die Magnesiumanode und die rote auf das Gehäuse hälst, dann hast du kein negatives Vorzeichen mehr...

Magnesium hat in der elektrochemischen Spannungsreihe halt ein negativeres Normpotential als Eisen, daher misst du so einen negativen Strom.

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